Portverband

Dieses Thema im Forum "Pflege bei onkologischen und hämatologischen Erkrankungen" wurde erstellt von Anne77, 30.07.2011.

  1. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Hallo,

    ich hab schon einiges durchsucht, aber leider noch nicht das passende Forum gefunden. Sollte es bereits exsistieren, dann mir bitte den Link dazu geben.

    Folgendes Problem:

    Ich arbeite auf einer Pumologischen Station mit austherapiert Bronchal-Ca vorzugsweise. Zur Zeit haben wir viele Patienten mit einen Port.
    Dummerweiße händelt jede Schwester bei uns (Teamfähigkeit gleich null) den Umgang mit dem Port anders.
    Das verunsichert die Patienten ungemein und dies möchten (die wenigen teamfähigen Kollegen) wir unbedingt abschaffen.

    Jetzt haben wir, meine Kollegin und ich, beschlossen einen einheitlichen Standard im Ungang mit dem Port durchzusetzen, sogar unser neuer Stationsarzt (kaum zu glauben, aber wahr, ein Arzt mit Leidenschaft und NOCH Idealen) ist dafür.

    Ich bräuchte dafür dringend Literatur........wäre schön, wenn Ihr Tipps und ein wenige Lektüre für mich habt.

    Vielen Dank
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Hersteller von Ports geben Empfehlungen für den Umgang heraus. Am besten fragst Du im Op, welche Marke bei Euch verwendet wird, und suchst dann nach der passenden Seite im Netz. Die Hersteller sind normalerweise sehr zuvorkommend, viele bieten auch selbst Schulungen an.

    Das RKI hat Empfehlungen zum Umgang mit Ports und ZVKs veröffentlicht; ist schon ein paar Jahre her, aber ich fand den Text sehr informativ.
    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**
     
  3. Schwester Rabiata 2

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    Inwiefern gibt es denn große Unterschiede im Umgang? :gruebel:
     
  4. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Naja, die eine Schwester (aus Faulheit sicherlich), desinfiziert die Portnadel nach Beendigung der i.V. Gabe nicht, die andere (die gwissenhafte halt so zusagen) tut dies schon. Dann zieht die Fraktion der "ja nicht zuviel Patientenkontakt" es vor, die Protnadel nicht zuverbinden, der Gegenpart schon. Dann geht das weiter, Handschuhe oder nicht, wenn ja steril oder unsteril usw....
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie wird eine Portnadel desinfiziert? Diese sollte doch unter einem Verband sein und wird nicht bei jeder Gabe gezogen und wieder gestochen.

    Portsysteme werden bei uns mit einem Semiokklusiven Verband abgedeckt.
    So kann die Einstichstelle täglich beobachtet werden und der VW findet einmal wöchentlich statt. Dadurch hast du einen guten Schutz der Wunde.

    Ausnahme: Portwunde ist infiziert, dann entsprechend der Wunde.

    Das Port-Nadelsystem wird nach Bedarf und Herstellvorgaben gewechselt.
    Ansprühen des 3-Wegehahnes ist obsolet wegen Materialermüdung und Einspülen von Keimen - findest auch beim RKI.

    Systemwechsel zur Portnadel - alle 48 Stunden.
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Das größte Problem wird mal wieder das spülen sein - Heaprin, NaCl, Ähnliches, wenn ja wieviel...
     
  7. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    @ narde Das Problem liegt nicht beim desinfizieren der Portnadel beim legen, sondern eher nach der i.V.-Gabe, wenn die Nadel weiter am Port verbleibt. Ich kenne das auch so, nicht desinfizieren, wegen Materialermüdung. @Maniac Das Spülen und blocken, hat unser Stationsarzt festgelegt. Wenigsten besteht da jetzt kein Diskussionbedarf mehr (zumindest hoffe ich das, immerhin kam da von Ihm eine klare Anweisung) Mir geht es wirklich mehr darum, wie ihr die Portnadel, ganz besonders das Ende der Nadel verbindet. Tut ihr das mit sterilen oder unsterilen Handschuhen?? Ich hatte letztens auch eine Patienten, die war es bisher gewöhnt, dass das Ende der Protnadel in einen sterilen Tupfer eingepackt wird und mit Leukosilk am Körper fixiert ist nach der i.V-Gabe. Ich persönlich fand das gut, aber für die Arbeitsscheuefraktion ist das nun leider ein zu großer Arbeitsaufwand. Ich habe gestern Nacht auch gelesen, das der Port nicht zur Blutentnahme genutzt werden soll, nur in AUsnahmefällen. Aber die Patienten lassen sich doch aus diesem Grund eigentlich erst den Port legen, weil die Venen doch sehr bescheiden sind zur Blutentnahme.
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Meinst du die Nadel oder den Schlauch?
    Nadel steckt im Port - darüber semipermiabler Folienverband z.B. Tegaderm, V3000 oder ähnliches - je nach Hersteller.
    Es werden die Kautelen eines sterilen VW eingehalten.

    Der Hersteller des Port's gibt vor ob darüber eine BE stattfinden kann oder nicht. Unsere Port's sind dafür geeignet.

    Den Schlauch in eine sterile Kompresse einwickeln, was soll das für einen Sinn haben?
    Für die Konnektion verwende ich keine sterilen Handschuhe, aber ich patsche logischerweise nicht an den Ansatz.
     
  9. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Ja narde, ich meine das Schlauchende, der Portnadel. Hab mich da wohl falsch ausgedrükt :gruebel:

    Sorry
     
  10. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Welchen Sinn soll da der sterile Tupfer drum haben?
     
  11. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Keine Ahung, aber die Patienten meinte zur Infektionsvermeidung.
    Vielleicht dient das auch eher psychologischen Beweggründen.
    Deswegen frage ich hier ja nach :mrgreen:
    Bisher hatten wir selten Patienten mit Port gehabt.
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Auf die Konnektionsstelle kommt ein steriler Stöpsel und that's it. Dafür benutze ich keine sterilen Handschuhe; hygienische Händedesinfektion ist natürlich Pflicht. Ich schließe Infusionen immer nach den gleichen hygienischen Richtlinien an, egal ob zentral oder peripher.

    Das Einwickeln in eine sterile Kompresse kenne ich von Hickman-Kathetern. Verwechselst Du (oder Deine Patientin) da was?

    Die Einstichstelle wird entweder mit Folien oder mit sterilen Kompressen verbunden (Schlitzkompresse um die Portnadel, Kompresse oben drauf, Fixieren mit Fixomull). Im zweiten Fall muss der Verband alle zwei Tage erneuert werden.
     
  13. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    @ Claudia

    Nein, die Patientin hat einen Port und das Schlauende der Portnadel wollte Sie gerne in einen sterilen Tupfer eingeschlagen haben, weil Sie das so von der onkologischen Station gewöhnt war.

    Aber Danke erstmal für deine konkrete Vorgehensweise. Damit ist mir schon geholfen.
    Ich hoffe nur, die Fraktion der Arbeitsfaulen Mitarbeiter werden sich auch an diese Vorgehensweis halten :deal:
     
  14. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Die Arbeitsfaulen MA liegen aber richtig. Ein Tupfer um den Konnektor und auch noch in steril ist Geld- und Zeitverschwendung. Wenn das gewünscht, dann in unsteril.

    Ansonsten wie Claudia beschreibt.

    Der Tupfer hat keine hygienische Bedeutung.
     
  15. Schwester Rabiata 2

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    Puh, da bin ich ja froh, dass wir es so machen wie bei Claudia. Ich dachte schon, ich hätte was verpasst. :eek1:
     

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