Postoperative Folgen Mitralklappenrekonstruktion

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von fen, 27.07.2009.

  1. fen

    fen Newbie

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    Hallo, ich heisse Matthias, Pflegemanagementstudent und neu hier im Forum!

    Der Grund meiner Anmeldung ist ein Telefonat welches ich vorhin mit meinem Vater(63) geführt habe.
    Vorerkrankungen sind Diabetes Typ 2, Hypertonie.

    Mein Vater wurde am Donnerstag per Schlüsselloch operiert, Herzklappenrekonstruktion, da diese sich nicht mehr richtig geschlossen hat und es zu einen Blutrückfluss kam. Das ganze geschah am Herzzentrum Leipzig, ich komme aus Chemnitz.

    Soweit hat er die OP gut überstanden und läuft seit gestern mit Hilfe schon einige Schritte.

    Was mich allerdings sehr nachdenklich gestimmt hat, war die Frage ob ich denn weiß wo das Herzzentrum ist, ich hab ihn allerdings vorigen Dienstag persönlich dort hin geschafft. Sind die Anzeichen der Amnesie nur kurzfristig? Vielleicht wäre noch anzumerken das er im Laufe der letzten 10 Jahre, 5 OPs an der Leiste gut und OHNE kognitive Probleme überstanden hat. Von daher mache ich mir jetzt schon so einige Gedanken.

    Weiteres werde ich morgen mit dem behandelten Arzt besprechen. Wollte aber hier trotzdem mal die Frage hier stellen!

    Ich danke schonmal für die kommenden Antworten.

    MfG
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Fen,

    das ist vermutlich die Nachwirkung der Narkose, soweit man das sagen kann. Diese Verwirrtheitszustände postoperativ sind nicht selten und sind in einigen Tagen wieder vorbei. Für die Angehörigen immer sehr erschreckend, weil man seinen Vater doch so nicht kennt.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  3. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Ich arbeite z. Zt. auch in der Herzchirurgie, und kann nur bestätigen dass es sehr, sehr häufig vorkommt dass Patienten nach Herz-OPs im Durchgang sind. Ich weiß leider nicht genau woran es liegt, ob an der Narkose oder an der Herz-Lungen-Maschine oder an etwas ganz anderem. Fakt ist dass es eine bekannte Komplikation ist die in den allermeisten Fällen wieder verschwindet :-)
     
  4. mostbirne

    mostbirne Gast

    frag mal nach der abklemmzeit... ;)
    gibt sich in der regel so 4-5 tage post-OP wieder
     
  5. fen

    fen Newbie

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    Vielen Dank für die Infos, das mit der HLM hab ich schon oft von Kommolitonen an anderen Unis gehört.

    Was meinst du mit Abklemmzeit??
     
  6. TimBrown

    TimBrown Newbie

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    Bei mir ist die selbe OP jetzt 1 Jahr her und mir fehlen volle 22 Tage in meinem Leben. Genau so lange lag ich auf der Intensiv und Zwischen-Intensiv. Was ich so alles da erlebte war zu 95% nicht real.
    Alles hier aufzusagen würde mich als Irren darstellen. Vielleich bin ich auch nur eine Ausnahme des Erlebten. Mit den 22Tagen kann ich ganz gut umgehen. Die OP ist für mich jedoch eine neue Lebensqualli.
    Übrigens, denke ich das ich Dir in einem anderen Forum schon mal Antwortete.(Die Herzklappe: Home)
     
  7. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Hallo, als angehende Intensiv-Schwester würde mich jetzt aber doch interessieren was du so für Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht hast du ja Lust ein wenig mehr zu erzählen. Ich würde mich sehr freuen, einige andere würden sicher auch profitieren :-)
     
    #7 Paula Puschel, 15.09.2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.09.2009
  8. TimBrown

    TimBrown Newbie

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    Hallo Paula,

    Eines muss ich noch sagen. Es ist vom logischen denken her nichts davon geschehen. Für mich aber war und ist es noch immer ein reales Erlebnis.
    Von der OP selbst und dem Personal was mich betreute weis ich auch nichts. Die Möglichkeit mich zu bedanken war mir auch nicht gegeben. Mal sehen ob es da eine Möglichkeit gibt nochmals vorzusprechen. Ich denke nicht das sie für mich eine Führung machen würden.:roll:
    Ich würde schon noch mal die Intensiv auf welcher ich lag gerne sehen.Oder mal kurz mit den Schwestern sprechen nur um zu Fragen wie ich mich benommen habe.
    So nun mal kurz zu meinen Postoperativen Erlebnis. Irgenwann erblickte ich 1 Woche nach der OP ikl. K-Koma das Licht der Welt und der Horror begann. :roll:
    Zuerst sah ich eine Ansammlung von Menschen welche über mich redeten. Allerdings im negativen sinne so etwa wie: das ich wieder so ein Patient bin wo man der Kasse tief in die Tasche greifen kann. Ich habe Unterschriften gegeben das meine Kasse eine nicht getätigte Behandlung bezahlt. Was für ein Quatsch den ich konnte fast bis zur Reha nicht einmal selbstständig einen mit Joghurt befüllten Löffel in meinen Mund stecken.
    Die Assistenzärzte hezten gegen die Ärzte weil die Ärzte Ausländer waren. Während der Visite wurde geraucht und es war irgendwie normal. Nur ich habe keine bekommen.:roll: Es wurde Drogen verkauft und Rechtsradikale Medienerzeugnisse angeboten. Jeden Freitag" und für mich war immer Freitag" wurden mit den Intensivpatienten Pornoszenen gedreht. Einmal hatte ich Besuch von einem Staatsanwalt welcher mich überredete aus dieser kriminellen Einrichtung zu fliehen. Jedes Hubschraubergeräusch zwang mich dazu die Flucht zu ergreifen. Das ende vom Lied war: ich wurde fixiert und vielleicht auch stillgelegt zu meiner und zur Sicherheit der anderen Patienten. Letzteres war Real denn ich habe es an meinen Handgelenken gesehen auch meine Frau sah die Handgelenke. Hier haben die Schwestern sehr gute Arbeit geleistet. Kaum hatte ich einen Arm befreit um mich den anderen zu widmen war die Schwester schon da.Die anderen Patienten auf meinem Zimmer wollten oder konnten mir nicht Helfen. Die eine war nicht fixiert konnte aber nicht laufen und die andere musste mit ihrem Enkel telefonieren. Was für eine Ironie. :o
    Das man in so einem Fall wie bei mir fixiert werden muss, ist auch Rechtlich für das Krankenhaus voll abgesichert und wer weis was ich da noch so alles angestellt hätte. Das wars erst einmal. Muss mich noch um Bürokram kümmern.
     
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