Pflegeplanung - Kritik/Änderungen?

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von funcz, 30.05.2007.

  1. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!
    Schreibe grade an meiner ersten Pflegeplanung, neigt sich langsam dem Ende zu :-) Wäre super, wenn ich von euch ein bisschen Kritik/Anregungen/Änderungsvorschläge oder was auch immer bekommen könnte!
    Handelt sich um einen sehr komplexen Fall, umfasst im Moment 23 Seiten, also vielen Dank schon mal an die die sich die Mühe machen!
    Woran ich im Moment vor allem noch zu kämpfen habe ist die Hierachisierung der Lebensaktivitäten, vielleicht hat da jemand eine Idee?!

    Update: "PflegeplanungA" ist die eigentliche Planung, "PflegeproblemeZwischen" enthält nur die Aufschlüsselung nach LA´s!
     

    Anhänge:

  2. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    grundsätzlich solltest du schreiben warum der Pat welche Einschränkung hat,

    Bsp: Bewegungseinschränkung aufgrund Hemiparese links nach Appoplex.

    Deine Ziele sollten klar,kurz und überprüfbar sein

    Bsp: Problem, Pat hat BMI unter 20 aufgrund von Bulemie
    Ziel Pat hält BMI die nächsten 7 Tage

    Die Maßnahmen Wer macht was, womit, wie oft, wann.

    Problem: Pneumoniegefahr aufgrund unzureichender Belüftung
    der Lungenabschnitte
    Ziel ausreichende Belüftung aller Lungenabschitte,
    Pat ist Schleimfrei
    Maßnahme: Pneumonie Prophylacxe ( 4x täglich Trainig mit Triflow,
    Morgens und Abends Pat aufforden zur Kontaktatmung),
    ggf. Abklopfen, 3x täglich Inhalation mit Inhaltor,
    ggf. absaugen
    Ich finde deine Pflegeplanung schon gut, es ist immer ne persönliche Angelegenheit, löst bei uns im Kurs auch immer noch Disskusionen aus.
    Mit der Zeit hast du für bestimmte Probleme eine feste Formulierung im Kopf und es wird dir leichter fallen.
    Meine Favoriten Planung erhält noch Ressourcen.
    Einfacher wird es wenn man Pflegediagnosen beherrscht, klare Formulierung und jeder verstehts.

    SG Pflegeschüler 1988
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Leider keine Zeit komplett darauf einzugehen, doch du solltest darauf achten, das die Probleme patientenorierntiert sind; will heissen, dass du die Probleme aus der Sicht des Patienten schreibst. Das ist oft nicht klar ersichtlich. ZB Atemwegsinfektionsrisiko erhöht.
    Das ist kein Problem für den patienten. Für ihn wären eventuelle Folgen ein problem, doch das kannst du jetzt noch nicht schildern.
    Für ihn ist in diesem Zusammenhang nur das vorher genannte das Problem. Also eingeschränkte Nasenatmung, das verschleimt sein, und die Luftnot an Sich...
     
  4. Gego

    Gego Poweruser

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    Hallo funcz!

    Boah! Haufen Arbeit, die Du da reingesteckt hast! Respekt! In welchem Zusammenhang erstellst Du denn die Pflegeplanung? In der Ausbildung und "real"?

    Eine Frage vorweg, nur so aus Interesse: erstellst Du die Pflegeplanung im Heim oder Krankenhaus (kann ich jetzt in der umfangreichen Fallschilderung nicht richtig entnehmen). Prinzipiell ist da aber kein Unterschied.

    Wie auch schon den vorherigen Postings zu entnehmen sollten die Pflegeziele in einer Pflegeplanung
    • realistisch
    • durch pflegerische Maßnahmen erreichbar
    • überprüfbar
    sein.

    Bei den ergriffenen Maßnahmen sollte auch ein Kontrollzeitpunkt festgelegt werden, zu dem dann die Wirksamkeit der Maßnahme am Grad des Erreichens des Pflegeziels überprüft wird. Daraus kann sich dann ein Anpassen der Maßnahmen oder auch Ziele ergeben.

    Aus meiner Sicht sind die Punkte in der Pflegeplanung überflüssig, die durch andere Fachgebiete (z. B. Physiotherapie) abgedeckt werden, sofern diese Tätigkeiten nicht durch die Pflegeperson übernommen werden (z. B. beim Punkt "Atmen".)

    Auch halte ich Punkte, die "selbstverständlicher Pflegealltag" und zur "Grundversorgung" gehören, für überflüssig (z. B. "Für sicher Umgebung sorgen" als Maßnahme "genaue Krankenbeobachtung").

    Ebenso finde ich die Punkte überflüssig, die sich auf Bedarfsmedikation beziehen (ärztliche Angabe, brauche ich also nicht zu planen).

    Auch z. B. der Punkt Diuretikatherapie im Thema "Ausscheiden" hat meiner Ansicht nach in einer Pflegeplanung nichts verloren. Das ist ärztliche Therapie!

    Klopfe einfach alle Punkte in der Pflegeplanung drauf hin ab, ob sie auch wirklich
    • Pflegerelevant sind
    • nicht von anderen Berufsgruppen abgedeckt werden
    • durch pflegerische Maßnahmen beeinflußt werden können.
     
  5. marionpbu

    marionpbu Newbie

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    Ich bin zu dieser Seite aufgrund meiner Nachforschung bezüglich Pflegeplanungen zu schreiben. Ich bin oft ziemlich verzweifelt wenn ich im Rahmen einer Pflegevisite die Planungen lese.
    Bei google stand "Tolle Pflegeplanungen", das erste mir ins Auge fallende Ziel war dann "der Pat. soll sich wohl fühlen". Dieser Satz steigerte meine Verzeiflung.
    Dieses Ziel ist aus vielen Gründen falsch:
    1. machen wir im Regelfall Bezugspflege. Wenn ich zu jemandem einen Bezug habe ist das nicht Pat. sondern Herr/Frau Maier,Schulze usw.
    2. Werden auch die Ziele aus Sicht des Betroffenen geschrieben, also "Hr./Fr. Blabla fühlt sich wohl
    3. Der Begriff "Wohlfühlen" ist kein statischer, will heißen, jeder hat dafür eine andere Definition, ist also schwammig.

    Urspünglich hatte ich mich aus Frust angemeldet. Vielleicht ändert ihr eure "Reklameseite", nachdem ich mir das Forum angesehen habe finde ich es gut. Nur der erste Eindruck ist negativ. Allerdings ist der erste Eindruck, wie wir alle wissen, oft entschiedent.
    Marionpbu
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Und was sucht deine Kritik hier in funcz`es Thread, wenn du doch eine andere Seite oder jemand anderes kritisiersen willst?

    Und das mit der Reklameseite versteh ich auch nicht so wirklich wenn ich ehrlich bin...

    irgendwie recht schwammig dein Beitrag
     
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