Psychotherapeuten

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Funktionsbereiche" wurde erstellt von Katana, 13.12.2004.

  1. Katana

    Katana Stammgast

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    Hallo
    weiss nich so ganz wo das sonst reingehört... aber ich hab gehört man kann auch "psycholgischer berater" werden ohne studium... z.b. an den paracelsus schulen... Hat jemand von euch erfahrungen mit diesen schulen? Welche Wege gibt es noch? Kann man nicht anders ans Ziel kommen ausser studium?
    Wäre für hilfe dankbar
    :beten:
     
  2. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Katana,

    die Bezeichnung "Psychotherapeut" ist ein ungeschützter Berufsbegriff, somit kannst du dich mit oder ohne Ausbildung einfach als solcher bezeichnen. Die Frage ist nur, was hast du davon?

    Diejenigen, die als Psychotherapeuten tätig sind sind "psychologische Psychotherapeuten" oder "ärztliche Psychotherapeuten". Hierzu gibt es klare Ausbildungkriterien der KBV und im Rahmen des Psychologiestudiums.

    Die Ausbildungen, die ohne Studium zur Bezeichnung "Psychotherapeut" führen, sind eher mit Vorsicht zu genießen. Keine Krankenkasse wird hier einen Abschluss zur Abrechnung tätigen, ähnlich wie bei Heilpraktikern. Aufgrund dessen, sind Psychotherapeuten (ohne Studium) und Heilpraktiker auch aus der Integrierten Versorgung gemäß § 140 SGB V ausdrücklich ausgenommen.

    Im Grunde genommen, kann ich als Fachpfleger in der Psychiatrie mich auch als Psychotherapeut bezeichnen, da ich über die notwenigen Grundlagen (die es im Grunde gar nicht gibt) verfüge. Ich verhelfe dem Patienten durch beratende und anleitende Pflege im Sinne Orems von A nach B zu kommen. Das ist dann schon der Grundsatz der Therapie.

    Die Frage sollte doch eher sein, wie können wir - als psychiatrische Pflegende - ein eigenes Profil finden. Dazu hat Michael Schulz - Pflegewissenschaftler des Gilead der Bodelschwingschen Anstalten in Bielfeld Bethel - bereits einige sehr interessante Artikel verfasst. Siehe z.B. in Pflege & Gesellschaft Ausgabe 4-03 "Rekonzeptionalisierung als wesentliches Element einer qualitativ hochwertigen Pflege" oder „Rekonzeptionalisierung psychiatrischer Pflege“ in Krause/Schulz/Bauer in "Interventionen psychiatrischer Pflege“; 2004, Ibicura, Unterostendorf

    Cheers

    Ingo :mryellow:
     
  3. flexi

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    Hallo Ingo, muss dir ein wenig widersprechen:

    Gemäß Psychotherapeutengesetz § 1 Abs.1 letzter Satz ist das nicht mehr erlaubt !
    Auszug
    Katana sprach allerdings auch nicht vom Psychotherapeuten, sondern vom "psychologischen Berater", dessen Bezeichnung und Tätigkeit allerdings nicht normiert ist. Ist aber auch sehr interessant, wenn man mit dem Begriff mal googelt, was mit der Bezeichnung alles möglich ist.
     
  4. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Flexi,

    du hast Recht, allerdings muss man dazu erwähnen, dass das noch nicht lange so ist. Es wurde erst kürzlich (2003) geändert und es laufen noch eine Menge "Pseudo-Psychotherapeuten" durch die Gegend.

    Ingo :anmachen:
     
  5. flexi

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    Hallo Ingo,
    es ist seit dem 1.1.1999 so im Gesetz stehend.
    Die Änderungen in 2003 betrafen den § 2 und 8,( nicht § 1, um den wir hier reden) sie stehen im Artikel 14 des neuen Krankenpflegegesetzes, durch welches auch andere Berufe im Gesundheitswesen an EG-Richtlinien angepasst worden sind.

    Der Laie wird den sachlichen Hintergrund dieser Regelungen allerdings trotz und alledem nicht ausreichend differenzieren.
     
  6. Katana

    Katana Stammgast

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    Argh Gesetz hin oder her... sehe ich ja alles ein... mein ziel irgendwann is ne eigene praxis als hypnotherapeut und ich kenne halt nur so sau teure wie die paracalsus schule... und ich will doch nur wissen ob es ausser studium und schweine teuere schulen noch ne andere möglichkeit gibt keine ahnung z.b. ne weiterbildung, ausbildung... im internet kosten die meisten schulen gheld die ich gefunden hab und hören sich auch nich gerade seriös an und ich will ja irgendwann mal davon leben aber wie komme ich zum ziel ???
    danke
     
  7. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    die Kosten für die Schule sind das eine....wenn Du davon leben willst , musst Du erstmal das Geld haben, um eine Praxis zu eröffen....:o
    Die paar Tausend Euro für die Paracelsus -Schule sind dagegn dann eher "Peanuts".

    Ausserdem musst Du ja auch Leute haben, die Dich bezahlen.....wenn das die GKV nicht trägt, brauchst Du genug Kundschaft, die das privat aus der eigenen Tasche finanziert!

    Und ich denke, dass viele auch lieber zu einem Psychologischen Psychotheraputen gehen....( Diplom- Psychologe mit mehrjähriger Zusatzausbildung in der Psychotherapie)....
     
  8. Katana

    Katana Stammgast

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    @lillebrit: ähm lustig... ist das nicht bei allen menschen die eine existenz aufbauen wollen so??? Ich denke ich weiss wie schwer das ist :-) aber das ist für mich nicht die einschränkung wenn es menschen gibt die sich durch so was abhalten lassen: mach et... Ich will mein eigener Chef sein und ich bin bereit zu kämpfen wenn nötig.... bis ähm... ah ja... die hölle einfriert LOL
    So und das mit den Kosten für die Schule... Das nennt man SPAREN!!!!
    Wenn ich mal eben so 5000 Euro (!) sparen kann dann tu ich das... sorry aber was soll so ein beitrag???
     
  9. flexi

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    hallo katana,
    was hindert dich eigentlich daran, dein Wohnzimmer (steuerfreundlich) schon jetzt als "psychologische Beraterin" zu nutzen und dir ein entsprechendes Schild an die Haustür zu hängen?
    Oder vielleicht auch ganz normal Psychologie zu studieren? (kostengünstige Studiengebühren).
    Du erwartest offensichtlich, das man dir die ausbildung so gut wie kostenlos hinterherschmeisst, um dann hinterher richtig Kohle machen zu können. Das funktioniert in der heutigen Zeit nicht mehr.

    Irgendwie willst du da wohl wirklich :wut: durch die Wand. Viel Glück auf deinem Weg!

    Sehr nachdenklich zu deinen vorstehenden Beiträgen
    Flexi
     
  10. Katana

    Katana Stammgast

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    @flexi
    was beudetet denn sehr nachdenklich zu meinen vorstehenden beiträgen...
    studieren ist schlecht weil der nc sehr hoch is...
    wie gesagt ich kämpfe... :boxen:
    aber auch die sache mit dem wohnzimmer ich kann doch nicht ohne irgendne ausbildung irgendwelche menschen in mein wohnzimmer setzen und die beraten ?!?:streit:
     
  11. Ingo Tschinke

    Ingo Tschinke Poweruser

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    Hallo Katana,

    ich verstehe nicht, warum du nicht den Weg der Pflege weiterdenkst - alle möglichen Leute aus der Pflege versuchen sich damit aufzuwerten, in dem sie was anderes machen.

    Psychiatrische Pflege findet zumeist nicht da statt, wo sie gebraucht wird - das wurde durch einige Studien deutlich. Viele Altenhilfe Einrichtungen in der ambulanten und stationären Pflege haben viel mit psychischen Symptomen zu tun, die sie kaum händeln können.

    Gerontopsychiatrische Ausbildungen hat da meist auch keiner und psychiatrische Fachausbildungen schon gar nicht - beide müssen aber qualitativ nachweisen, dass sie eine psychatrische Pflegeplanung darstellen können. Da kommst du dann ins Spiel - mach dich selbstständig und biete ihnen das als freiberufliche psychiatrische Krankenschwester an. Dazu wäre natürlich ein Fachausbildung nicht schlecht - hast du die?

    Ingo :king:
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Katana

    Wenn ich mich recht erinnere machst du im Juni nächsten Jahres dein Examen. Warum jetzt die Suche nach neuen, anderen Ufern? Was versprichst du dir vom selbständig sein?
    Elisabeth
     
  13. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo katana,
    auch ich verstehe Deine Reaktion nicht so ganz.....
    Du sagst, dass du gerne eine Ausbildung machen und Dich selbstaändig machen möchtst.....Du suchst nach günstigen Anbietern und möchtest eine eigene Praxis.

    Ich habe das ja auch gar nicht kritisiert, sonder Dir in meinem Beitrag nur zu verstehen gegebe, dass es mit den Ausbildungskosten alline nicht getan ist....denn der Sprung in die Selbständigkeit erfordert nunmal ein gewisses Startkapital! Je dicker das finanzielle Polster ist, um so besser....

    In Deinemnoch sehr jungen Alter (knapp 20) kann man die Folgen eines solchen Schrittes vielleicht auch noch nicht überblricken...
    Ich behaupte einfach mal, dass Du es in diesem Alter auf dem sowieso schon sehr engen Markt sehr schwer haben wirst.
    Dazu kommt halt auch die Volkswirtschaftliche Lage: alles wird teurer, die Leute müssenvon immer weniger Geld immer mehr selber zahlen.
    Du brauchst aber zahlungskräftige Kunden, da Du ja erst mal die nötigen lauife3nden Ausgaben für Deine Praxis, für Steuern , die Privatversicherung ( ja...Du bist dann wahrscheinlich nicht mehr in der GKV...) etc. bezahlen....und Leben musst Du auch noch !
    Am Anfang können die Ausgaben höher sein als die Einnahmen !
    So, mal Dir das doch mal weiter aus:

    Es wird schon noch Leute geben, die Psychologischen Rat brauchen.......aber wem werden sie die 60 Euro lieber geben ?

    - Einem Diplom -Psychologen, der eine 5 Jährige Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten hat; dementsprechend auch schon Mitte 30 ist und über eine gewisse Lbenserfahrung verfügt

    oder
    -Einer Gesundheits - und Krankenpflegerin mit 20 Wöchigem "Paracelsus- Diplom", die gerade 21 jahre alt ist



    Der heutige Markt ist hart und es gibt viel gute Konkurrenz !


    Was spricht gegen eine Anstellung in einer Psychiatrie ?
    Du bekommst regelmäßig Dein Gehalt, hast eine geregelte Anzahl von monatlichen Stunden abzuleisten.....
    Was ist so schlimm daran ?


    Gruß, Lillebrit
     
  14. Katana

    Katana Stammgast

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    Mir reicht das einfach nicht ich wollte immer schon mein eigener chef werden... Und ich habe mich gestern auch dazu entschlossen zu studieren.
    Mein Problem hat sich eigentlich erstmal so mit erledigt. Vielen Dank
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich mutmaße mal, dass sich dein Problem nicht erledigt haben wird mit dem Studium, sondern das du dein eigentliches Problem nur verdrängst, davor davonläufst (?).

    Ich würde gerne noch mal nachfragen: was konkret bedeutet für dich- eigener Chef sein. Woran machst du das fest und was erwartest du von dieser Selbständigkeit.

    Elisabeth
     
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