Pflegeplanung 2 für Krankenpflegeschüler

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von Ute, 26.05.2002.

  1. Ute

    Ute Poweruser

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    Fallbeispiel : Herr Rossi

    Herr Rossi ist ein sportlich aussehender Mann :-)wink: , sorry) im Alter von 45 Jahren. Er arbeitet bei einem großen Modegeschäft als Abteilungsleiter.

    Eines Morgens fuhr er, nachdem er mit seiner Familie gefrühstückt hatte, wie gewohnt zur Arbeit. Er fühlte sich wohlauf und verspürte keine Beschwerden. Gegen 11 Uhr klagte er plötzlich über akute Atemnot und
    Brustenge. Seine Sekretärin, Frau Waas, rief den Notarzt, der einen frischen Hinterwandinfarkt diagnostiziert und die Einweisung ins Spital veranlaßte. Nach den Erstmaßnahmen begleitete er Herrn Rossi im Notarztwagen ins Spital. Er brachte ihn auf die Intensivstation, wo das Personal schon vorab über das Eintreffen von Herrn Rossi informiert was und alle beim Infarkt anstehenden Sofortmaßnahmen vorbereitet hatte. Herr Rossi war zur Zeit der Aufnahme wach und ansprechbar. Nach den ersten Sofortmaßnahmen konnte er Angaben zur eigenen Person machen. Er ist verheiratet und hatte zwei Kinder. Im Verlauf des Aufnahmegesprächs, in dessen Rahmen erste Daten der Pflegeanamnese ermittelt werden sollte, erlitt Herr Rossi ein plötzliches Herzkreislaufversagen, einen kardiogenen Schock, der eine sofortige Reanimation erforderlich machte.
    Während der Reanimation und andern anfallender Sofotmaßnahmen ist keine Zeit, die Pflegeanamnese und den Pflegeplan zu erstellen. Es ist hier absolut vordringlich, schnell und präzise zu handeln und alle therapeutischen Maßnahmen zu dokumentieren. Erst nach erfolgreicher Reanimation, wenn alle Vitalfunktionen gesichert sind und keine Lebensgefahr mehr besteht, wenn der Patient versorgt ist, kann der für die weitere Pflege erforderliche Plan erstellt werden.

    Herr Rossi kam aufgrund des akut lebensbedrohlichen Ereignisses nicht mehr dazu, der für ihn zuständigen Pflegekraft Auskunft über seine alltäglichen Gewohnheiten zu geben. Er mußte beatmet werden und konnte sich sprachlich nicht mitteilen.
    Um die individuellen Gewohnheiten von Herrn Rossi in der Pflege berücksichtigen zu können, war es wichtig, seine Ehrfrau zu befragen. Die Ehefrau wurde vom Stationsarzt benachrichtigt und informiert über den Zustandes ihres Mannes. Im Anschluss hieran führte die Pflegekraft ein Gespräch mir der Ehefrau, in dem sie abklärte, wie häufig Frau Rossi ihren Mann besuchen und inwieweit sie in die Pflege ihres Mannes einbezogen werden wollte.

    Jetzt ran an die Tasten !!!
    :P bye
     
  2. Karl-Heinz Ritter

    Karl-Heinz Ritter Junior-Mitglied

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    Hi Ute

    mit deinen Angaben ist es kaum möglich eine Pflegeplanung zuerstellen.

    Natürlich kann man z.B. herausfiltern, dass nach der Operation strikte Bettruhe angeordnet ist. Also bestehen auch hier wieder die Probleme Dekubitusgefahr , Pneumoniegefahr , Obstipationsgefahr die entsprechenden Prophylaxen sind also durchzuführen.

    Auch durch die künstliche Beatmung entstehen Probleme, die bei der Pflege bedacht werden müssen.

    Ich finde keine Aussage zum Bereich Essen und Trinken - hier wäre nachzufragen und ggf. Maßnahmen in der Pflegeplanung zu hinterlegen.

    Die Bereitschaft der Frau bei der Hilfe eine Unterstützung zu geben bedeutet, dass nach deren Möglichkeiten Ressourcen vorhanden sind, die ebenfalls in die Pflegeplanung aufgenommen werden müssen. Die Ehefrau ist dabei zu beraten und ggf. für einzelne Pflegemaßnahmen anzuleiten. Die von ihr durchgeführten Pflegemaßnahmen müssen beobachtet, kontrolliert ggf. verbessert werden.

    Ich bin mal gespannt was die KPS zu dieser Aufgabe sagen

    Gruß

    Karl-Heinz
     
  3. KPS

    KPS Newbie

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    ich denke schon, dass ehefrau angaben zu mehreren ATL´s geben kann, die ersthelfer die ihn ins krankenhaus gebracht hatten, hätten ebenfalls die möglichkeit gehabt die sekretärin über krankheiten (z.B.:Diabetes mellitus,Anfallsleiden o.ä.)zu befragen!oder ob er marcumar oder sonstige medikamente nimmt..essen und trinken wären für mich eher zweitrangig .. von den ärtzlichen personal wird doch eh meist cholesterin-arme kost angeordnet?!nach dem was ich da so raushöre! :?: ODER??
     
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