Pflicht, auch an Fortbildungen an freien Tagen teilzunehmen?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von spritzensusi, 11.07.2006.

  1. spritzensusi

    spritzensusi Stammgast

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    Hallo, hätte mal 'ne Frage bezüglich den internen Fortbildungen die in den Einrichtungen gehalten werden. Z.Zt. habe ich mind. 1 Fortbildung pro Woche in meinem Pflegeheim. Das hängt wahrscheinlich mit der anstehenden Zertifizierung zusammen.

    Jedenfalls sehe ich aber langsam nicht mehr ein, an meinen freien Tagen auf Arbeit zu kommen, um an irgendeiner Fortbildung teilzunehmen! Das habe ich als ich noch in der Probezeit war noch gemacht, aber langsam reist mir der Geduldsfaden! Ich arbeite nur 80% und habe über 100 Überstunden....., da sehe ich echt nicht mehr ein, auch noch meine freien Tage dafür zu opfern. Klar, werden diese Fortbildungsstunden als Überstunden angerechnet, aber abbauen kann ich die z.Zt. ja sowie so nicht.

    Wollte mal wissen, wie ihr es in euren Einrichtungen bezüglich der Teilnahme an Fortbildungen an freien Tagen handhabt!?

    Ich glaube, bei uns hat gerade eine Schwester eine Abmahnung bekommen, da sie fragte, ob diese Fortbildung Pflicht sei, denn erstens hätte sie frei und zweitens müsse sie ihr Kind versorgen und müsste von weiter her kommen. Sie bakam erst keine Antwort darauf, am nächsten Tag durfte sie die Abmahnung wegen -Nichterscheinens auf einer innerbetrieblichen Fortbildung- abholen. Finde ich schon etwas fragwürdig diese Abmahnung....:gruebel:
     
  2. flexi

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    Hallo Netti,
    es gibt doch sicher eine Mitarbeitervertretung, die sich dieses Problems annimmt und für eine entsprechende Regelung sorgen kann/ muss.
     
  3. sisterNic

    sisterNic Stammgast

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    Hallo Ihr Lieben..

    bei uns im haus ist es auch so, dass FB als Überstunden angerechnet werden.

    Ich für meinen Teil mache Klinikinterne FB's wenn möglich während der normalen Dienste.
    Die Ausnahmen bei mir bilden das Notfalltraining für Pflegekräfte (da ich im Trainertam bin und deswegen auch an freien Tagen in die Klinik komme) und meine FB im Rettungsdienst.
    Die sind ebenfalls in der Freizeit.

    Aber wie schon von Flexi erwähnt,schau, ob es eine Mitarbeitervertretung gibt.

    Falls du etwas erreicht hast, würden wir uns freuen, wenn du nochmal postest und damit etwas Klarheit in die Sache bringst..

    LG und einen schönen Tag..
    Nic
     
  4. neo57

    neo57 Stammgast

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    Tja,
    bei uns sind Pflichtveranstalltungen auch des öfteren notwendig und oftmals ist der AG sogar verpflichtet diese durchzuführen z.B. Brandschutz, Arbeitschutz ...
    Aber angeordnete ÜStd. sind zu bezahlen ab dem Zeitpunkt der Überschreitung einer Vollstelle (das ist das Los der Teilzeitkräfte).
    Der AG kann dich Üstd. machen lassen so viel er möchte, so fern die Ruhezeiten u.ä. eingehalten werden.
    Zur Zertifizierung wird er gezwungen, führt er sie nicht durch, zahlen die Kassen weniger oder gar nicht und damit sind dann wieder Arbeitsplätze in Gefahr.
    Nicht zur dienstl. Fortbildung zu erscheinen ist eine Arbeitverweigerung und Abmahnungspflichtig. Deine Kollegin kann aber eine Gegendarstellung schriftl. abgeben die zur Abmahnung beigefügt werden muß (Kopie an Dienstgeber senden).
    Nach zwei Jahren, ohne ähnl. Zwischenfälle, wird sie aus der Personalakte gelöscht, man hat jederzeit das Recht, unangemeldet in seine eigene Personalakte einzusehen und Kopien mitzunehmen.:up:
     
  5. Tanzmaus

    Tanzmaus Newbie

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    Hallo, du solltest mal in deinen Arbeitsvertrag schauen, ob dort eine Regelung steht. Aber jeder hat die Pflicht, sich fortzubilden und auch einen Eigenbeitrag dazu zu leisten. Aber jede Woche auf einen freien Tag zu verzichten, ist übertrieben und kann sicher nicht gefordert werden. Habt ihr denn jede Woche ein anderes Thema? ich kenne keine Einrichtung, die es sich leisten kann, wöchentlich alle Mitarbeiter fortzubilden. eine Fortbildung macht ja auch nur Sinn, wenn man sich als Arbeitgeber von der Notwendigkeit überzeugt hat und hinterher auch prüft, ob die Fortbildung verinnerlicht wurde, sprich, ob sie wirksam war. Man kann Mitarbeiter auch überfordern. Trotzdem sollte sich jeder prüfen, inwieweit die Bereitschaft zur Fortbildung überhaupt besteht. Zur Zertifizierung möchte ich anmerken, dass dazu niemand gezwungen wird. Auch ohne Zertifizierung kann man ein funktionierendes Qualitätsmangaement aufbauen und die Vergütung der Kassen wird sich nicht verringern.
    LG. Tanzmaus
     
  6. Moni

    Moni Junior-Mitglied

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    hallo,

    ich hätte mal eine frage zu diesem thema. bin aus meinem frei in die klinik gefahren zu einer pflichtfortbildung, hab vorher noch angerufen ob diese auch statt findet. nun hab ich ich 1/2 h anfahrtsweg und als ich in der klinik war, fällt diese fortbildung nun aus. ich finde das sehr ärgerlich. bekomme ich dafür eine überstunde? schließlich habe ich vorher angerufen und meine freizeit nun damit verbracht hin und her zu fahren.

    vielleicht kennt ja jemand diese situation!

    schöne grüße
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Moni,
    bei uns wird dir in diesem Fall die Fahrtzeit hin und zurück gutgeschrieben.

    Viel Glück
    Narde
     
  8. neo57

    neo57 Stammgast

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    In unserer Einrichtung werden im Falle eines Ausfalles der Fortbildung, die Fahrzeiten gutgeschrieben. Aber nur wenn sie ausfällt nicht wenn sie stattfindet, dann werden nur die Zeiten der Fortbildung gutgeschrieben.:gruebel:
     
  9. Gerd

    Gerd Newbie

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    Also, nach den neuen Tarifverträgen für das Vollzeitpersonal Pflicht für 25 Stunden innerbetriebliche Fortbildung - für Teilzeitkräfte 12,5 Stunden. Das unbezahlt - .... ein bißchen ironisch schreibt unsere PDL nach dem Hinweis (siehe oben) hinzu: - natürlich können auch mehrere Fortbildungsstunden belegt werden, dies kann dann aber nicht als Arbeitszeit berücksichtigt werden. - Super ! :schlafen::schlafen::evil1::schlafen::schlafen:
     
  10. kleo

    kleo Newbie

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    Hallo!

    Bin neu hier und meine Frage passt am Besten zu diesem Thema.

    Beide Termine wurden nach dem Dienstplanaushang bekanntgegeben!

    Hab am Dienstag 15Uhr Dienst und soll schon 14Uhr da sein, da Bilder für die Wandtafeln der Stationen gemacht werden sollen (ist zwar erst vor 2Monaten geschehen aber was solls).
    Nun meine Frage: Wenn der Arbeitgeber mir nun sagt, dass ich die Stunde nicht bezahlt kriege und ich dann eben erst zum Dienst 15Uhr erscheine, kann ich deswegen eine Abmahnung bekommen?

    Und dann wäre da noch eine Sache:
    Am 22.1. hab ich bis 12:30Uhr Dienst und hab danach einen Termin bei den Chefs zum Mitarbeiterfördergespräch. Muss der Arbeitgeber die Zeit des Gesprächs als Überstunde berechnen?

    Danke für eure Antworten.

    Gruß kleo
     
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