Probearbeitstage nach Vorstellungsgespräch

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Sharice, 12.12.2012.

  1. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Ich hätte gerne gewusst, welche Erfahrungen hier Jung und Alt mit den Probearbeitstagen im pflegerischen Bereich gemacht haben. Findet ihr das gut? Sollten Probearbeitsage uneingeschränkt auf alle Bewerber-innen (egal welcher Berufserfahrung und Altersgruppe) Anwendung finden?
    Probearbeitstage sind meiner Meinung nicht objektiv. Dafür gilt doch die Probezeit und die finde ich persönlich viel maßgeblicher.
    Inzwischen sind potentielle AG ja so dreist, dass sie 2 Tage Probearbeit abfordern, obwohl sich der Bewerber in einem Beschäftigungsverhältnis befindet. Da kommen dann mal fast für den Bewerber 16 Tage AZ rum, da er ja nur an seinen freien Tagen Probearbeiten kann. Unglaublich.
     
  2. pflegekraft87

    pflegekraft87 Stammgast

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    Ich glaube Probearbeitstage sind für einen selbst wichtiger um etwas in den Bereich "hereinschnuppern" zu können.
    Selbstverständlich kann der Arbeitgeber nicht nach 1 oder 2 Arbeitstagen objektiv entscheiden, du kannst allerdings für dich ein gewisses Gefühl entwickeln ob der Bereich,das Team etc. überhaupt etwas für dich sind.
     
  3. squaw

    squaw Poweruser

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    Was im Leben ist schon OBJEKTIV?
    Ich finde Probearbeitstage für beide Seiten gut. Für den Bewerber, weil er in den Alltag seines zukunftigen Arbeitsplatzes länger reinschnuppern kann als wenn er mal kurz für 10 Minuten auf Station ist und dort sowieso keiner zeit für ihn hat. Er kann Abläufe , Mitarbeiter und das gesamte Klima auf Station kennenlernen und man sieht auch, wie er oder sie mit Patienten umgeht. Und die Station "spürt" auch, ob es passen würde. Mit Sicherheit kann das natürlich auch bei einem Probearbeitstag niemand sagen, aber man hat sich doch näher kennengelernt, als wenn man nur mal kurz "vorbeigeflogen" kommt. Und unter diesem Aspekt ist es auch nicht relevant, wer mit welcher Berufserfahrung und wie alt da zum Probearbeiten kommt. Allerdings finde ich einen Tag auch genug.
    Sharice, wieso kommen da "16 Tage AZ rum", wovon gehst Du aus? In wie vielen Einrichtungen hat sich denn der Beispielbewerber beworben???
    Übrigens: ich persönlich würde lieber einen Tag meiner Freizeit opfern, um genauer zu wissen, worauf ich mich einlasse, als irgendwo neu anzufangen und recht schnell zu merken: "Das ist nichts für mich." So ein Neuanfang an einem unbekannten Arbeitsplatz ist nämlich nicht unererheblich mit Stress verbunden!!!
     
  4. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Nur bei einer aber diese wollen eben gleich 2 Probearbeitstage und diese sollen nach Möglichkeit auch am Stück sein. Wenn meine Kollegin nun von Montag bis Sonntag (bei uns) Dienst hat, anschl. zwei freie Tage (Probearbeiten bei neuem AG) und danach (bei uns) wieder 7 Tage Dienst hat, kommen eben 16 Tage zusammen. So meinte ich das. :wink1:
    Ich persönlich halte gar nichts von diesen Probearbeitstagen, da man an 1 oder 2 Arbeitstagen ein "Team" oder den stationären Ablauf nicht wirklich "kennenlernen" kann. Wie ich eingangs schon schrieb, wäre da die Probezeit viel ausschlaggebender. Und eine MA, die seit vielen Jahren in diesem Beruf tätig ist, muss nicht in einen "Bereich hineinschnuppern". Wenn sie diesen nicht kennt, hätte sie sich ja dort nicht beworben. :wink1:
     
  5. squaw

    squaw Poweruser

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    So kann man es sehen, muß aber nicht. ich habe gute Erfahrungen mit Probearbeitstagen. Und ich denke nicht, daß man, wenn man eine (Station) kennt, sie dann auch alle kennt. Dazu sind sie zu unterschiedlich.
     
  6. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Ja das verstehe ich widerrum auch. Anderererseits kann man diese aber auch nicht an ein oder zwei Tagen "kennenlernen"....genauso wenig, wie eine Entscheidung an diesen ein oder zwei Tagen getroffen werden kann, ob man ins Team passt, oder nicht....:weissnix:
     
  7. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Für eine probezeit muss ein AG aber erstmal jemanden einstellen. Hier wird die STelle vergeben, eine Einarbeitung gestartet.
    Wenn es sich nach 2 Probetagen erledigt hat, spart das Geld, Zeit und vor Allem gibt es jemand anderem die Chance.

    Übrigens hat deine Kollegin bereits gelündigt?

    BGB 629...
     
  8. eiermatz

    eiermatz Senior-Mitglied

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    Finde die Probearbeitstage gut, konnte selbst mal dadurch die Feststellung machen, wie weit die Wahrnehmung der PdL und die Wirklichkeit im Stationsalltag auseinanderklaffen, und dann halt ohne großes Tara die Stelle ablehnen. Hätte ich mich nur auf das Gespräch beim Vorstellungsgespräch verlassen und dort angefangen, wäre ich wohl sehr frustriert gewesen nach ein paar Tagen.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ob nun ein ganzer Probearbeitstag (oder sogar zwei) nötig sind, oder ob nicht ein Probearbeiten zwischen vier und sechs Stunden zum gegenseitigen "Beschnuppern" ausreichen würde, darüber kann man sich streiten. Allgemein finde ich Hospitationen einen hervorragende Sache, und zwar für beide Seiten.

    Probezeit gibt es in einem neuen Beschäftigungsverhältnis sowieso, aber das ist kein wirklicher Ersatz für den Schnuppertag. Ein Arbeitsverhältnis wurde geschlossen, möglicherweise ist der AN berufsbedingt umgezogen, was eine Menge Zeit und Geld kostet - und dann stellen eine oder beide Seiten relativ fix fest: Diese Entscheidung war ein Fehler. Und jetzt? Wieder neue Bewerbungen schreiben, ein Fleck im Lebenslauf, eine Menge Geld zum Fenster rausgeworfen, eine Menge Energie vergeudet. Sich diesen Stress zu ersparen ist mir den freien Tag wert.
     
  10. squaw

    squaw Poweruser

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    Eiermatz: volle Zustimmung!
    Claudia: wir machen die Probearbeitstage auch nicht 8 Std. lang, sondern ich gebe 4-6 Stunden vor. Im Endeffekt ist es mir aber egal, wie lange die Leute bleiben. Komischerweise ist das dann oft länger, als sie müssten, sie werden nämlich dann noch zum Kaffeetrinken eingeladen und ihnen wird die ganze Klinik gezeigt. Ich habe bisher nach dem Probearbeiten bei uns keine einzige Absage von Bewerbern erhalten, das spricht wohl für sich.
     
  11. Röntgenbär

    Röntgenbär Junior-Mitglied

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    Bei Probearbeitstagen bin ich immer skeptisch, ich musste zum Glück aber auch noch keine absolvieren - würde wohl auch keinen ablehnen. Aber schafft man es wirklich an einem Tag in einer völlig neuen Einrichtung/ Station/ Abteilung sich arbeitstechnisch überzeugend vorzustellen?

    Was mich aber eher interessiert: Wie sieht es denn mittlerweile Versicherungstechnisch aus? Ist es immer noch so, dass, wenn ich mich aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus bewerbe, ich beim Probearbeiten nicht versichert bin? Ich meine ja nur, welcher potentielle Arbeitgeber stellt mich denn ein, wenn ich verlange, dass er mich für den Probearbeitstag versichert?
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Um "arbeitstechnische Vorstellung" (was auch immer das sein soll) geht es im Probearbeitstag auch nicht. Der AN testet die Atmosphäre, die Arbeitsweise, die Organisation, das Patientenklientel. Der AG bzw. das Team verschaffen sich einen ersten Eindruck, der über den im Vorstellungsgespräch hinaus geht. Dass die pflegerischen Tätigkeiten in der Grundlage beherrscht werden, davon gehe ich aus.

    Meines Wissens bist Du in der Hospitation über die BG versichert. Ob dem AG dadurch extreme Mehrkosten entstehen?
     
  13. Röntgenbär

    Röntgenbär Junior-Mitglied

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    Damit meinte ich aufzeigen meiner Arbeitsweise: "Wie arbeite ich?" Zügigkeit, Genauigkeit, Selbstsicherheit, ... . Sowas eben.

    Ahhh, von der Seite habe ich das noch gar nicht betrachtet. Für mich stand im Vordergrund wie mich der AG wahrnimmt.

    Ja, genau das hatte ich mit "arbeitstechnische Vorstellung" gemeint (siehe erster absatz dieses Beitrags). :-)

    Über die BG des potentiellen AG? Aber muss ich dafür nicht einen Hospitationsvertrag unterschreiben, oder wird sowas beim Probearbeiten eh abgeschlossen? Über mögliche Mehrkosten für den AG mache ich mir keine Gedanken, denn er fährt ja trotzallem günstiger als wenn er mich für den einen Tag anstellen würde.
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Spontan würde ich sagen: Ja. Wobei es ja im Gesundheitswesen ohnehin nur einige wenige Berufsgenossenschaften gibt - interessant wird es nur bei Wechsel z.B. vom kirchlichen zum öffentlichen Haus. Ich kann's aber nicht beschwören; wenn jemand was anderes weiß: immer her damit!

    Einen schriftlichen Vertrag wird es für Schnuppern nicht unbedingt brauchen. Die Modalitäten werden ja im Vorstellungsgespräch abgemacht, auch mündliche Verträge sind bindend. Bei uns allerdings bekommen zumindest die Hospitanten über mehrere Tage, z.B. im Rahmen von Fortbildungen, einen Hospitationsvertrag.
     
  15. squaw

    squaw Poweruser

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  16. Susi_Sonnenschein

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    Also ich hatte mal einen Probearbeitstag und war froh, diesen gemacht zu haben - ich hab nämlich gleich gemerkt, dass die angebotene Station überhaupt nicht mein Fall war und ich als eventueller zukünftiger Arbeitnehmer hab abgesagt.
    Ich würd sowas immer wieder machen, wenn ich mich wo bewerbe - einfach um einen Einblick von dem Klima auf Station bzw. in dem Haus zu kriegen. Wobei ich da nur einen Tag gemacht habe und auch mir stand frei, wie lange ich bleibe.
     
  17. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Bei uns an der Klinik gibt es bereits seit ca. 25 Jahren Probearbeitstage.
    Auf diese Weise habe ich mich damals für das Haus und diesen OP entscheiden können, obwohl es das Haus im Umkreis war, in welches ich nie zum Arbeiten wollte und das OP-Spektrum mir damals überhaupt nicht zugesagt hat. Und siehe da, inzwischen sind es 23 Jahre und ich fühle mich immer noch wohl.

    Ohne Probearbeitstag kaufen AN sowie AG die "Katze im Sack".
    Der potenzielle AN kann sich in einem Vorstellungsgespräch gut verkaufen, ist rhetorisch super drauf, aber vom Arbeiten hält er/sie nix.
    Ich möchte den neuen Mitarbeiter schon mehr kennenlernen, als in einem Gespräch, welches nach einer Stunde oder so bereits beendet ist. Ebenso möchte ich von den Mitarbeitern hören, wie es sich mit dem "Schnupperli" arbeiten lässt. Im OP sieht man nämlich relativ schnell, ob echtes Interesse besteht, in dem er/sie mit anpackt oder nur gelangweilt in der Ecke steht.

    Genauso kann der potenzielle AN sehen, ob die "Versprechungen" des AG tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Es kann mit dem Team geredet und die Stimmung erspürt werden. Ebenso kann sich das Organisatorische (Dienstplan, Arbeitszeiten, Abläufe)
    vor Ort angeschaut werden.

    Ich denke, dass es heutzutage ohne Probearbeitstag bei einem seriösen AG keinen AV geben wird.
    Mir wäre es eher suspekt, wenn ich den "Laden" vorher nicht anschauen und den Alltag dort ein wenig kennenlernen dürfte.

    Bei mir kann der Bewerber an seinem Probearbeitstag bleiben, solange er möchte.

    LG opjutti
     
  18. Sharice

    Sharice Stammgast

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    Wenn du da nicht einem Irrtum erlegen bist. Du meinst also, dass sich der neue AG von ein oder zwei Probearbeitstagen ein noch, noch, noch sichtbareres Bildnis von einem (seinen) zukünftigem AN machen kann? Nach ein oder zwei Tagen ist dies meiner Meinung nach nicht möglich oder wenn ja, eine recht oberflächliche Einschätzung. Verkaufen kann ich mich z.B. an zwei Tagen vielleicht besser, wie in einem halben Jahr. Der AG im übrigen auch oder zumindest die Person, die nun den Auftrag hat, mich (z.B.) an diesen Tagen "anzulernen" oder "einzuarbeiten".
    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass der AG einen neuen AN eben erst nach dem besagten Probehalbjahr wirklich einschätzen kann und auch umgekehrt. Aus diesem Grund wurde ja auch die Kündigungsfrist für beide Seiten recht freigiebig gestaltet. Schön auch, wenn man dem AG ähnlich prüfen könnte, wie sie es für ihre Voraussetzungen halten.

    Also sind die MA, die an diesem Tag in Dienst sind, maßgeblich für deinen zukünftigen AV? Was ist, wenn es ein schlechter Tag war?
    Ist man dann durch? Man hat ja die anderen MA oder eine andere Situation nie kennengelernt. :weissnix:
    Vielleicht wären es ja bessere Tage geworden.....

    Das ist eher für mich eher einleuchtend. Mich hat der Beitrag von Röntgenbär auf Spur gebracht:
    Ja genau. Mir wird also die Möglichkeit also AN (auch) angeboten, ob es passt. Wie großzügig. :mrgreen:
     
  19. DAMA1

    DAMA1 Senior-Mitglied

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    Einen oder zwei Tage zur Probe sollten eigentlich beidseitig mehr Nutzen bringen, als Nachteile. Der AN lernt hierbei ein paar mögliche Kollegen kennenlernen, sowie die vorgegebenen Arbeitsrhythmen. Auch erhält er einen Eindruck, wie das Betriebsklima und der für- oder nicht fürsorgliche Umgang zu den Bewohner und Angehörigen ist. Er hat somit Gelegenheit für sich Eindrück zu sammeln und für sich zu vergleichen.
    Wem nutzt schon die Freundlichkeit beim Vorstellungsgespräch einer PDL, wenn es auf den Stationen chaotisch oder lieblos im Miteinander zugeht?
    Hierbei kann doch der Bewerber schnell feststellen, ob es passt oder nicht. Man nimmt einfach Umgebung und Stimmung auf. Beim Autokauf will man ja auch freiwillig zunächst eine Proberunde drehen, um einen Eindruck für sich zu gewinnen.
    Der AG hat kaum einen Nutzen davon, da dieser Dienstkleidung stellt, für Verpflegung sorgt und gegebenenfalls auch die Unterkunft stellt. Ferner kann er keinesfalls großartig planen, da der Proband ja jederzeit absagen, oder das Haus verlassen kann.
    Einziger Nutzen für den AG ist, dass sich die Entscheidung für oder gegen den Bewerber etwas vereinfacht, wenn er die Kollegen hierzu hört.
    Ein AG, welcher dieses als systematische Ausbeutung nutzen möchte, wäre ganz schön dumm, da den Bewohnern und deren Angehörige diese Fluktuation schnell bemerkten und reklamieren würden, ähnlich bei häufigen Einsatz von Zeitarbeitern.
    Da wäre der Ruf sicherlich schnell ruiniert. Auch gibt es die Anzahl von qualifizierten oder geeigneten Bewerbern längst nicht mehr.
     
  20. Pilkington

    Pilkington Newbie

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    Betriebsmedizin, Notfallmedizin
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    Ambulanzleitung, Koordination/Beschaffung
    Ich habe mich vor ein paar Monaten für eine neue Stelle beworben.
    Ich habe im öffentlichen Dienst gearbeitet und die Bewerbung ging in die freie Wirtschaft, an einen Arbeitgeber mit ca 55.000 Beschäftigten in Deutschland.

    Am Ende des Vorstellungsgespräches, als die Frage nach Fragen meinerseits kam bat ich eben um einen Probearbeitstag.
    Ich wollte eben auch mal meine künftige Arbeit wirklich sehen, meine Kollegen kennenlernen, das Umfeld, das Klima.. einfach mal "reinschnuppern".

    Natürlich kann man nach 7 Stunden nicht wirklich sagen, wie es ist, aber oft ist der erste Eindruck der entscheidende.

    Die Anwort darauf war ungefähr: " Das würden wir uns auch wünschen. Normalerweise wird ein Assesment-Center beauftragt, aber das wäre hier wohl zuviel Aufwand" (In dem Unternehmen gibt es nur 2 Stellen für Pflegekräfte).

    Alles in allem habe ich den Tag sehr genossen. Ich konnte mal reinschnuppern, habe meine künftigen Kollegen kennengelernt, sie mich, und ich konnte einfach mal den Arbeitsalltag sehen, der sich doch sehr von meinem bisherigen Unterschied.
    Ich wurde von meinem Vorgänger begleitet, dessen Stelle ich bekommen sollte, da er in Rente ging.

    Natürlich ist ein Probearbeitstag ein weitergehendes Bewerbungsgespräch, aber man kann dort eben auch zeigen, wer man selbst ist. Fachlich nicht, dafür reicht die Zeit nicht aus, was aber auch nicht erwartet wird, aber persönlich.

    Ohne den Probearbeitstag hätte ich mich nicht für das Unternehmen entschieden, danach war ich mir aber sicher, dass ich dort hinwill. Und sie waren sich sicher, dass sie mich wollen.
     
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