Pranger: Die Freude der Sadisten

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Nachtfreak

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Hallo,

also:

Mitarbeiterbesprechung: Unsere PDL empfindet, so scheint es, tiefen Genuss die Mitarbeiter öffentlich an den Pranger zu stellen.

Genüsslich legt sie offen und vor allen anwesenden Fehler, Schwächen und Unpässlichkeiten eines Einzelnen dar.

Die Zuhörer teilen sich in 2 Lager: die absolute Minderheit denkt sich dass sowas nicht vor allen erwähnt gehört.

Die absolute Mehrheit findet es wohl erregend.
Sie können ihrer Bosartigkeit neues Futter geben.

Bezweckt sie was damit???????

Ich denke mir: Kritik gehört unter 4 Augen ausgesprochen.
Dies soll ja eigentlich positives bewirken.
Und nicht einen Menschen diskriminieren.

Wie denkt ihr??
 

Elisabeth Dinse

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Ich denke mir: Kritik gehört unter 4 Augen ausgesprochen.
Dies soll ja eigentlich positives bewirken.
Wieso kann Kritik nur positives bewirken, wenn sie im stillen Kämmerlein ausgesprochen wird?

Genüsslich legt sie offen und vor allen anwesenden Fehler, Schwächen und Unpässichkeiten eines Einzelnen dar.....Und nicht einen Menschen diskriminieren.
Wenn jeder dran war, wen hat sie dann diskriminiert? Und hat sie wirklich nur negatives aufgezeigt?

Kritikfähigkeit gehört zu den Schlüsselkompentenzen unseres Berufes. Warum hat man damit soviel Probleme? Liegts daran, dass man jahrelang zu hören bekommt wie gut man doch eigentlich ist um dann auf einmal zu erfahren, dass man erhebliche Mankos hat? Dieser Führungsfehler begleitet Pflege vom ersten Ausbildunsgtag bis zum Eintritt in die Rente.

Elisabeth

PS: Vielleicht war die Intention der PDL: geteiltes Leid ist halbes Leid. Jeder kann erkennen, dass nicht nur er Fehler macht.
 

Eve

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Eine PDL die vor gesammelter Mannschaft Fehler des Einzelnen bespricht hat wohl keine oder sehr schlechte Führungsqualitäten.Sie sollte wohl eher daran arbeiten ein Team zu festigen und die Zusammenarbeit zu fördern, anstatt das Bedürfnis fraglicher Vorlieben zu stillen.
 

spritzensusi

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Naja...., also ich stimme nicht allen zu.....
Also in meiner Einrichtung gibt es auch so einen "Drachen" von PDL. Noch 'ne ziemlich junge. Dachte immer, das ist positiv für die Mitarbeiterführung, habe aber schnell was anderes festgestellt.
Die ist total scharf darauf, ständig Abmahnungen zu erteilen und die Leute herunterzuputzen (auch vor anderen).

Manche armen Schaafe aus unserem Haus unterschreiben noch die unsinnigen Abmahnungen....:gruebel:

Bsp.: Fortbildung: das ganze Haus bekommt immer ein Rundschreiben, dass eine Fortbildung ansteht. Eine Schwester hat mal vorsichtig angefragt, ob es Pflicht sei, daran teilzunehmen (es gibt welche die Pflicht sind oder auf freiwilliger Basis). Die Schwester hatte glaube ich frei und hat einen längeren Arbeitsweg. Die PDL hat freundlich zurückgeschrieben (per Mail), das sie es für "schön findet, wenn sie auch käme". Das ist keine eindeutige Einladung für diese Fortbildung. Das dachte sich meine Kollegin auch. Am nächsten Tag durfte sie antreten und die Abmahnung wegen "Nichterscheinens bei Fortbildung" unterschreiben.....

Naja, solche zwielichtigen Sachen passieren bei uns sehr oft. Ich wäre sofort beim Anwalt, wenn ich eine Abmahnung unberechtigt bekäme....

Ich bin auch der Meinung, dass Kritik, wenn es denn was Größeres ist, unter 4 Augen besprochen werden sollte. Das ist ja sonst wie Spießrutenlaufen. Und die Zeiten, wo alle Kollegen hinter einem standen, sind vorbei. Meine Mutter sagt immer: "heutzutage ist jeder sich selbst der nächste". Das ist leider wahr. :(
 

Elisabeth Dinse

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Fehler des Einzelnen

Ein kleiner aber wichtiger Unterschied: hier wurde nicht DER Einzelne kritisiert, sondern ALLE waren dran.

Elisabeth
 

Eve

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Und jeder kam Einzeln dran - vor aller Augen und Ohren......schmunzel.

Ist das die beste Führungsmethodik ??
 

Elisabeth Dinse

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Es kommt doch darauf an, wie vorgegangen wurde. Ich glaube kaum, dass man nur die Negativpunkte aufgezählt hat. In der Regel ist es so, dass man sowohl positives als auch negatives (in dieser Reihenfolge) anspricht.

Wir kennen nur die subjektive Meinung von nachtfreak - können uns demzufolge eigentlich keine Meinung bilden.

Elisabeth
 

Eve

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Natürlich dürfen wir uns eine Meinung bilden Elisabeth...lächel...ob sie richtig oder falsch ist :-))
 

spritzensusi

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Elisabeth Dinse schrieb:
Es kommt doch darauf an, wie vorgegangen wurde. Ich glaube kaum, dass man nur die Negativpunkte aufgezählt hat. In der Regel ist es so, dass man sowohl positives als auch negatives (in dieser Reihenfolge) anspricht.
Liebe Elisabeth: es ist ja toll zu sehen, wie du an das "Gute im Menschen" glaubst! Aber wenn ich mal von meiner PDL sprechen darf, da kann ich berichten, das ich noch nie erlebt habe, wie sie eine Kritik mal positiv angesprochen hätte. Die schreit immer fast gleich einen an und wird beleidígend. Und wenn man sich wehrt, wird man "versetzt".

Also eine gute PDL, die mich konstruktiv kritisiert, stelle ich mir anders vor....

Wie das wohl bei >nachtfreak< gelaufen ist, weiß nur sie. Aber es sind nicht alle Führungspersonen mit Toleranz, Anstand und Respekt geboren worden....Gibts ja in jeder Gesellschaftsschicht.
 

Nachtfreak

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Hallo,

"Personalbüro?...immer der Schleimspur nach!"
Das rechtfertigt schon knapp einen Heiratsantrag dieses Statement.


Elisabeth:
Ach, doch nicht schon wieder Wortklauberei.
Wir hatten doch die Disskussion um Theorie und Praxis schon mal.

Theorie ist: 10 Stunden Wikipedia studieren.
Praxis ist: Meine Kollegin hatte gestern nacht eine Stunde in meinem Arm geheult weil sie immer niedergemacht wird.

So einfach kann das sein.

Also ich glaube: Leute runtermachen ist immer daneben.
Egal in war für einem Fall.
Macht es jemand mit Führungsposten tur er mir leid.
Und ich lege mich mit im an.

Auch einfach.
 

Eve

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Morgen meine Lieben...

Nachtfreak ich muß gestehen, dass Statement ist geklaut..also wird es wohl nix mit unsrer Hochzeit....lach

Zum Anderen ist es ja gut, dass es Menschen gibt die einen anderen Blickwinkel haben.... . so wird unser Sichtfeld mit jedem Tag größer :-)
 

Treeflower

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Hallo Nachtfreak

Kenne deine geschilderte Situation leider zu gut..
An meiner zukünftigen Ex-Arbeitsstelle (fange am 3 Juli endlich neu an) war es ähnlich.
Bei mir war es primär die Wohngruppenleitung, eine sehr ehrgeizige teils aggressive Person, die über Leichen geht um ihre Ziele zu erreichen. Sie hat unter anderem Dinge die du privat gesagt hast gegen dich eingesetzt.
Während Teamsitzungen schien sie es manchmal richtig zu geniessen dich wegen Fehlern (oder weil du einfach nur anderer Meinung warst) nieder zu machen.:sbaseballs: :motzen: :angry: :streit:

Sie legt einen sehr aggressiven Ton an den Tag (es ist kein schreien aber es greift dich so an dass dir schlecht wird), der von der Pdl und sogar von der Heimleitung als völlig normal empfunden wird - die drei sind übrigens gut befreundet. Kannst dir also ausmalen wie gut die Chancen von am Ende nur noch einer Kollegin und mir, (die anderen haben primär aus Angst aufgegeben) waren.

Ich denke auch das Kritik eher dazu da sein soll einen zu verbessern, und dass ein Gespräch unter 4 Augen mehr bringt als ein öffentliches Bloßstellen.
Habe versucht der Wgl zu vermitteln was ich als das Problem ansehe, doch sie drehte das ganze wieder einmal so dass ich es ja selber schuld sei und sie nichts damit zu tun hat .. Es scheint sie auch nicht sonderlich zu interressieren, dass ihr gesamtes team kaputt geht..:angryfire:

Weiß ich schreibe sehr hart über sie aber ich denke dass diese zwei Jahre , von denen 1 1/2 Jahre teils hölle waren reichen um mir eine Meinung zu bilden.
Wünsche dir weiterhin viel glück dabei gegen den strom zu schwimmen, denn du schwimmst nicht allein.
:wink1:
 

Elisabeth Dinse

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Ich hab mich mal auf den Weg gemacht und bei wikipedia nachgeschaut. *fg*
Interessant was man da nachlesen kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik .

Viel wichtiger erscheint mir aber das Thema Kommunikation: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation .

Und für Führungskader fand ich:
1. Kritisieren Sie Ihren Gesprächspartner nicht in Gegenwart Dritter. Das setzt ihn unnötig herab.

2. Wählen Sie eine günstige Zeit. Achten Sie darauf, dass der Kritisierte nicht in Zeitnot ist. Sonst wird er Ihnen womöglich nur mit halbem Ohr zuhören.

3. Fassen Sie sich kurz. Erklären Sie klar und deutlich, was Sie stört. Verwenden Sie Ich-Botschaften. Dadurch fühlt sich der Andere nicht angegriffen und ist offener für eine Lösung.

4. Beschränken Sie sich in Ihrer Kritik auf Fakten und auf konkrete Situationen. So ist die Kritik nachvollziehbar.

5. Hüten Sie sich vor Rundumschlägen aus der Reihe "Du taugst sowieso nichts". Solche Kritik ist destruktiv. Ihr Gegenüber merkt so etwas und verschließt sich Ihnen.

6. Lassen Sie dem Kritisierten einen Ausweg oder eine Lösung offen, bei der er sein Gesicht behält, besser noch: Suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung und bieten Sie einen Kompromiss an.

*grübel* Warum gehen dann Leitungskräfte oft einen anderen Weg? Schlechte Erfahrungen?

Ich habe meinen Stil geändert, nachdem die Einzelgespräche nix brachten. Eine tibetanische Gebetsmühle zu sein ist nicht gerade sehr erfreulich. Demokratie hin und her: manchmal kann man nicht endlose Diskussionen führen sondern muss Handlungen schnell und effizient ändern.

Elisabeth
 

spritzensusi

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Liebe Elisabeth:

Dein Zitieren aus Wikipdia ("Führungskader" 1. Punkt) wiederspricht sich mit dieser von dir zuvor kundgegeben Aussage:

Elisabeth Dinse schrieb:
Wieso kann Kritik nur positives bewirken, wenn sie im stillen Kämmerlein ausgesprochen wird?

Also, bist du jetzt dank deines Lexika- Studiums der Meinung, das größere Kritik nicht vor allen Augen geschehen sollte? Oder was denn jetzt?:gruebel:
 

Elisabeth Dinse

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Deine Frage habe ich schon beantwortet:

*grübel* Warum gehen dann Leitungskräfte oft einen anderen Weg? Schlechte Erfahrungen?

Ich habe meinen Stil geändert, nachdem die Einzelgespräche nix brachten. Eine tibetanische Gebetsmühle zu sein ist nicht gerade sehr erfreulich. Demokratie hin und her: manchmal kann man nicht endlose Diskussionen führen sondern muss Handlungen schnell und effizient ändern.

Elisabeth
 

Elisabeth Dinse

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Monate und Jahre- je nach Projekt.

Elisabeth
 

Eve

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Du weißt sicher selbst, dass die buddhistische Lebensanschauung ein Übermaß an Geduld erfordert..........allerdings auch angeblich zur Erleuchtung führt.
 

Elisabeth Dinse

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Manchmal ist der Buddhismus leider nicht geeignet um etwas zu verändern. Die Welt dreht sich manchmal schneller als im Tibet. *g*

Elisabeth
 

Eve

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Es fällt mir schwer die Diskussion an dieser Stelle zu beenden, doch ich ertappe mich bei dem Bedürfnis die Rechtschreibung zu kritisieren...hier setze ich meinen Schlußpunkt.


 
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