Recht auf adäquate Versorgung

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von lexi, 06.04.2008.

  1. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Kann mir jemand Auskunft darüber geben,wo ich im SGB die Aussage

    finde,das der Patient ein Recht auf eine adäquate Versorgung nach dem

    neuesten Stand der Wissenschaft hat!

    Benötige den Paragraphen

    Danke
     
  2. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Lieber Ulrich!

    :gruebel: Bin etwas verwirrt :mrgreen:
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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  4. flexi

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    und unsere nette Moderation/Administration hats repariert....

    Achso, btw, was ist mit SGB V §2 wenn ich nicht irre?
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,

    das ist lediglich ein Urteil des BGH gewesen, was nichts anderes aussagt, dass wenn ein Arzt die Wahl hat zwischen unterschiedlichen Therapeutika, er das mit den wenigsten Risiken auszuwählen hat.

    Da es aber nur ein Urteil ist und kein Gesetz, muss man es ja nicht so genau nehmen...:knockin:...

    Habe kein Link hierzu, aber ich weiß dass das Urteil auf dieser Seite einst zu finden war: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.. Die unternehmen ganz viel in Bezug auf moderne Wundtherapie, Ihr müßt nur oben rechts auf der Seite in der Suche das Stichwort "Wundversorgung" eingeben, und schon tun sich viele interessante Reports, Pressemeldungen, Studien etc. zum Thema chronologisch geordnet auf.
    Also unabhängig von diesem Thema, sehr interessant. Viel Spass beim stöbern wünscht Euch

    Trisha
     
  6. Danke! Werd ich mir merken:knockin:

    Ulrich Fürst
     
  7. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallöchen,

    hab´weiter recherchiert und bin fündig geworden.
    http://www.werner-sellmer.de/Downloads/Verschiedenes/Rechtsdepeche 05-2005.pdf

    Bitte Seite 2+3 beachten, da sind die Infos die Ihr braucht .

    LG
    Trisha
     
  8. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Danke Euch,

    hatte den Satz gelesen:

    "Laut SGB hat jeder Pat. das Recht auf eine adäquate Wundversorgung nach dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse."

    Hatte hier das Problem,das ich einen Pat. habe bei dem wir einen tägl. VW durchführen sollen lt.HA.
    Wunde wird mit Hydrogel,Gaze versorgt und mit sterilen Kompressen abgedeckt.
    Ich hätte gerne einen anderen Sekundärverband gehabt,weil Kompressen mir das ganze Gel einsaugen und eintrocknen,außerdem könnte ich VW reduzieren.

    Da kam dann das Thema Budget,HA sei gehalten wirtschaftlich zu arbeiten und moderne Produkte seien teuer und belasten das Budget.

    Manchmal denke ich ich kämpfe hier einen zwecklosen Kampf!
     
  9. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    (1) Die Krankenkassen stellen den Versicherten die im Dritten Kapitel genannten Leistungen unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots (§ 12) zur Verfügung, soweit diese Leistungen nicht der Eigenverantwortung der Versicherten zugerechnet werden. Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen sind nicht ausgeschlossen. Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen.


    Hm,die Krankenkassen sagen mir das sie alles bezahlen,aber es käme auf den Arzt und seine KV an.

    Der Arzt stellt sich quer,da höre ich nur mein Budget.
     
  10. Trisha

    Trisha Poweruser

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  11. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Danke Euch,

    ich kann aber wohl nichts mehr tun,da die HÄ mir sagt er müsse wirtschaftlich arbeiten und sie entscheidet,was medizinisch notwendig ist.

    So steht es ja auch in den Paragraphen.
    Der Pat.hat zwar das Recht,aber der Arzt entscheidet.
    Entscheidet über eine Wunde die sie sich alle 6-8 Wochen mal anschaut.

    SUPER!!!

    Ich muß einen tägl.VW mit einfachen Kompressen machen,obwohl sie für den Wundzustand vollkommen ungeeignet sind.

    Im Moment darf ich zuschauen wie Wunde sich weiter verschlimmert.
     
  12. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,

    leider gibt es diese Fälle bundesweit.
    In diesen Fällen versuche ich den Pat. oder die Angehörigen zu überzeugen, damit diese sich selbst an den Arzt wenden.
    Das funktioniert natürlich nicht immer.
    Die Ärzte wissen wenig über Wundbehandlung, ihnen fehlte während ihres Studiums der Praxisbezug. Wundbehandlung ist ein kleiner Teil.
    In einer Fortbildung zum Thema Wundmanagement für Hausärzte fragte eine niedergelassene Ärztin nach dem Referat den Dozenten:"Ähm, muss man bei einem venösen Ulcus cruris einen Kompressionsverband über der Wunde anlegen?":eek1: :eek1: :eek1: :knockin:.

    Außerdem fand ich diese interne Meldung bei der KVN (Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen) - das ist noch die Krönung:



    Also.Sagt doch schon alles.

    LG
    Trisha
     
  13. lexi

    lexi Senior-Mitglied

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    Muss ich ja lachen

    Hatte auch bei KV angerufen (hauptsächlich wegen Bugdetierung) und da

    sagte mir doch ein äußerst netter Mann:"Wissen sie,mit ihnen muß ich mich nicht unterhalten!"

    Problem mit den Angehörigen ist nur das,sie vertrauen einem Arzt mehr als einem Wundtherapeut.
     
  14. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Hallo Lexi,
    meine Erfahrung ist da genau anders herum. In der Regel vertrauen die Patienten bei chron. Wunden eher dem Wundtherapeuten als dem Arzt. Wenn Du meinen Kommentar eine Spalte weiter unten ließt, dann weißt Du auch warum...

    Viele Grüße, Susanne
     
  15. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Hallo Trisha,
    ein Beispiel gefällig?
    Patientin, Ulcus cruris seit Monaten. VW lt. Hausarzt mit Mullkompressen und Mullbinde. Belastet das Budget .... gar nicht.
    Dem Patienten wird nämlich erzählt, er müsse das Verbandmaterial selber in der Apotheke kaufen, könne nicht verordnet werden.

    Wir schreiben das Jahr 2008...

    Viele Grüße Susanne
     
  16. narde2003

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    Hallo,

    bekanntlich bin ich im Wundmanagement nicht so sehr bewandert, dennoch merke selbst ich, wenn wo was ziemlich falsch läuft.

    In einem Krankenhaus (nicht in meinem oder unseren Schwesterhäusern) wurde eine Wunde mit einer Mischung aus Braunovidonsalbe, Zucker und Honig behandelt. Nein, es ging mich leider nix an, dennoch habe ich die Schwester gefragt, warum sie diese für mich nicht sinnvolle Mischung benutzt. Ihre Antwort war: Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, empfielt auch unsere Wundmanagerin:eek1::knockin::gruebel::knockin::knockin::knockin::knockin::knockin::knockin:

    Ich war sprachlos, das kommt sehr selten vor.

    Schönen Abend
    Narde
     
  17. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Hallo Narde, da fällt mir nur ein:

    ... es sollen auch Wunden schon mit Kuhmist zugegangen sein...


    viele Grüße Susanne
     
  18. LieschenXX

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    Hallo Leute,

    habe eine Frage; obwohl ich nicht weiß, ob sie hier so richtig reinpasst....

    Stellt ein niedergelassener Arzt eine Verordnung zur häuslichen Krankenpflege aus, steht als fett gedruckter Merksatz : " Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege besteht nicht, soweit der Versicherte die erforderlichen Maßnahmen selbst durchführen oder eine im Haushalt lebende Person diese übernehmen kann"

    Jetzt stellt sich mir die Frage: Angenommen ich bin examinierte Pflegekraft und lebe mit meinen Eltern usw. in einem Mehrgenerationenhaus und der Arzt verordnet einen täglichen Verwandswechsel für meine Mutter. Besteht dann kein Anspruch auf häusliche Krankenversorgung durch einen ambulanten Pflegedienst, weil man davon ausgeht, das ich das als examinierte Pflegekraft genauso gut alleine machen kann???

    Viellicht kennt sich ja einer mit solchen Sachen aus....

    Danke.
     
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