Praxisauftrag Atmen

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Squishy, 30.07.2013.

  1. Squishy

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    Hallo ihr Lieben, ich bin gerade dabei meinen Praxisauftrag ATMEN fertig zu machen und hoffe das hier jemand vielleicht einmal drüber schauen könnte und mir vielleicht noch Tipps geben oder sagen kann wenn irgendwas falsch ist. Außerdem hab ich noch ein paar Fragen:
    1. Sind das richtige Neben Diagnosen?
    2. Bei der Atemtiefe wusste ich nicht wie ich das sonst schreiben sollte. Ihre Lunge wird zwar nicht aussreichend belüftet (Reinigung..etc) aber ihr Bedarf an Sauerstoff wir bedeckt. Macht das Sinn?
    3. Reichen wohl die Maßnahmen? Mir ist beswusst das man viel mehr machen kann aber ich habe nur die Maßnahmen aufgeschrieben die ich bei Ursula anwenden kann.
    Danke im Vorraus!

    Praxisauftrag LE 1.7 ATMEN
    Name: Ursula
    Lebensalter: 48J. (08.01.1965)
    Medizinische Diagnose: mit 9 Monate Encephalitis
    Neben Diagnosen: Ausgeprägte Tetraspastik, Kontrakturen im Rücken und Schultern, Kyphose in der BWS

    Beobachtung der Atmung:
    · Atemtyp: Brustatmung
    · Atemryhtmus: Gleichbleibende Abfolge von Inspiration und Exspiration
    · Atemfrequenzs: 16/min
    · Atemtiefe: Durch die Kontrakturen im Schulter und Rückenbereich liegt eine Thoraxveränderung vor wodurch die Lunge nicht ausreichend belüftet wird, jedoch wird der Bedarf bedeckt
    · Atemgeräusche: Nur Strömungsgeräusche
    · Atemgeruch: Atemluft geruchlos
    · Allgemeinbefinden/ Auffälligkeiten: Keine Schmerzen oder Einziehungen. Thoraxveränderung in Folge von Kontrakturen

    Nach der Atemerfassungs-Skala von Bienstein ist Ursula mit 7 Punkten gefährdet.
    Durch ihre Tetraspastik und ihre Muskelschwäche in den Beinen ist Sie immobil. Sie sitzt hauptsächlich in ihrem Rollstuhl oder liegt im Bett. Infolge von ihrer Immobilität kann die herabgesetzte Belüftung bei der Atmung zu Sekretstau und Atelektasen führen wodurch es zu einer Pneumonie kommen kann. Ursula ist außerdem Pneumonie gefährdet da sie sich öfters beim Essen und Trinken verschluckt.

    Ziel: Verbesserung der Belüftung der Lunge
    Maßnahme:
    · Mobilisation/Lagerung
    · ASE
    · Luftqualität verbessern/ Frische Luft
    · Nasenpflege zur Erleichterung der Atmung

    Ziel: Vermeidung von Sekretansammlungen sowie Sekretstau in den Atemwegen
    Maßnahme:
    · Atemluft anfeuchten
    · Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

    Ziel: Vermeidung einer Aspiration
    Maßnahme:
    · Aufrechtes sitzen bei der Nahrungsaufnahme
    · Richtige Koststufe
    · Nach dem Essen und Trinken ca. 15min sitzen lassen

    Ziel: Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen in der Mundhöhle und des Rachens auf Lungen und Atemwege
    Maßnahme:
    · Regelmäßige Mund- und Nasenpflege
    · Inspektion der Schleimhaut
    · Hygienisches Arbeiten
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was ich persönlich ganz toll finde- endlich mal einer, der die Mundpflege zur Pneumonieprophylaxe zählt.

    Ob die Nebendiagnosen Sinn machen lässt sich net sagen. Jeder Verlauf ist individuell. Du hast sie als Folge festgelegt. Was anderes bleibt dir nicht, wenn du keine genaueren Angaben hast.

    Mir ist die Formulierung "Mobilisation/Lagerung" zu allgemein. Das könnte/sollte man genauer beschreiben. Ist ja ne Plaung, an die sich andere halten sollen.
    Setz dich einmal hin, mach einen Katzenbuckel und versuche tief einzuatmen. Wohin atmest du? Welche Lungenabschnitte mögen gut, welche weniger gut belüftet sein?
    Wo braucht es Platz, um tief einatmen zu können? Was musst du vermeiden beim Lagern?

    Leg dich auf den Rücken auf eine harte Unterlage und atme tief ein und aus. Wechsel die Position in Seitenlage und wiederhole die Atemzüge. Wohin kann sich der Brustkorb ausdehen? Wann wird er in der Ausdehnung behindert? Welche Auswikungen hat das auf die Lagerung?

    Wie mag das bei Belastung sein? Wieviel Bewegung ist möglich, wenn die Luft knapp ist? Welche Auswirkungen hat das auf die Mobilisation?

    Wann sammelt sich Sekret in den Atemwegen? Beachte hier die Wirkung der Schwerkraft? Welchen Einfluß haben hier Anfeuchtung der Atemwege und ausreichende Flüssigkeitszufuhr? Reicht dies aus um eine Sekretanschoppung zu verhindern?

    Welche Nahrungsmittel bringen besonders Probleme beim Essen? Wann verschluckt sie sich? Flüssigkeiten? Breiige Konsistenz? ...

    Was bedeutet eigentlich Luftverbesserung? Und was bewirkt frische Luft?

    Immer wieder lese ich, dass eine ASE zur Pneumonieprophylaxe gehört. Welche Wirkung soll sie hier haben? Die Anatomie ist begrenzt. Siehe hierzu auch den ersten von mir erwähnten Aspekt.
    Die ASE gehört eigentlich in den Bereich Kommunikation. Aber das wird wohl noch Jahre brauchen, bis dies auch der letzte Lehrer/Ersteller von Standards begriffen hat. *grmpf*


    Elisabeth
     
  3. Squishy

    Squishy Newbie

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    Danke für deine Antwort Elisabeth. Deine Fragen machen Sinn und ich werde mir gedanken drum machen.

    Die ASE habe ich nicht als Pneumonieprophylaxe, ich habe es wohl zu allgeimein formuliert. Die Verbesserung der Belüftung/ ASE war eher auf die Atelektase bezogen.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie schon geschrieben- einfach mal selber ausprobieren und überlegen, wieso wann und wo Atelektasen entstehen können. Daraus ergeben sich dann konkrete Vorgaben die Lagerung.

    Die ASE bewirkt im Nebeneffekt eine kurzzeitige- während der Durchführung- tiefere Atmung. Aber ist dies hier überhaupt möglich bei der eingeschränkten Beweglichkeit? Wenn du mit dem Katzenbuckel sitzt, kannst du dann tief einatmen? Atmest du schneller oder langsamer als beim leicht geneigten Sitzen über die Stuhllehne mit auf der Lehne aufgestützten Armen?

    Elisabeth
     
  5. Squishy

    Squishy Newbie

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    :idea: Wo du es sagst sehe ich eine ganz andere Seite der ASE! Könnte ich gut in meiner Evaluation einbringen. Danke
     
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