Pflegeübergaben

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Etomidate, 14.02.2008.

  1. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    Hallöchen!
    Also bin seit einem Monat auf einer Intensiv. Mir fällt es schwer eine strukturierte Übergabe zu gestalten. Gibt es irgendwo eine art leitfaden, bzw Struktur für eine Übergabe auf der Intensiv?
    Wie gestaltet ihr eure Übergaben?:gruebel:

    vielen dank und gruss Eto
     
  2. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Ich habe mich früher an der Kurve orientiert. Also links oben bei der Diagnose, Grund für Intensivaufenthalt, Diagnostik und Therapie.
    Vitalparameter (bitte nicht alle vorlesen, nur den Trend und wenn therapiebedürftig)
    Beatmung (Beatmungsform und Besonderheiten aber bitte nicht die Blutgase alle vorlesen)
    Medikamente, Perfusoren, Infusionen vergleichen (Vor allem Konzentration und Laufgeschwindikeiten der Perfusoren zu zweit vergleichen)

    Schmerzen - Schmerztherapie

    Pflege - Besonderheiten - Maßnahmen - Reaktion auf Maßnahmen.

    Bitte keine leeren Phrasen, der Kollege kann selber lesen. Nur vortagen was relevant ist. Z.b. nicht "ich habe den gewaschen" sondern "wegen der hohen Temperatur mit kaltem Wasser gewaschen..."

    Die Pflege habe ich immer anhand der Pflegedokumentation übergeben, dann habe ich nichts vergessen. Routine nie übergeben, nur Besonderheiten.

    Todsünden:
    Sätze wie "das muss man noch abklären.." das muss man noch aufräumen..." das muss man noch machen..."

    Weitere Todsünden:
    sich in der Übergabe über den Sinn der Therapiemaßnahmen auslassen. Das bitte für "hinterher" aufheben.

    Viele Grüße, Susanne
     
  3. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    schonmal danke für die kleine struktur ;)
     
  4. Stern32

    Stern32 Poweruser

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    Hallo Etomidate,
    hab dir mal was geschickt

    gruß TinaG.
     
  5. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    Danke!:mrgreen:
     
  6. Touhy

    Touhy Stammgast

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    Ich war ein halbes Jahr auf ITS und es gab ein Schema, an das man sich halten konnte.
    Es war eine Neurochirurgie. Der Ablauf ging quasi anatomisch von Kopf bis Fuß.

    Aufnahmegrund, aktueller Stand, letzte OPs
    Neurologie (Pupillen etc, Sedierung, Hydrocortison?)
    Herz / Kreislauf (Vitalparameter, Katecholamine?)
    Lunge (Beatmung, Sekretbeobachtung etc)
    Ausscheidung (Lasix?, Abführmaßnahmen?)
    Extremitäten (Knochen allgemein, Nebendiagnosen wie Frakturen bei Polytrauma)
    Hautzustand
    Perfusoren nicht genannter Bereiche (Insulin, Schmerz ohne Opiate (siehe Sedierung), Antibiosen, etc)
    Mobilisation
    weiteres Procedere

    Ich weiß nicht, ob ich noch was vergessen habe. Ist jetzt doch schon ne
    Weile her
     
  7. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    ich hab mir nun mal aus euren vorschlägen ne kleine auswahl zusammengestellt ;)
     
  8. Michl

    Michl Gast

    Die anatomischen Störungen und die Maschinen sind ja nun übergeben. Hat Pflege sonst keine Aufgaben auf Intensiv, die es wert wären übergeben zu werden?
    Menschen (Patienten, Angehörige) befinden sich doch meist in echten Krisensituationen (und das nicht nur körperlich), wenn sie auf einer Intensivstation behandelt werden...

    ...mal mit meinem laienhaften - peripherpflegerischem - Verständnis.

    Grüße
    Michl
     
  9. Touhy

    Touhy Stammgast

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    kannst du mir sagen, was die Fragestellung ist?
     
  10. Michl

    Michl Gast

    Der Satz mit dem Fragezeichen am Ende:
    Hat Pflege sonst keine Aufgaben auf Intensiv, die es wert wären übergeben zu werden?


     
  11. Touhy

    Touhy Stammgast

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    schließt das eine das andere aus?
     
  12. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    das die pflege natürlich übergeben wird fällt und fiel mir nie schwer... eher waren es die intensivspezifischen sachen wie schon oben mehrfach genannt.
    daher ist es vielleicht so das es hier keiner mit aufschreibt ;)
     
  13. Michl

    Michl Gast

    Es ging doch primär um die pflegerische Übergabe auf einer Intensiveinheit, wenn ich mich nicht irre.
    Es ist logisch, dass es Überschneidungen mit der ärztlichen Übergabe gibt - aber irgendwo muss m.E. auch ganz klar der pflegerische Anteil herauskommen.
    Mir persönlich scheint der pflegerische Aspekt in den Vorschlägen zu gering repräsentiert.

    Grüße
    Michl
     
  14. Touhy

    Touhy Stammgast

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    Warum liegen die Leute auf einer Intensiveinheit? Weil sie jede Stunde
    gelagert werden müssen und dafür ein entsprechender Pflegeaufwand nötig
    ist oder weil sie in ihren Vitalfunktionen bedroht sind? Die Übergabe dieser
    Parameter ist pflegerelevat. z.b. kann die

    Beatmung die Lagerung beeinflussen (Atelektasen?), ebenfalls der
    neurologische Status (OK 30° hoch lagern, Minimal Handling? Gefahr für
    Zu-/Ableitungen aufgrund von Unruhe?),

    Herz/Kreislauf (Lagerung --> Katecholaminwirkung kann durch
    Lageveränderung beeinflusst werden je nach ZVK Lage, Pat k*ckt bei
    Lagewechsel/Pflegemaßnehmen mit dem RR ab/wird tachykard/bradykard)

    Ausscheidung--> Ödeme? Hautstatus wird durch Flüssigkeitsstatus
    beeinflusst, das wiederum beeinflusst, welche Pflegemittel nötig sind

    Knochen--> bestimmte Lagerungen nicht möglich wegen
    Schmerzen/Verletzungen (v.a. Wirbelsäule en bloc drehen etc)

    Wie du siehst ist die Übergabe der medizinischen Parameter entscheidend
    für die sich anschließenden pflegerischen Maßnahmen. Bei Personal auf
    Intensivstationen geht man davon aus (und das mit recht), dass aus den
    entsprechenden medizinischen Begebenheiten die pflegerischen unmittelbar
    abzuleiten sind.

    Und wie ich die Übergabe kenne von "Normalstationen", so was hat teilweise
    auf Intensivstationen nichts zu suchen, da völlig unrelevant. Auf Intensiv
    habe ich zum ersten mal wirklich informative Übergaben gehört. In den
    periphären Station wird viel zu viel drumherum gequatscht
     
  15. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    primär ging es mir darum eine struktur für eine ganzheitliche pflegerische übergabe zu bekommen.
    dazu gehört natürlich alles weil es ja (wie auch schon Toughy gesagt hat) in einander fliesst.

    ich habe gestern, sozusagen im praxistest mal meine zusammengestellte struktur ausprobiert und es war ganz gut :mrgreen:
    also schonmal danke an alle hier die geholfen haben!
     
  16. HBR

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    Ich kann Michl verstehen und sehe die Übergaben ähnlich wie er!

    Ich glaube nicht das es die Stationen interessiert, wie der Patient beatmet wurde (welcher Beatmungsmodus) bzw. was die Probleme während der Beatmung waren. Oder wie hoch die Katecholamiene liefen ect. Das kann sehr verkürzt, wenn überhaupt, dargestellt werden. Ich erlebe immer wieder bei einigen meiner Kollegen, dass sie sich in unsere "Schleuse" stellen und ausschweifend, mit einigen selbstdarstellerischen "Qualitäten" Vorträge:gruebel: halten anstatt eine kurze, pflegerisch relevante, Übergabe zu machen.
    Was will denn eine Station über den Patienten wissen den sie ab jetzt zu versorgen haben? Natürlich sollten da auch medizinisch relevante Sachen aufgezählt werden. Ich sage natürlich bei unseren Langzeitliegern auch etwas über den Verlauf unter der Beatmung (Sedierungsprobleme bei evtl. C2H5OH) weil dies u.U. auch auf der Station wichtig werden könnte. Oder über abgelaufene Untersuchungen (Corobefunde wenn sie für die weitere Mobilisation notwendig sind) Oder auch über die Flüssigkeitsbilanzierung, neurologischen Status, unfallchirugisch relevante Befunde, aktuelle Medikation (evtl. Lasixgabe, Insulintherapie)
    Aber viel wichtiger ist für die Station doch ob der Patient schon mobilisiert wurde (wenn ja wie weit) , wie der Kostaufbau läuft (bei MS wie hoch die Refluxrate ist) Kreislaufstabilität, ob die Atemgym. angelaufen ist, wann zuletzt abgeführt, Dekubitie (wie versorgt), Wundzustände ( wie versorgt)
    Und nicht vergessen sollte auf jeden Fall die psychische Verfassung. Wenn es dazu etwas wichtiges zu sagen gibt wird das nicht im Beisein des Patienten gemacht sondern abseits.

    Wir haben ein Verlegungsbericht für die Pflege und können kurz noch die Übergabe schriftlich dokumentieren. Da stehen auch so Sachen wie Lagezeit der einzelnen Zugänge (ZVK, PDK, DK, MS ect.) drin. Damit hat die Station auch die Möglichkeit zu sehen wie lange bestimmte Zugänge schon liegen. Das fällt somit aus unserer mündlichen Übergabe heraus.

    Gruß
    Heike
     
  17. Etomidate

    Etomidate Newbie

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    es handelte sich hier ausschliesslich um die übergabe auf einer intensiv. da scheint mir deine version doch etwas verkürzt.
    sollte ein patient auf eine normalstation verlegt werden muss die übergabe natürlich nicht so medizinisch ausführlich sein. Das Pflegerische gehört doch immer dazu, da sind wir uns doch einig hier!:gruebel:
     
  18. HBR

    HBR Junior-Mitglied

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    @etomidate,

    klar fallen die Übergaben auf der Station zwischnen den Kollegen intensiver aus. Hier sind natürlich die medizinischen Vorkommnisse oder, nach WE bzw. langen Frei der Kollegen, auch die letzten Tage ziemlich ausführlich zu beschreiben. Wobei aber auch hier die aktuellen Sachen kurz geschildert werden sollten und nicht die Sachen vor 2 Wochen. Das kann ich auch nachlesen. Wir halten eine kurze Übergabe als Überblick für alle im Aufenthaltsraum ab und gehen dann in die Zimmer. Als erfahrene Kraft schaut man sich die Kurven an und hat schnell einen Überblick. Da braucht eigentlich keiner stundenlang über alles Mögliche referieren.
    Hierzu hast du ja schon einige Tips bekommen. Anhand der Kurven kann man relativ gut seine Übergabe strukturieren. Reine Übungssache!! In ein paar Wochen geht das von selbst!:mrgreen:


    Gruß
    Heike
     
  19. Susanne Huber

    Susanne Huber Stammgast

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    Hallo Michl,
    also die Übergabe auf Intensivstation (bei Schichtwechsel, nicht bei Verlegung auf Normalstation) verknüpft die Pflege in der Regel mit der Medizin.
    Wenn ich also beginne mit der Diagnose und Einweisungsgrund

    Nehmen wir mal an
    Z.n. Aorto coronarer Venen Bypass (ACVB) bei 3-Gefäß KHE, vor 2 Stunden beatmet aus dem OP gekommen...
    dann weiß der Kollege gleich, dass
    • Noch weitere 3 - 4 Stunden bitte nur Mikrolagerung durchgeführt wird
    • Der Patient noch gewärmt werden muss
    • Die Beatmung i.d.R. noch fortgesetzt wird
    • Der Pat. einen Blasenkatheter hat
    • Thorakale Drainagen hat (die werden noch extra übergeben wegen der Menge und Lokalisation also mediastinal oder in der Pleura)
    • Der Patient am Tag vor der OP abgeführt wurde und heute nicht mit Stuhlgang zu rechnen ist
    • Mich die soziale Situation JETZT nicht interessiert (außer die Angehörigen stehen vor der Türe, wo sie heute eigentlich nichts verloren haben), auch interessieren mich JETZT nicht die Hobbys oder spezielle Ernährungsgewohnheiten. Der Patient ist i.d.R. noch in NARKOSE
    All diese Dinge kann ich NACHLESEN, die interessieren mich erst, wenn des dem Patienten "besser" geht.

    Spezielle Pflege, die bei diesem Patienten JETZT übergeben wird sind BESONDERHEITEN die bei der Versorgung vom Standard "Pflege nach ACVB" abweichen. Spezielle Diagnosen etwa, die jetzt spezielle Pflege voraussetzen. Oder die Tatsache, dass der Pat. ggf. hör- oder sehgeschädigt ist oder der deutschen Sprache nicht mächtig. (Wir informieren auch Patienten in Narkose, über alles was wir tun)

    Dies alles hat nicht damit zu tun, dass auf einer Intensivstation die Pflege zu kurz kommt. Im Gegenteil. Bei einem Schlüssel von 1 Pflegekraft für 2-3 Patienten/Schicht findet eine sehr intensive Pflege statt. Aber die ist sehr stark orientiert an den Diagnosen, Therapien oder möglichen Untersuchungen, die beim Patienten geplant sind.
    Patienten auf Intensivstation sind INSTABIL. Sind sie stabil, werden sie verlegt, dann ist i.d.R. die weiter Pflege auch besser planbar.

    Viele Grüße, Susanne
     
  20. cosi

    cosi Newbie

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    @Susanne:
    Dem stimme ich in den meisten Dingen voll und ganz zu und danke Dir für Deine tolle Zusammenfassung.

    Aus meiner eigenen schon bald neunjährigen Intensiverfahrung (vorwiegend kardiochirurgisch) weiß ich dennoch, dass es zwar so ablaufen kann und sollte, aber dass der Pat. im Prinzip doch die Vorgaben gibt.

    Deswegen ist es mir wichtig so früh wie möglich zu erfahren, wie Ess-Trink-Schlaf- und allgemeinen Lebensgewohnheiten sind. Die Begründung liegt darin, dass es schlichtweg ein Zeitersparnis ist.
    Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern es hängt mit dem hohen Durchlauf von Patienten zusammen.

    Im Regelfalle betreut bei uns eine Pflegekraft 3 Patienten die dann bis 9.oo Uhr MORGENs gewaschen, geschniegelt, gewogen u.s.w. werden müssen, wenn es sich dabei um rein postoperative Verlegungskandidaten handelt. Hinzukommt noch die Einplanung der Atemtherapie (CPAPen u.a.).
    Nicht jeder Pat. ist dann so fit viel mitzuhelfen. Dies streben wir natürlich immer an. Aber es gibt leider auch die Fälle (und die kommen nicht selten vor), dass der Pat schmerzempfindlicher ist, dazwischen noch Herzrhythmusstörungen bekommt (die behandelt werden müssen, wenn sie hämodynamisch wirksam werden sollten), Übelkeit, Erbrechen u.s.w.
    Dennoch werden die Meisten verlegt. Bei uns laufen in der Regel 6-8 große OP`s und 4-8 mal Kleinkram.
    Da wir keinen Aufwachraum besitzen müssen wir alle SM, Defi`s, Aggregatwechsel, Pericardfensterungen und Co bei uns mit überwachen.
    Ebenfalls wird dann zwischenzeitlich noch eingeschwemmt, ZVK, Pericarddraniagen gelegt u.s.w. (das sind dann die zusätzlichen Pat. von den peripheren Stationen/IC ).

    Deswegen sollten solche Info`s so früh wie möglich weitergeben werden.
    Ansonsten läuft man sich einfach den Wolf.
     

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