(Räumlich) outgesourcte Sterilisation

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von OP-Schwester007, 20.10.2013.

  1. OP-Schwester007

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    Guten Tag zusammen, eine Frage zum Thema Sterilgüter. In unserem Haus ist der Steri vor langer Zeit outgesourct worden- die Firma befindet sich in einer anderen Stadt, täglich gehen 2 Entsorgungscontainer von uns dorthin. Unser Problem ist, dass die rückkehrenden Siebe und Instrumente teilweise unvollständig oder sogar defekt sind. Manche Instrumente verschwinden spurlos in den Weiten der noch mit versorgten Krankenhäuser, selten, dass Instrumente den Weg zurück zu uns finden. Meine Frage an Euch: kennt ihr diese Probleme, und wenn ja, (wie) konntet ihr sie lösen? Danke! für Eure Antworten- wir sind mittlerweile echt genervt, zumal wir ja neben der ständigen Kontrollen der Sterilgüter auch anderes zu tun haben...
     
  2. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo OP-Schwester!

    Outsourcing ist in allen Bereichen schwierig, ob im Reinigungsdienst oder in der ZSVA. Deshalb hat unsere Geschäftsführung davon eigentlich noch nie etwas gehalten. Deshalb wurde unsere Zentralsterilisation neu umgebaut, vergrößert und hat einen eigenen Personalstamm bekommen. Die ZSVA ist dem OP-Management unterstellt und damit ist ein reibungsloser Ablauf meistens gewährleistet.

    Es ist sehr ärgerlich, wenn eure Sachen verschwinden, defekt zurückkommen und die Firma nicht verantwortungsbewusst arbeitet.
    Wie sind denn eure Wege definiert?
    Habt ihr ein System, welches es der Firma möglich macht, eure Sterilgüter von den anderen zu unterscheiden?
    Sind euer Haus und die Firma, die für euch sterilisiert, zertifiziert?
    Habt ihr mit der Firma dementsprechende Verfahrensanweisungen, Standardpacklisten, Fehlererfassungsprotokolle und Ablaufstrukturen festgelegt?
    Wer hat die Abläufe definiert und was passiert, bei Fehlern?
    Wie sind die Verantwortlichkeiten geregelt?

    Bei solch großen Problemen, wie ihr sie habt, gehört die Geschäftsführung eingeschaltet, denn da geht ja sehr viel Geld verloren.
    Operationen müssen evtl. abgesetzt, neue Siebe aufgemacht und ständig neues Instrumentarium nachgekauft werden.

    Da gehören die Verantwortlichen der Firma, eure OP-Leitung und die zahlende Instanz eures Hauses an einen Tisch.
    Allerdings braucht ihr ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) aus einer Schwachstellenanalyse und einem Fehlererfassungssystem über einen gewissen Zeitraum (ca. 4 Wochen, wenn es viele Probleme gibt).

    So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen und das muss eure OP-Leitung der GF schleunigst klar machen.

    LG opjutti
     
  3. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Hilfe frag doch mal Kollegen aus dem Krankenhaus München Bogenhausen, die können dir bestimmt viel erzählen...
     
  4. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Da gibt es bestimmt noch eine Menge mehr die dazu was erzählen können..... Outsourcing von ZSVAs ist mittlerweile keine Seltenheit mehr! Es bracht halt ein vernünftiges und ernstgenommenes QM-System der ZSVA. Auch bei Inhouse ZSVAs gibt es gelegentlich Probleme!
     
  5. einer

    einer Stammgast

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    Ich hätte auch wieder gerne einen Steri im Haus!!! Mache das mit dem Outsourcing schon seit fast 10 Jahren mit . Mal mit mehr, mal mit weniger Problemen.
    Leider ist es sehr schwer, der Verwaltungsebene die Schwierigkeiten klarzumachen. Und betriebswirtschaftlich fehlt mir das (abgeschlossene) Studium.
    Mal sehen, vielleicht wird mein Eingangswunsch irgendwann erfüllt:flowerpower:.

    LG Einer
     

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