Praktische Erfahrung und die Konsequenzen - Ausbildung nach dem Studium?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von TeddyRuxpin, 24.02.2010.

  1. TeddyRuxpin

    TeddyRuxpin Newbie

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    Kardiologie, Schlafmedizin
    Halli Hallo!

    Ähnliches wurde hier schon diskutiert, aber eben nur ähnliches.
    Ich hätte gerne eure Meinung zu meinem Fall bzw. meiner Überlegung. Muss euch leider, sofern ihr mir helfen wollt, zumuten, etwas mehr hier nun zu lesen. Das wichtigste hab ich BLAU hervorgehoben :-)

    Vorweg: Ich bin nun 28. Nach meiner Schulzeit habe ich eine Ausbildung gemacht in einem ganz anderen Sektor - Informatik. Dies Tat ich mehr oder weniger weil ich zwar schon Interesse dran hatte, aber eher weil ich von Freunden in diesen Bereich mitgezogen wurde. Eigentlich wollt ich Krankenpflege lernen - hat man mir aber erfolgreich damals ausgeredet, vor allem meine Eltern redeten es mir sehr intensiv aus. Bereue ich heute drauf gehört zu haben.

    Jedenfalls machte ich nach meiner Informatik-Ausbildung ein Studium der Meidzintechnik. Es war wieder eher ein Kompromiss aus bekanntem und dem gewünschten. Denn eigentlich wollte ich Medizin. Das jedoch kontne ich mit einer Fachhochschulreife nicht, und sah auch zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit Abitur nachzuholen. Auch Zeit wollte ich nicht mehr verschwenden. Das Studium war, trotz der technischen Überlast gut, denn ich hatte viel Medizinisches. Ich habe mein FH-Diplom mit ziemlich gutem Schnitt bekommen, dazu hochwertige Zusatzqualifikationen (Zertifikate) im QM und Medizingerätesicherheit. Damit könnte ich theoretisch mich für Medizin bewerben, hätte sogar gute Chancen, jedoch kann ich es mir finanziell nicht leisten. Besonders im Hinblick auf die Schulden aus dem Erststudium will ich erst alte Lasten abbezahlen.

    Zur Situation: Ich bin seit fast nem halben Jahr fertig mit dem Studium, seither aber - trotz guten Abschlusses und der Zusatzqualis - arbeitssuchend. Bewerben tue ich mich allerdings schon seit über einem Jahr. Immer kommen entweder Absagen, oder wenn mal eine Einladung zu einem Gespräch kommt, dann kommt nach dem Gespräch die Absage.
    Die Gründe, sofern die Arbeitgeber welche nennen wollen/können, lassen zumeist eines durchklingen: Mir fehlt es an praktischer Erfahrung.

    Das ist ja klar, woher soll ich auch welche haben. Bekomme seit Monaten auch keine Chance welche zu gewinnen. Dabei bin ich wirklich HÖCHSTFLEXIBEL (bevor der Vorwurf kommen sollte).


    Nun habe ich die Nase irgendwie voll, nichtstuend zuhause zu sitzen, und auf ein Wunder zu hoffen, und mich mit den (sorry) unfähigen Menschen der ARGE ständig auseinannderzusetzen. Will auf eigene Faust was ändern, und dachte mir, ich könnte eine dritte Ausbildung (sofern man das Studium als zweite betrachtet) machen. Natürlich, sofern ich die nächsten Monate immernoch keine Arbeitsstellenzusage habe. Übrigens: Denkt nicht, dass das ein kopflsoes hirnegspinnst aus meiner Not her ist. Es ist aus der Not, aber auf mich längst tragenden, reizenden, interessierenden Bahnen. Man verbinde das Notwendige mit dem Nützlichen :-)

    Werde mich demnächst dann wohl bewerben. Nur weiß ich nicht was konkret ich nehmen soll. Ich habe ein paar Ideen, die alle natürlich auf das Gesundheistwesen hinauslaufen.
    Praktische Anwendung der Mittel, Umgang mit Patienten etc., intensivere medizinische Bildung soll es sein. Und bezahlt muss es sein! ca. 800 EUR Brutto (wie sie bei unten genannten Berufen um 1. Lehrjahr vorkommen) sind Netto immerhin mehr als die paar Euronen, die ich als alleinstehender von der ARGE bekomme. Und doof und krank werd ich vom wartend rumsitzen auch noch. Eine solche Ausbildung würde mir nicht nur eine Qualifikation mehr einbrignen, sondern auch gar die oft geforderte Erfahrung - denn in der Medizintechnik ist die Erfahrung der Anwendung und dem Patienten- sowie Arztumgang mit die wichtigste und am häufigsten gefoderte.

    Ob ich dafür geschaffen bin steht auf einem anderen Blatt. Ich will diesbezüglich vorher noch kürzere Praktika machen, aber aus Zufallsbegegnungen und entsprechenden Situationen würd ich das eindeutig bejahen. Einige meiner Umgebung wiederum meinen, sie können sich mich da schlecht vorstellen.


    Für mich habe ich folgendes überlegt, u.a. ein paar neue Zweige:

    • Gesundheits- und Krankenpfleger (GuK)
    • Operationstechnischer Assistent (OTA)
    • Anästehsietechnischer Assistent (ATA)
    • Chirurigetechnischer Assistent (CTA)
    - Eigentlich habe ich mir geschworen keine Experimente machen zu wollen, und etwas kalssisches zu nehmen. Dies wäre die GuK. Jedoch ist die GuK wohl doch stark ausgewogen im Verhältnis der Medizin- und Pflege-Anteile. Die anderen scheinen nach den Stundentafeln eine deutlich stärkere Medizin-Last zu haben, Pflege anteilig weniger, was ich ja durchaus begrüße.

    - ATA und CTA haben zwei Risiken: Sie sind nicht "offiziell" genug, und damit eben ein Experiment, was ich eigentlich verhindern wollte. Dennoch sind gerade die dortigen Inhalte und Tätigkeitsfelder die für mich interessantesten.

    Der ATA wird öfter angeboten, ist auch langsam im Begriff bei dies Nicht-Ausbildenden Krankenhäsuern als Alternative zum Fachkrankenpfleger für Anästehsie aufzutauchen. Dennoch ist die Tatsächliche Ausschreibungsanzahl gering. Was denkt ihr, wie wären die Chancen als ATA auf nur mit "Fachkrankenschwester/Fachkrankenpfleger für Anästhesie" bezeichneten Stellen?

    Der - für mich noch interessantere - CTA (nicht zu verwechslen mit CA und COA) wird nur von einer einzigen Schule bisher angeboten. Konkrete Stellen sehe ich dafür keine. Der CTA soll ärztlich diligierte einfache Aufgaben übernehmen, die bisher dem Arzt vorbehalten waren. Wo soll man sich anch so nem Bildungsgang bloß bewerben?
    Übrigens: Um Fehlläufen vorzubeugen. Es gibt viele nicht offizielle Quellen im Internet, die angeben, dass man für den CTA eine Fachhochschulreife UND eine Ausbildung in der Krankenpflege als Voraussetuzng hat. Dies trifft nicht zu, nicht nach DKI, und nivht nach der Website ausbildenden Schule. FH-Reife + 2 Monate Praktikum allein genügt.

    Was mach ich nun? Ich schwanke, bin nicht gänzlich sicher, aber das aus rein organsiatorischen Gründen, eben den o.g. Gründen. GuK ist das klassischste, das wird vermutlich noch Jahrzehnte ohne wirklich tiefgehende Strukturprobleme laufen. CTA das interessanteste. Letzteres, ebenso wie ATA, geht aber in eine noch ungewisse Zukunft.
    Bliebe noch OTA - doch das klingt (verzeiht, liebe OTAs) dann irgendwie am langweiligsten.

    Was würdet ihr an meiner Stelle tun?


    Schönen Dnak im Voraus
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    also der OTA ist immerhin DKG anerkannt und in einem Bundesland wohl auch schon.
    Ich habe mich heute mit jemandem aus unserer Akademie unterhalten, war aber eher zufällig, nicht wegen dir.

    Die ATA's werden sich sicher irgendwann durchsetzen, die Betonung liegt auf irgendwann.

    Keine einfache Entscheidung für dich. Es kann dir übrigens gut passieren, dass du zu hören bekommst, dass du überqualifiziert bist bei den Ausbildungsbewerbungen.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
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