Puderspray

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von steffi1963, 05.12.2006.

  1. steffi1963

    steffi1963 Junior-Mitglied

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    Kennt jemand Pulvo® Puderspray?
    Verwendet das noch jemand zur Wundbehandlung?
    Finde es trocknet Wunde total aus und verfärbt sie.
    Außerdem sprüht man mit großem Druck auf die Wunde.


     
  2. na_du2001

    na_du2001 Junior-Mitglied

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    halli hallo,
    ich kenne es aus der ambulanten pflege wo es eine patientin verschrieben bekommen hatte zur dekubitusbehandlung (2.Grad) !!!!:evil:

    wir haben es mit allevyn heel fersenkappen ausgetauscht nach absprache der ärztin.:daumen:

    ich denke es ist ein wenig altmodich wenn man sich modernes wundmanagement anschaut.

    grüße aus rüsselsheim
    jule
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bei der Anwendung soll ein Mindestabsatnd von 20 cm eingehalten werden.

    Ob und wie sinnvoll das Ganze ist? Man müßte erst man hinterfragen ob und wie die Catelase aus Pferdeleber überhaupt vom Menschen aufgenommen werden kann.

    Elisabeth
     
  4. steffi1963

    steffi1963 Junior-Mitglied

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    Danke für die Infos,

    Hatte heute mit Ärztin telefoniert,wollte auch eine andere Wundbehandlung.
    Sie aber besteht darauf,sagte, sie schwört auf trockene Wundbehandlung und wenn Wunde verfärbt und Verband eintrocknet,sollen wir Fußbad mit Kernseife machen.
    Sie lässt keine anderen Vorschläge zu, wir kämen auf keinen gemeinsamen Nenner.
    Manchmal hab ich keine Lust mehr und es geht mir gegen den Strich diese Anordnungen auszuführen.
    Ärtzin ist auch noch Hautärztin.
    Ich versteh das oft nicht,gerade unsere Hautärzte machen Wundbehandlungen,da stellen sich einem die Haare.
    Ein anderer wollte das wir Aktivkohlekompressen zerschneiden und in die Wunde einlegen,das haben wir aber verweigert.usw.

    Gibt es hier nicht ein Frustforum?
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Nein, hier gibt es kein Frustforum...Du kannst Deinen Frust aber gerne unter "Talk, Talk, Talk" ablassen.

    Dermatologen sind leider keine Spezialisten für Wundbehandlung. Sie experimentieren, oft auch im stetigen Wechsel, mit Sälbchen, Lösungen, Tinkturen etc. herum - nach dem Motto "wenn DAS nicht hilft, hilft sicher DAS".

    Wieso bist Du gefrustet?
    Ich habe es schon x-fach in anderen Threads erwähnt (stöbern lohnt also): Anordnungen solcher Art wie Kernseifenbäder und trockene Wundbehandlungen sind obsolet - also bedürfen solche Arztanordnungen der Remonstration - was übrigens nicht nur das Recht der Pflegekraft ist, sondern Pflicht - denn nur dann kannt Du - haftungsrechtlich - nicht mehr zur Verantwotung gezogen werden.
    Ich finde Remonstration toll, und zwar deswegen, weil wir mit einem einfachen Wisch den Ärzten zeigen können, dass wir nicht nur PflegerInnen sind, die stillschweigend die unmöglichsten Arztanordnungen entgegen nehmen und ausführen, sondern auch das Recht (und die Pflicht) haben zu sagen: "STOP! Ich mache zwar was Sie sagen, aber die Verantwortung tragen Sie ab sofort alleine!" Solange Du nämlich alle obsoleten Therapieanordnungen durchführst ohne Deine Bedenken schriftlich dem Arzt gegenüber aufzuzeigen, trägst Du die Durchführungsverantwortung.

    Du kannst aber auch den Pat. bitten, einen anderen Arzt aufzusuchen, was allerdings im allgemeinen schwierig ist.

    LG
    Trisha
     
  6. steffi1963

    steffi1963 Junior-Mitglied

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    Mit dem Arztwechsel ist schwierig,würde ich sehr oft gerne tun,aber ich arbeite in der ambulanten Pflege und wir dürfen keinen Arzt vorschlagen oder dazu raten, zu wechseln.

    Das interessante an der Ärztin ist,das es sich um eine Gemeinschaftspraxis mit ihrem Ehemann handelt.Sie ist Hautärztin und er Allgemeinmediziner. Er arbeitet absolut mit uns zusammen und lässt uns freie Hand oder fragt uns um Rat und sie sagt,mit uns käme sie auf keinen gemeinsamen Nenner.

    Viele Ärzte lassen überhaupt nicht mit sich reden,blocken sofort ab,ich versteh das nicht.Es ist ja kein Machtkampf,es soll ein Miteinander sein zum Wohle des Patienten.
     
  7. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Ich sehe kein Problem darin, dem Patienten zu erklären, dass die Therapieanordnungen der Hautärztin nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht und nicht unerhebliche Risiken birgt. Und, dass es ihm überlassen bleibt, ob er der Ärztin weiterhin vertraut oder sich eine zweite Meinung einholt. Die Vorgehensweise, einen anderen Arzt konkret vorzuschlagen bzw. dem Pat. anzuraten den Arzt zu wechseln, wäre ein falscher Ansatz.

    Das ist so und wird immer so bleiben. Auf solche Ärzte stößt Du immer mal wieder. Viele, nicht alle, sehen die Pflegekraft als ausführendes Organ, das selbst nicht mitdenken darf.
    Das Problem bei uns ist, viele Pflegekräfte handeln auch "brav" nach Arztanordnung, selbst wenn sie obsolet ist - und das ist buchstäblich nicht rechtens.
    Das Ende vom Lied ist, dass die Kommunikation und Kooperation zwischen Ärzten und Pflegenden erheblich gestört ist, was keinem zugute kommt.

    Von daher ist die Remonstration die saubere, einfache und schnelle Lösung, ohne dass man sich gegenseitig auf die Nerven geht oder sich über den anderen aufregen muß.
    Gespräche mit "sturen" Ärzten, die immer wieder ins Nichts führen, ist verschwendete Zeit und kostet unnötig Nerven.

    LG
    Trisha
     

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