Praktische Examensprüfung auf onkologischer Station: häufige Pflegeprobleme?

Dieses Thema im Forum "Pflege bei onkologischen und hämatologischen Erkrankungen" wurde erstellt von Jessi, 28.12.2007.

  1. Jessi

    Jessi Junior-Mitglied

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    Hallo,
    würde mich freuen wenn jemand Zeit hat mir folgende Frage zu beantworten.

    Ich habe mein Praktisches Examen auf einer onkologischen Station. Welche Pflegeprobleme sind dort die häufigsten ( Pflegeplanung ).

    Danke im vorraus.
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Jessi,

    soooo pauschal kann man das nicht sagen, weil an dem Pflegeproblem noch ein Patient beteiligt ist. Dennoch kommen bei onkologischen Patienten folgende Probleme gehäuft vor:

    Defekte der Mundschleimhaut durch Chemotherapie
    Fatigue
    Übelkeit, Erbrechen
    Obstipation
    Schmerzen

    und vieles mehr.

    Schönen Tag
    Narde
     
  3. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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  4. Jessi

    Jessi Junior-Mitglied

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    Hallo, ein ganz lieges Dankeschön an euch.
    Mein Problem ist das ich mich immer vor der Pflegeplanung bei den Praxisanleitungen gedrückt habe und diese dann zu Hause schreiben durfte.
    Nun habe ich bei der Prüfung ja nur die 2 Std. Zeit. Werde auf station nach dienstende mir einen patienten aussuchen und dann mich 2 stunden hinsetzten und eine pflegeplanung schreiben. Unter Zeitdruck zu sein und dann noch das richtige Pflegeproblem u. die Massnahmen herauszufinden ist für mich schwierig.
    Bei Prüfungssituationen schalte ich oft ab und dann geht gar nichts mehr.
    Das ist meine Angst. Hört sich doof an, aber es ist wirklich so. :-?
    Ich werde mir im " Pflege Heute " - Buch die Maßnahmen zu den jeweiligen Pflegeproblemen rausschreiben und auswendig lernen.
    Was haltet ihr davon?

    Freu mich auf Antwort!

    Vielen Dank nochmal für eure Mühen

    P.s. Wenn jemand Zeit und Lust hat, würde ich mich freuen wenn jemand mal ein beispiel für mich formulieren würde. Mit Problem, Ziel und Massnahme.

    Herzlichen Dank im vorraus ! :wavey:
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Jessi,

    wie wäre es, wenn du dir einen Patienten aussuchst, eine Pflegeanamnese erstellst und dann mit uns zusammen eine Pflegeplanung erstellst?

    Sollen wir dir ein Fallbeispiel geben?

    Auswendig gelernte Pflegeplanungen machen wenig Sinn.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  6. Susi_Sonnenschein

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    Hallo Jessi,
    wann hast du denn dein Examen? Du könntest ja jetzt zur Probe bei irgendeiner Patientin eine Pflegeplanung schreiben und sie, wie Narde schon sagte, hier einstellen, dann wird sie von einigen verbessert. Wie willst Du denn was auswendig lernen, wenn du den Patienten nicht kennst? Zum Schluss lernst du was, was für diesen Fall gar nicht zu trifft.
     
  7. Gego

    Gego Poweruser

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    Hallo Jessi!

    Da muß ich schon sagen: "Selbst schuld!" Du hast diese Möglichkeiten zur Übung vorübergehen lassen.

    Das ist weniger sinnvoll, da meiner Meinung nach eine Pflegeplanung individuell auf die PatientIn abgestimmt sein sollte. Da helfen "Standardformulierungen" nur bedingt weiter. Und das Du auswendiglernen kannst, glaube ich, aber besser ist es eine Sache auch zu verstehen.

    Nur so zur Erinnerung, Pflegeprozeß:
    1. Informationssammlung
    2. Erkennen von Problemen und Ressourcen
    3. Festlegen der Pflegeziele (in Zusammenarbeit mit der PatientIn)
    4. Planung der Pflegemaßnahme
    5. Durchführung der Pflege
    6. Beurteilung der Wirkung der Pflege
    Aus den unter den Punkten 2, 3 und 4 gesammelten Erkenntnissen ergibt sich dann die Pflegeplanung fast wie von selbst.

    Die Pflegeziele in einer Pflegeplanung sollten
    • realistisch
    • durch pflegerische Maßnahmen erreichbar (welche im optimalen Fall auch jedeR MitarbeiterIn beherrscht!)
    • überprüfbar
    sein.

    Bei den ergriffenen Maßnahmen sollte auch ein Kontrollzeitpunkt festgelegt werden, zu dem dann die Wirksamkeit der Maßnahme am Grad des Erreichens des Pflegeziels überprüft wird. Daraus kann sich dann ein Anpassen der Maßnahmen oder auch Ziele ergeben.

    Im Übrigen schließe ich mich dem Angebot von narde2003 an.


    Schönen Gruß, Gego.
     
  8. Jessi

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    Hallo, wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich habe bei meinen Praxisanleitungen Pflegeplanungen ausgearbeitet, durfte sie jedoch immer mit nach Hause nehmen und hatte genügend Zeit mich damit zu beschäftigen. Nun habe ich beim Examen nur 2 Stunden Zeit. Das bereitet mir die Angst.

    Habe gestern noch mal mit meinem Mentor gesprochen. Habe mir Daten von einem Patienten kopiert um zu Hause nochmals eine Pflegeplanung zu schreiben.
    Ich finde jedoch das die Pflegeprobleme auf der onkologischen Station fast immer gleich sind. Deshalb möchte ich die Pflegemaßnahmen auswendig lernen.
    Mir ist schon bewusst, dass ich für den für mich ausgesuchten Patienten eine individuelle Pflegeplanung schreiben muss. Aber durch den Zeitdruck und die Nervosität, glaube ich, dass ich auf der sicheren Seite bin, die Pflegemaßnahmen zu den möglichen Pflegeproblemen, auswendig zu lernen.

    Wir haben jetzt gestern einen Patienten ausgesucht, der vom Schweregrad für`s Examen in Frage kommen würde.

    Auf meiner Examensstation sind die Kurven, ich übertreibe nicht, selten ausgefüllt. Das einzigste was man daraus entnehmen kann sind die Medikamente. Alles andere steht kreuz und quer in der Akte. Das gibt einem kein beruhigendes Gefühl, wenn man weiss das man dort seine Prüfung hat.
    Es werden nicht immer Berichte geschrieben und alles andere ist auch chaotisch.
    Als ich meiner ersten Woche den Spätdienst hatte, dachte ich sofort
    " Um Gottes Willen, hier schaffe ich mein Examen niemals ". Mein Mentor hat sich kaputt gelacht. Voll witzig :-?
    Kein strukturiertes Arbeiten, Funktionspflege und es gehen ständig die Klingeln.
    Naja, mein Zwischenexamen habe ich im Sommer mit einer 3 bestanden. Bin in der Praxis ein 1-2 Schüler. Das einzigste Problem ist halt die Pflegeplanung in 2 Std. fertig zu haben und meine Nervosität die beim letzten mal nicht so gut ankam.

    Naja.......

    Bei euch möchte ich mich für eure Mühen bedanken. So eine Hilfsbereitschaft habe ich nicht erwartet. Es ist leider nicht immer so.

    Ok dann wünsche ich euch einen guten Rutsch und vielen Dank nochmal.

    Jessi:wavey:
     
  9. Jessi

    Jessi Junior-Mitglied

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    Hallo Narde,

    danke auch für dein Angebot.Habe jetzt mit meinem Mentor darüber gesprochen und er hat für mich einen Patienten ausgesucht. Habe jetzt ein paar Tage frei u. werde die Pflegeplanung dann zu Hause schreiben und ihm vorzeigen.
    Es wäre für mich unangenehm hier eine Pflegeplanung rein zuschreiben.
    Würde mich aber trotzdem über ein Fallbeispiel freuen, was ich dann zu Hause bearbeiten könnte.

    Vielen herzlichen Dank.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gibt es da keine Infosammlung= Stammblatt= Pflegeanamnese?

    Elisabeth
     
  11. narde2003

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    Hallo Jessi,

    hier einige Informationen für ein Fallbeispiel:

    Frau XY, 19 Jahre, Abitur 07, Aufnahme im August. Die Patientin wurde vom Hausarzt eingewiesen, weil sie zu Hämatomen neigt. Abklärung.
    Im Verlauf wird eine AML diagnostiziert und mit Chemotherapie behandelt.
    Den ersten Zyklus der Chemotherapie hat sie ohne Probleme vertragen.

    Frau XY hat eine Zwillingsschwester, lebt bei ihrer Familie, will im Herbstsemester eine Architekturstudium beginnen. Ihr Heimatort ist vom behandelnden Krankenhaus 100 km entfernt. Sie hat im Zimmer einen Fernseher, Laptop, Radio und Handy.

    Frau XY ist auf Grund der Chemotherapie seit 2 Wochen Umkehrisoliert in einem Einzelzimmer. Frau XY leidet an einer sehr ausgeprägten Stomatitis und Mundtrockenheit. Sie kann kaum schlucken, benötigt starke Schmerzmittel.
    Sie fühlt sich schlapp und müde. Sie ist niedergeschlagen und traurig, weil sie wenig Besuch erhält, macht sich Gedanken um ihre Zukunft bezüglich des Studiums.
    Durch die Chemotherapie hat sie alle Haare verloren.

    Frau XY möchte wenig Hilfe, ist aber so geschwächt, dass sie nur kurze Strecken laufen kann, dies wir zusätzlich durch die Infusionstherapie beeinträchtigt.
    Frau XY wird momentan hauptsächlich parenteral über den Port ernährt, zusätzlich bekommt sie Trinknahrung und keimfreie Kost angeboten.
    Sie duscht normalerweise täglich, möchte sich auf keinen Fall mit einer Waschschüssel waschen.

    Wenn sie sich gut fühlt telefoniert sie gerne mit ihren Freunden, die sie auch an den Wochenende besuchen, wobei die Besuche momentan etwas eingeschränkt sind. Die von den Eltern mitgebrachten Bücher über Architektur betrachtet sie derzeit wenig, blättert wenn dann eher lustlos darin herum.


    Für weitere Angaben bitte nachfragen.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  12. Jessi

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    Hi,
    oftmals ist das Stammblatt nicht ausgefüllt, Pflegeanamnese auch nicht. Seit ich da bin, mache ich die Aufnahmegespräche und auch von den Pat. die schon was länger da sind. In der Hoffnung später einen Pat. zu bekommen den ich schon aufgenommen habe.
    Die nehmen es auf dieser Station nicht so genau.
    :wavey:Hallo Narde,
    vielen Dank für das Fallbeispiel. Solche Fallbeispiele haben wir während der Ausbildung erst 5-6 mal im Unterricht gemacht.

    Falls ich Fragen habe, meld ich mich wieder.

    Hi, nee Infosammlungen und Pflegeanamnesen sind nicht bei allen Patienten ausfühlich. Bei den meisten fehlt die Hälte oder der Pat. wird nachträglich irgendwann aufgenommen.

    Es nervt mich auch tierisch, da dies meine letzte Station ist.
    Bei Anfrage " Es gibt ja ne Akte " oder sie machen sich drüber lustig, nicht alle aber ein Paar.


    Liebe Grüsse............
     
  13. narde2003

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    Hallo Jessi,

    damit dir nicht langweilig wird, hier das nächste Beispiel:

    Herr Christian Huber (Name frei erfunden), 39 Jahre, verheiratet, Vater von 3 Kindern, Bäckermeister mit eigenem Betrieb und Bäckerei mit 5 Angestellten. Kinder sind Alter 5, 7 und 9 Jahre. Die Ehefrau arbeitet im Betrieb mit.

    Bei Herrn Huber wurde eine AML diagnostiziert, er ist zum 3. Zyklus der Chemotherapie im Krankenhaus. Die Chemotherapie verträgt soweit gut.
    Herr Huber ist seit 5 Wochen umkehrisoliert, hat immer wieder Fieber. Derzeit hat er eine Pneumonie.
    Herr Huber leidet sehr unter der Umkehrisolation und dem Essen im Krankenhaus, nicht schmeckt ihm. Sein grösster Wunsch ist, nach der Chemotherapie Famlienmenu beim "Goldenen M" zu essen.
    Frau Huber besucht ihren Mann regelmässig, am Wochenende, die Familie lebt 150 km vom Krankenhaus entfernt. Frau Huber leitet nun alleine den Betrieb.

    Herr Huber kommt sich so nutzlos im Krankenhaus vor, er hat vor kurzem einen grossen Auftrag angenommen, dafür hat er auch noch Personal eingestellt. Er macht sich Gedanken, dass der Auftrag nicht gehalten werden kann, wenn dies passiert muss er Personal entlassen, was er vermeiden will.

    Durch seine Aplasie dürfen die Kinder derzeit nicht ins Krankenhaus kommen.
    Er wacht jede Nacht um 3 Uhr auf und kann nicht mehr schlafen.

    In seinem Zimmer hat er Telefon, Laptop und TV, sowie einige Bücher, die ihm aber derzeit zu anstrengend sind um zu lesen. Auf dem Nachttisch sind Fotographien der Familie.

    Herr Huber hat 20 kg abgenommen und wiegt nun bei einer Grösse von 190 cm noch 75 kg.

    Durch die Fieberschübe schwitzt er immer wieder stark. Er wird vorwiegend parenteral über den Port ernährt, über den er auch die Chemotherapie bekommt.

    Die Körperpflege kann er selbst durchführen, braucht allerdings viel Zeit dafür, er duscht sehr gerne.
    Herr Huber ist durch die Cheomtherapie und i.v. Antibiose sehr beeinträchtigt in seiner Mobilität, er benötigt Hilfe beim Aufstehen und Gehen.

    Bei Bedarf bitte Fragen an mich.

    Schönen Abend
    Narde

    PS: schau auch mal hier: http://www.krankenschwester.de/foru...trainingscenter-pflegeplanung.html#post114812
     
  14. Gego

    Gego Poweruser

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    Hallo Jessi!

    Von mir auch noch ein Beispiel:

    Herr XY, 76 Jahre alt, mit einem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom bekommt derzeit eine orale Chemotherapie mit Erlotinib (Tarceva [r]).​


    Er hat seit früher Jugend eine Laktoseintoleranz und wurde vor 5 Jahren wegen eines Magenkarzinoms Magenteilreseziert. Seit dem leidet er unter vermehrter Diarrhoe. Er hat in einem halben Jahr 7 kg Körpergewicht verloren und wiegt aktuell noch 54 kg bei einer Körpergröße von 172 cm. Die Diarrhoe hat sich unter der Chemotherapie noch verstärkt.​


    Durch die Chemotherapie hat sich sein ohnehin schon schlechter Appetit noch weiter verringert und er nimmt nur wiederwillig Nahrung zu sich.​


    Aufgrund des Bronchialkarzinoms hat er auch eine ausgeprägte Ruhe- und Belastungsdyspnoe, wodurch er kaum noch mobil ist. Derzeit wird ein bestehender Pleuraerguß mit einer Drainage abgesaugt, was ihn noch weiter in seiner freien Beweglichkeit behindert.​


    Er findet kaum mehr Freude an Dingen, die ihm früher Spaß bereitet haben. Er hat gerne und viel gelesen, jetzt fällt es ihm schwer sich darauf zu konzentrieren. "Ich vergesse bis zum Ende des Satzes, was am Anfang steht."​


    Seine Frau kommt ihn meist nur am Wochenende besuchen, da sie einen langen Anfahrtsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat.​

    Bei Fragen, gerne auch per PM, melden.

    Und noch so am Rande: Wenn die Akte nicht so viel hergibt, dann bleibt Dir´ja immernoch die Möglichkeit dich direkt mit den PatientInnen zu unterhalten...


    Schönen Gruß, Gego.
     
  15. narde2003

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    Hallo Narde,

    habe mir die Fallbeispiele kopiert. Dankeschön.
    Im Moment sitze ich an einer Pflegeplanung. Mein Mentor hat mir einen Pat. ausgesucht der eventuell in Frage kommen könnte, vom Schweregrad.

    Kann ich dir doch meine ausgearbeitete Pflegeplanung senden?

    Wir müssen die 5 wichtigsten Pflegeprobleme bei der prakt. Prüfung raussuchen.

    Würde dir dann die Informationen des Pat. senden, diese zumindest die ich bekommen habe und dann die pflegeprobleme die ich für wichtig gehalten habe mit ziele und massnahmen.

    Wäre das ok für dich?

    Würde mich sehr freuen, danke im vorraus für deine Mühen.

    Liebe Grüsse Jessi
     
  17. narde2003

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    Hallo Jessi,

    klar, kannst du mir deine Pflegeplanung schicken.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  18. Jessi

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    Hi Narde, danke für deine Hilfbereitschaft!
    Ich kam nicht mehr zum üben, habe mich für die prakt. Prüfung vorbereitet.
    Habe heute meinen Pat. -Stamm erhalten u. 1 Pflegeplanung zu meinem Hauppat. schreiben müssen.
    Habe es glaube ich ganz gut hin bekommen. Dank auch deiner Tips. Trotzdem ist es eine tolle individuelle Pflegeplanung. ORSA-PAt.

    Naja ich kann mich auf mein Gefühl verlassen.

    Wünsche dir einen schönen Tag,lg Jessi:wavey:
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Jessi,

    ich wünsche dir für morgen viel Glück, keine Angst, es wurde noch keine Examenskandidatin gefressen:freakjoint:

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  20. Jessi

    Jessi Junior-Mitglied

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    HAalo Narde,
    habe es endlich geschafft. Meine Pflegeplanung war echt super und ich war mit meiner parktischen Prüfung sehr zu frieden.
    Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen, habe aber schnell und gut reagiert. Bei meinem Reflexionsgespräch haben sie mir nichts negatives gesagt. Bin auch super in der Zeit gewesen und alle meine Pflegemassnahmen durchführen können.
    Ich glaube ich werde eine sehr gute Note bekommen. Habe mich die Tage vorher gut vorbereitet und deshalb war ich in meiner Arbeit sehr sicher.Das hat man mir wohl angemerkt.
    Ok, dann wünsche ich die noch einen schönen Tag bis dann

    liebe Grüsse Jessi:flowerpower:
     
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