Pflegemodelle und Psychologie - warum muss man sowas überhaupt lernen?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 06.03.2014.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Wie gewohnt- provokativ.

    Ich bin neugierig. Immer wieder lese ich, dass Azubis und auch fertige Pflegekräfte die Inhalte aus dem Bereich Pflegewissenschaften und Psychologie als unnötigen Balast in der Pflegeausbildung empfinden. Woran liegt das?

    An den Inhalten? An dem zu geringen Praxisbezug bei der Vermittlung der Inhalte?

    Und da meine jahrelange Erfahrung bei den Kindern und "ungeliebten" Unterrichtsinhalten... Wie stehen die Lehrenden selber zu dem Thema? Mich interessiert hier nicht die Sichtweise des Lehrenden selber sondern das, was der Azubi empfindet?

    Elisabeth
     
  2. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    O.k. ich lass mal eine Randbemerkung zu Psychologie raus, die aber sehr ortsspezifisch ist.
    Dieselbe Psychologin die ICH in der Ausbildung hatte, lehrt immer noch. Sie kann bestimmt super in einer 1:1 Situation, jedoch der Unterricht war/ist immer noch eine Katastrophe - das kommt schon von den Schülern selbst, da muss man NICHT nachfragen. Seid gut 20 Jahre bin ich jetzt fertig mit der Ausbildung, irgendwo ist das - schon doof.

    Pflegetheorien
    ....der eine steht für dies der andere für das, zu theoretisch + zu wenig nutzen für die Praxis, man kann sich nicht merken wer wofür steht, unübersichtlich viele ......und dann hast noch genuch anderes zu kapieren. Das kam so in etwa neulich von einem Schüler, der sich am End der Ausbildung befindet.
    Bin ja so 'n bissl Fan von Patricia Benner - da hat beim ihm nischt geklappert. Schad auch.
    Interessante Frage: Woran liegt es...der Summe der Dinge?
     
  3. HHS

    HHS Poweruser

    Registriert seit:
    25.01.2006
    Beiträge:
    733
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GuKrPfl; cand. B. A. Pflegepädagogik
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule, Pflegeheim
    Wie gewohnt trollig- nur was willste denn nun? Die Sichtweise der Lehrenden? Die solltest Du kennen! Oder erwartest Du etwa das sich einer der Lehrenden "outet" und behauptet das sei der letzte ******?
    Oder willst Dich in Deiner Meinung durch die Schüler hier bestätigt fühlen?

    Ich fand in meiner Schulkarriere im übrigen auch Mathematik als unnötigen Ballast.
    Zum Glück habe ich mir ein Mindestwissen aneignen können- ich wäre vermutlich schon längst pleite.
     
  4. HHS

    HHS Poweruser

    Registriert seit:
    25.01.2006
    Beiträge:
    733
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GuKrPfl; cand. B. A. Pflegepädagogik
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule, Pflegeheim
    Das Problem könnte meines Erachtens darin liegen, das die Schüler eigentlich nicht verstehen lernen, wofür es Pflegetheorien und -modelle gibt, und welchen Sinn sie bezwecken. Oder um in der Realität zu bleiben: es gelingt nicht Ihnen das so zu vermitteln!

    Es macht nicht viel Sinn für eine Pflegekraft, alle möglichen Theorien zu kennen und zu verstehen. Aber sie sollte verstanden haben, wofür sie gut ist und warum sie für uns Pflegende wichtig ist.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    *g* Das ich so ins Schwarze treffe, hätte ich nun nicht vermutet. Aber sei es drum. Es interessiert mich definitiv NICHT, wie der Lehrende es sieht. Ich unterstell ihm mal, dass er sich gemäß den Vorgaben nach besten Kräften bemüht. Aber i-wie scheint das Beste nicht zu funzen. Und wenn ich da was verändern will, dann ist es wohl mehr als legitim zu schauen, wo es hakt. Oder darf man das erst ab einem bestimmten Ausbildungsgrad?

    Elisabeth
     
  6. HHS

    HHS Poweruser

    Registriert seit:
    25.01.2006
    Beiträge:
    733
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GuKrPfl; cand. B. A. Pflegepädagogik
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule, Pflegeheim
    Wobei wieder nur Du weißt, warum ins Schwarze getroffen wurde. Muss ein erhebendes Gefühl für Dich sein etwas zu wissen, was andere nicht wissen!

    Warum fragst Du dann?

    Warum willst Du es denn ändern? Was erhoffst Du Dir damit?
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Kannst ein klitzkleinen Schritt drehen? Vielleicht wäre es dann für dich möglich, den Sinn der Fragestellung zu erfassen. Wenn dir dieser Sichtwechsel nicht gelingt- dann ist es halt so.

    Elisabeth
     
  8. HHS

    HHS Poweruser

    Registriert seit:
    25.01.2006
    Beiträge:
    733
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GuKrPfl; cand. B. A. Pflegepädagogik
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule, Pflegeheim
    Bitte?? Du meinst tatsächlich die Lehrenden sollen sich also in die Position des Schülers versetzen?
    Aber Elisabeth- ich bitte Dich! Das ist doch absolut neumodisches Zeugs!

    Im Ernst, das wird doch wieder so ein weiterer unnötiger Theorie-vs-Praxis Thread, in dem Du versuchst das letzte Wort zu haben und allen weismachen willst, wie ******e doch Akademiker eigentlich sind und wie weit sie von der Praxis entfernt sind.


    Deine Frage, sofern sie wirklich bezwecken will was es zu versprechen scheint, hätte durchaus Sinn und sollte auch alle anderen hier was angehen. Hätte, wäre die Frage nicht von Dir.....Wenn Du wenigstens mal Deine Methoden variieren würdest.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Du wirst zum Gefangenen deiner eigenen Wahrnehmung. Das finde ich sehr bedauerlich.

    Es geht hier nicht darum, ob der Pflegepädagoge kompetent ist oder nicht. Es geht darum , ob und wie er und ich es schaffen, dass das Thema Pflegemodelle und Psychologie als etwas interessantes rüber kommt. Um nicht mehr- aber auch um nicht weniger. Mir ist es wichtig, dass die Pflegekräfte sich auch nach der Ausbildung für diese Themen interessieren. Dafür muss der Grundstein in der Ausbildung gelegt werden.

    Elisabeth
     
  10. Azubi23

    Azubi23 Gast

    sehe ich genauso, ist auch der Grund weshalb ich mich dazu nicht äußere!
     
  11. calypso

    calypso Stammgast

    Registriert seit:
    09.12.2008
    Beiträge:
    209
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Krankenschwester, Palliative Care
    Ort:
    Niedersachsen
    Mal anders gefragt: Würde es ein Patient merken, ob er von einem Auszubildenden versorgt wird, der sich in den Pflegetheorien auskennt?

    Mir wär wichtiger, dass Hygiene ernst genommen wird (und nicht nur vom Azubi).
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Pflegetheorien eigentlich nicht vermittelt werden müssten. Aber geht es ohne? Wenn ja- warum.

    Elisabeth
     
  13. katniss

    katniss Newbie

    Registriert seit:
    28.07.2013
    Beiträge:
    11
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Medizinstudentin, examinierte GuKP
    Ort:
    Deichkind
    Akt. Einsatzbereich:
    Zentral-OP
    Funktion:
    Teilzeit-Instrumentöse ;-)
    tja, das frag ich mich bis heute... :mryellow:

    ich hab bei den trockenen, eher pflegewissenschaftlich orientierten themen (pflegemodelle, -theorien, -wissenschaften) zu azubizeiten mental komplett abgeschaltet und bin der festen überzeugung, dass ich trotz der praktisch nicht vorhandenen kompetenzen auf dem gebiet 'ne wirklich gute schwester geworden bin :razz1:

    psychologie fand ich dagegen immer ziemlich spannend, auch jetzt im studium noch :daumen:
     
  14. Jillian

    Jillian Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    29.10.2013
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    10
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    Nephrologie
    Traurig, solche Aussagen von einer Pflegefachkraft zu lesen. Aber erklärt einiges:
    Das würde den schulischen und betrieblichen Theoriealltag in vielen Fällen deutlich erleichtern. Es hilft immer wieder, wenn der Lehrende feststellt, dass 1. auch er nicht perfekt ist und 2. erst recht nicht so auf die Welt kam, sowie 3. die Erkenntnis, dass auch er/sie mal AnfängerIn war. Wer das erkennt, bringt die Inhalte deutlich besser rüber als Mr/Mrs Perfect.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich denke mal, das war eher ironisch gemeint.

    Elisabeth
     
  16. Elfriede

    Elfriede Poweruser

    Registriert seit:
    13.02.2014
    Beiträge:
    814
    Zustimmungen:
    40
    Beruf:
    KrSr
    Ort:
    Niedersachsen
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante
    Pflegemodelle & Psychologie sind Werkzeuge um unseren Patienten in seiner Ganzheitlichkeit zu verstehen.
    - Nicht mehr und nicht weniger. -
    Sie sind kein Allheilmittel aber unverzichtbar für eine zielführende Arbeit.

    Wenn ich das den Schülern von vornherein vermitteln kann, fallen nicht allzu viele Köpfe auf die Tischplatte.:besserwisser:
     
  17. HHS

    HHS Poweruser

    Registriert seit:
    25.01.2006
    Beiträge:
    733
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    GuKrPfl; cand. B. A. Pflegepädagogik
    Akt. Einsatzbereich:
    Hochschule, Pflegeheim
    Meine Aussage war ironisch gemeint.

    Mit solchen Aussagen wäre ich an Deiner Stelle vorsichtig. Du wirst bald examiniert sein, und damit automatisch selbst zu einer Lehrenden. Du wirst mit Schülern zusammenarbeiten, und denen ein Vorbild sein müssen. Auch wenn Du vielleicht kein Praxisanleiter sein wirst. Ich hoffe für die Schüler dann, das Du Dich an Deine Worte hier erinnern wirst.
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Pflegemodelle Psychologie warum Forum Datum
Erste Klausur über Pflegemodelle - ich steige nicht durch! Ausbildungsinhalte 12.10.2013
Pflegemodelle Peplau und Krohwinkel Talk, Talk, Talk 14.11.2010
Pflegemodelle und Pflegetheorien Rund um die Abschlussprüfung (Examen) 04.07.2010
Hat jemand eine kurze und knappe Übersicht über alle Pflegemodelle/Pflegetheorien? Fachliches zu Pflegetätigkeiten 15.02.2009
Pflegemodelle Orem vs. Krohwinkel bei Bronchial-CA Rund um die Abschlussprüfung (Examen) 21.02.2008

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.