Pflegenoten sind Verbrauchertäuschung

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 23.09.2010.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gestern hab ich im Fernsehen eine Aussage zu dem Thema gesehen- wo, wer? leider vergessen.
    Der Tenor war aber, dass man seinen Blick auf bestimmte Kriterien richten sollte: Umgang mit Dekubiti, Ernährung, Medikamentengabe, ärztl. Versorgung usw.. das sollte man dann per Schulnoten bewerten.
    Warum werde ich den Verdacht net los, dass da der nächste sich zu Wort meldet, der keine Ahnung hat. Erst mal fällt auf, dass ausschließlich somatische Aspekte benotet werden sollen. Die Seele der Betroffenen interessiert net. Bestimmte Sachen sind im Alter net zu ändern. Der Mensch ißt ev. weniger. Er will partout net die 1,5 l pro Tag trinken. Einen Deku kann man nicht immer verhindern, es sei denn man lagert den Bew. frei schwebend.

    Wann kommen endlich ausschließlich Fachkräfte: Theoretiker und Praktiker aus der Altenpflege (und net aus der Krankenpflege) zum Zuge? Es dürfte bei weitem billiger werden für die Krankenkassen, weil sinnvollere Kriterien. Und man müsste auch net befürchten, dass der Kunde mit nicht durchschaubaren, wenn nicht sogar Fehlinformationen überschüttet wird. man hat momentan so langsam den Eindruck, dass man versuchen will, die Pflege schlecht zu reden um jeden Preis.
    *grübel* Obs da ne Zielvereinbarung gibt? x% müssen negativ bewertet werden?

    Elisabeth
     
  2. Akhran

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    Pflegenoten sind für mich der größte *******.
    Jeder Prüfer urteilt anders d.h. man kann mit den gleichen Strukturen und Visiten vor Ort bei unterschiedlichen Prüfern vollkommen unterschiedliche Ergebnisse erzielen....

    Nur weil man Gemüse vergleichen will kann man nicht mit den gleichen Kriterien Gurken und Tomaten vergleichen....

    Und was ich immer so klasse finde die Vorgaben sind sowas von ungenau gefasst das man dort von nichts bis alles machen kann und egal wie, ist es nicht genug.....

    mfg
     
  3. scnucky

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    Interessant ist auch, muss ich ja nun mal sagen, dass die überwiegend auf die Planungen gucken. Fand die Überprüfung im Winter diesen Jahres im amb. und Heimbereich mehr als suspekt. Die Pflegeplanungen haben wir Schüler die grad dort im amb Dienst waren geschrieben,da die Fachkräfte da keine Zeit für hatten und wenn sie ihre Runden gegangen waren, nach Hause durften um keine Überstunden zu machen, wir aber jeden Tag unsere 7,7 Std leisten mussten. Daher brauchten wir ja ab 13 Uhr für zwei Std Beschäftigung also für alle rund 60 Patienten Pflegeplanungen schreiben. Ich sag euch, in den 6 Wochen habe ich glaube ich soviele Planungen geschrieben wie zuvor während meiner gesamten Ausbildungszeit als AP. Schon krass. Da wundert es dann auch nicht mehr, da nur die FK´s die Planungen in den PC eingaben, da aber noch mal ein Urteil haben wollten von wem der noch nicht so lange aus dem schreiben raus war, das ich dann auch noch welche Korrektur lesen und überarbeiten musste, die von anderen Schülern geschrieben wurden.
    Es wunderte mich dann auch nicht mehr, das die Bewertung des amb Dienstes mit einer glatten Eins durchkam. Selbes Spiel wurde im dazugehörigen Heim gefahren, wo die dort grade eingesetzten Schüler auch die ehrenvolle Aufgabe hatten, die Planungen zu schreiben, auch das Heim schloss bemerkenswert gut ab.
    Also soviel zur Überprüfung und die Aussagekraft der Prüfungen.
    Ich sag nur Augenwischerei.
    Hätten wir Schüler nicht so einen Druck bekommen und die ganzen Planungen geschrieben, wäre die Benotung definitiv anders ausgefallen.
    Echt dämlich so wirklich pralle finde ich den ganzen Schmu nun nicht und finde da sollten nohmals andere Kriterien her um auch wirklich aussagefähige Bewertungen zu bekommen die die Realität widerspiegeln
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    War denn die Pflege schlecht? oder nur dei Doku net auf einem, für den MDK, präsentablen Stand?

    Elisabeth
     
  5. scnucky

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    Antworten Pflege war für meine Begriffe, da schon einiges gewohnt, ziemlich gut. Fand es echt gut war danach auch in dem dazugehörigen Heim. Auch dort alles Pflegetechnisch recht gut.
    Die Doku war nicht akzeptabel. Nur veraltete oder gar keine Planungen. Und auch sonstige Doku eher unübersichtlich, da aber es gibt ja sehr viele verschiedene Systeme mit denen man sich erst mal auseinandersetzen muss. Da auch dort grad die Umstellung auf Digital erfolgte haperte es natürlich auch an allen Ecken und Enden.
    Das Heim hatte da schon umgestellt. Aber gut fand ich auch das System nicht und da gab es auch so einige kleine Probleme. Aber prinzipiell sieht man mal wieder wie schnell die Mitarbeiter ihr Gelerntes nicht mehr anzuwenden brauchen. Denn wofür haben sie die Schüler die das eh besser könn. Meine einerseits gut andererseits traurige Aussage über die die uns was beibringen sollen. Nur gut dass nicht immer alle so sind sondern es nur einige Ausnahmen sind.
     
  6. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Schade ist es, das den MDK vornehmlich nur die Doku interessiert, die Pflege ist egal

    Wichtig ist, das die Marke der Zahnpasta dokumentiert wird, auf den Soor im Mund wird nicht geachtet.

    Wenn da steht: "um 8.30 und um 20.00 Uhr Zähneputzen mit Ratzeputz Zahncreme und Handzahnbürste (gäbe es ja evtl noch elektrisch)" reicht das vollkommen, auch wenn die Zähne nur alle zwei Wochen mal geputzt werden.

    Ein Hoch auf die Doku, pflegen kann doch eh jeder Depp, aber dokumentieren, das ist die Pflege von Heute.:knockin:

    Mir wird da nur noch anders....

    lg
     
  7. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    Leider das ist die traurige Wahrheit. Echt schade. Da überlegt man sich relativ schnell was man eigentlich erwartet, was man will und wo man es bekommt.
    Ein hoch auf den ach so tollen MDK
     
  8. hartwig

    hartwig Stammgast

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    Moin,

    ja, oft ist die Dokumentation nur noch ein Mittel zur rechtlichen Absicherung. Das Dokumentation aber eine pflegerische Basistätigkeit ist, bei der es darum geht, Beobachtung, pflegerische Diagnose und Intervention sowie Verlauf zu berichten geht in der Praxis unter. Leider wird dies auch in der Ausbildung meines Wissens nicht unterrichtet und oft fehlt Pflegekräften auch die Methodik, um exakt zu beobachten. Dann kommt es dann zu nichtssagenden Sprachkatastrophen wie

    "Bewohner fühlte sich nicht gut, ließ sich von mir flach legen"...

    oder

    "kurze Katzenwäsche bei Patient durchgeführt"

    gefunden im Thread "Stilblüten der Pflegedokumentation"

    Aber zurück zum Thema...

    Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüssen, wenn die Qualität von Heimen gemessen und dies dem Kunden mitgeteilt wird. Aber, selbst wenn man von dem Idealfall ausgeht, dass es sich tatsächlich um eine zuverlässige Messung handelt, woher weiss man denn, das hier der Kunde die gleiche Vorstellung von Qualität hat wie die Professionellen? Vielleicht macht er diesen Begriff ja an ganz anderen Dinge fest, die in dieser Messung gar nicht berücksichtigt werden?

    Gruss Hartwig
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Hartwig- du irrst hier leider. Die Dokumentationsblüten werden net selten vom MDK selnst so gefordert. Ketzerisch könnte man sagen: dort arbeiten inkompetente Fachkräfte die die Dokumentation des Pflegeprozesses nur in der didaktischen Form (guckst du hier: Pflegeplanung ? Wikipedia ) kennen. Die gehört aber in die Schule. Heißt ja net umsonst "didaktisch". Eine andere Form als diese ist kaum bekannt. Ähnlich gehts den Pflegemodellen. ATL oder AEDL - mehr ist leider oft net bekannt. Wie willst da einen sinnvollen Pflegeprozess abbilden?

    Elisabeth
     
  10. hartwig

    hartwig Stammgast

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    hmm, ich bin entsetzt 8O
     
  11. Julika

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    Hallo!

    Ich fürchte, ich mache mich gleich mit meinem ersten Beitrag ziemlich unbeliebt, aber ich denke, dass das mangelnde Verständnis für die Notwendigkeit der Dokumentation leider nicht richtig ist.
    Ich arbeite in einem großen Betrieb, hab dort auch lange im Qualibereich gearbeitet und bin sehr sensibel bei dem Thema.
    Ich verstehe Aspekte, von wegen, dass die Dokumentation Zeit am Patienten und der Pflege selbst raubt, aber sie ist immens wichtiger Bestandteil.
    Und wie soll ein MDK denn die Pflege ganzheitlich beurteilen, wenn nicht nach Dokumentation?
    Die Dokumentation dient der Transparenz, dem einheitlichen, expertenstandarts entsprechenden Arbeiten. Die individuellen Wünsche und Gewohnheiten sind Hilfe, wenn Kollegen, die den Patienten, der seine Wünsche vielleicht nicht mehr selbst äußern kann, einspringen müssen und ihn versorgen müssen.
    Wenn dann natürlich nur alle zwei Wochen die Zahnpflege durchgeführt und es steht anders in der Dokumentation ist das erstens Betrug, zweitens grober Pflegefehler. Da würd ich ja eher von einer "Verbrauchertäuschung" reden.
    Schade, dass viele der Ansicht sind, die Dokumentation ist nur für den MDK gedacht.
    Hier in Hamburg kämpfen wir mit den Pflegekassen, dass es einen zusätzlichen Leistungskomplex für die Abrechnung der Dokumentation gibt. So wird gute, wichtige Arbeit, die ja auch den gesetzlichen Rahmenbedingungen entspricht immerhin auch gewürdigt und bezahlt.

    Ein Arbeiten gemäß Expertenstandarts, dem Patienten ganzheitlich zugewandt, sowie Dokumentation individueller Gegebenheiten, Aktualitäten, Einleitung von Maßnahmen und die schriftliche Fixierung dessen, sichert einen doch desweiteren rechtlich ab, verhilft bei Einstufung einer Pflegestufe dabei, die erforderliche Pflegestufe zu erhalten. Wir dokumentieren damit ja auch unsere Tätigkeiten, Fähigkeiten, daher dient die Dokumentation auch der Lobbyarbeit für unseren Berufsstand...

    Viele liebe Grüße an alle,
    Julika
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich habe nix gegen eine Goku- nur gegen die Art und Weise, wie sie aktuell betrieben wird. Und ich bin auch der Überzeugung, dass das von ycassi angeführte Beispiel weit entfernt von jeglicher Transparenz ist.

    Man sollte endlich auf den Boden der Tatsachen zurück kommen. man kann keine Pflegequalität feststellen indem man die Worte in einer Doku zählt- um mal zu übertreiben. Den Eindruck hat man mittlerweile.

    Warum gibts in D net NANDA, NIC, NOC? Warum wird der FIM kaum bis gar net genutzt? PPR, LEP? Warum wehrt sich D gegen eine einheitliche Pflegefachsprache?

    These: Man ist mehr am Handwerk interessiert. Zur Pflegediagnostik müssen Skalen herhalten, zur Planung Drehbuchstandards. Expertenstandards werden von den meisten net verstanden und deshalb zügig umgebaut in Bedienungsanleitungen. Da stimmt doch was net.

    Elisabeth
     
  13. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Nö, warum? Du must nicht immer dieselbe Meinung wie andere haben

    Ich auch.
    Auch hier stimme ich zu.

    Wie wäre es mit auch mal in den Mund schauen, anstatt stundenlang nur die Doku nach der Zahnpastamarke zu durchsuchen?

    Dennoch kann es nicht sein, das die Doku wichtiger ist wie der Patient, und du zwar eine tolle MDK - Note bekommst, aber deine Patienten unter aller Sau gepflegt werden -> hauptsache die Doku stimmt.
    Dies war auch ein Beispiel wie man trotz grober Pflegefehler eine gute MDK Prüfung machen kann siehe mal den Titel des Threats
    Vieles wird auch nur für den MDK gemacht. Um beim Zahnpastabeispiel zu bleiben: wenn in der Doku steht morgens und abends Zähne putzen weiss eigentlich jede Kollegin Bescheid. Nur der MDK ist zu dämlich mal ins Badezimmer nach der Zahnpasta zu kucken. Die wollen das in der Doku die Zahnpastamarke, die Zahnbürste (elektrisch oder manuell) steht sowie die genauen Uhrzeiten (was in der Pflege unmöglich ist, sich immer Minutengenau an dieselbe Uhrzeit zu halten). Optimaler Weise noch die Stärke der Borsten der Zahnbürste (Verletzungsgefahr des Zahnfleisches???)

    Meine Unterstützung seih dir gewiss. Aber wenn noch nicht mal ne Kontrakturprophylaxe abgerechnet werden kann,(durch MDK verpflichtet, Zeitintensiv und körperlich sehr anstrengend), glaube ich nicht, das ihr damit Erfolg haben werdet. Nicht falsch verstehen: Kontrakturprophylaxen müssen sein, aber kostenlos?

    auch die Zahnpastamarke??? (ich neige zu Wiederholungen, ich weiß, aber das ist nur ein Beispiel für viel Schwachsinnige Dokumentation)

    Grundsätzlich richtig, jedoch sollte die Handlung wichtiger sein wie die Dokumentation, oder?

    Aber wir dokumentieren nicht für den MDK, gelle?

    Richtig, wir zeigen, dass wir super dokumentieren können, und jeder Kaufmann auf unsere Fähigkeiten zur Dokumentation echt neidisch werden kann. Getreu dem Motto: Ziel erreicht, Patient tot!

    In diesem Sinne.... Einen schreibfrohen Abend wünsche ich dir!

    lg
     
  14. Julika

    Julika Newbie

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    Hallo!

    Also,
    warst du schon mal bei einer MDK-Prüfung beim Patienten vorort mit dabei?
    Bei uns zumindest inspiziert der MDK Mundraum, Haut etc...
    Desweiteren reicht dem MDK die Angabe, ob die Zahnpflege im Früh-Spät- oder Mittagsdienst erfplgt mit einer ungefähren Uhrzeit. Es wird kein auf die Minute festgelegter Termin dafür abverlangt.

    Natürlich sollte der Patient der Mittelpunkt unserer Arbeit darstellen. Aber wenn eine Patientenakte einmal vernünftig angelegt wurde, dann raubt die fortlaufende korrekte Dokumentation nicht viel Zeit.
    Wenn es Mitarnbeitern nicht gelingt Dokumentation sowie Pflege unter einen Hut zu bekommen, ihre Arbeit dementsprechend lernen zu organisieren, zweifel ich an ihren Fähigkeiten.

    Des weiteren sollten Prophylaxen bei erhobenem Risiko möglich sein während der GP durchzuführen: Durchbewegen der Gelenke bei Waschung ist kein erheblich zusätzlicher Zeitfaktor. Für weitere prophylaktische Maßnahmen gilt dann halt auch die Kooperation mit anderen Berufsgruppen, die Information über dieses Risiko an behandelnde Ärzte... Und dies halt dementsprechend vermerken, damit nachfolgende Mitarbeiter, MDK oder wer auch immer nicht den Eindruck bekommt, man habe dieses Risiko einfach übersehen, weil halt keine Zeit dafür ist...

    Julika
     
  15. silverlady

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    hallo ihr Lieben

    ich möchte noch mal auf den Titel zu sprechen kommen.

    Meiner Ansicht nach ist genau das beabsichtigt. Wenn eine richtige Pflegenote erfolgen würde, könnten viele Heime und ambulante Dienste zumachen.
    denn eine gute Pflege, die imstande ist Standarts individuell umzusetzen, eine gute Dokumentation die wirklich den Patienten mit seinen Bedürfnissen darstellt, kostet nämlich Zeit und Geld.

    Geld das nicht vorhanden ist.
    Deshalb wird mit dieser Proforma Bewertung den Menschen Sand in die Augen gestreut.
    So jkann die Regierung doch sagen, wir haben doch alle geprüft und so schlecht ist die Lage doch gar nicht. Das sieht man doch an den guten Noten.

    silverlady
     
  16. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Reden wir jetzt noch von der Prüfung nach §113 SGB XI ?

    Wenn ja, dann lief es bei mir genauso ab, wie oben beschrieben, nur das der Patient keinen Soor hatte.

    Der Patient wurde gefragt ob alle MAs pünktlich und freundlich sind und das wars. Der Rest wurde der Pflegedokumentation entnommen. Noch nicht mal ein Blick ins Badezimmer erfolgte, wenn in der Doku ein Badelifter erwähnt war, reichte das.

    Vielleicht hatten wir unterschiedliche Prüfer, aber bei mir war das mehr eine Dokukontrolle als eine tatsächliche Ergebniskontrolle, ob die Patienten gepflegt waren.

    Übrigens haben wir sehr gut bei der Prüfung abgeschnitten, trotzdem finde ich die Art zu prüfen und zu bewerten einfach nur daneben.

    lg
     
  17. silverlady

    silverlady Stammgast

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  18. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Schön, dass das wenigstens die Gerichtsbarkeit erkannt hat, was Pflegepersonen seit der Einführung des Transparenzberichtes bemängeln.

    Schlecht ist, das sowas erstmal in der Ärztezeitung stehen muß, um vom Pflegepersonen und dem Rest der Welt bemerkt zu werden.

    lg
     
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