Pneumonie, Röntgenbefund

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von Dannibonnie, 28.08.2010.

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  1. Dannibonnie

    Dannibonnie Newbie

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    Hallo,
    ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.Meine Freundin hat zur Zeit eine Lungenentzündung,sie mußte zum Rö-Thorax in zwei Ebenen.Ich habe sie begleitet und der Arzt sagte danach zu ihr ja,sie haben eine Lungenentzündung,sie gehören ins Bett und trinken sie viel.Zum Hausarzt kam dann der schriftliche Befund:

    Ausgeprägtes broncho-pneumonisches Infiltrat im rechten postero-basalen Unterlappensegment S10.Insgesamt betonte Lungengefäßzeichnung mit angedeutetem Kalibersprung.Der rechte Hilus ist aufgrund der pneumonischen Infiltrate nicht exakt abzugrenzen.Kein Pleuraerguß.

    Beurteilung:Broncho-pneumonisches Infiltratim 10-er Segment re.Kräftige Hili bei schlechter Abgrenzbarkeit der rechten Seite.Bei Befundverschlechterung wäre eine computertomographische Abklärung insbesondere zur Darstellung der Hili zu empfehlen.


    Also nach dem Röntgen hörte sich alles so harmlos an,ich kenne mich eben in diesem Bereich auch nicht aus,habe auf Urologie gearbeitet.
    Kann mir jemand das mit dem angedeuteten Kalibersprung erklären und warum kräftige Hili,hört sich für mich alles so gefährlich an,vorallem verstehe ich nicht warum nicht gleich ei CT gemacht wird.

    Vielen Dank Daniela
     
  2. Nomis

    Nomis Stammgast

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    Im Befund wird von einem ausgeprägten Infiltrat gesprochen, was für die Pneumonie spricht und diese ist nicht harmlos.

    Unter Kalibersprung versteht man eine plötzliche Verengung eines Hohlraumes, hier der Lungengefäße. D.h. das Lumen nimmt nicht kontinuiertlich ab, sonden ist erst erweitet und wird dann schlagartig enger. Dies hat mit dem Druck in der Lunge zu tun.

    Ein CT wird nicht gemacht, da es z.Zt. nicht notwenig erscheint. Was man wissen wollte sieht man auf dem RöTx. Bei Verschlechterung wird ein CT gewünscht. Du musst bedenken, ein CT bedeutet immer eine massive Strahlenbelastung und wie sagt man so schön: Der beste Strahlenschutz ist keine Strahlen!

    Der richtige Ansprechparter für Euch ist aber erstmal der Hausarzt, er kann alle Eure Fragen und Sorgen beantworten und im Zweifelsfall an einen Experten weiterverweisen.
    Ohne das Bild gesehen zu haben ist es schwer was zu sagen und zudem ist es auch garnicht erlaubt. Hier können mit Sicherheit unbekannte Termini erklärt werden, für alles weitere ist aber - wie gesagt - Euer Hausarzt da.
     
  3. Dannibonnie

    Dannibonnie Newbie

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    Vielen Dank für die Erklärung.Leider ist ihr Hausarzt noch eine Woche im Urlaub und sie geht zu einer Vertretung die sie nicht kennt.Deshalb fragt sie auch immer mich.Ich versuche sie auch immer zu beruhigen.

    Daniela
     
  4. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Ich gehe davon aus dass die Vertretung ebenfalls medizinisch bewandert ist, sodass sie am besten dort fragt was sie beschäftigt.
     
  5. Dannibonnie

    Dannibonnie Newbie

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    Natürlich ist die Vertretung auch ein Arzt.Für meine Freundin ist es wahrscheinlich etwas schwierig da sie schon seit ihrer Jugend Angst und Panikattacken hat.Wie gesagt ich wollte die Infos nur für mich haben da ich mich auf dem Gebiet eben nicht auskenne.

    Also vielen Dank
     
  6. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Da Danniebonnie die Infos bekommen hat, die sie wollte und wir hier keine genaueren Angaben zur Diagnose machen können, schließe ich den Thread.
    Deiner Freundin wünsche ich gute Besserung!
     
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