Recht auf Einarbeitung

Felix474

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Hallo,
ich bin Ausgebildeter Krankenpfleger und fange nun an zu studieren nebenbei möchte ich mir etwas Geld dazuverdienen und habe mich in einem Altenheim beworben.
Dort arbeite ich nun recht flexibel ca. 2-3 Tage im Monat.
Ich habe in meinen Semesterferien schon 4 Tage dort gearbeitet die insgesamt 10 Stunden einarbeitungszeit bzw. mitlaufen beinhalteten. Am 3. und 4. Tag war ich schon alleinige Fachkraft mit ansonsten Einjährigen Altenpflegehelfern.
Ich habe es gemacht weil ich dachte es handelt sich um eine Ausnahme und meine Arbeitgeberin auch nicht auf meine freundlich ausgedrückten "Bedenken" eingegangen ist und es schön geredet hat. Fühlte mich da schon etwas veräppelt. An den zwei Tage gab es eben allerlei Dinge oder Leute wollten in Bereichen etwas von mir in die ich noch nicht eingewiesen wurde. Die Helfer konnten mir alle nicht helfen und haben sich dann scheinbar auch noch hinter meinem Rücken beschwert dass ich nur so wenige Leute wasche etc. Obwohl als Fachkraft der Fokus auf dem Rest liegt.
Ich finde es gut dass ich dort so flexibel arbeiten kann und glaube auch nicht dass ich so ein Angebot schnell nochmal irgendwo bekomme. (Was aber allein schon für die Zustände dort spricht) ansonsten hab ich mir überlegt ob ich direkt wieder kündige.
In einer Mail hab ich als es um mein nächstes Dienstwochenende ging angefragt ob denn weitere Fachkräfte dort wären da ich nach 10 Stunden nicht alleine für ein komplettes Heim verantwortung übernehmen möchte. Darauf kam nur zurück dass einen Tag eine Fachkraft länger bleibt (die wird es mir danken...und wahrscheinlich dann auch nur zwei Stunden) über den zweiten Tag kam keine Rückmeldung. Außerdem hies es ob ich mal noch irgenwann extra kommen möchte um mitzulaufen? Ist es zuviel verlangt in meiner Arbeitzeit eingewiesen zu werden? Abgesehen davon handelt es sich um eine Spätschicht. Ich war bisher nur in Frühschichten. Soll ich mich da selbst durchwurschteln?
Bisher habe ich versucht meine Bedenken immer freundlich zu schreiben. Mittlerweile bin ich am Überlegen ob ich in meiner Mail erwähne dass mir laut Vertrag 4 Wochen einarbeitung zustehen.
Dann würde das Arbeitsklima aber eventuell schlechter werden was ich vermeiden will. Allerdings habe ich auch keine Lust mich ausnutzen zu lassen.
 

-Claudia-

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Tja, klingt nicht nach guter Planung, aber die Heime gehen personaltechnisch ja auch ziemlich auf dem Zahnfleisch. Ohne Personal keine Einarbeitung, ohne Einarbeitung aber wohl kaum neues Personal...

Mittlerweile bin ich am Überlegen ob ich in meiner Mail erwähne dass mir laut Vertrag 4 Wochen einarbeitung zustehen
Steht das da wirklich so drin?

Stehen 20 Arbeitstage (oder 20 Schichten) Einarbeitungszeit darin, oder vier Wochen? Denn bei zwei bis drei Diensten im Monat hättest Du mit vier Diensten ja schon über vier Wochen Arbeitszeit abgedeckt?

Du bist im Dienst der einzige dreijährig Ausgebildete im ganzen Haus? Oder nur in der Abteilung? Letzteres wäre auch nicht ideal, aber weniger dramatisch, dann hättest Du ja einen Ansprechpartner, nur nicht immer greifbar.

Kann die Einweisung nicht, zumindest was den Ablauf angeht, von einem Altenpflegehelfer übernommen werden? Wenn die lange genug im Haus sind, sollten sie wissen, wo was steht und wann welche Tätigkeit notwendig ist. Eine fachliche Unterweisung ist ja wahrscheinlich nicht nötig?

Sollte das "extra kommen" wirklich in Deiner Freizeit stattfinden, oder könntest Du als Mehrarbeitsstunden anrechnen? Auch nicht ideal, aber eben keine Arbeit "für umme".
 

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