Praktikum... und ein wenig verunsichert

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Häschen91, 04.09.2012.

  1. Häschen91

    Häschen91 Junior-Mitglied

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    Hey ihr :-)

    Ich muss mich mal an euch wenden.
    Zum 01.04.2013 habe ich einen Ausbildungsplatz zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ich habe mich so sehr über die Zusage gefreut. Und seit dieser Woche mache ich nun ein Praktikum auf einer Inneren.
    Mir wurde sehr viel erklärt und es war doch echt viel für den Anfang. Konnte mir nicht alles merken, weswegen ich gestern ein sehr seltsames Gefühl mit nach Hause nahm.
    Ich dachte aber, dass würde sich sicherlich legen.
    Nun ging es heute weiter und ich muss sagen, anstatt mich auf die nächsten Wochen zu freuen(und vor Allem auf die Ausbildung) bin ich total verängstigt und weiß gar nicht, ob ich das wirklich noch so will.
    Mit einigen Pflegern komme ich sehr gut klar, die zeigen mir auch alles...super. Mit Anderen widerum gar nicht. Die sind mir zu forsch, fahren die Patienten an, wenn diese nicht sofort springen und eben auch mich.
    Nach dem ein Pfleger uns Praktikanten heute "duch die Blume" zu verstehen gab, dass wir ja wohl auch mal zur Klingel laufen könnten, tat ich dies auch..und das wirklich mit der besten Absicht.
    Alles was ich danach zu hören bekam war: Wer hat das verbockt? Ich muss das Bett neu beziehen.
    Problem war, dass der Patient eine Bettpfanne schon mehrere Minuten drunter hatte. Ich erlöste ihn, war aber "überfordert" mit dem weiteren Vorgehen, da dieser etwas am Po hat und irgendwie dort verbunden ist. Ich wusste nicht wie ich das zu säubern hätte, der Patient meinte zu mir, dass sonst immer nur die Windel umgemacht wird und beim nächsten Mal gewechselt wird. Ich habe mich darauf verlassen. Naja, war wohl falsch, sonst hätte ich die Kommentare des Pflegern nicht abbekommen.
    Dann war es eine Stunde späterm gleiche Situation. Nur diesmal war die Windel und die Unterlage mit schmutzig. Es war aber niemand zu finden, der mir helfen konnte. Also musste ich das alleine machen. Ich hab so doll geschwitzt danach und gezittert (zum GLück nicht im Patientenzimmer)...es dauerte auch länger, ich denke es war ganz gut. Aber sicher weiß ich es erst morgen früh, da mein Dienst dann endete.
    Das was ich gemacht hatte, wollte ich dem pfleger mitteilen, aber als ich zu ihm kam und ihn fragen wollte, ob er mich bestätigen könnte bzw. was ich hätte anders machen können guckte er mich schon beim heranlaufen böse an. Zum wirklich mitteilen bzw. fragen kam ich nicht, er meinte nur: was ist los, ich bin beschäftigt, ich muss meine Arbeit auch mal machen." Habs ihm kurz und freundlich erklärt...auch, was der Patient mir anvertraut hatte und es kam nur eine ganz blöde Antwort, was ich hätte dem sagen können.
    Naja... hätte ich beim ersten Mal schon gewusst, wie es geht, ich hätte es ja richtig gemacht. Aber ich weiß doch gar nicht von der Krankheit, von der Behandlung bzw. wie ich da vorgehen muss.

    Naja...ich bin ziemlich gefrustet. Muss wegen allem (noch) ständig fragen...das nervt scheinbar alle, aber ich kann ja nicht die flaschen Tablettendispenser hinstellen und auch keine Fragen bezüglich der Medikation beantworten.

    Ich möchte da am liebsten gar nicht mehr hin und die AUsbildung will ich auch nicht machen. Mir ist Nahcmittags schlecht, ich bin nervös und könnte ständig weinen.
    Ich habe das Gefühl, dass sie mich zwar gern Anleiten, ich aber einfach zu blöde bin, dass verünfitg umzusetzen. Das Fiebermessen und bei der Stationsvisite dabei zu sein, war toll. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich denen ene Last bin, weil die mich zu doof finden.
    Das waren jetzt nur 2 Tage, aber ich habe das Gefühl, ständig alles falsch zu machen, nicht so richtig dazu zugehören, da sie mich für doof halten.
    Als ich heute Patientendaten auf dem Blatt ermittelt hatte und da unterschreiben musste war mir ganz komisch.
    Ständig hatte ich angst, etwas falsch aufzuschreiben und den nächsten Anranzer zu bekommen.

    Wenn ich nach Hause komme, fang ich an zu weinen und kann nichts essen.
    Die meisten sind dort echt lieeeb und nett. Aber ich habe das Gefühl, dort fehl am Platz zu sein. Das Gefühl, später selber durch die Kurven zu blicken, selber die Medikation im Blick zu haben, selber für alles verantwortlich zu sein.... ich habe einfach Angst vor den Aufgaben. Klar, mache ich dafür die Ausbildung.
    Aber trotzdem.

    Ich möchte das Praktikum durchziehen, aber ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist.
    Mag es alles richtig machen, ohne viel zu fragen und ohne das ich ständig alles suchen muss...aber das kann ich nicht.
    Ich habe das Gefühl, ich mache alles falsch.

    Bitte helft mir...soll ich abwarten, das Praktikum schmeißen und was ist mit der Ausbildung? Wenn ich darüber nachdenke, dass ich das 3 Jahre machen soll und man mehr von mir erwartet...ich hab solche Angst davor...ich fühle mich so unwohl im Moment, dabei war es bis letzte Woche mein größter Traum Krankenpflegerin zu werden. Und nach der Ausbildung wollte ich gleich Pflegepädagogik oder Berufsschullehramt studieren, also direkt ind er Pflege bleiben wollte ich nicht. Aber die Ausbildung war ein Traum für mich. Die Theorie ist easy (denke ich). Auch kein Ekelgefühl...und die "Morgenvisite" macht mir ja auch Spaß.

    Ich brauche ein paar aufmunternde Worte. An meine Familie kann ich mich nicht wenden. Wenn ich denen sage, dass ich das vllt doch nicht mache trotz festem Ausbildungsvertrag...die weden das nicht verstehen. Zu mal ich dann ein Jahr ohne irgendwas dastehen würde. Aber lange Schauspielern kann ich mit meiner Laune auch nicht mehr.

    Danke :-)
     
  2. Häschen91

    Häschen91 Junior-Mitglied

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    achso, hinzukommt, dass ich im Moment nicht so klar mit dem frühen Aufstehen und echt damit kämpfe...bin den ganzen Tag danach müde... Meint ihr, dass man sich an den Schichtdienst gewöhnen kann?
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du bist doch erst ein paar Tage da. Gib Dir etwas mehr Zeit zum Eingewöhnen. Du musst nicht alles gleich beherrschen und kannst Dir gar nicht alles beim ersten Mal merken, das geht nicht. "Mag es alles richtig machen, ohne viel zu fragen und ohne das ich ständig alles suchen muss...aber das kann ich nicht."
    - mit dieser Einstellung musst Du scheitern. So eine rasche Auffassungsgabe hat kein Mensch. Wie war's denn in der Schule, hast Du da nie eine einzige Vokabel vergessen? Glaub ich Dir nicht.

    Nach so kurzer Zeit darfst Du eine Entscheidung nicht übers Knie brechen. Sonst darfst Du nämlich niemals irgend etwas Neues beginnen. Aller Anfang ist schwer und egal in welchem Beruf Du landen wirst, Du wirst ihn keinesfalls von Beginn an perfekt beherrschen. Solche Erlebnisse gibt es in jedem Bereich und jedem Studium.

    Wenn Du nach dem Praktikum wirklich nicht mehr in die Pflege willst, musst das ja nicht tun. Aber wirf doch nicht gleich das Handtuch, nur weil Du was nicht weißt oder was schiefgeht.
     
  4. anästhesieschwester

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    Hallo,

    ich würde das Praktikum auch weitermachen. Es bringt dir nur Vorteile, auch wenn es schwierig ist am Anfang.
    Ich kam mir damals auch oft "blöd" vor, wenn ich "Selbstverständliches" nicht wusste oder konnte - ich hatte es ja noch nicht gelernt und auch noch nicht über Jahre hinweg regelmäßig angewendet. Auch wusste ich damals noch nicht, wie ich in gewissen Situationen "improvisieren" kann, bis z.B. jemand Zeit hat mir zu helfen.
    Das kommt aber alles mit der Zeit. Du wirst sehen, im 1. Schulblock sitzen da 20 Leute mit dir im Kurs, denen es haargenau so ging wie dir. Und der Rest traut sich nicht es zuzugeben :engel: In diesem Schulblock lernst Du die Tätigkeiten, die Du am Anfang brauchst.

    Hättest Du denn noch genug Zeit, um vor Ausbildungsbeginn ein weiteres Praktikum (anderes Fachgebiet, anderes Haus) zu machen?

    Viel Erfolg wünsche ich dir!

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  5. Chris8421

    Chris8421 Stammgast

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    Hallo :-)
    Du beschreibst dich ja selbst als "dumme" Praktikantin, die aber sehr lernwillig und engagiert ist.
    Die letzten zwei Punkte sind super, der erste ganz normal. Du hast absolut kein theoretisches Wissen in dem Bereich, da ist es klar, dass man sich Anfangs irgendwie "dumm" und hilflos fühlt. Da musst du dann aber ganz klar zu stehen und dir die Zeit geben, alles kennen zu lernen.
    Das wird dir auch in der Ausbildung so gehen. Auf jeden Einsatz musst du dich neu einstellen, jede Fachrichtung ist ganz anders, teilweise hast du das ganze noch nicht in der Schule besprochen. Dann sitzt du am ersten Tag in der Übergabe, Umgeben von mehreren Menschen, deren Namen du grade erfahren hast und vielleicht sogar auf die schnelle wieder vergessen hast. Du kennst keinen Patienten und verstehst nichmal die Hälfte der genannten Krankheitsbildern. Das ganze legt sich aber ganz, ganz schnell. Man muss eben sehr lernwillig sein und sich viel selbst aneignen und viel Fragen.
    Frag hier mal die Examnierten, wie sie sich fühlen würden, wenn sie seit 10 Jahren auf einer Kardiologie arbeiten und plötzlich auf die plastische Chirurgie gesteckt würden.
    Zieh dein Praktikum durch, beginn deine Ausbildung. Der Job macht richtig Spaß ;)
    Wichtig zu merken ist nur, dass du nichts machen musst/darfst/sollst, was du nicht kannst oder wo du dir unsicher bist.
    Lass dir alles zeigen, frag immer nochmal nach. Ruhig auch mehrmals, auch wenn es die anderen noch so nervt und das ganze noch so simpel erscheint. Aber machst du was falsch, haften die Examinierten.

    An das frühe Aufstehen gewöhnst du dich. Halte dir immer die Vorteile vor Augen .. kein Berufsverkehr, früh zu Hause sein, etc..
    Auch in den meisten Teams wird man integriert. Die einen sind distanzierter und du bist eben einfach "Fremd" auf Station (wie es ja eigentlich auch ist)
    oder du wirst voll integriert und fühlst dich dich auch dementsprechend dort.
    Beides wirst du im laufe der Ausbildung kennen lernen. Fang schonmal an dir ein gewisses "Fell" zu zu legen und freu dich auf morgen ;)

    LG
    Chris
     
  6. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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  7. Häschen91

    Häschen91 Junior-Mitglied

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    Damals ging es mir darum, genau zu wissen, ob ich für den Pflegeberuf geeignet bin und das möglichst schnell, da man mir mitteilte, dass evt. zum 01.10. was frei ist.
    Nun ja...ich habe es nicht abgebrochen, ich wollte es durchziehen, da es mit sehr wichtig war und wahrscheinlich fehlt mir im Praktikum jetzt meine Routine.
    Im FSJ kannte ich mich aus, wusste wo was liegt, wusste wie was geht, wusste, welche Informationen ich ausgeben kann und welche nicht.
    Es war eben so, als hätte ich das schon ewig gemacht. Und das jetzt, dass Gefrage und alles drum rum, dass ist so ungewohnt.

    Ich werde mich da durchbeißen, an sich ist es ja alles sehr aufregend und tolle Aufgaben. Nur komm ich mir mehr als Störfaktor vor...aber ich werde ja nicht deren erste Praktikantin sein. Außerdem frag ich lieber einmal mehr, auch wenn es die nervt. Ich will nichts machen, was ich nicht 100 Pro weiß. Und wenn jmd. etwas stört, was ich gemacht habe/ grad mache, dann soll er mich bitte anleiten. Ich werde einfach höflich darum fragen...wie ich Kinderwindeln wechsel..das kann ich jetzt^^ aber bei Erwachsenen und kranken Patieten. Habe immer Angst, denen weh zu tun. Ich kann mit deren Krankheitsbildern ja nichts anfangen
     
  8. Corv

    Corv Senior-Mitglied

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    Hallo,

    Also wie schon gesagt, gleich hinschmeißen würde ich nun auch nicht.
    Aller Anfang ist schwer, wie man so schön sagt.

    Das du das alles nicht kannst, ist doch normal, wenn du noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet hast. Woher auch?
    Nur dann trau dich ruhig zu fragen, oder bescheid zu geben.
    Es bringt nichts, wenn du dann irgendwas versuchst von dem du nicht weißt wie es geht. Das kann entweder zusätzlich Arbeit machen, (wie z.B. das Bett muss komplett neu bezogen werden) oder je nachdem um was es geht, kann es den Patienten gefährden.
    Und das geht nicht, denn letzlich ist dann trotzdem die verantwortliche examinierte Pflegekraft Schuld.
    Also bitte immer fragen und ehrlich sagen wenn du etwas nicht weißt oder dir nicht zutraust. Du hilfst keinem damit wenn du es aus Angst oder was auch immer trotzdem versuchst.
    Das ist sicherlich nicht böse gemeint, sondern eher gut, aber wie gesagt, bringt keinem was. Auch dir nicht.


    Ich kenne ja nun die Station nicht.
    Aber vielleicht ist manches ja auch gar nicht persönlich gemeit, wenn jemand mal etwas forsch zu dir ist. Das kann schon mal sein, je nachdem was für eine Art jemand hat, und wie viel Stress gerade los ist.
    Da kann es schon mal passieren, das auch mal jemand vielleicht auch mal keine zeit (oder auch keine lust) hat zum anleiten, wenn man sich gerade fragt wie man die ganze Arbeit noch schaffen soll die ansteht.
    Für dich ist das dann blöd, aber nicht unbedingt gegen dich persönlich gerichtet.
    Könnte es sein, dass es bei dir auch so ist?


    Verlier nicht gleich den Mut und die Freude an dem Beruf.
    Ich erinner mich noch gut, wie ich genau dasselbe dachte am Anfang meiner Ausbildung (hatte kein Praktikum vorher). Ich stand auf Station konnte nichts und fühlte mich von einfach allem überfordert.
    Selbst das Essen austeilen hat mich überfordert (war ne Viszeralchirurgie und die ganzen Kostaufbau und Schonkostsachen waren doch recht viel auf einmal).
    Da habe ich auch gezweifelt ob ich das jemals schaffen kann.

    Mittlerweile frage ich mich wie mich das alles überfordern konnte, da das meiste jetzt so selbstverständlich und "nebenbei" passiert.
    Und mir wurde auch gesagt, das ich einen ganz guten Überblick und gute Organisation habe.
    Und als ich am ende meiner ausbildung nochmal mit dem Praxisanleiter der ersten Station gearbeitet habe, meinte der auch ich hätte mich riesig entwickelt und wäre jetzt viel selbstsicherer usw.
    Was auch stimmt.
    Also: Nicht aufgeben!!!

    Geb dir selbst auch einfach etwas Zeit die Dinge zu lernen.
    Du kannst das alles nicht so können, wie Leute die eine 3 jährige Ausbildung gemacht haben und die meisten wohl scon mehrer Jahre im Krankenhaus arbeiten.
    Wieso solltest du das nach 2 Tagen können?

    Hast du denn jemand der hauptsächlich für dich zuständig ist auf der Station?
     
  9. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Du bist gerade mal den 2. Tag da !!! Was erwartest du ??? Die ersten Tage im FSJ waren sicherlich auch ungewohnt....So ist das nunmal wenn man etwas Neues beginnt. In der Ausbildung wirst du das Gefühl noch öfter haben wenn du die Stationen wechselst.
     
  10. Glumanda423

    Glumanda423 Junior-Mitglied

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    hallo,

    ich kann dir nur den rat geben, dass es (wenns mal stressig ist) manche sachen eben bissiger rauskommen als gewollt. also: nicht persönlich nehmen ;D
    aber du bist erst 2 tage da! da ist das VÖLLIG normal dass man sich noch überhaupt nicht auskennt! (woher auch?!). suche einfach mal in einer ruhigen minute mit den pflegern/innen mit denen du schwierigkeiten hast ein klärungsgespräch. da kommt oft schon ganz schnell raus dass sie es gar nicht so gemeint haben, jeder hat ja mal nen schlechten tag.

    mach dir keinen kopf. du scheinst sehr engagiert an die sache ranzugehen, die können froh sein solch eine praktikantin zu haben.

    trz noch viel erfolg in deinem weiteren weg :-)
     
  11. Häschen91

    Häschen91 Junior-Mitglied

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    Erstmal vielen Dank für die vielen aufmunternden Worte.
    Es ist inzwischen besser geworden...ich darf viel mitlaufen und sehr viel ausprobieren. Trotzdem wird mir jeden Abend vor dem nächsten Dienst kalt und schlecht, weil ich Angst davor habe, was mich wieder erwartet.
    Das ist total bescheuert...aber so bin ich nunmal.
    Ich kann inzwischen vieles alleine machen und selbstsicherer. Aber ab morgen bin ich, was das Essen austeilen angeht, auf mich allein gestellt. Ich habe richtig Panik.
    Wir haben so viele Leute, die wegen einer OP nix essen dürfen, viele die nur LK(leichte Kost) und einige die VK bekommen.
    Habe solche ANgst, dass ich bei der Übergabe nicht ganz mitbekommen, wer welche Kost bekommt oder mir niemand sagt, wenn eine Koständerung ansteht.
    Was ist, wenn ich jmd. falsches Essen vom Buffet Zusammenstelle?Jmd, der nicht essen darf wegen einer OP? Man hat es mir zwar erklärt wie man wie was aufteilt, aber was,w enn ich das morgen irgendwie falsch mache?

    Naja, ich werde dadurch gehen und schaffen. Aber komisch ist mir schon...wobei es jetzt schon mehr spaß macht, wo ich selbstständig genug arbeiten kann.

    Ich habe da aber mal eine andere Frage.Eine, über die ich vorher gar nicht so nachgedacht habe...meine Eltern brachten mich heute drauf.
    Während der Ausbildung...wie wird eigentlich geregelt, wer auf welche Station kommt? Also wer setzt das fest, dass man nicht immer nur auf der Chirurgie für Gefäßpatienten ist?
    Sucht man sich diese Einsätze alleine aus? Ich glaube zwar nicht, aber vllt könnt ihr mir da ja mal weiterhelfen.
    Danke
     
  12. Sabrina92

    Sabrina92 Junior-Mitglied

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    Deine Einsätze (und auch die Länge der Einsätze) wir im Normalfall durch die Schulleitung bestimmt und festgelegt. Und keine Sorge, du bist die 3 Jahre nicht nur in der Chirurgie, sondern auch auf vielen anderen interessanten Stationen, da du eine gewisse Anzahl an Stunden in jedem Bereich absolvieren musst! Manche Schulen bieten auch "Wunscheinsätze". Wir konnten uns z.B. eine von drei Geburtskliniken wünschen (ob es dann klappt ist wieder eine andere Sache :D)
     
  13. SternChen92

    SternChen92 Junior-Mitglied

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    Hallo :-)

    Warte erstmal ab! Es wird bestimmt noch besser. Ich kann deine Situation allerdings sehr gut verstehen, mein Praktikum verlief damals echt mies, sodass ich auch am zweifeln war ob ich die Ausbildung noch machen möchte..im Endeffekt habe ich mich für die Ausbildung entschieden und es läuft gut auch wenn das Praktikum nicht so der Hammer war. Lass den kopf nicht hängen :-)
     
  14. Corv

    Corv Senior-Mitglied

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    Wenn du dir bei einem Essen nicht mehr sicher bist, frage ruhig nochmal nach. Das ist in Ordnung. Bevor du was falsches gibst lieber nochmal erkundigen. Wird dir bestimmt auch keiner Übel nehmen.

    Und in der Ausbildung, wirst auf vielen verschiedenen Stationen sein. das legt die Schule fest.
    Es gibt ja auch gewisse Vorschriften, welche Bereiche während der Ausbildung durchlaufen werden müssen. Also du MUSST im Prinzip auf verschiedenen Stationen eingesetzt sein. Und da schauen die Schulen auch das das passiert.
     
  15. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

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    schonmal darüber nachgedacht, dass die, die dich unvorbereitet in neue situationen schicken, oder dir gegenüber (mutmaßlich grundlos) unfreundlich sind, das eigentliche problem darstellen, nicht aber du?

    herzlich willkommen im pflege-berufs-leben. kann alles besser werden - kann aber auch noch viel schlechter werden. und die anderen wirst du selbstverständlich nicht ändern; du änderst eh nur dich selber - ändere dich besser nur weise! ;)
     
  16. Lisa4077

    Lisa4077 Newbie

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    Hallo,

    ich wollte dir nur mal sagen, wie klasse ich es finde, dass du dich da durchbeist! Ich stand im Juni vor einem ähnlichen Problem, mein Praktikum war furchtbar und ich habe jeden Abend unter Übelkeit und Panikattacken gelitten. Schlussendlich hab ich das Praktikum dann abgebrochen.
    Auch die Ausbildung werde ich leider nicht beginnen, das hat aber andere Gründe, bei denen das Praktikum nur eine untergeordnete Rolle spielt.

    Wie geht es dir denn, wenn du an die Ausbildung denkst? Empfindest du eher Freude oder Angst und Panik?
     
  17. Vicodiin

    Vicodiin Poweruser

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    praktikum auf ner inneren ist auch gemein.
    ich hab grad einen einsatz dort und mache eigentlich KINDERkrankenpflege. ich zähle auch die tage rückwärts.
    wir hatten auch schon praktikanten die danach ihren berufswunsch geändert haben >.<
    es kommen in der ausbildung bestimmt auch viele schöne einsätze auf dich zu, wo es weniger um 'Windeln wechseln' und grundpflege geht. aber die uhrzeiten bleiben ;) ICH würde behaupten man gewöhnt sich nich dran, entweder es fällt einem leicht oder man quält sich auch noch nach jahren :P

    ach so..wegen dem merken: habt ihr keine übergabezettel oder so? immer schön alles mitschreiben, dann kannst du immer nachgucken. niemand kann sich alles merken :-)

    alles gute weiterhin!
     
    #17 Vicodiin, 08.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.09.2012
  18. Häschen91

    Häschen91 Junior-Mitglied

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    Puuuh...seid ihr toll :-)

    Also ich bin inzwischen wirklich besser dort angekommen, darf viel machen (natürlich nur unter Anleitung/Aufsicht).
    Macht auch soweit spaß und wenn ich an die Ausbildung denke, dann empfinde ich eigentlich eher Vorfreude...ich freu mich sehr auf den theoretischen Teil und alles ab dem Tag, wo ich wirklich auch eigenständiger Arbeiten darf und nicht nur wie jetzt "mitarbeiten". Aber das gehört nunmal dazu und das ist auch ok.
    Mein größtes Problem bleibt einfach, dass ich verunsichert bin wenn Patienten mich was fragen. Ich kann ihnen ja selten eine richtige (pflegerische) Antwort geben. Aber die Arbeit mit dem Patienten macht mir spaß und ich habe ja noch das Glück, dass ich nur eine Zusatzkraft bin und somit auch mal 2 Minuten länger im Zimmer bleiben kann. Und diese Dankrbarkeit der Leute ist einfach nur großartig. Gut, es gibt auch das Gegenteil..da kann man nie was richtig machen^^Aber gut.

    Der Übergabezettel ist im Moment mein Heiligtum....
    Wegen der Schichtdienste...nun sagen wirs mal so. Ich möchte eigentlich (direkt) nach der Ausbildung entweder Pflegepädagogik oder Berufsschullehramt studieren. Evt. Gesundheitsökonomie oder Pflegemanagement.
    An sich möchte ich nicht lange "am Bett" arbeiten.
    Und das ich nicht gleich Berufsschullehramt studieren liegt eigentlich nur daran, dass ich an meine "Heimat" gebunden bin aufgrund familiärer "Belastungen". Zwar sagt meine Familie immer, dass ich ruhig wegziehen kann. Ich bring es aber nicht übers Herz einfach mal so 600 Kilometer wegzuziehen.
    Die Ausbildung ist eigentlich mehr eine Überbrückung...aber ich mache sie nicht nur deswegen, ich habe wirklich Interesse daran.

    Nun sagte meine Freundin heute: "Es ist schwachsinn erst eine Ausbildung zu machen die du danach für das Berufsschullehramt nicht gebrauchen kannst". Gut, die Zulassung fürs WS 12/13 ist vorbei. Geht also erst wieder WS 13/14. Das wäre ein Jahr bis dahin, zum 01.04 geht die Ausbidlung bei mir los...Nun bin ich verunsichert. Soll ich mich trotzdem an der Uni bewerben nächstes Jahr? Aber mein Gewissen lässt es nicht zu, die Ausbildung dann wieder abzubrechen.
    Dazu die Frage...was ist bei der heutigen Zeit besser..Berufsschullehramt Gesundheit und Pflege oder nach der AUsbildung Pflegepädagogik?

    Das ich nicht ewig als Krankenpflegerin später arbeiten möchte war mir bereits vor dem FSJ klar.
    Also ich weiß was ich machen will.Nur werde ich halt auch nicht jünger und wenn ich nun zum nächsten WS einen Studienplatz bekomme...nehme ich dend ann an und breche die Ausbildung ab? Einerseits denke ich: Ja...du willst ja Lehrerin werden..aber mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege. Aber andererseits bin ich, auch wenn ichs "angedroht" habe im Forum, nicht derjenige, der etwas abbricht. Ich ziehe es immer durch.

    Oh man.
    Wenn ihr jetzt ich wäret, was würdet ihr machen? Wie würdet ihr euch entscheiden?

    Bitte helft mir...eins ist mir aber klar. Mein Berufsziel muss mit Gesundheit/Pflege zu tun haben.

    Liebe Grüße
     
  19. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Lehrerin
    Auch wenn du danach "Berufsschullehramt" studierst ist diese Ausbildung doch nicht umsonst.
    Eine Ausbildung im medizinisch-pflegerischen Bereich ist auch an Berufsschulen gern gesehen. Außerdem ist die Ausbildung von großen Vorteil, wenn du dann vielleicht auch an einer Krankenpflegeschule unterrichten möchtest.
     
  20. Corv

    Corv Senior-Mitglied

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    Akt. Einsatzbereich:
    Pneumologie
    Pflegepädagogik kannst du meines Wissens nicht sofort nach der Ausbildung studieren, sondern brauchst erst Berufserfahrung.
    Aber bin mir nicht sicher ob es nicht vielleicht auch Fachhochschulen gibt wo mans ohne kann.

    Als was würdest du denn unterrichten als "Berufsschullehrer"?

    Wenn du an Krankenpflegeschulen unterrichten willst, solltest du auch jeden Fall die Ausbildung machen.
    Ich denke man kann etwas nur vernünftig unterrichten, wenn man selbst einmal in diesem Beruf, den man unterrichtet gearbeitet hat. Sonst weiß man selbst jagar nicht was wirklich wichtig ist für den Beruf.
    Und kann nur die Theorie erzählen die man auch Büchern lernt. Aber nichts aus der Praxis, oder sinnvolle Tips für die Praxis geben, wen man die Praxis selbst ja gar nicht kennt.
     
    #20 Corv, 11.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.09.2012
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