Probezeit - wie verhalte ich mich am besten?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Pusteblume1895, 28.10.2014.

  1. Pusteblume1895

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    Hallo.
    Ich bin schon lange stille Leserin hier und jetzt liegt mir auch was auf dem Herzen.

    Ich bin seit dem 01.10 in der Ausbildung und es ist mein Traumjob. Jetzt hat mich der thread mit 1/3 fällt durch echt verunsichert.

    Unser Kurs besteht aus 18 Schülern in einem recht kleinen Haus.
    Ich finde unseren Kurs echt schwierig. Ich freue mich auf den Unterricht und zu lernen und egal zu welchem Thema: es kommen storys von irgendwelchen Freunden, Familien etc und man schweift mega ab.
    Heute zB haben wir kaum was gemacht, weil ein Teil meinte zu müde zu sein etc.

    Auch bei den Lehrern merkt man, dass die sich etwas anders verhalten bei manchen. Da wird es dann etwas ins lächerliche gezogen oder so.

    Dann haben wir noch ne Gruppenbildung. Das ist wohl normal, aber einige werden komplett ausgegrenzt. Und wir arbeiten viel mit Gruppenarbeit.

    Ich versuche mich auf den Unterricht zu konzentrieren, mich zu beteiligen und nur sinnvolle Fragen zu stellen. Bei so Albereien versuche ich zurück haltend zu bleiben.

    Meine erste praktische Anleitung verlief auch sehr gut. Meine Lehrerin hatte kaum was auszusetzen und war auch zufrieden und meinte, es sei gut, dass man bei mir keine Berührungsängste merkt.

    Meine Angst (wenn man es so nennen kann) ist, dass es heisst ich sei zu ehrgeizig oder so, da ich mich auch oft hinsetze und wiederhole und mich vorbereite und der Rest eigentlich gar nicht.

    Vielleicht bin ich jetzt auch zu verunsichert. Heißt ja nicht, dass diese 1/3 bei uns auch zutrifft und wenn, dass ich dann betroffen sein muss.

    Danke fürs lesen :-)
     
  2. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Vielleicht solltest Du Dich einfach mal ein bisschen locker machen?
    Man kann lernen, fleissig sein und trotzdem Spaß haben und mit den Kollegen auch mal rumalbern.

    Auch im Berufsalltag hilft ein bisschen weniger Ernst und etwas mehr Leichtigkeit und Humor. Auch Patienten haben gerne fröhliches Pflegepersonal, das auch mal lustig und albern sein kann, solange es seine Arbeit nicht vernachlässigt.

    Es tut mir leid, aber besonders sympathisch kommt Du mit Deiner Frage nicht rüber. Irgendwie wirkt es, als würdest Du zum Lachen in den Keller gehen.
    Unterricht kann Spaß machen und wird durch Geschichten aus dem Nähkästchen interessanter. Zumal man sie als Fallbeispiele nutzen kann - sowohl als Beispiel, wie was gut läuft, als auch als Mahnung, es besser zu machen.
    Und gerade durch spannende oder lustige oder interessante Anekdoten, die zum Thema passen, kann man sich oft viele Dinge besser merken, weil einem diese spezielle Geschichte dazu einfällt, die irgendjemand erzählt hat.
     
  3. BastiDE

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    das ist wohl überall gleich :-) Wir sind auch 18 Schüler, aber wir (ein Teil der Klasse inkl. mir) an einem sehr großen Haus angestellt. Wobei die Schule hier eher als externer Dienstleister zu sehen ist.
    Der Stoff ist wirklich nicht all zu einfach ;) Mindetens einer von 3 Faktoren greift immer:
    1. Man selbst steigt im Thema einfach nicht durch
    2. das Thema ist trocken/komplex
    3. Der Dozent schafft es nicht, einem das Thema nahe zu bringen

    Müde sind wir auch alle im Unterricht. Besonders Anatomie kann einem schaffen - einfach oftmals sehr trocken. Erste Praxiseinsätze beginnen bei uns sogar erst mitte November. (auch die pure GuK-Klasse hat erst 7 Wochen Theorie)
    Das man im Unterricht mit Erfahrungsberichten abschweift ist völlig normal. Dies veranschaulicht auch manche Themen besser, außerdem ist es dann gleich nicht mehr sooo trocken. Erfahrungsberichte sind doch teilweise sehr interessant/lustig.

    Das Dozenten die Klasse nicht gänzlich gleichbehandeln ist natürlich ein No-Go! Früher oder später führt das bei einigen zu Leistungsschüben, bei anderen zu Leistungseinbrüchen. Da haben wir derzeit mit unseren Dozenten echt glück. Alle sehr sehr freundlich und kompetent. Meistens wird der Stoff auch Anschaulich vermittelt. Aber wie es scheint, hast du hier weniger Probleme.

    Mit dem Lernen ist das so eine Sache. Einige haben Vorwissen (brauchen also den bereits bekannten Stoff nicht lernen), andere können sich das ganze direkt im Unterricht ausreichend einprägen und wieder andere interessieren sich nicht für lernen. Letztlich wird jeder nach einer Klausur merken, ob seine Methode funktioniert.

    Grüppchenbildungen sind ebenfalls oft anzutreffen. Obwohl ich doch glatt sagen muss, das bei uns die Gruppe nahezu aus der gesamten Klasse besteht :D Und wenn es Albereien gibt, muss man auch nicht absolut zurückhaltend sein. Man kann auch mal mitlachen, oder uch mal etwas beitragen. Die Dosis muss nur stimmen. (Wegen mir führte eine Dozentin das "auf den Tisch klopfen" ein, weil ich gerne mal eine direkte Aussprache verwende. Da rutschte mir auch mal "wandelndes Botoxlager" aus dem Mund, etwas unerwartet von mir bekamen einige einen Lachkrampf - den bekam ich auch. Alle haben gelacht, meine Frage wurde anschaulich unterlegt und konnte gut durch den Dozenten beantwortet werden - Bezog sich auf die Krankenbeobachtung im Bereich der Mimik.) Als Klassenclown muss man sich ja nicht gleich auftun - völlig unnötig. Ebenfalls das Fragen. Die dümmsten Fragen können teilweise auch die schlausten sein. Sich am Unterricht sinnvoll zu beteiligen (und da finde das das Getuschel mit den Banknachbarn eher kontraproduktiv) ist prinzipiell gut - ist klar :-)

    Wenn deine praktische Anleitung anstandslos funktionierte, ist doch da gar kein Problem :-) Ich persönlich bin z.B. etwas unbeholfen wenn ich an mir bekannte Personen (Mitschüler, Dozenten, ...) etwas vorführen soll. Bei Patienten klappt dies aber Problemlos.

    Kurzum: Bei dir ist nichts wirklich anders, als bei mir. Ist zwar nicht wirklich eine objektive Bewertuzng, aber ich würde sagen, dass dies Durchschnittlich ist :D Wenn du nicht dauern zu spät kommst, Interesse zeigst, dich in die Klassengemeinschaft integrierst, gut mitarbeitest und auch regelmäßig da bist (also nicht ständig krank), dann brauchst du dir da keine Sorgen machen ;)

    Basti
     
  4. Pusteblume1895

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    Natürlich lache ich auch mit, so istdas nicht :D:D
    Ich lache sogar sehr gerne, auch im Unterricht.

    Und das Geschichten aus dem eigenen Leben bereichern versteh ich auch- wenn sie zum Thema gehören.

    Aber was interessiert mich, wenn man über Bewusstlosigkeit spricht, dass es ne kampfkunst gibt, wo man mit einem Schlag einen so trifft, dass der stirbt. Da verdreht der ganze Kurs die Augen.
    Oder, dass es in Schweden keine Klos gibt :D

    Oder seinem Sitznachbarn den Rücken kraulen während des Unterrichts.

    Ich glaub, ihr habt mich etwas falsch verstanden und ich mich nicht genau ausgedrückt. Ich mag es, wenn es was lockerer zu geht. Aber manchmal glaube ich, bei uns ist es zuuu locker.

    Vllt muss ich das Thema auch ändern in: mein Kurs ist so anstrengend :D
     
  5. BastiDE

    BastiDE Newbie

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    mal ein Extrembeispiel aus einer ehemaligen Klasse (keine Krankenpflege!, aber auch alle Erwachsen bzw mindestens 17): Da gab es 3 Damen, welche es für nötig empfunde, während des Unterrichts nach vorne zu gehen und sich die Haare zu glätten - vorne war die einzigste Steckdose und das Gerät brauchte ja seinen Strom.

    Der Lehrer wa so perplex das er nicht wusste wie er mit der Situation umgehen soll.
    Es geht also wesentlich schlimmer ;)

    Diese Abweichungen sind auch völlig normal wie du sie beschreibst. Wir waren auch schon bei gaaaanz anderen Themen - passiert. Wenns zu lange dauert und zu wenig mit dem Stoff zu tun hat sollte der Dozent aber eingreifen. Manchmal ist es aber auch ganz sinnvoll, wenn man kurz den trockenen Unterricht etwas auflockert.

    Rücken kraulen? Okay, das gäbe bei uns wahrscheinlich auch nen Ordnungsgong. Aber es ist bei uns ebenfalls seeehhhhrrr locker stellenweise. Teilweise eher ein Gespräch mit "vielen" Leuten und weniger Unterricht. Die Dozenten werden aber schon darauf achten, das sie ihren Stoff vermitteln ;)
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich sehe das nicht so wie Bachstelze.

    Wenn du schon vernünftig bist und nicht wie die ganzen kleinen Kinder rumalbern und gicksern und Unsinn machen musst, dann bleib um Gottes Willen so ;)

    Ich habe deinen Beitrag nicht ala "Ich trage dem Direktor seine Mappe zur Schule, sitze artig mit geradem Rücken auf dem Stuhl und wenn ich den Mund aufmache dient es der Gemeinheit" verstanden...!


    Verhalte dich so wie du meinst das es angemessen ist, aber achte trotzdem darauf, dass du dadurch nicht zum Außenseiter mutierst; sprich: Halte trotzdem Kontakte, gibt sicher auch Vernünftige im Kurs ;)
     
  7. Beetlejucine

    Beetlejucine Stammgast

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    Ich sehe das wie Maniac.

    Ich war auch immer so. Immer gut vorbereitet und wenn andere nach den Klausren geweint haben wegen schlechten Noten, hab ich meine guten Noten bekommen.
    Zum Schluß habe ich das beste Examen meines Jahrgangs gemacht (eigentlich seit mehreren Jahrgängen).

    So ist es heute noch: Ich lerne gerne und viel, weil es mir sonst langweilig ist. Mir war es immer egal, was andere wissen wollen, ich wollte immer alles wissen und weiter kommen.

    Das bedeutet noch lange nicht, dass man zum Lachen in den Keller geht. Bei mir ist es das Gegenteil, ich kann absolut albern sein.

    Wissbegierde, Fleiß und Ehrgeiz bedeuten nicht, dass man deswegen eine Spaßbremse ist oder nsich aus der Gemeinschaft ausschließt. Genauso wenig, wie alle Dicke gemütlich sind und alle schönen Frauen dumm.

    Bleib bei dir und lass die anderen einfach ihre Werte leben. Ich hatte eine beste Freundin im Kurs, mit der habe ich viel gelernt, ihr ist es nicht so zugeflogen zu dieser Zeit. Wir sind heute nach 20 Jahren noch befreundet und denken so gerne an die Ausbildung zurück.
     
  8. Suppy

    Suppy Newbie

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    Ich kann dir auch nur raten: Zieh dein Ding so durch, wie du es für richtig hälst.
    Bei uns ist die Klasse auch zweigeteilt. Die berüchtigte "letzte Reihe" scheint sich nie für irgendwas zu interessieren und redet im Unterricht lieber lautstark über irgendwelche Jungsgeschichten und ähnliches. Wenn mir das zu viel wird, sage ich das, auch wenn die Ruhe meist nicht lange anhält. Deswegen halte ich mich eher an die andere Hälfte, die wissbegierig und motiviert bei der Sache ist.
    Auch wenn ich selbst erst seit September in der Ausbildung bin, finde ich, dass ein gesunder Egoismus dazu gehört (DEINE Noten, DEINE Ausbildung). Wenn die anderen Quatsch machen wollen, lass sie. Die Rechnung werden sie bestimmt bekommen :-)
    Dass jemand wegen zu viel Ehrgeiz die Probezeit nicht besteht, kann ich mir kaum vorstellen (Es sei denn, dieser Ehrgeiz ist eher als besserwisserischer "Pflegerambo" gekennzeichnet)
    Solltest du trotzdem verunsichert sein, vielleicht mal die Lehrer unter vier Augen sprechen, wie sie das Ganze sehen und ob es Grund zur Sorge gibt :daumen:
     
  9. Pusteblume1895

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    Danke, ihr lieben.
    Das baut mich echt auf.
    Unser oberkurs ist mit 18 gestartet und ist jetzt zu zwölft.

    Wir haben auch schon den ersten Zickenkrieg, wo ich mich aber nicht einmischen werden.

    Es geht echt ne Angst hier rum. :(
     
  10. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Hast Du auch eruiert, weswegen der Oberkurs jetzt 6 Leute weniger hat. Das kann ja ganz andere Gründe haben, als die Probezeit. Es ist vollkommen normal das Kurse über die 3 Jahre "schrumpfen".

    Ich weiß auch nicht, wieso diese Angst vor der Probezeit in der Pflege so ausgeprägt ist. Das kenne ich von keiner anderen Berufssparte.
     
  11. Pusteblume1895

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    Ich kannte es auch nicht. Hab vorher Arzthelferin gelernt, da war das kein Thema.

    Hier wird auch voll das Geheimnis drum gemacht.
    Ich rede mir ein, dass es die normalen Gründe sind: Studienplatz, gemerkt, dass es nichts ist...
     
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