Pflegeplanung bei Patienten mit Hauptdiagnose Parkinson

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von stephaniegloeer, 26.05.2009.

  1. stephaniegloeer

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    Frau Körner, geboren am 28.09.1917, lebt seit einem Sturz von der Treppe vor 3 Jahren, im Pflegeheim. Vor einigen Jahren ist ihr Ehemann gestorben. Sie hat sehr guten Kontakt zu ihren Kindern, die sie oft besuchen kommen. Vor einigen Jahren ist die Diagnose Parkinson gestellt worden. Heute kommt Frau Körner, nach telefonischer Absprache mit dem RTW auf die Neurologie. Sie hat die Einweisungsdiagnose:Verdacht auf Apoplex mit hängenden Mundwinkel rechts, ausserdem einen insulinpflichtigen Diabetes (es wurde morgens kein Insulin gespritzt, aufgrund von Übelkeit und Erbrechen), Hypertonie, komplette Herzinsuffiziens, starke Sehschwäche sowie eine ausgeprägte Hörschwäche. Seit einigen Jahren leidet die Patientin unter trockene Haut und hat einen Intertrigo unter den Brüsten. Die Patienten ist Urininkontinent und leidet unter chronischer Obstipation. Sie trägt Zahnprothesen unten sowie oben. Sie hat ausserdem eine Knie-TEP rechts. Sie hat einen leichten Tremor in den Händen.
    Die Patientin ist bettlägerig, hilft jedoch bei der Ganzkörperpflege, sowie bei allen anfallenden Tätigkeiten, so gut es geht, mit. Sie ist zu allem orientiert. Seit letzter Nacht klagt die Patientin über Durchschlafstörungen.

    Fallbeispiel aus der Schule und wir mussten dazu ne Pflegeplanung erstellen: Vielleicht habt ihr ja auch Lust dazu.
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was hast du denn bis jetzt erarbeitet? Kannst du dies hier einstellen, dann kann man ergänzen oder ggf. wenn nötig korrigieren.

    Elisabeth
     
  3. stephaniegloeer

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    Der 1. Teil hier mal:

    Problem:

    Fr. K ist aufgrund von
    a) Bettlägerigkeit
    b) Harninkontinez
    Dekubitus gefährdet (Bradenskala 13 Punkte) Fr. K. ist besonders im Bereich der Fersen, Ellenbeugen und am Steißbein gefährdet.

    Ressourcen:

    Die Patientin ist über die Entstehungsmechanismen eines Dekubitus informiert.

    Die Patientin ist motiviert an der Vermeidung eines Dekubitus mitzuarbeiten


    Nahziele:
    Dekubitusgefährdete Körperegionen, wie Fersen,Ellenbeuge und Steißbein sind frei von anhaltenden Druck.


    Fernziel:
    Die Haut bleibt intakt

    Die physiologische Hautdurchblutung wird langanhaltend gefördert.


    Pflegemaßnahmen:

    Einschätzung des Dekubitusrisikos anhand der Bradenskala 1 wöchentlich donnerstags

    4stündlicher Lagerungswechsel mit Lagerungshilfen

    Freilagerung von gefährdeten Körperregionen

    morgens und abends KBO Haut

    4 stündliche Inkontinenzmaterialwechsel und bei Bedarf
    dabei Gesäß und Intimbereich mit kühlen Wasser abwaschen und sorgfältig abtrocknen

    das wars erstmal
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du vermischst Dekubitus mit Hautirritation durch Exkremente (Intertrigo/ Windeldermatitis).

    Kannst du vielleicht erst mal eine Pflegeanamnese zusammenstellen aus deinen Angaben? Ich glaube, hier geht es nicht nur um den Parkinson und die damit verbundenen Einschränkungen. Eventuell können wir ja das ATL Raster zur Hilfe nehmen.

    Elisabeth
     
  5. stephaniegloeer

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    Ich hab in den ATL's folgende Gliederung mir gemacht:

    Kommunikation:
    Hörschwäche
    Sehschwäche

    Vitalfunktionen:
    Hypertonie
    3xtgl messen VZK
    komplette Herzinsuffiziens
    Gefahr von Hyper/Hypoglykämie


    Essen/Trinken
    mundgerechte Stücken
    Dehydrationsgefahr?
    Zahnvollprothesen

    Ausscheiden
    Harninkontinenz
    chronische Obstipation

    sich sauberhalten und kleiden
    übernahme ganzkörperwaschung
    hilfe beim einkleiden
    trockene Haut
    Dekubitusprophylaxen
    Intertrigo unter den Brüsten

    sich bewegen
    Knie TEP
    Kontraturenprophylaxe
    bewegungeinschränkung aufgrund von Parkinson/derzeit bettlägerig
    Tremor in den Händen
    Thromboseprophylaxe
    Pneumonierisiko erhöht

    schlafen
    durchschlafstörungen/einschlafstörungen
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es geht um die PFLEGEanamnese.

    1. wach sein und schlafen
    Durchschlafstörungen.

    2. sich bewegen
    bettlägerig, Knie-TEP rechts, leichten Tremor in den Händen

    3. sich waschen und kleiden
    trockene Haut, Intertrigo unter den Brüsten

    4. Essen und Trinken
    insulinpflichtigen Diabetes, Zahnprothesen unten sowie oben, aktuell Übelkeit und Erbrechen, mit hängenden Mundwinkel rechts - fragl. Schluckstörung

    5. Ausscheiden
    Urininkontinent, chronische Obstipation

    6. Körpertemperatur regulieren
    keine bekannten Probleme

    7. atmen
    siehe Symptome Hypertonie, Herzinsuffizienz

    8. für Sicherheit sorgen
    ???

    9. Raum und Zeit gestalten
    Sie ist zu allem orientiert

    10. kommunizieren
    starke Sehschwäche, ausgeprägte Hörschwäche

    11. Kind, Frau, Mann sein= Rollenverständnis
    hat sich mit der Rolle der Pflegebedürftigen auseinandergesetzt und hat diese angenommen, hilft bei der Ganzkörperpflege, sowie bei allen anfallenden Tätigkeiten, so gut es geht, mit

    12. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen
    Vor einigen Jahren ist ihr Ehemann gestorben, seit einem Sturz von der Treppe vor 3 Jahren, im Pflegeheim, Sie hat sehr guten Kontakt zu ihren Kindern, die sie oft besuchen kommen. Vor einigen Jahren ist die Diagnose Parkinson gestellt worden. Verdacht auf Apoplex

    Symptome: Hypertonie
    Herzklopfen
    Schwindelgefühl
    Schweißausbrüche
    Atemnot in Ruhe
    Ohrensausen und Nasenbluten
    Beklemmungsgefühle
    Starker Druckkopfschmerz
    Sehstörungen
    Bewusstseinstrübungen
    Krämpfe, Lähmungserscheinungen und Erbrechen

    Symptome: komplette Herzinsuffiziens
    Die Herzinsuffizienz wird nach den Richtlinien der New York Heart Association in vier Stadien eingeteilt: Herzinsuffizienz - Symptome | NetDoktor.de

    Das wäre meines Erachtens die Pflegeanamnese. Es folgen die Festlegung der PFLEGEprobleme- also Probleme, die man pflegerisch bearbeiten kann. Dann schaust du auf die Ressourcen und erst dann planst du deine Maßnahmen. Zur Kontrolle der PFLEGEmaßnahmen solltest du entsprechende Kriterien fetslegen.

    Bis dato ist deine Aufzählung eine "wilde Sammlung" von Problemen, Ressourcen, Maßnahmen und Auswertungsmöglichkeiten.

    Elisabeth
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schade, dass wir über die Informationssammlung nicht hinausgekommen sind. Aber so ist das wohl, wenn man "Hausaufgaben machen" verweigert und erwartet, dass der andere selbst denkt.

    Elisabeth
     
  8. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Nieder-Olm
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    Anästhesieintensiv
    Leider fehlt wie fast immer die Konkretisierung des Fallbeispiels.
    Eine Durchschlafstörung die erstmalig in der Nacht aufgetreten ist, ist keine Durchschlafstörung.
    Mein Problem ist eine Begründung für die Durchschlafstörung zu finden.
    Ein Beispiel:Fr. leidet an Durchschlafstörung aufgrund von Ungewohnter Umgebung.
    Bettlägerig, eine feste Definition gibt es nicht.
    Desweiteren: Weshalb Inkontinenz? Welche Art der Inkontinenz?
    Weshalb chronische Obstipation?-Keine Information über Opiatgebrauch. Keine Angabe über Ernährungszustand, Gewohnheiten, Trinkmenge.
    So könnte ich noch weiter machen.
     
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