Psychologische Versorgung in Norddeutschland sichern - Bitte unterstützen!

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von neena, 18.05.2014.

  1. neena

    neena Newbie

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    Hallo zusammen,

    unsere Studiengang Psychologie an der Universität Bremen steht kurz vor dem Aus.
    Dies betrifft nicht nur uns Studierende, sondern auch alle Menschen im Raum Norddeutschland, die im entferntesten auf psychologische Hilfe an...gewiesen sind. Die Kliniken in Norddeutschland sind auf Nachwuchs aus der Region angewiesen. Die Wartezeiten für eine psychotherapeutische Behandlung sind bereits jetzt, wie Ihr hier wohl alle wisst, viel zu lang.Ich hoffe Ihr unterstützt meine Petition gegen die Schließung der Psychologie Bremen. Gerne auch teilen.
    https://www.openpetition.de/petitio...ischen-versorgung-in-bremen-und-umland#sticky
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    und was sind die Gründe für die Schließung?
    Wo kann man das Nachlesen?
    Bisher ist das nur eine Behauptung von dir.
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    http://fspsycho-bremen.de/wp-conten...chologie_14-07-07_Schliessung_Psychologie.pdf
    Wegen Schließungsplänen fürs Fach Psychologie: SPD greift eigene Senatorin an - taz.de
    Psychologie hat ausgedient: Therapie für die Universität - taz.de

    Vielleicht sollte man, wie andernorts schon praktiziert, von den Geisteswissenschaften unter das Dach der Medizin wechseln. Denn eigenartigerweise stehen Studiengänge dieser Fakultäten weit seltener zur Disposition wenn es darum geht, dass die öffentliche Hand immer weniger Geld für Bildung zur Verfügung hat.

    Elisabeth
     
  4. neena

    neena Newbie

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    Die Gründe sind Sparmaßnahmen im Rahmen des Wissenschaftsplans 2020. Nachzulesen ist die Debatte unter anderem hier:Bremer Senatorin legt Wissenschaftsplan vor - Rotstift an Hochschulen - Radio Bremen. Die Psychologie ist an den wenigsten Unis noch unter Geisteswissenschaften angesiedelt, meistens fällt sie in den Bereich Human und Gesundheitswissenschaften oder auch Naturwissenschaften. Die Psychologie hat auch längst den Abschluss Master of science (und nicht master of arts wie die Gesiteswissenschaften). Ich kenne die Diskussion, die Psychotherapie komplett in medizinische Hand zu geben. Eine flächendeckende Versorgung wird so aber nie erreicht werden, da Psychiatrie/Psychotherapie kaum von Medizinstudenten als Schwerpunkt gewählt wird (absolutes Mangelfach). Ich habe diese Situation in den letzten 9 Jahren als Krankenschwester selbst erlebt und hoffe, dass hier noch mehr Leute sind, die die psychotherapeutische Versorgung in Norddeutschland retten wollen. In Bremen und Niedersachsen ist das Thema gerade sehr präsent, da die psychotherapeutische Versorgung in Niedersachsen bereits unterm Bundesdurchschnitt liegt. In der pflege sind in letzter Zeit viele Petitionen durch gekommen mit >50.000 Stimmen. Dies ist sehr wichtig. Jetzt hoffe ich, dass auch die Psychologie Unterstützung erfährt.
     
  5. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Hmmmmmmmmmmmm ............................

    Könnte was dran sein.
    Wenn ich für einen meiner Patienten eine Psychotherapie brauche,
    z.B. bei einer Essstoerung, bekomme ich prompt einen Termin ----
    in 4 - 6 Monaten. (und wenn er platzt, dann platzt er / oder verhungert)
    Hauptsache, ich habe alles schön dokumentiert! Es ist zum .......

    Ist eben in Niedersachsen/Bremen so.

    Gaaaaaaaaaaaanz herzlich,
    Frieda
     
  6. yoyoyoyo

    yoyoyoyo Stammgast

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    Wie ich auch noch mal in einem Kontraargument auf der Petitionsseite ausführe, ist dein Anliegen zwar verständlich, deine Sachargumente mit Bezug auf die Sicherstellung der Versorgung aber nicht haltbar. Wir haben Deutschlandweit eine noch nie dagewesene Schwemme von Psychologen.

    Das die Versorgung in der Praxis zu wünschen übrig lässt, liegt nicht an einem Mangel an Psychologen, sondern an einem durch fehlerhafte Bedarfsplanung verschuldeten Mangel an Kassenzulassungen. Selbst bereits approbierte psychologische Psychotherapeuten stehen mehr als genug arbeitslos auf der Straße.
    Wenn du es nach einmal von Arbeitsmarktforschern hören willst:

    https://www.uni-due.de/isa/fg_sozial_gesund/psychologie/psychologie_am_frm.htm:
    "Gerade die nach dem Psychotherapeutengesetz vorgeschriebene einjährige psychiatrische Tätigkeit entwickelt sich momentan zum großen Hindernis, da [...] zu wenig Plätze angeboten werden"
    "Eine "zweite Hürde" bilden die zurzeit großen Einschränkungen bei den Niederlassungen."

    Nur noch mal zum Vergleich: Psychologieabsolventen: Aktuell 6000 / Jahr, Approbationen bei Psychotherapeuten: 1600 / Jahr
    Das Problem sind also sicher nicht die Psychologiestudienplätze!

    Psychologie zu studieren ist zur Zeit nicht die beste Idee, und eine Fakultät zu schließen damit immerhin ein Schritt in Richtung Abbau der Überkapazitäten.
     
  7. neena

    neena Newbie

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    Das Argument Abbau der Überkapazitäten kann ich genau so wenig nachvollziehen, wie all die anderen allgemeinen Argumente. Vergleicht man die Psychologie beispielsweise mit der Biologie oder der Germanistik, fällt auf, dass die Nachfrage von Seiten des Arbeitsmarktes bei letzteren deutlich niedriger ist. Ich habe auch garnicht vor, hier Leute zu überzeugen, die anderer Meinung sind. Das ist doch völlig in Ordnung. Dennoch bin ich gegen die Schließung der Psychologie und für dieses Anliegen setzte ich mich ein.
     
  8. yoyoyoyo

    yoyoyoyo Stammgast

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    Man widerlegt Argumente nicht, indem angibt sie "nicht nachvollziehen" zu können. Die Zahlen sprechen nun mal gegen dein Anliegen. (https://www.uni-due.de/isa/fg_sozial_gesund/psychologie/psychologie_am_frm.htm)
    Es gibt zu viele Psychologen, und der Mangel an Psychotherapeuten hat mit den Psychologiestudienplätzen nichts zu tun.
    Vielleicht lernst du im Studium noch, dass sich deine Aussagen an der Realität statt an Wunschträumen und Vorstellungen orientieren sollten.
    Deine Petition hilft keinem einzigen Patient, weil es keinen einzigen zusätzlichen Psychotherapeuten geben wird, sollte sie (unwahrscheinlicherweise) durchgehen.

    Eigentlich sollte dir als Studentin auffallen, wie lächerlich schlecht das Argument ist, dass andere Fächer sogar noch schlechtere Aussichten haben.
     
  9. neena

    neena Newbie

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    Schade, dass du gleich persönlich werden musst. Du selbst hast die Schließung damit begründet, dass es zu viele Psychologiestudenten gibt. Genau dieses Argument wird gebracht, wenn es darum geht, dass es ausgerechnet die Psychologie treffen muss. Wenn also die Psychologie verglichen mit anderen Fächern gut abschneidet, ist dieses Argument einfach haltlos. Natürlich hat ein Fach wie Medizin bessere Aussichte, aber sollen jetzt alle Medizin studieren? Bist du wirklich der Meinung es sollte derart in die Studiengangswahl eingegriffen werden? Der Bedarf an ausgebildeten Kräften in der Psychologie steigt. Jetzt den Nachwuchs auszubremsen wäre schlecht. Der Grund dafür, dass immer mehr Menschen Psychologie studieren , liegt nicht darin, dass plötzlich alle Therapeuten werden möchten, sondern daran, dass die Aufgabenbereiche immer vielfältiger werden. Unter dem von dir angegebenen Link zu finden: "Die Zahl der erwerbslosen Psychologen hat über den Zeitraum 2008 bis 2012 - laut Mikrozensus Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes (2013) - durchschnittlich bei 3.000 gelegen. Bezieht man diese Zahl auf alle Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) mit der Haupftfachrichtung Psychologie (alle Abschlüsse / ohne Lehramt) über den genannten Zeitraum , so resultiert daraus eine Erwerbslosenquote von 2,9%. Im Vergleich zur Durchschnittsquote von 3,6% aller an deutschen Hochschulen vorzufindenden Hauptfachrichtungen fällt dieser Anteil unterdurchschnittlich aus." https://www.uni-due.de/isa/fg_sozial_gesund/psychologie/psychologie_am_frm.htm
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @yoyo- dann muss ich also schlussfolgern, dass die Schließung eines Studienganges Psychologie politisch so gewollt ist. Würde sich auch decken mit der Weigerung Dipl.-Psychologen generell ihre Therapeutenausbildung zu zahlen.

    @neena- über die Begründung der Petition würde ich tatsächlich noch einmal nachdenken. Dummerweise können nicht nur Psychologen Therapeuten werden. Und nicht jeder Psychologe will nach dem Studium therapieren. Der Großteil der Bürger erwartet eine schnelle Lösung seelischer Probleme. Und das ist nun mal nicht die Therapie, die Psychotherapeuten anbieten können.


    Elisabeth
     
  11. neena

    neena Newbie

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    Hallo Elisabeth, die psychologische Psychotherapie können sowohl Ärzte, als auch Psychologen machen. Erstere wählen diesen Bereich eher selten. Die Kinder-und Jugendpsychotherapie können darüber hinaus an wenigen Instituten auch Pädagogen machen. Die andere Möglichkeit therapeutisch tätig zu sein läuft über den Heilpraktiker. Diese haben allerdings nicht den Abschluss "Psychologische Psychotherapie" und werden in Kliniken für gewöhnlich nicht eingesetzt. Es stimmt, dass kaum noch Psychologen Therapeuten werden möchten. Vor ein paar Jahren wollten weit über 50% der Studierenden therapeutisch tätig werden. Mittlerweile sind es deutlich weniger. Gerade deshalb finde ich es so wichtig, dass der Studiengang nicht noch weiter eingeschränkt wird. Das Feld in dem Psychologen tätig werden können wird immer breiter, dementsprechend verteilen sich die Absolventen auf die unterschiedlichen Bereiche und es bleiben für die Psychotherapie kaum noch Absolventen übrig. Ich erwarte nicht, allein mit dieser Petition das ganze Problem zu lösen. Es gibt sehr viele Baustellen. Ein sehr wichtiger Punkt ist die Änderung der Psychotherapieausbildung. Der Punkt den ich mir heraus gesucht habe, ist aber erst mal der Psychologiestudiengang in Bremen.Eine schnelle Lösung seelischer Probleme gibt es meiner Meinung nach nicht. Coaching-Ausbildungen usw. wachsen gerade überall aus dem Boden, aber ich denke, dass diese definitiv kein grundständiges Studium mit entsprechender Ausbildung ersetzen können. Die Therapie ist auch nur ein Argument. Natürlich arbeiten Psychologen auch in anderen wichtigen Bereichen. Auch hier muss der Nachwuchs gesichert werden. LG
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Dein Ansatz ist falsch. Du argumentierst lediglich mit der Therapeutenausbildung. Das ist zu kurz gegriffen. Du schreibst selber, dass die Zahl derer sinkt, die sich eine Zukunft als niedergelassener Therapeut vorstellen können. Die Psychotherapeutenkammer kämpft mit den Linken seit Jahren um eine Erhöhung der Zulassungen von Psychotherapeuten. Die Kassenärztl Vertretungen mauern hier erfolgreich.

    Hinzu kommt, dass du uns net überzeugen musst. Der Fachmann weiß, was ein Psych.Psychotherapeut leistet. Du brauchst aber Argumenten für den Laien. Und wenn es um Gesundheitsausgaben geht- man mag es mir nachsehen- sind unsere Politiker nicht unbedingt die hellsten Kerzen im Leuchter. Wenn du denen sagst, im Himmel ist Jahrmarkt, wirst umgerannt weil da jeder der Erste sein will.
    Poltiker verstehen nix von Psychotherapie. Sie können die Bedeutung einer Psychotherapie für eine langfristige Genesung nicht erfassen. Ihre Informationen bekommen sie von den Krankenkassen. Und die werden darauf achten, dass der Politiker in ihrem Sinne gebrieft wird. Eine Wochenration Tabletten ist nun mal billiger als eine Therapiestunde.

    *grübel* Obwohl- wenn wir ganz, ganz ehrlich sind- selbst in den Reihen der Mediziner und Pflegekräften hat die Psychotherapie nicht unbedingt den Ruf den sie haben sollte. Anders lässt sich net erklären, warum aus dieser Branche so selten professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird.

    Elisabeth
     
  13. neena

    neena Newbie

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    Wie schon gesagt, sehe ich auch die Probleme der Psychotherapieausbildung. Diese Petition soll sich aber bewusst gegen die Schließung der Psychologie in Bremen richten. Natürlich müssen im Moment auch gezielt die Probleme der Psychotherapieausbildung angegangen werden. Die Argumente gegen die Schließung der Uni Bremen habe ich in der Petition ausgebaut.
     
  14. yoyoyoyo

    yoyoyoyo Stammgast

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    Sorry für die etwas persönliche Bemerkung, ich hatte mich über die faktenlose Antwort etwas geärgert. Diese hast du ja inzwischen nachgelegt.

    Es war einfach nicht folgerichtig, die Petition quasi in toto mit der psychotherapeutischen Versorgung zu begründen, die mit der Schließung der Bremer Psychologie nichts zu tun hat.
    Auch interessant dazu: Psychotherapie: Warum es zu wenige Psychologen in Deutschland gibt - SPIEGEL ONLINE
    Zitat: "Auf einen Sitz bewerben sich etwa fünf bis zehn Therapeuten"

    Selbstverständlich gibt es gute Gründe für die Erhaltung der Fakultät, aber es sind nun mal andere als die ursprünglich in der Petition genannten.
    (Im CHE Studienranking der ZEIT landet die Bremer Psychologie übrigens im Bereich "Studiensituation insgesamt" in der "Schlussgruppe". Nicht gerade ein Glanzlicht...)
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das würde bedeuten, dass es bereits jetzt zu viele Psychotherapeuten gibt. Du kämpfst aber nicht für mehr Psychotherapeutenstellen. Du willst einen Studiengang Psychologie erhalten. Trenn beides voneinander.

    Der Rankingplatz sprich nicht unbedingt fürs Institut und erklärt ev. warum sich die Uni für die Schließung dieses Studienganges entschieden hat. Damit sinken die Chancen erheblich. Der Abbauprozess scheint schon länger zu laufen.

    Elisabeth
     
  16. neena

    neena Newbie

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    Ich schreibe ja auch gar nicht, dass ich mit meiner Petition die Psychotherapeutenstellen erhöhen will, sondern dass die psychologische Versorgung im Land Bremen+ umzu gesichert werden soll, was das Bestehen des Studiengangs bedingt. Das mit den Psychotherapeuten ist ein Argument von vielen. Sicher war es Anfangs zu ungenau ausgedrückt, aber das ist bereits geändert. Ja, der Stellenabbau läuft schon länger und mit ihm wird das ranking schlechter. Das ist ja kein Wunder, wenn man Stellen nicht besetzt, dann die Lehre schlechter bewertet wird und dann gesagt wird, Eure Lehre ist schlecht, wir müssen jetzt alle Stellen kürzen....
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Inwiefern ist die psycholgische Versorgung des Landes nicht gewährleistet, wenn eh schon mehr Psychotherapeuten da sind als es Kassenzulassungen gibt?

    Elisabeth
     
  18. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensiv Studentin (Psychologie)
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    Gerätebeauftragte
    Als Psychologe hat man doch genügend Einsatzmöglichkeiten, in München gibt es genug Therapeuten, aber geh mal in andere Gebiete, da warten Patienten monatelang. Außerdem kann die Gesellschaft sich ja irren. Wenn ich an die Berufsberatung denke, als ich Abitur gemacht habe (1985) da wurde einem fast jeder Beruf ausgeredet, vergessen sie´s 1 Platz für 100 Bewerber und Informatik zu studieren wäre sinnlos, weil Mathematiker sind billiger etc. Letzendlich haben die meisten meiner Mitstreiter doch irgendwas bekommen und die vorhergesagte Entwicklung der gewählten Berufe das traf nicht immer zu.
    Meine Schwester ist Psychologin und hat bisher immer einen Job gehabt, denn da sind viele Psychologen die in psychiatrischen Kliniken auf Ärztestellen sitzen, weil die Kliniken weder einen Psychiater, noch einen Neurologen finden.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es geht nicht um München sondern um Bremen. Und es geht auch nicht um die psychotherapeutische Versorgung sondern um den Studiengang Psychologie. Und da wird es halt schwierig, wenn die Studienbedingungen durch bereits eingetretene Sparmaßnahmen so schlecht sind das man die Qualität nicht mehr halten kann. Das Problem ist aktuell eigentlich nur eskaliert. Man hat wohl den Punkt erreicht, bei dem man sich entscheiden muss.

    Für bereits immatrikulierte Psych.-Studenten dürfte die Entscheidung kaum Veränderung des Status bringen. Problematisch wird es für die, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Regelstudienzeit fertig werden. Bekanntlich kannst das Bachelorsystem in D ja vergessen. Selten passen alle Scheine zusammen. Und so kann es dir passieren, dass du statt einem Semester gleich zwei brauchst um anzugleichen.

    Ich kann die Befürchtungen der Studenten durchaus nachvollziehen. Wer weiß schon, wie glatt sein Studium verläuft und wie viele Widrigkeiten einem da begegnen können.

    Elisabeth
     
  20. Touhy

    Touhy Stammgast

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    Bürokauffrau
    Funktion:
    Buchhaltung


    Meines Wissens nach ist die Therapeutenausbildung sowieso Eigenleistung.



    Psychotherapeut kann nur ein Psychologe oder Arzt werden. Der Begriff ist geschützt.
    http://goo.gl/uW3pf

    Wer sich "Therapeut" nennt, der hat nicht die gleiche Qualifikation wie ein Psychotherapeut.
     
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