Positive/negative Seiten des Berufs

greenie

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also bin neu hier und hab da mal ein paar fragen, wusst aber nich, wo ich sie reinschreiben soll, also bitte nich böse sein, wenn sie gar nix mit diesem forum zu tun haben =)

1. was sind so die negativen seiten beim beruf als krankenschwester?
2. wieviele jungs erlernen diesen beruf eigentlich?
3. kommt hier jemand aus chemnitz od. umgebung bzw. macht hier jmd. die ausbildung in chemnitz oder arbeitet dort?

würd mich über antworten freuen! =)
lg, greenie
 

supernurse

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Hallo und herzlich willkommen!

Es gibt mittlerweile sehr viele jungs die den beruf erlernen. Zwar überwiegen immer noch die mädels, aber die jungs sind im kommen und das ist auch gut so.
Bei "schweren" Fällen ist es immer gut einen kräftigen pfleger zur seite zu haben ;)

Die negativen seiten? Da gibts natürlich welche...
Der schichtdienst(kann auch positiv sein), jedes zweite wochenende dienst, weihnachten, silvester, feiertage,...
Umgang mit sterbenden, Toten ist auch nicht gerade erfreulich, gehört aber dazu.
Genau so die skurilen sachen... umgang mit exkrementen, vollgeschissenen Patienten, etc..

Aber alles im allen ein toller Beruf! Ich möcht nix anderes machen
(außer vielleicht millionär!)
 

Elisabeth Dinse

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supernurse schrieb:
...vollgeschissenen Patienten...

Ich verkneif mir jetzt jeglichen Kommentar und empfehle die Lektüre zum Thema.

http://www.krankenschwester.de/foru...gemacht-sprache-pflege.html?highlight=Sprache

Zur Frage: negative Seiten des Berufes
- mangelnde Anerkennung in der Gesellschaft
- bedingt: geringerer Lohn (trifft vor allem die Männer, die in anderen Branchen doch deutlich mehr verdienen können)
- Schichtdienst ( es gilt als erwiesen, dass Nachtdienst nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist)
- bedingt: Reduzierung der eigenen sozialen Kontakte infolge Schichtdienst (hängt von der eigenen Flexibilität und der der Freunde ab)
Dies sind häufig genannte negative Aspekte im Forum.

Ich selber habe diese nie so empfunden, komme allerdinsg auch aus einer "Krankenschwesternfamilie". Negativ für mich ist eher, dass zunehmend weniger der eigentliche Aspekt der Pflege: Begleiten eines Menschen in schwieriegen Situationen- zum Tragen kommt. Man mutiert mittlerweile mehr zum "Arzthelferchen". Aber dieser Aspekt ist individuell zu sehen und hängt mit den eigenen Berufsidealen zusammen.

Zur Frage: männliche Azubis
In den Klassen in den ich unterrichtet habe, war das Verhältnis durchschnittlich: 15 weiblich zu 5 männlich. Was mich besonders beeindruckt hat, sind männliche Azubis in der Kinderkrankenpflege. Während es sonst in der Pflege fast auf jeder (peripheren) Station mittlerweile mindestens 1-2 Pfleger gibt, findet man männliches Pflegepersonal im Kinderkrankenhaus doch eher selten. Wenn welche dort arbeiten, sind diese meistens auf der Intensiv zu finden.

Elisabeth
 

greenie

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oh danke für die ausführlichen antworten, hätt ich ja gar nich erwartet, naja mit schichtdienst wusst ich ja, aber wie genau ist das denn mit weihnachten/sylvester,..., das muss doch nich immer der gleiche machen, oder?
achja und dann gleich noch eine frage: wieviel verdient man denn so? achnee, ich glaub ich benutz da mal die suchfunktion...
na also dankeschön jedenfalls, lg, greenie
 

Emily The Strange

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greenie schrieb:
naja mit schichtdienst wusst ich ja, aber wie genau ist das denn mit weihnachten/sylvester,..., das muss doch nich immer der gleiche machen, oder?

Hallo,

es ist üblich, entweder an Weihnachten oder an Sylvester zu arbeiten, ebenso Ostern oder Pfingsten.

LG, Emily
 

Mellimaus

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Emily The Strange schrieb:
Hallo,

es ist üblich, entweder an Weihnachten oder an Sylvester zu arbeiten, ebenso Ostern oder Pfingsten.

LG, Emily

Nun ja, sagen wir mal so, man bemüht sich es so zu handhaben :emba:
 

Tobias

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Mellimaus schrieb:
Nun ja, sagen wir mal so, man bemüht sich es so zu handhaben :emba:

Moin,
das kann auch mal fliesend in einander übergehen!!:angryfire:

Zum Thema Arzthelferchen: so langsam glaube ich / hoffe ich befreien wir uns aus der Mutation und werden immer mehr selbstständig.

Als Mann (ich bezeichne mich mal als Mann :rocken: ) hat man teils bessere Chancen einen Arbeitsplatz zu bekommen, allein wegen der Muckis und der weniger emotionalen eher rationalen Ebene. :smlove2:
Wir sind hier 20%Männer und immer gern gesehen: "Kannst mal mit Lagern?!"

Willkommen im Club!

LG Tobias
 

Elisabeth Dinse

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Tobias schrieb:
Zum Thema Arzthelferchen: so langsam glaube ich / hoffe ich befreien wir uns aus der Mutation und werden immer mehr selbstständig.

Ich erlebs momentan etwas anders... aber das will ja nix heißen.

Wir sind hier 20%Männer und immer gern gesehen: "Kannst mal mit Lagern?!"
Männer bereichern ein Team mehr als nur um die Hilfe beim Lagern. Da hat emanzipierte Frau die Möglichkeiten der Kinästhetik. *g*

Ich schätze Männer in einem Team aus ganz anderen Gründen. Männer sind in der Lage in bestimmten Situationen weniger emotional, mehr rational zu denken und wirken damit "beruhigend" in einem Frauenteam. Meint- es gibt weniger Zickenterror, Probleme werden genau benannt und einer Lösung zugeführt. *g*

Arbeitgeber bevorzugen Männer wahrscheinlich aus der Tatsache der Biologie heraus: Männer können nicht schwanger werden.

Elisabeth
 

Nordlicht

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Moin zusammen,

ich kann Elisabeth nur beipflichten:


ich habe einige Zeit auf der Gyn gearbeitet, d.h. Pat.INNEN, SCHWESTERN und bis auf Chef- und Oberarzt (!) nur ÄRZTINNEN. Also der reinste Hühnerhaufen.
:knabber:

War das entspannend danach auf der Chirurgie, wo sowohl im als auch am Bett Männlein und Weiblein zu finden waren.

:sdreiertanzs:
 

Tobias

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Elisabeth Dinse schrieb:
Ich schätze Männer in einem Team aus ganz anderen Gründen. Männer sind in der Lage in bestimmten Situationen weniger emotional, mehr rational zu denken und wirken damit "beruhigend" in einem Frauenteam. Meint- es gibt weniger Zickenterror, Probleme werden genau benannt und einer Lösung zugeführt. *g*
Elisabeth
Moin Elsiabeth,
meine Worte :up::up::up::up:

Schlimm wird es wenn Männer zu Zicken werden und es nicht merken :angryfire:. Mann, was ist aus Dir geworden?:gruebel:

LG Tobias
 

Wieland

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wurde schon erwähnt und kann nur zustimmen:

- fehlende Anerkennung (dauernd muss man sich anhören das man ja ein "Arschwischjob" macht von leuten die nie im KH waren und das ich mit meine Abitur was bessers hätte anfangen können usw.)
- Schichtdienst und die damit verbunde Einschränkung im sozialen Bereich
- BurnOut: Nach 7 Tagen dienst, ein frei und nochmal das ganze fühlt man sich einfach ziemlich fertig dank des engen Personalfensters und des Schichtdienstes
- ununterbrochener Angriff auf die gesundheit (siehe ach 3. punkt)

Trotzdem mache ich es gerne und würde nicht mit jemanden tauschen wollen der Montags bis Freitags mittag nur im büro sitzt.


Wir sind in der Klasse zurzeit 4 jungs und 19 Mädels. Ein etwa normaler Schnitt. Als Mann ist man auf Station immer willkommen hab ich bis jetzt den Eindruck gehabt. :-)
 

Liberty

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Onkologie, Gastroenterologie
Hallo!

Also wir hatten am Anfang der Ausbildung 10 Männer und 15 Frauen. Das hat sich nach der Probezeit allerdings um einiges verringert. Jetzt sind wir 5 Männer und 12 Frauen. Also interesse der Männer steigt glaube ich.

Grüße...
 

Mellimaus

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So ich hatte ja gehofft ich muss diese Jahr nicht ran, aber mich hat es nun für die Weihnachtstage erwicht....na super und das obwohl ich nur Aushilfe bin :emba:
 

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