Pflegeplanung - wo liegt das Problem?

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von Ute, 15.04.2004.

  1. Ute

    Ute Poweruser

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    Wenn das Wort Pflegeplanung fällt schaut fast jeder genervt und drückt sich davor! :?

    Wo liegt das Problem?
    :weissnix:
    Haben wir Probleme bei der Findung von Ressourcen oder liegt das Problem bei der Zielformulierung? Die Maßnahmen können wir sofort klar definieren! :P

    Mir fällt es oft schwer die richtige Zielformulierung hin zubekommen! Bei den Standardproblemen (Pneu.,Decu.Throm. u.s.w.) geht das eigentlich fix von der Hand aber sonst kreisen oft die Gedanken und oft ist es ein Zeitkiller!

    Geht es Euch auch so?
     
  2. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hallo,

    ich finde Pflegeplanungen inzwischen absolut easy. Damals in der Ausbildung habe ich sie aber einfach nur gehasst!
    Ich bin in unserem Betrieb Beauftragte für das Erstellen, Evaluieren und Kontrolle von Pflegeplanungen bzw. Hilfestellung geben für Kollegen, die damit ein Problem haben.
    Die meisten haben ein grosses Problem damit, sich auszudrücken oder ein Ziel zu formulieren. Dabei gibt es da einen ganz simplen Trick, wie man ein Ziel formuliert. Dazu sollte man aber ein fundiertes Wissen aufweisen, zumindest in der Pflege, und da hapert es leider bei manchen...es ist manchmal unglaublich was da so alles zu Papier gebracht wird, Hauptsache es steht etwas drauf! So ist es bei einigen, die meisten haben inzwischen kapiert wie es geht und finden es auch gar nicht mehr sooo schlimm. Oft wird auch gemeint, dass ganz viel blabla drauf stehen muss, und dann wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht und die wundrn sich über den lästigen Schreibkram.
    Demnächst bekommen wir aber Pflegeplanungen für den PC als CD-ROM, scheint ganz gut zu sein, man muss sich bloss noch an den Bildschirm setzen und das Passende für den jeweiligen Pat. raus suchen!
    LG
    Trisha
     
  3. Anonymous

    Anonymous Gast

    Hallo!

    In der Ausbildung hab ich sie auch gehasst...
    Auf einer Gyn - Station "durfte" ich sogar mal 20 Planungen schreiben. Begründung der Stationsschwester: "Ihr Schüler müßt ja noch üben..."
    Weiter müßte es wohl heißen"... und wir haben da kein Bock drauf." :schraube:

    Naja, whatever - vorbei...

    Im Nachhinein war es aber wohl doch gar keine so schlechte Sache.

    Bei uns in der KJP gibt es einen Bezugsbetreuer für 1 - 2 Kinder/Jugendliche. Das heißt, jeder MA schreibt eine, maximal 2 Behandlungsplanungen und überarbeitet diese einmal wöchentlich.
    Man sollte meinen, dies sei kein Problem - aber für die meisten ist es wohl das größte Hinderniss mit dem sie in ihrem Arbeitsalltag konfrontiert werden.

    Wir haben Leitfäden bekommen zum Schreiben von Behandlungsplan - und Pflegebericht (jeweils 10 A4 - Seiten), als Hilfestellung gerade für neue Kollegen sehr gut.
    Ich arbeite oft mit den Leitfäden, es gibt immer noch etwas zu berücksichtigen - manchmal kommt man ja nicht auf die banalsten Dinge...

    Nur die Zeit zu finden ist manchmal schwer. Ich glaub die wenigstens von uns kommen überhaupt in den Genuß einer "richtigen" Pause.
    Aber ich find eig. immer Zeit meine Planungen zu schreiben,
    im Frühdienst - wenn mal nur wenige Kids da sind hat man auch mal `ne viertel Stunde,
    oder im Spätdienst - wenn der Kollege eben mal für einen Pat. mehr die Doku schreibt,
    oder im Nachtdienst - da gibt`s keinen Zeitdruck...

    Ein PC - Variante hab ich in der Ausbildung auch kennen gelernt; große Arbeitserleichterung und sehr umfassend...

    Auf noch viele erfolgreiche Minuten am Schreibtisch... :nurse:
     
  4. Ute

    Ute Poweruser

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    Hallo Gast,

    erzähl doch bitte mal mehr über die PC-Variante, wie kann ich mir das vorstellen? Hattet Ihr Module die man anklicken konnte, oder vielleicht eine Datenbank für die Probleme/Ziele/Maßnahmen?

    Gruß
    ute :flowerpower:
     
  5. Akiko82

    Akiko82 Senior-Mitglied

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    Hallo Ute!!!

    Der "Gast" - Beitrag stammt von mir, aber ich habe vergessen mich einzuloggen... :emba:
    Ich hatte einfach das dringende Bedürfnis mich schleunigst dazu zu äußern, weil ich - wie gesagt - absolut gar kein Problem bei diesem Thema sehe...

    Nun zu dem Programm: Zuerst suchte man sich den betroffenen Patienten aus, einfach durch anklicken.
    Alle Daten waren gespeichert, sodaß man Ließchen Müller mit den Nierensteinen nicht mit Lieschen Mueller mit den Gallensteinen verwechseln konnte... oder so.. :lol: .
    Soweit ich das mitbekam koordinierte das die zentrale Patientenaufnahme...

    Das System hab ich auf einer Inneren während meiner Ausbildung kennengelernt. Also waren in dem Pc sämtliche Pflegestandards gespeichert. Man mußte nun durch anklicken bestimmen welche Maßnahme durchgeführt werden muss, und wie, wann etc. man dies macht.
    Die Bedienung war recht einfach den durch jedes Klicken auf ein bestimmtes Feld öffnete sich darunter ein nächstes, sodaß man wirklich bis zum letzten Schritt mit einem Problem befassen konnte.
    Dann kam das nächste und nächste und so weiter...

    Dieses druckte man dann aus, kürzelte ab und heftete es in die Patientenmappe.
    Jede Woche wurde die Planung überarbeitet, und dies dann handschriftlich oder wieder erneut am Pc...
    Aber auch das haben fast alle PflegerInnen auf dieser Station mit links gemacht; denn man hat ja bereits soviel wie möglich "geplant".
    Ok, die meisten haben sich wieder vor den Pc gesetzt und geklickt...

    Dass ich damit Erfahrungen gemacht hab ist bereits über 4 Jahre her; ob sich das System nun endgültig durchgesetzt hat kann ich nicht sagen, es lief Ewigkeiten auf Testbetrieb.

    Auf jeden Fall war es aber super hilfreich und man hat jede Menge Zeit gespart mit der Planung, aber nicht das Gefühl gehabt man hätte es nur lari - fari - fix gemacht...

    Ich hoffe ich konnte Dir vile Infos geben und Du ´hast nun konkretere Vorstellungen... :daumen:

    In dem Haus wo ich nun arbeite gibt es auf den somatischen Stationen Stationssekretärinnen, die koordinieren Termine, gehen z. Bsp. auch jeden Tag 2 mal durch die Zimmer und fragen die Patienten ganz gezielt nach Wünschen.
    Und wenn es auch manchmal nur eine Zeitung ist, die wird dann besorgt; egal ob vom KH - Kiosk oder dem Fachhandel.
    Es handelt sich bei den meisten Sekretärinnen um Sekretärinnen mit einer Ausbildung im Pflegeberich (Pflegehlfer, KS, AP,...).
    Wie war das nochmal mit der "Dienstleistung"!? :knockin:
     
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