Problematik Schichtdienst: Alleinstehende Krankenschwester und Hund

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Makenna, 21.04.2015.

  1. Makenna

    Makenna Newbie

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    Hallo zusammen...

    Ich habe einmal eine Frage...

    Ich bin seit März unbefristet als Krankenschwester auf einer kleinen Intensivstation übernommen worden normal mit Dreischicht-System... Da ich mich zusehends wieder nach tierischer Gesellschaft sehne, da ich damit aufgewachsen bin, stoße ich wie so viele auf das Problem was macht der Hund wenn ich in einer langen Schicht fest stecke... Meine Nachtschicht geht 11 Stunden anstatt 7,7 wie beim Tagdienst... ca. fünf bis sieben Nächte im Monat, d.h. ein Vierbeiner braucht dazwischen zumindest eine Toiletten-Möglichkeit... Was sich als Single und Alleinwohnende sehr schwierig gestaltet...

    Pensionen sind sehr teuer und mit WGs habe ich relativ schlechte Erfahrungen gemacht... Hundesitter sind je nach dem auch sehr teuer und oft nicht flexibel verfügbar.

    Gibt es unter euch jemanden mit ähnlichen Problemen und Erfahrungen?

    Gibt es so etwas wie Tierkrippen... fände ich für Schichtarbeitende eine interessante Idee.

    Ich suche derzeit im nahen Stuttgarter Raum eine geeignete Wohnung mit Balkon oder Terrasse oder sogar Garten, was an sich schon schwierig ist mit Tierwunsch.

    Für ernsthafte Antworten wäre ich dankbar... Möchte ja, dass es dem Tier gut geht, aber auch nicht ewig darauf verzichten müssen.
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Aus diesen Gründen habe ich keinen Hund.

    Ein Hund ist ein Rudeltier. Du kannst ihn einige Stunden allein lassen, aber nicht den ganzen Tag. Nicht nur wegen des Toilettenproblems; sondern auch, weil er sich allein nicht wohl fühlt. Er braucht die Gesellschaft.

    Ich kenne einige Pflegekräfte mit Hund, aber die haben Partner und/oder Familie und können sich so bei der Betreuung des Hundes abwechseln. Als Single einen Hund zu halten könnte ich mir nur vorstellen, wenn die Möglichkeit besteht, den Hund zum Arbeitsplatz mitzunehmen. In unserer Branche dürfte das nur in Ausnahmefällen machbar sein.

    Mir schwebt eine Hausgemeinschaft vor, die sich gemeinsam um das Tier kümmert. Es gibt solche Wohnprojekte; Mehrgenerationenhäuser z.B., ob dies im Raum Stuttgart angeboten wird, weiß ich nicht.
     
  3. Bluestar

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    In so einer Situation sollte man seine eigenen Sehnsüchte zum Wohl der Tiere zurückstecken ! Wenn ich könnte hätte ich ein ganzes Rudel Hunde, ich bin aber auch Single im Vierschichtbetrieb und bin so vernünftig mir kein Tier anzuschaffen...
     
  4. Randir

    Randir Junior-Mitglied

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    Hallo!

    Ich habe seit 10 Jahren einen Hund und lebe seit Dezember (nach langen Jahren in diversen WGs) in meiner ersten eigenen Wohnung. Ausserdem arbeite ich vorwiegend im Nachtdienst und bin an ca. 15 Nächten nicht zuhause (12 h von Tür zu Tür). Für mich stand ausser Frage, dass ich meinen Hund alleine lasse, daher habe ich mir zwei Hundesitter gesucht. An einigen Abenden passt mein Freund auf ihn auf, aber da er Arzt ist und daher auch im Schichtdienst arbeitet, geht das auch nicht immer. (Wollte ich auch gar nicht. Schliesslich soll er sich nicht verpflichtet fühlen.)
    Am Anfang hatte ich noch ein recht schlechtes Gewissen, als ich meinen Hund zu fremden Menschen "abgeschoben" habe, aber inzwischen kennt er sie und geniesst die Zeit bei ihnen richtig. (Da darf man eben auch mal Dinge tun, die man zuhause nicht darf ;) )
    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir - sollte mein Hund irgendwann nicht mehr sein - definitiv keinen neuen holen würde. Es erspart einem trotz allem viel Stress und auch Geld.

    Ich würde es an deiner Stelle lassen - vor allem wenn du drüber nachdenkst dir einen jungen Hund zu holen, der nochmal zeitintensiver ist als ein älteres Semester. Zudem musst du bedenken, dass du ja nicht nur während der Nachtschicht nicht "ansprechbar" bist für deinen Hund, sondern auch dann, wenn du nach dem Dienst schläfst.

    Aber wie wäre es denn mit einer Katze? Die haben weniger das Problem mit dem Alleine bleiben - wenn sie zu zweit sind erst recht nicht ;)

    Liebe Grüsse
    Randir
     
  5. -Ben-

    -Ben- Stammgast

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    Wie Du selbst feststellst, kann man einen Hund keine 11 Stunden nachts alleine lassen. Auch nicht den ganzen Tag. Ein Hundesitter wäre für Dich zu teuer. Warum willst Du ein Tier, wenn Du nicht einmal solche Kosten decken möchtest? Hast Du daran gedacht, dass auch Versicherungen oder gar eine plötzliche medizinische Versorgung beträchtliche Summen "verschlingen" kann? Eine OP kann schnell mal 2000€ kosten. Oder gibst Du den Hund dann ab, wenn er plötzlich teurer wird, als Du wolltest? Bist Du bereit, vor dem Frühdienst mit dem Hund raus zu gehen? Das wirst Du müssen - und zwar täglich. Tiere sind nicht dafür da, menschliche Grundbedürfnisse abzudecken oder "Lücken zu füllen" - vielmehr haben wir eine grundsätzliche moralische Verantwortung und Verpflichtung gegenüber anderen Lebewesen. Wenn es Dir wirklich um das Tierwohl geht, dann überlege Dir erstmal, was ein Tier alles benötigt und stelle die Versorgung sicher. Katzen könntest Du übrigens länger alleine lassen, zumindest wenn sie zu Zweit sind (oder raus dürfen).
     
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  6. JessesGirl

    JessesGirl Stammgast

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    Hier. Schichtdienst, Single, eigene Wohnung.

    Ich habe mir nur unter der Bedingung einen Hund gekauft, dass ich ihn jederzeit zu meinen Eltern bringen kann. Ich bin absichtlich in die Nähe gezogen. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, hätte ich mir nie einen Hund geholt. Meine Eltern haben selbst zwei Hunde und einen Garten, mein Vater ist den ganzen Tag zuhause. Mein Hund hat dort also seine Familie und Hundefreunde und muss nie alleine sein.

    Du darfst nicht vergessen: Ein eigener Hund als Single heisst: Morgens vor der Arbeit laufen, egal welches Wetter. Da ist nichts mit "Ich bleibe noch etwas liegen". Wenn ich Frühdienst habe, stehe ich um 5 Uhr auf, dann wird eine Stunde gelaufen. Nach Feierabend dasselbe. Dann möchte man vielleicht mal langsam seine Ruhe, muss dann aber trotzdem noch einmal raus (gerade im Winter seeehr anstrengend).
    Nach der Nachtwache als erstes mit dem Hund eine Runde drehen. Dann ist nichts mit ewig lang durchschlafen.

    Wenn du dann noch andere Hobbies hast, dich gerne mit Freunden etc. triffst, hat der Hund an einem normalen Arbeitstag (Frühdienst) vielleicht insgesamt 4 Stunden etwas von Frauchen. Den Rest der Zeit muss er bei einem Sitter oder alleine verbringen.
    Ich setze da ganz klar meine Prioritäten. Alle meine Hobbies beschränken sich nur noch auf Dinge, bei denen ich um meinen Hund herum bin (habe noch Katzen, Aquarien). Mal spontan am Abend weg? Abgeschafft.

    PS: Es gibt ganz viele Tierheim-Hunde die sich extrem darüber freuen, wenn jemand mit ihnen spazieren geht, ihnen Tricks beibringt oder einfach Zeit für sie hat.
     
  7. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Eine Freundin von mir teilt sich einen Hund mit der Nachbarin.
     
  8. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    "Dogsharing"
    Eine womöglich vielversprechende Geschäftsidee ;)

    Ich mag Hunde auch sehr und kann das Bedürfnis schon nachvollziehen. Wenn die TE jedoch Hunde wirklich liebt, dann verzichtet sich unter den jetzigen Umständen dem Tier zuliebe besser darauf.
     
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