Praxisprojekt Pflege

Dieses Thema im Forum "Studium Pflegewissenschaften" wurde erstellt von Monika86, 26.09.2014.

  1. Monika86

    Monika86 Newbie

    Registriert seit:
    26.09.2014
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Leute,

    ich habe mal eine Frage.
    Ich studiere Pflegewissenschaften und mache gerade ein Praxisprojekt zum Thema "Mobilitätsförderung in Altenpflegeeinrichtungen". Ich habe zwei Fragestellungen:
    1. Wie wird Mobilität in der jeweiligen Einrichtung erhalten und gefördert?
    2. Wie hat sich die Mobilität von Bewohnern seit dem Einzug verändert?

    Dazu möchte ich eine Befragung in einer Einrichtung durchführen mit zwei verschiedenen Fragebögen (Für Mitarbeiter (erste Fragestellung) und Bewohner (zweite Fragestellung). Meine Frage ist einmal, wie ich an die richtige Literatur komme, weil ich in normalzugänglicher Literatur (Bücher) irgendwie keine relevanten Infos finde. Meint ihr es ist sinnvoll zwei Fragestellungen zu bearbeiten oder wäre es zu aufwendig (habe dafür jetzt bis Ende Januar Zeit)? Und wegen den Fragebögen, kann ich so einen Fragebogen selber entwerfen oder sollte ich lieber Fragebögen, die bereits zu diesem Thema existieren nehmen? Ich weiß viele Fragen auf einmal, aber wenn man so etwas zum ersten Mal macht, ist es schon etwas schwierig :-) Ich danke schon mal im Voraus.
     
  2. MoonKid

    MoonKid Stammgast

    Registriert seit:
    21.02.2009
    Beiträge:
    262
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Pfegewissenschaftler B.Sc. und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
    Ort:
    Guantanamo
    Akt. Einsatzbereich:
    häußliche Intensivpflege
    Dein Thema ist interessant. Jedoch muss ich feststellen, dass deine Fragen hier eigentlich an deinen projektbetreuenden Dozenten gestellt werden sollten. Jedoch erweckt sich der Eindruck, dass du an deiner Hochschule/Uni nicht ausreichend betreut wirst. Korrekt?

    Bitte definieren "normalzugängliche Literatur".
    Wenn du an einer Hochschule eingeschrieben bist, solltest du als Student über die Uni-Bib ausreichend lizensierte Zugänge zu Journals und Verlagen und entsprechenden Suchportalen (Medline, CINHAL, ...) haben, die Normalsterbliche nämlich nicht haben.

    Ist das ein Projekt noch vor dem Bachelorabschluß? "Fragebogen" ist ein Thema für sich und mit enormen Aufwand verbunden.
     
  3. anästhesieschwester

    Registriert seit:
    19.05.2007
    Beiträge:
    1.006
    Zustimmungen:
    16
    Beruf:
    Krankenschwester, B.Sc. Health Care Studies
    Hallo,

    ein Fragebogen besteht auch nicht nur aus 1-2 Fragen. Wie MoonKid schon geschrieben hat, allein zum Erstellen, zur Anwendung und zur Auswertung von Fragebögen gibt es massig Literatur, die zumindest in den Grundzügen beachtet werden sollte.
    Der Prof., bei dem ich ursprünglich meine BA schreiben wollte, hat mir geraten allein für die Erstellung des Fragebogens 4-6 Wochen Arbeitszeit einzuplanen. Die Zeit habe ich dann auch tatsächlich benötigt...

    Gruß
    Die Anästhesieschwester


    Edit: beim Übernehmen von (Teilen von) bereits existierenden Fragebögen ist auch immer das Urheberrecht zu beachten.
     
  4. Kalimera

    Kalimera Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2010
    Beiträge:
    539
    Zustimmungen:
    51
    Beruf:
    Pflege
    Ich würde immer selbst einen Fragebogen entwerfen, weil ich dann die Fragen stellen kann, die für meine Fragestellung relevant sind.
    Wieso aber hast Du zwei Fragestellungen? Willst Du 2 Themen in einer Arbeit behandeln?
    Wenn Du nämlich noch anfangen willst die Auswertungen beider in Relationen zu setzen sehe ich da ein Fass ohne Boden. Ich bin der Meinung jede dieser beiden Fragestellungen reicht schon alleine für sich aus für eine Projektarbeit.
    Was hast Du denn bis jetzt schon an Literatur?
    Unter den Schlagwörtern Mobilität, Mobilität erhalten und Alter spuckt Mister Google schon eine Menge aus.
     
  5. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

    Registriert seit:
    20.06.2004
    Beiträge:
    1.303
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    ex. KS, FKS A+ I, RbP, Studentin
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    7. Semester Pflegepädagogik
    Mal unabhängig davon, dass Du womöglich nicht genügend in die Literaturrecherche eingewiesen wurdest (was aber eher an der Hochschule liegt, also Angebote z.B. wissenschaftliches Arbeiten, Tutorien und deren Lehrende, die das eigentlich auch in die Tat umsetzen sollte) sind Deine Fragestellen sehr breit und offen formuliert. Dies würde durchaus die Datenerhebung im qualitativen Bereich mittels narrativen Interview daraus schließen lassen. Allerdings weiß ich persönlich mittlerweile, was ein narratives Interview alles mit sich führt, somit könnte man z.B. bei der ersten Fragestellung die Erhebung mittels Experteninterview oder halbstandardisierten Fragebogen wählen. Bei der zweiten Fragestellung: Diese solltest Du umformulieren und wie willst Du dies mittels Fragebogen erfassen ? Können die Bewohner schreiben, Kreuze machen und können die das Gefragte überhaupt umsetzen. Allerdings frage ich mich insgesamt, wie Du das alles schaffen willst ohne vorherige adäquate Planung mittels einer Projektskizze. Rein gefühlt ist das Thema zu umfangreich, um beide Fragestellungen zu bearbeiten. Wenn dann solltest Du Dich mehr auf die Pflegenden /Experten beschränken, denn das was Du vor hast ist definitiv zu viel. Darüber hinaus frage ich mich, ob dies von einem Bachelorstudierenden überhaupt in diesem Umfang verlangt werden sollte. Ich bin in einer ähnlichen Situation, allerdings wird bei uns auch ausführlich Vorarbeit geleistet durch Lehrende und höhere Semester sowie sonstige Möglichkeiten/ Veranstaltungen zum Thema bzw. zum wissenschaftlichen Arbeiten und darüber hinaus auch Studien, an denen wir uns beteiligen können/dürfen und sei es nun qualitativ oder quantitativ. Empfehlenswerte Literatur ist z.B. Hug, Poscheschnik: Empirisch forschen oder Der Fragebogen von Peterson. Auch empfehlenswert ist die Einführung in die empirische Sozialforschung von Philip Mayring: Diese drei Bücher sind gut für einen Anfänger. Hingegen bei Hanna Mayer- Pflegeforschung anwenden: Es eher schwierig wird, denn in den ersten 2 Semestern erschließt sich einem das nicht ganz so. Auch empfehle ich z.B. wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik, da es simple aufgebaut und diverse Vorlagen im Anhang anbietet. Es ist zudem für einen Studierenden im Bachelorstudiengang absolut hilfreich und ist auch für andere ausserhalb der Pädagogik geeignet. Didaktisch gut aufbereitet.

    Wievieltes Semester ? Ich habe vor Kurzem eine 25 seitige Projektskizze verfasst, die für das Praxisprojekt unabdingbar ist. Achso und das Projekt beläuft sich ohne Projektbericht schon auf ca. 3 Monate. Ach und ich schaffe es gerade so eine Fragestellung bzw. eine Seite zu beleuchten - denn ansonsten wäre ich noch in einem Jahr beschäftigt. ;)

    Hast Du denn eine Projektskizze angelegt ? Die muss auf gar keinen Fall so umfangreich sein, wie Meine, aber sie hilft und dies ist bedingt durch die Meilensteinplanung und die SMART- Zielüberprüfungen und natürlich die Strukturtabelle (was einer To- Do- Liste entspricht). Insgesamt bin ich sehr froh darum, dass ich darüber nun verfüge. Es ist sozusagen mein Orientierungspunkt. Ganz klar musste ich mich auch mit dem ganzen Forschungsprozess in der praktischen Anwendung auseinandersetzen und bin auch noch dabei. Aber eine interessante Erfahrung.
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Danke für den Begriff "Projektskizze", ich suche die ganze Zeit nach der deutschen Entsprechung von "Research Approach".

    Ich stimme zu: Beide Fragestellungen zu bearbeiten wäre zu aufwendig; man könnte das Projekt aber in zwei Arbeiten - mit zwei Forschenden - splitten. Auf diese Art hast Du auch die Bewohnerperspektive drin.

    Ich denke auch, dass Du Dich nochmal mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens auseinandersetzen müsstest. Das "Lehrbuch Pflegeforschung" von Polit, Beck & Hungler halte ich für ein gutes Werk, da sowohl der qualitative als auch der quantitative Ansatz behandelt wird. Ist zwar ein amerikanisches Buch, aber die Forschungstechniken sind ja die gleichen.

    Bei Deinen Forschungsfragen wäre auch eine quantitative Analyse möglich, bei der 1. Frage wie von Dir vorgeschlagen über einen Fragebogen oder über strukturierte Interviews, bei Frage 2 könnte ich mir teilnehmende Beobachtung vorstellen. In beiden Fällen musst Du Dich aber erstmal ausführlich in die Materie der Mobilitätsförderung einlesen, um (Interview-) Fragebogen oder Kategoriensystem erstellen zu können.

    Einige Suchportale wie PubMed oder DIMDI sind öffentlich; für PubMed musst Du englisch können, aber es hat ganz gute Tutorials zur Literaturrecherche auf seiner Startseite. Home - PubMed - NCBI
     
  7. Monika86

    Monika86 Newbie

    Registriert seit:
    26.09.2014
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,
    also erstmal vielen Dank für die all die Antworten und Literaturtipps, diese werde ich mir auf jeden Fall zur Herzen nehmen. An Literatur habe ich lediglich nur Ausschnitte aus Fachzeitschriften, meistens geht es aber um Alterssport und Mobilität im Alter allgemein. Ich bräuchte aber Infos über die Mobilitätsförderung speziell in Altenpflegeeinrichtungen.
    Es ist noch keine Abschlussarbeit, sondern eine Art Vorarbeit für die Bachelorthesis (ich bin derzeit im 5. Semester).
    Wir haben bezüglich des Praxisprojekts keine Vorbereitung bekommen, lediglich konnten wir uns nur die Präsentationen von Vorsemestern anschauen. Deshalb stehe ich etwas hilflos dar, was die Vorbereitung und die Struktur angeht. Einen Projektplan habe ich noch nicht, bin aber gerade dabei einen zu erstellen. Wegen den Fragestellungen, vielleicht habt ihr recht, dass es zu aufwendig wäre beide innerhalb von 4 Monaten bearbeiten zu können. Ich werde mir nochmals Gedanken drüber machen, welche Fragestellung wohl am besten wäre. Eine hätte ich noch zur Auswahl, und zwar inwiefern die Angebote (Bewegungsangebote) in der Einrichtung an die Bedürfnisse (und Fähigkeiten) von Bewohnern angepasst sind. (Fähigkeiten in Klammern, weil man ja hier dann noch den
    Mobilitätsstatus erheben müsste, was nochmal Aufwand bedeutet) Also würde es hier mehr um die Zufriedenheit gehen, was ich persönlich sehr wichtig finde. Was meint ihr dazu? Könnte man dies gut erheben? Könnte man denn
    quantitative und qualitative Befragung miteinander verbinden?

    Ich bin momentan etwas ratlos, aber das merkt ihr wahrscheinlich auch :-) Über jeden Tipp
    bin ich dankbar.
    Liebe Grüße
     
  8. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

    Registriert seit:
    20.06.2004
    Beiträge:
    1.303
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    ex. KS, FKS A+ I, RbP, Studentin
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    7. Semester Pflegepädagogik
    Oh ja ich kenne es gut, wenn man wie ein Ochs vor`m Berg steht. Allerdings wurde uns eine Vorgabe geben, was in eine Projektskizze reingehört. Allerdings das war dann letztendlich nur das Grundgerüst (also das Skelett), aber wie soetwas tatsächlich ausschaut, wusste ich bis zu dem Zeitpunkt auch nicht. Aber es ist gut aufgegangen. Sag mal wo studierst Du ?
     
  9. Monika86

    Monika86 Newbie

    Registriert seit:
    26.09.2014
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Vorgaben für eine Projektskizze haben wir nicht bekommen, ich stelle es jetzt mit Hilfe von google und Projektskizzen von anderen Studierenden zusammen :-) ich habe echt Bammel, etwas nicht zu berücksichtigen oder komplett falsch an die Sache ranzugehen. Ich studiere in Bochum und du? Welches Thema hast du in deinem Projekt bearbeitet?
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Praxisprojekt Pflege Forum Datum
Job-Angebot Gesundheits- und Krankenpfleger für die chirurgische Privatstation (m/w) Stellenangebote Gestern um 13:10 Uhr
News Johanniter-Förderpreis für innovative Pflege-Projekte Pressebereich Gestern um 11:02 Uhr
Job-Angebot Gesundheitspfleger / Krankenpfleger / Altenpfleger (m/w) Stellenangebote Donnerstag um 17:38 Uhr
Job-Angebot Gesundheitspfleger / Krankenpfleger (m/w) Stellenangebote Donnerstag um 17:37 Uhr
News DBfK Nordwest: Pflegekammer Niedersachsen in greifbarer Nähe Pressebereich Donnerstag um 14:42 Uhr

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.