Pflegeplanung: Fieber berücksichtigen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von ZwergenSchlumpf, 08.04.2010.

  1. ZwergenSchlumpf

    ZwergenSchlumpf Junior-Mitglied

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    Hey ihr lieben,

    hab mal ne kurze Frage.
    Und zwar haben wir mal wieder die Aufgabe eine Pflegeplanung zu schreiben, dabei sollen keine ärztlichen Dinge drin erscheinen also so etwas wie Herzinfarkt!

    Jetzt weiß ich aber nicht ob ich "Fieber" dazu nehme oder nicht! Ansich ist es ja eine ärztliche Diagnose, aber es hat ja auch pflegerischen Hintergrund!

    Daher meine Frage: Fieber dazu nehmen, oder nicht ? Oder reicht einfach nur Dehydrationsprophylaxe, Schweißsekretion etc.

    LG
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie wird der Patient durch das Fieber beeinträchtigt?
     
  3. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Vielleicht eine generelle Hilfe: Wenn du die ärztliche Diagnose umgehen willst (must), frage dich, was für ein Problem der Patient aufgrund dieser Diagnose hat. Und diese(s) kannst du dann planen.
     
  4. Jolly_rouge

    Jolly_rouge Junior-Mitglied

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    Hallo

    Fieber auf Grund von was?
    Wo siehst du Pflegeschwerpunkte?

    Klar. Macht auch wenig Sinn eine ärztliche Diagnose zu verwenden, weil du pflegerisch darauf wenig Einfluss nehmen kannst. Denke auch Fieber als Pflegediagnose macht wenig Sinn, denn was für Ziele leitest du davon ab?

    Wäre Erschöpfung (nach Doenges, Moorhouse) eine Alternative?

    Gruss Jolly
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Welche Folgen hat Fieber im Rahmen des Stoffwechsels?
    Was passiert, wenn Pat. stark schwitzt? Stichwort: Flüssigkeitsverlust?

    Mögliche Pflegediagnose nach Gordon:
    Gefahr der veränderten Körpertemperatur
    Ineffektive Wärmeregulation
    Hyperthermie (ist keine mediz. Diagnose, lediglich ein Symptom)

    Ziele ergeben sich aus den Problemen und deren Ursachen. Versuch es mal mit der Aufstellung: Problem-Ursache-Symptom. Vielleicht kommst du dann weiter.

    Elisabeth
     
  6. ZwergenSchlumpf

    ZwergenSchlumpf Junior-Mitglied

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    danke für eure hilfe, bin schon um einiges weiter!

    Habe jetzt nur zum Problem Fieber folgende Pflegeprobleme:
    Schweißsekretion,
    Dehydrations-, Intertrigo-, Aspirations-, Pneumonie-,Dekubitus-, Thromboseprophylaxe, Gewichtsverlust (?!)


    im moment sehe ich auch bei dem Pat. keine weiteren Probleme!
     
  7. narde2003

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    Geht es um einen echten Patienten oder um ein Fallbeispiel?
     
  8. ZwergenSchlumpf

    ZwergenSchlumpf Junior-Mitglied

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    nein, um einen echten Pat.
     
  9. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Ein hochfieberhafter Patient hat - neben deinen von dir sicherlich nicht falschen pflegeproblemen - im praktischen alltag aber weitaus naheliegendere probleme.

    wie hast du dich denn gefühlt als du das letzte mal ordentlich fieber hattest? warst du aus dem bett zu kriegen? wolltest du das überhaupt? wäre das richtig?
    und deine mutti hat dir sicher ein glas wasser angeboten, was auch richtig war :>
    wenn du dich elendig, einfach unwohl und "nassgeschwitzt" fühlst, was hättest du dann am liebsten?

    man beachte auch fieberphasen
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bin jetzt etwas verwirrt. Was haben Maßnahmen mit Problemen zu tun?
    Schweißsekretion=Symprom
    Dehydrationsprophylaxe= Maßnahme
    Intertrigoprophylaxe = Maßnahme
    Aspirationsprophylaxe = Maßnahme
    Pneumonieprophylaxe = Maßnahme
    Dekubitusprophylaxe = Maßnahme
    Thromboseprophylaxe = Maßnahme
    Gewichtsverlust = Symptom

    Ich sehe eigentlich gar keine Problemformulierung- nur eine Aufzählung von Maßnahmen und Symtpmen.

    Kannst du vielelicht die ganze Planung einstellen, damit man deine Aussage einordnen kann? Inklusive Pflegeanamnese versteht sich.

    Elisabeth
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ich zitier mich zwar nicht gerne, aber vielleicht möchtest du meine Frage beantworten?

    Dann kommst nämlich auch auf Pflegeprobleme und nicht nur auf Massnahmen.
     
  12. ZwergenSchlumpf

    ZwergenSchlumpf Junior-Mitglied

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    Ich habe es so gelernt das die ganzen Prophylaxen (also: Thrombose, Dekubitus etc.) als Problem gezählt werden!

    Also z.b.

    Problem: Thromboseprophylaxe
    Maßnahmen: ATS Anpassen, pat. aufklären etc.
    Ziel: Venöser Rückfluss gewährleiset


    Ich weiß, das der Pat. nicht nur die von mir aufgezählten Probleme hat.Deshalb steht ja in meinem ersten Beitrag ein etc. hinter den Aufzählungen!
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Da frag nochmal nach. Ich kann mir kaum vorstellen, dass du die Maßnahmen als Problem benennen sollst. Das wäre eine völlig falsche Darstellung des Pflegeprozesses.

    Elisabeth
     
  14. ZwergenSchlumpf

    ZwergenSchlumpf Junior-Mitglied

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    Ich kenn es wie gesagt nur so....
    Problem/ Ressourcen (u. hier eben Prophylaxen)
    Maßnahmen
    Ziele


    habe auch gerade noch mal nachgeschaut, wir hatten mal eine Beispiel Pflegeplanung von unserem Dozent, da ist es genauso aufgelistet!
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie gesagt: frag da nochmal gezielt nach. Es sollte mich wundern, wenn eure Schule da ganz andere Wege geht, als bisher bekannt.

    Elisabeth
     
  16. Jolly_rouge

    Jolly_rouge Junior-Mitglied

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    Bei uns gehts immer nach Fichter / Meier, mit den Pflegediagnosen nach Doenges / Moorhouse:

    1. Anamnese
    2. Ressourcen / Probleme, Pflegediagnose im PES - Schema
    3. Ziel festlegen
    4. Massnahmen planen
    5. Massnahmen durchführen
    6. Evaluation und nochmals von vorn...

    Eine Prophylaxe als Problem scheint mir seltsam. Wird wohl bei euch in Deutschland anders sein.

    Gruss Jolly
     
  17. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wenn die Prophylaxe zum Problem wird:verwirrt:

    Nein, normalerweise werden Prophylaxen nicht als Problem gesehen, zumindest hier in Bayern nicht.
     
  18. Jolly_rouge

    Jolly_rouge Junior-Mitglied

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    Ups... hab das mit dem "anders" auf den Pflegeprozess beziehen wollen :rofl: der mir bei ZwergenSchlumpf etwas komisch zu sein scheint.
    Stelle mir manchmal die Frage, wie lange der Pflegeprozess mit den sechs Schritten bei uns überdauern wird. Gibt Literatur die sagt, dass die ganze Diskussion um Pflegediagnosen Zeitverschwendung und nur ein Modetrend sei, andere haben damit anscheinend eine endgültige Lösung gefunden. Die Zeit wird wohl Richter sein.

    Aber back zum offtopic.
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Jolly,

    ich habe das auch auf den Zwergenschlumpf gezogen.

    Weil genau bei dem wird ja die Prophylaxe zum Problem. Das kann natürlich auch ohne weiteres zum Problem werden, allerdings in der Regel eher für die Pflegekraft als für den Patienten.

    lg
    Narde
     
  20. Jolly_rouge

    Jolly_rouge Junior-Mitglied

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    alles klar. :-)
     
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