Quiz : Postoperative Analgesie / Auflösung

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von Rabenzahn, 10.07.2002.

  1. Rabenzahn

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    Hallo liebe Ratefreunde !

    Der überwiegende Teil der Antworten ist bereits in die richtige Richtung gegangen. Erstaunt bin ich von so mancher wissenschaftlichen Ausführung über den Abbau und die Verstoffwechselung der Medikamente.

    Dabei könnte doch die Lösung ssssooooo einfach sein.

    1. Der Patient ist operiert worden unter Vollnarkose und hat Opiat erhalten.

    2. Er bekommt zusätzlich ein weiteres Medikament ( Novalgin ) zur Ausleitung.

    3. Er ist hypotherm zur Ausleitung.

    4. Er bekommt 15 mg Dipidolor i.m.

    5. Aufgrund der hypothermen Körpertemperatur ist er zusätzlich zentralisiert.

    6. Auf Station bekomt er nochmals 7,5 mg Dipidolor i.m.

    7. Nachdem er etwas erwärmt wurde, geht die Peripherie auf und er resorbiert 22,5 mg Dipidolor aus der Muskulatur .

    Das führt zu einem isolierten Atemstillstand, damit besteht Lebensgefahr und der Herzalarm ist gerechtfertigt.

    Woran hätte man es erkennen können ?

    A. Körpertemperatur erniedrigt, Peripherie zu !
    B. Keine Analgesie nach Dipidolor i.m.
    C. Keine Besserung nach 2. Dipidolorgabe i.m.
    D. Tachycardie bei gleichzeitiger Bradypnoe
    E. Hypertonie und Schwitzen

    Was lernen wir daraus ?

    Keine intramuskulären Injektionen bei hypothermen Patienten, weil die Resorptionsrate nicht kalkulierbar ist. Weiss sogar der Rettungsdienst !!

    Wir spritzen im AWR ( Aufwachraum ) immer i.v. und können es so besser steuern.

    War es schwer ? :twisted:

    PS. Es kann auch die Prämedikaetion noch eine Nachwirkung haben. Sollte auch nie vergessen werden.
     
  2. Skraal

    Skraal Senior-Mitglied

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    0
    Eigentlich war es nicht schwer, aber das die Resorptionsrate bei hypothermalen Pat. so reduziert ist, wußte ich nicht.
    In der Schule haben wir auch nur gelernt, wie man i.m. spritzt aber mehr nicht.
    Bei uns im Klinikum wird überhaupt nicht i.m. gespritzt.
    Mir fällt auch irgendwie keine Indikation ein, im Krankenhaus i.m. zu spritzen... (Mal abgesehen von Lösungen, die i.m. gespritzt werden müssen, wie Impfstoffe)
    Bei dem Besipiel hätte man ja sicher auch i.v. etwas geben können, denn wenn der Pat aus dem OP kommt wird er ja noch einen venösen Zugang haben!??

    Wie wird das bei euch gehandhabt?

    @ Rabenzahn: Ich freu mich schon auf das nächste Quiz!! :-)
     
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