Pflegeplanungen im Krankenhaus?

Trisha

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Hallo,

auch wenn ich im ambulanten PD arbeite, würde mich interessieren, ob im KH Pflegeplanungen geschrieben werden. So wie ich das bisher mitbekommen habe, ist das aufgrund der immer kürzeren Aufenthaltsdauer der Pat. nicht "notwendig".
Wo werden denn dann die täglichen Massnahmen und Durchführungen notiert? Reicht es im KH sogar, wenn z.B. der Verbandswechsel oder die Körperpflege einfach bloss per Handzeichen abgezeichnet wird? Gibt es da besondere oder andere rechtliche Grundlagen als in stationären Einrichtungen wie z.B. Altersheim oder im ambulanten Bereich?
Bitte berichtet, wie Ihr das Tag für Tag handhabt!

LG
Trisha
 

Nutella Woman

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Hallo!

Bei uns werden meist nur im Rahmen von Pflegeplanungen und Examen die Patienten mit einer Planung "versorgt". Alle anderen kriegen keine 8O Auf einigen HTG- Stationen habe ich jedoch gesehen, daß es Universalpläne nach z.Bsp. ACVB-Op's gibt - da wird dann nur allgemein die Pneumoniegefahr etc. angesprochen. Diese Universalpläne werden dann auch in jeder Schicht mit Handzeichen abgezeichnet. Sonstige - Handgemachten - Pläne habe ich den nun fast 3 Jahren meiner Ausbildung noch nicht gesehen...:gruebel:

Gruß,
Nutella Woman
 

flexi

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Hallo Nutella Womann,

ich kenn nun schon ne Menge an Abkürzungen, aber was bitteschön ist "HTG" und "ACVB" ??
Kannst du mich darüber aufklären??
 

Laisy

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Hi Flexi!

Auch ich helf´ Dir gern weiter:

ACVB = aorto-koronaren Venen-Bypass

Nur bei HTG muß ich leider auch passen!

Liebe Grüße
Andrea
 

Ute

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Abkürzungen

ich denke es ist die Abkürzung für:

Herz-Thorax-Gefäßchirurgie ?:gruebel:
 

Trisha

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Hallo an alle,

ausser Nutella Woman hat hier noch niemand adäquat meine Fragen beantwortet. Abkürzungen-Raten und sonstige Hieroglyphen-Analyse hatten wir bereits hier: http://www.krankenschwester.de/forum/themen/dokumentation-mit-abkuerzungen.461/

Die Fragen, welche ich stellte, richten sich an alle, die in einem Krankenhaus tätig sind und tagtäglich eine Dokumentation führen. Ich muss mich doch sehr wundern wie wenige das offenbar sind :? ...oder wird meine Fragestellung nicht verstanden:gruebel: ?

LG
Trisha
 

A5mone

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Hallo Trisha!

Wie es rechtlich so genau aussieht, kann ich auch nicht sagen.
Bei uns ist es so, daß wir für die Pflegepat., die wir am häufigsten haben, wie Schenkelhals#, Hüft-u.Knie TEP´s, Schulter-TEP´s fertige Pflegeplanungen haben. Fertig heißt: sie wurden von uns selbst erstellt, in den PC eingegeben und werden b.B ausgedruckt.
Pflegemaßnahmen werden im Pflegenachweis mit Handzeichen abgezeichnet, Besonderheiten im Pflegebericht vermerkt.

Liebe Grüße A5mone
 

Nutella Woman

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Hallo!

Sorry, ich dachte die benutzten Abkürzungen wären Usus :knockin:

HTG = Herz - Thorax - Gefässchirurgie
ACVB = Aorto - Koronarer - Venen - Bypass

Sonnige Grüße,
Nutella Woman
 

Ute

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NANCY -Dokumentation

Servus Trisha,

Anfang der 90er Jahre wurde bei uns ein EDV-gestütztes Pflegeplanungs- und Dokumentationssystem eingeführt.
:lamer:
Folgende Anforderung werden damit erfüllt: Durchführung der Pflegepalnung nach dem Krankenpflegeprozess auf der Grundlage des modifizierten Pflegemodells von Nancy Roper, Transparenz des pflegerischen Leistungen sowie Einbindung der medizinischen Dokumentation. Das EDV-gestutzte Pflege- und Dokmentationssystem NANCY der Fa. Hinz/Berlin wurde eingeführt.




Quelle: http://www.hinz.de/produkte/online.html


Zur Dokumentation der PPR-Stufen steht Ihnen eine einfache Erfassungsmaske zur Verfügung. Die am ersten Tag getätigten PPR-Einstufungen sind ab dem 2. Tag lediglich zu aktualisieren. Selbstverständlich kann die PPR-Einstufung auf Basis der Pflegeplanung und Leistungserfassung auch automatisch ermittelt werden.


In meiner Abteilung wird leider noch nicht damit gearbeitet, die normal Bettenstationen haben alle das EDV-gestützte Doku-System und betreiben es auf Notebooks und rollern über die Station.

Es ist eigentlich Pflicht eine Pflegeplanung zuerstellen,:deal: ich sehe das es nach Standard ausgeführt wird aber nicht ganz individuell eines jeden Patienten. Also, denke ich es ist nur pro forma:gruebel:
 

Sinclaire

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Hallo Kollegen,

die Pflege im Krankenhaus ist nach dem Krankenpflegegesetz (sowohl in der alten als auch in der neuen Fassung) an die Ausrichtung nach dem Pflegeprozess durchzuführen, d.h. geplante Pflege nach dem kybernetischen Regelkreis. :!:



Gemäß § 135 SGB V ist das Krankenhaus zur Implementierung eine Qualitätssicherungssystems verpflichtet, um internationale und gesetzliche Standards nach dem neusten Stand der medizinischen Kenntnisse und nationale Expertenstandards einzuführen. :deal:



Es ist zumindesten nach der allgemeinen Qualitätsdefinition sichere Routinepflege zu leisten - anzustreben wäre angepasste Pflege (gesetzliche Verpflichtung - siehe oben). Optimale, holistische Pflege darf in heutigen Krankenhäusern mit dem momentanen Ausbildungsstand als illusorisch betrachtet werden.



Gefährliche Pflege: Pflege findet ohne Pflegeplanung statt. Der Patient wird nicht einbezogen. Der Patient muss sich gänzlich auf die Bedingungen des Krankenhauses einstellen und seine Ressourcen werden nicht berücksichtigt.



Sichere Routinepflege bedeutet, dass Funktionspflege nach starren Kriterien durchgeführt wird, die Information des Patienten betrifft nur das wesentliche, Pflegeplanung findet nur in exemplarischen Fällen statt.



Angepasste Pflege: Pflege nach den Kriterien des Pflegeprozesses und mit Pflegplanung durchgeführt. Es gibt Pflegestandards. Patienten und Angehörige erhalten auf Wunsch detaillierte Auskunft über den Pflege- und Behandlungsprozess. Der Patient erhält Beratung und Hilfsangebote und entscheidet selbst, welche Angebote er annimmt. Die Lebensgewohnheiten des Patienten werden akzeptiert. Die Pflege wird zu mindestens als Bereichs- oder nach Möglichkeit in Form der Bezugspflege (Primary Nursing) erbracht.



Optimale Pflege: Der Patient wird als individuelle Persönlichkeit angenommen und in alle Entscheidungen der Pflege miteinbezogen. Die Pflegeplanung wird gemeinsam mit dem Patienten erstellt. Der Patient wählt aus den Pflegestandards das Angebot der Pflege mit aus. Bedürfnisse nach Ruhe und Aktivität werden ebenso berücksichtigt wie sein soziales Umfeld. Beziehungen zum sozialen Umfeld des Patienten werden erhalten und gefördert. Die Pflege beruht auf gegenseitigem Vertrauen und findet im Rahmen der Bezugspflege statt.



In meiner Institution wird für jeden Patienten individuell eine Pflegeplanung erstellt, die im Rahmen der Bezugspflege mit ihm vereinbart wird. Pflegeplanung ist ausgerichtet nach Orem oder einige systemische Pflegemodelle - wie Friedemann, Neuman ergänzt nach Orlando und Peplau.



Cheers



Ingo :wink:
 

Katana

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Krankenschwester,
hi
in meinem krankenhaus gibt es pflegeplanungen nur beim examen und in der theorie im unterricht schade.
 

corpax

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Hi Leude!

Wow, ich bin begeistert. Ich bin gerade in der Ausbildung zum KKP, und dachte schon Pflegeplanungen wären nur dazu da uns Schüler zu ärgern.

Bei uns im Haus gibt es zwar ein paar ganz interessante Ansätze, aber ordentliche Pflegeplanungen werden hier auch nur für Schule oder Examen geschrieben. Wir arbeiten auf den meisten Stationen in der Gruppenpflege. Für jeden Patienten (also jedes Kind) wird bei Aufnahme eine Pflegeanamnese erstellt, über Ess-, Schlaf- und Spielgewohnheiten. Das wäre immerhin schonmal der erste SChritt zu einem ordentlichen Pflegeprozess, da hört es dann aber schon auf. Durch die Gruppenpflege ist in den meisten Fällen aber trotzdem zumindest eine individuelle Pflege inclusive fester "Bezugspflegeperson" gegeben.

corpax
 

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