Probleme mit Mentor und Praxisanleiter

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Nero, 21.06.2013.

  1. Nero

    Nero Newbie

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    Hallo, ich bin momentan im zweiten Lehrjahr. Bei mir ist es eine lange Geschichte, denn ich musste das Jahr aufgrund von Krankheit wiederholen. Im Ersten Lehrjahr bis mitte des zweiten Lehrjahres hatte ich meine Außeneinsätze (Dialyse, Psychiatrie etc.) alles ohne Probleme (immer einser und zweier). So weit eig. so gut, aber dann kam die Krankheit.

    Jetzt war ich ein Jahr "weg" und bin quasi wieder mitte 2. Lehrjahr eingestiegen im anderen Kurs. Mit den Schülern komme ich sehr gut zurecht, wenn nicht sogar besser als im letzten "ersten" Kurs.

    Aber nun wirklich zur aktuellen Situation... ich war vor einem Monat auf einer Privatstation eingesetzt, es gab dort kaum Pflegefälle und überhaupst keine Verbände oder Infusionen zum Üben, ab und zu eine NacL oder Ringer, aber das wars. Jetzt bin ich auf einer Inneren und es geht ordentlich zu. Hier habe ich die Möglichkeit zu üben und alles zu lernen, was eig. längst können müsste!
    Genau da ist aber das Problem..

    Meine Mentorin weiß zwar von meiner Krankheit und ich habe ihr gesagt dass es alles blöd war mit Außeneinsätze (Übung etc.) und auch mein Praxisanleiter weiß es.. aber die nehmen diese Situation gar nicht wahr. Der erste Tage vor einer Woche.. die Mentorin: "Kannst du schon Katheter legen?" ich: "Ne, wäre schön wenn man es mir zeigen könnte :-)" ganz nett... und die: "Was hast du denn bitteschön die letzten Monate gemacht? Du hattest doch jetzt ein Jahr Zeit zu üben.. hättest im Buch gelesen etc." und ich: "Ja, ich war recht kaputt wegen der Chemo, es hat mir viel Kraft gekostet.. aber ich würds trotzdem lieber nochmal sehen wie es richtig korrekt geht"

    .. Naja das Gespräch war halt eher negativ und die war schon ziemlich gestresst.. Ich habe mir nichts dabei gedacht und die hat gesagt ich soll im Buch schauen was ich dafür brauche und in zehn Minuten kommen. Habe ich gemacht, aber es war nicht ganz richtig.. Kommentar von der Mentorin: "Du weißt schon dass du in 8 Monaten Probeexamen hast oder? So wird es jedenfalls nichts..."

    Ok.. dann hat sie es mir gezeigt und ich habs danach geübt und mittlerweile kann ich es. Genau dasselbe bei ZVK und Zystofix, ich wollte es korrekt hygienisch lernen und nicht so 0815 Schnell Verband wie es üblich ist sehen, sondern wirklich genau.

    Hat sie mir nicht gezeigt. Stattdessen sagte sie: "Der Praxisanleiter muss es mit dir üben wennst des net kannst, wir haben nicht so viel Zeit und eigentlich müsste sowas im 2. Lehrjahr sitzen.. am Besten du bleibst nach der Arbeit hier und hilfst im Spätdienst"

    ... Ich war so platt und habe nur "Okay" gesagt.. bin aber nicht im SD geblieben sondern vor ihrer Nase Nachhause.

    So jetzt zum Thema Praxisanleiter:

    Ich habe alles korrekt gemacht, laut seiner Aussage auch! Aber er such dringend nach Fehler und er weiß ganz genau dass es meine erste GKW (korrekt nach Schule) war sowie Infusion und Verband. Hier schon gesagt: Ich bin zufrieden mit den Noten, zweier reichen mir vollkommen, vor allem bei diesem Anleiter.

    Also: GKW gabs nur eine Zwei weil ich die Soorprophylaxe nicht gemacht habe.. allerdings sagte ich im Voraus dass es nicht sein Hauptproblem ist weil er selbstständig ist (Mundpfl.) - Begründung: Ich hätte es überprüfen müssen. Die Übergabe war nicht ganz perfekt, da fehlten die Medikamente und ich konnte Kortison nicht erklären..

    Infusion gabs eine 2 weil ich die Nebenwirkungen vom Unacid nicht kannte.. woher auch.

    Verband gabs nur eine 2 weil mein Verband ca. 2-3 mm rausgeschaut hat.. ich hätte es nochmals abdecken müssen an der Ecke. Daraufhin fragte ich wegen Wirtschaftlichkeit wegen 2 mm.. er: "ist egal, der Verband deckt die Wunde nicht gescheit ab und ist somit strenggenommen gefährliche Pflege" und ich: "Aber da muss man ganz genau hinschauen um zu sehe dass da 2mm rausschauen" und er: "Deswegen bin ich Praxisanleiter, ich sehe das, was sie nicht sehen können" - und dann kam der Hammer: "Sie haben außerdem nur einen Hub Desinfektionsmittel genommen, Sie benötigen zwei Hübe um ihre Hand gut zu benetzen" und ich: "Meine Hände sind aber viel kleiner als Ihre und Sie benutzen auch nur zwei Hübe, rein theoretisch bräuchten Sie als vier und keine zwei, oder?" Dann sagte er nichts.. hats aber so stehen gelassen.

    ... Ok, ich bin mit zweier zufrieden, aber diese Begründungen waren wirklich lächerlich.. vor allem weil er vor zwei Jahren diese nie bemängelt hat.. dafür aber andere dumme Fehler.

    Wenn mich die aktuelle Station bewerten müsste würde mir jede Schwester eine 1 geben, aber ich weiß dass mich diese Mentorin mit einer 4 oder gar schlechter bewerten wird. Sie ist so gemein zu mir und selbst als ich dann um ein persönliches Gespräch gebeten habe sagte sie nur: "Warum wollen sie denn reden, worum gehts? Ich hab jetzt frei besprech des mit deinen Mitschülern" Und ich war nur fragend dagestanden "Warum Mitschüler, sie sind mein Problem?"..

    Hilfe!!! :(
     
  2. Lillii

    Lillii Poweruser

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    Hallo!
    Das ist natürlich echt eine schwierige situation in der du da bist. Aber eigentlichös ollte man als Krankenschwester sozial eingestellt sein, um richtig und gut arbeiten zu können. Das sehe ich von den Personen hier eher weniger. Wie solche Menschen ihren Job gut durchführen können, sei mal so dahin gestellt.
    Sagen die ihren Patienen dann auch "Sie sind 70 Jahre alt. Sie hatten 70 Jahre Zeit zum Üben selbstständig zu essen, ich werde ihnen jetzt nichtmehr helfen. Schauen sie es sich doch bei ihrer Zimmernachbarin ab"
    Ich kann dir nur raten, dir das nicht so zu Herzen zu nehmen. Schau dich nach einer Schwester um, die dafür Verständnis hat und Spaß dabei jemanden anzuleiten und häng dich an sie dran.
    Und außerdem - freche Sprüche bei "Vorgesetzten" kommen leider nie gut. Nimm es hin, dass du 2 Hübe brauchst (Stimmt ja auch). Es ist a schließlich fakt.
     
  3. Marty

    Marty Poweruser

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    Akt. Einsatzbereich:
    unavailable...

    Da verstehe ich jetzt was nicht. Du hast überall Zweier und jammerst und diskutierst über 13 Zeilen über diesen Umstand. Machst du das auf Station auch? Du strengst mich beim Lesen ganz schön an.
    Vielleicht wäre ein Strategiewechsel gut. Nachholen, Lernen, blöde Sprüche überhören und es bessermachen.
    Glaub nicht, das ich nicht zur Kenntnis genommen habe, das du ein anstrengendes Krankenjahr tapfer gemeistert hast. Aber das interessiert im normalen Stationsbetrieb nicht. Da mußt du deinem Ausbildungsstand gemäß funktionieren.
    Denk dir, denen zeige ichs und tu es dann auch.

    Gruß, Marty
     
  4. Warum gehst du denn nicht zur Schulleitung? :-(
    Ich kann das ein bisschen nachvollziehen.. ich hatte kurz nach meinem Examen eine etwas unliebsame Mentorin und da lief es auch alles andere als gut (in meinen Augen)...

    Oder hat sich die Lage denn mittlerweile gebessert? :troesten:
     
  5. -Ben-

    -Ben- Stammgast

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    Allgemein-/Akutpsychiatrie
    Hast Du Dir mal überlegt, das Fehler und zwischenmenschliche Probleme möglicherweise nicht nur bei den anderen liegen könnten? Wenn eine Schülerin (oder auch sonstjemand) zu mir kommen würde mit dem Satz "SIE sind mein Problem" - ist das doch wenig konstruktiv. Die fachlichen Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr in der Ausbildung. Nutze es als konstruktive Kritik, wenn echte Fehler bei Pflegemaßnahmen entdeckt wurden und mache es beim nächsten Mal besser. Ob 1 oder 2 spielt doch keine Rolle - erst Recht vor dem Hintergrund der notwendigen Nachholarbeiten. DU machst das Examen - und dort wird niemand auf Deine Erkrankung besondere Rücksicht nehmen. Von Dir wird dann dasselbe verlangt, wie von den anderen auch. Viel Erfolg.
     
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