Pflegekammer - gute Voraussetzungen zur Gründung

Bist du für eine Pflegekammer?

  • Uneingeschränkt ja

    Stimmen: 60 81,1%
  • eher ja, wenn es nicht zu teuer ist!

    Stimmen: 4 5,4%
  • Nein, sowas brauchen wir nicht

    Stimmen: 7 9,5%
  • Ich weiß nicht, bin nicht genug informiert

    Stimmen: 3 4,1%

  • Umfrageteilnehmer
    74

Manegger

Stammgast
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Hallo liebe Kollegen,

seit vielen Jahren bemühen sich verschiedene Pflegende hartnäckig darum. eine Pflegekammer zu errichten.
Wie schon an anderer Stelle berichtet hatte man in Berlin durch die Politik die Möglichkeit eine Kammer zu errichten, wenn sich mindestens 25% der Berufsgruppe für eine Vekammerung aussprechen.

Auch in Niedersachsen hat der "Förderverein zur Gründung einer Pflegekammer in Niedersachsen e.V." weiterführende Arbeit und fruchtbare Gespräche mit der Landesregierung um Herrn Wulf geführt. Trotzdem heißt dies nicht, dass nun alles von alleine läuft!
Ganz im Gegenteil, nun können die Pflegenden tatsächlich entscheiden, ob sie Verkammert werden wollen oder nicht!.
Für die Landesregierung waren laut Frau Skibicki, Präsidentin des Fördervereins zur Gründung einer Pflegekammer in Niedersachsen, Punkte wie Rechtsgrundlagen und Kostenneutrale Realisation, Fragen zum Aufbau, wichtig. Da es in Niedersachsen ein Kammergesetz für Heilberufe gibt, sollte an dieser Stelle das Rad nicht neu erfunden werden müssen, so Frau Skibicki.
Der Landesregierung wurde deutlich gemacht, dass die Pflegenden nun durch die Freiwillige Registrierung aufgerufen sind, dem Streben nach einer Verkammerung nachzukommen, der Deutsche Pflegerat sammelt die Registrierungen und kann dann die Zahlen nach Bundesland aufschlüsseln. Ausserdem stehe der DPR.eV. uneingeschränkt hinter dem Gedanken einer Pflegekammer.

Wer sich noch auf anderem Wege für eine Verkammerung aussprechen will, der kann dies tun, in dem er oder sie sich direkt an den zuständigen Landespolitiker wendet und einen Brief, Fax oder Mail schreibt.

Auch Unterschriftenlisten werden sicher gerne genommen.

Weitere Informationen, wie man die Verkammerung persönlich unterstützen kann, findet ihr auf den Seiten www.pflegekammer.de
und www.pflegekammer-niedersachsen.de

Trotz alle dem möchte ich hier gerne denjenigen die Chance geben zu diskutieren, die der Errichtung einer Kammer noch immer skeptish gegenüber stehen.
2 aktuelle Positionspapiere der Vereine zur Errichtung einer Pflegekammer könnt ihr gerne bei mir anfordern, oder ihr sucht sie euch auf den angegeben Website selbst heraus.

Gruß
Klaus
 

Ute S.

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Hallo,

dann werde ich mal den Anfang machen und mich für die Pflegekammer aussprechen. Ich denke, es ist die Chance aus dem Hilfsberuf raus zu kommen und eine eigenständige Profession zu werden. Dies bedeutet allerdings auch eine grosse Verantwortung gegenüber unserem Berufsstand und bedeutet eine rege Diskussion über Ethik und Berufsauffassung. Aber auch die Pflicht sich kontinuierlich weiterzubilden und sich nicht, wie es z.T. noch der Fall ist (nicht verallgemeinernd!!!) Neuerungen und grösserer Verantwortung zu verschliessen.

Ich denke, auf Dauer wird dies aber auch die Akademisierung der Pflege beinhalten, wie der Anfang bereits gemacht wurde.

Ich persönlich sehe allerdings wirklich die Chance das Bild der Krankenpflege in der Bevölkerung und auch interdisziplinär positiv zu prägen.

Ute S.
 

Manegger

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Hallo Ute,
Verantwortung und Ethik, dass sind gute Schlagworte, die wirklich diskutiert werden müssen.
Ich sehe da zweierlei Ansätze.
1. Jede einzelne Pflegekraft sollte über soviel Selbstvertrauen und Wissen verfügen, um selbst zu entscheiden, welche Tätigkeiten Sie fachlich, sachlich richtig einsetzt. (Mehr Selbstbestimmung als Fremdbestimmung)
2. Führungskräfte müssen sich bewusst machen, dass Sie eine Verantwortung nicht nur dem Betrieb gegenüber auf betriebswirtschaftlicher Ebene haben, sondern ebenso auf personeller und sozialer Ebene den Mitarbeitern gegenüber, jung und alt,

Eine Pflegekammer wird eine Berufsordnung haben, wir haben sie ja schon seitens des DPR (auf deren Homepage nach zu lesen), an die wir uns zunächst moralisch, dann auch rechtlich zu halten haben.
Natürlich hat auch der DBfK einen Ethikkodex, aber der ist schon lange überholungsbedürftig.

Tatsache ist, dass die Pflegekammer Aufgaben des öffentlichen Rechts übernimmt und im Gegenzuge auch Einfluß auf die Politik nehmen kann, welches dem Berufsstand der Pflegekräfte nur hilfreich sein kann.

Jedoch wird es keinen Goldregen geben, es wird eher an die Moral und Ethik jeder einzelnen Pflegekraft herangetreten, endlich Verantwortung für sich selbst im täglichen Handeln zu übernehmen und nicht mehr immer alles als "gott gegeben " hinzunehemen.

Gruß
Klaus
 
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Manegger

Stammgast
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Hallo nochmal an alle!
Leider zeigt sich wohl hier gerade der Grund, warum es mit Pflege nicht recht vorran geht!
Es haben nur 3 Menschen an der Umfrage teilgenommen.

Und das bei einem solch wichtigen Thema!

Schade!

gruß
Klaus
 

narde2003

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Hallo Klaus,

ich glaube es liegt daran, dass viele nur immer hoffen, dass andere was für sie tun.
Wir haben uns auch schön öfter über eine Pflegekammer unterhalten, aber alles was rauskam war, da müsste mal JEMAND was für uns tun.

Bekanntlich ist JEMAND ja nie zu erreichen.:-?

Auf die Frage warum sie/er es nicht selbst in die Hand nimmt, gibt es häufig die Antwort, dass ist ja so komplziert.

Also warten wir wohl auf JEMAND

Schönen Sonntag
Narde
 

bt-pflege

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Pflegekammern

JA zur Selbstverwaltung
NEIN zur Pflegekammer

Eine Pflegekammer vertritt NICHT die Interessen der Pflegekräfte sondern, der der pflegebedürftigen Personen. Eine Kammer hätte immer eine Zwangsmitgliedschaft und Mitgliedsbeiträge zurfolge und das aber nicht damit die Pflege unterstützt wird.

Qualität ist sicher sehr wichtig. Diese kann aber auch durch eine Selbstverwaltung erzielt werden.

Meiner Meinung nach sollten wir eher über den Organisationstand (1 - 2 %) nachdenken - und uns nicht über Kontrollorgane des Landesregierungen (und das ist eine Kammer) unterhalten.

Nur GEMEINSAM können wir etwas bewegen!!


Axel Hübner
 

Elisabeth Dinse

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*ggggg*
Vertritt die Ärztekammer auch die Interessen der Patienten? hab ich so noch gar nicht gesehen.

Qualitätssicherung ja... aber die Qualität seiner Arbeit möchte doch jeder selbst festlegen. Und das man für sowas noch Geld bezahlen muss und das dann Weiterbildungen verlangt werden können zwecks Qualitätssicherung, das geht nun aber wirklich zu weit. Das reicht doch an Verbänden, die wir so alle haben. jeder macht seins. Na gut der Pflegerat ist da noch. Aber der wird auch nicht so richtig ernst genommen von den Ländern.

*ggggg*

Spaß beiseite. Über den Organisationsstand brauche ich nicht nachdenken. Der hat mehrere Ursachen:
1. Pflegekraft von der Basis fühlt sich nicht vertreten. Schlechte Werbestartegien tun ihr übriges.
2. Der Veränderungswillen der Pflegekräfte ist zunehmend schwindend. Achtung wird mittlerweile erworben über lauthalses Jammern. Veränderungen würden diese Achtung drastisch vermindern.
3. Geld ist ein sehr wertvolles Gut in diesen so unsicheren Zeiten. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass wir mit unserem Lohn in Bereichen der Sozialhilfe nagekommen sind.
4. Veränderungen soll irgendwer einleiten. Diese Veränderungen sollen nur ein Ziel haben: das alles so bleibt, wie es ist- zumindest iim eigenen Bereich (verändern müssen sich immer die anderen). Mit einer Pflegekammer könnte das anders werden.

Ich glaube in D ist mit einer entsprechenden Entwicklung auch in den nächsten 10-20 Jahren nicht zu rechnen. Bitter, sehr bitter.

Elisabeth
 

Lillebrit

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:klatschspring: ....bravo.....Dein Beitrag trifft es meiner Meinung nach !!!!!

Ich bin mir nämlich auch nicht so sicher, ob eine Pflegekammer auf die Zustimmung der "breiten Basis" treffen würde.
Versteht mich nicht falsch...ich persönlich sähe z.B. deutliche Vorteile in einer "Zwangsregistrierung"; ähnlich der R.N. in Großbritannien.
Allerdings bedeutet das dann auch automatisch,sich zu kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen, dem Abbonieren von Fachzeitschriften etc. zu verpflichten.....(wer nicht genug Punkte hat, der fliegt...)....und das höchst wahrscheinlich auf eigene Kosten!!!!! (Arbeitgeber haben auch immer weniger Geld).

Hinzu kommt noch, das Selbstverantwortliches Handeln ja auch sooooooooooooo unbequem ist......man muss nachdenken, eine Entscheidung treffen und diese dann auch noch Verantworten...( kein Verstecken mehr hinter einer Anordnung...) :anmachen:


So...das war jetzt fast schon ein wenig böse....aber ich habe -leider- viele Kollegen treffen müssen, auf welche dieses zutrifft. Ich meine gar nicht mal "die alten Hasen"...nein....ich kenne auch 23 Jährige, die aussagen:" Ich will mich aber nicht weiterbilden...ich will nur arbeiten!"
 

Elisabeth Dinse

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Lillebrit- DANKE!

Gruss Elisabeth
 

Manegger

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Danke für Eure Statements.

Ich verstehe nicht ganz das Problem einer Kammer. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich nicht so richtig weiß, was eine Kammer an täglicher Arbeit tut?!
Die Aufgaben der Kammer sind mir manchmal auch nicht konkret genug! Von der Ärztekammer weiß ich nur, dass sie sich als Bremsklotz etabliert hat und den Ärzten im Moment bzw. seit einiger Zeit nicht wirklich hilft. (Siehe Unterstützung zu Abreitszeiten und Entlohnung) Andrerseits hackt dort eine Krähe der anderen kein Auge aus.
Wenn dass bei einer Pflegekammer rum kommen, bzw. zu erwarten ist, dann möchte ich sie nicht haben.

Das man für eine Selbsverwaltung, wie sie auch immer heißen mag, ein wenig Geld zahlt ist nun mal sicher und die notwendigkeit nicht wegzudiskutieren.
Was wir brauchen ist ein System, in dem auf die Qualität der Einrichtung, der Qualifikation der Mitarbeiter, sowie deren Schutz und dem Schutz der Menschen, die in irgendeiner Weise professionelle und nicht professionelle Hilfe benötigen, geachtet wird und das eine Möglichkeit der Reglementierung hat.
Darüber hinaus würde ich noch die Überwachung und Einhaltung ethischer Werte und moralischen Handeln fordern, sowie die Beratung, bzw. die Koordination der Beratung von nicht professionell Pflegenden um dem Anspruch gerecht zu werden, dass Pflege in unserem Land die Aufgabe der Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung der Bevölkerung hat!

Kann dass eine Pflegekammer leisten, Ürde sie das leisten? Wie soll so eine Institution heißen? Prinzipiell ist der Name mir egal, es muss etwas geben, was dieser Aufgabe gerecht wird.

Die Auswirkungen, dass sich dann jeder entsprechenden Kontrollen unterziehen muss, sich weiterbilden muss etc. sind da völlig legetim! Wenn wir Pflegenden ein wenig Freiheit und Selbstständigkeit haben wollen, dann müssen wir an bestimmeten Ecken auch was geben.
Diejenigen, die keine Verantwortung übernehmen wollen, sollen da bleiben wo der Pfeffer wächst! Unser Beruf ist eben mehr als nur mal eben nen Job machen und "nur" arbeiten wollen!
Andererseits erwarte ich aber auch, dass Pflege dann auch wieder mehr Mitspracherecht erhält, das sture Ökonomie einem vernünftigen, ethischen Management mit moralsich gerechtem und sozialem Handeln weicht!

Viele Unternehmen haben gezeigt, dass dies funktioniert!

Man möge meine Vorstellung als Visionär oder auch als sehr abstrakt halten, manche vielleicht auch an der realität vorbei und illusionär. Tatsächlich glaube ich an Visionen, an sich daraus zu entwickelnde Ziele, die dann auch erreichbar sind.

Auf diesem Wege braucht man aber nicht nur Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen, sondern auch Überzeugungskraft und eine Menge verbündete.
Ich hoffe dass ich dies alles noch finden werde!

Gruß
Klaus
 

bt-pflege

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Aufgaben der Kammern

Elisabeth Dinse schrieb:
*ggggg*
Vertritt die Ärztekammer auch die Interessen der Patienten? hab ich so noch gar nicht gesehen.


Hier mal die Auszüge des Saarländischen Heilkammergesetztes zu den Aufgaben einer Kammer - damit es keine Unklarheiten mehr gibt.

§ 4 Aufgaben der Kammern
(1) Den Kammern obliegen insbesondere folgende Aufgaben:
1. Die beruflichen Belange der Kammermitglieder unter Beachtung des Wohles der Allgemeinheit wahrzunehmen,
2. die Kammermitglieder zur Erfüllung ihrer Berufspflichten anzuhalten und deren Einhaltung zu überwachen, soweit nicht bei Beamten die Zuständigkeit des Dienstvorgesetzten gegeben ist,
3. die berufliche Fortbildung der Kammermitglieder zu fördern sowie die Weiterbildung der Kammermitglieder zu regeln,
4. die Aus-, Fort- und Weiterbildung des bei den Kammermitgliedern beschäftigten Personals zu fördern sowie die ihnen nach dem Berufsbildungsgesetz obliegenden Aufgaben wahrzunehmen,
5. die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und im Veterinärwesen zu fördern,
6. auf ein gedeihliches Verhältnis der Kammermitglieder zueinander und zu anderen Heil- und Heilhilfsberufen hinzuwirken,
7. bei berufsbezogenen Streitigkeiten unter den Kammermitgliedern und bei die Berufsausübung betreffenden Streitigkeiten zwischen Kammermitgliedern und Dritten auch auf Antrag eines/einer Beteiligten zu vermitteln,
8. den öffentlichen Gesundheitsdienst und den öffentlichen Veterinärdienst bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen und bei der Gesundheitsberichterstattung des Landes mitzuwirken,
9. die zuständigen Behörden in Fragen der Gesetzgebung und der Verwaltung zu beraten und zu unterstützen,
10. im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich den Notfalldienst an sprechstundenfreien Zeiten und sprechstundenfreien Tagen in Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland bzw. mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Saarland sicherzustellen,; dabei ist auf eine wohnortnahe und vernetzte Versorgung zu achten,
11. im tierärztlichen Bereich den Notfalldienst an sprechstundenfreien Tagen sicherzustellen.
12. die Dienstbereitschaftsbezirke einzuteilen und bei der Regelung der Dienstbereitschaft auf eine wohnortnahe und vernetzte Versorgung zu achten,
13. die nicht richterlichen Mitglieder der Berufsgerichte und deren Stellvertreter vorzuschlagen.

(2) Die Landesregierung kann den Kammern nach deren Anhörung und innerhalb ihres Aufgabenkreises auch staatliche Aufgaben durch Rechtsverordnung übertra-gen, wenn die Aufgabe durch die Kammern sachgerechter oder wirtschaftlicher erfüllt werden kann; die Kammern unterliegen insofern der Fachaufsicht durch das Ministe-rium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales In der Rechtsverordnung sind Be-stimmungen über die Kostentragung zu treffen.

(3) Die Kammern sind befugt, innerhalb ihres Aufgabenkreises weitere Aufgaben zu übernehmen und Anträge an die zuständigen Stellen zu richten. In wichtigen Angele-genheiten sollen die Behörden die zuständige Kammer hören.

(4) Die Kammern legen einmal im Jahr über ihre Tätigkeit gegenüber ihren Mitglie-dern und der Aufsichtsbehörde Rechenschaft ab.

5) Die Kammern erheben zur Deckung ihres Finanzbedarfes von jedem Kammermit-glied Beiträge. Für Leistungen, die die Kammern auf Veranlassung oder im Interesse einzelner Kammermitglieder erbringen, können Gebühren erhoben werden. Das Nä-here regelt die Beitrags- und Gebührenordnung (§ 12 Abs. 1 Nr. 7).

(6) Zur Wahrung von Berufs- und Standesfragen sind die Kammern berechtigt, mit Kammern des gleichen oder anderer Heilberufe oder mit Verbänden, die gesetzliche Aufgaben in der Sozialversicherung wahrnehmen, in andern Mitgliedstaaten der EU sowie der Bundesrepublik Deutschland Arbeitsgemeinschaften nach bürgerlichem Recht zu bilden. Der Beschluss bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde.

(7) Die Kammern können Verwaltungsaufgaben gemeinsam erledigen. Die Vereinba-rungen bedürfen der Schriftform sowie der Zustimmung der jeweiligen Vertreterver-sammlungen.

(8) Die Kammern sind befugt, Gutachter- und Schlichtungsstellen zur Klärung von Haftpflichtfragen einzurichten.

(9) Die Ärztekammer des Saarlandes und die Psychotherapeutenkammer des Saar-landes bilden zur Erörterung berufsübergreifender Angelegenheiten, insbesondere in den Bereichen der Berufsordnung, der Weiterbildung in der Qualitätssicherung, einen gemeinsamen Beirat. Dieser hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit der Berufsgrup-pen zu fördern, bei Interessenkonflikten ausgleichend zu wirken und die Organe der Kammern bei der Aufgabenerfüllung zu unterstützen und zu beraten. Der Beirat ist paritätisch besetzt und besteht aus mindestens sechs und höchstens zwölf Mitglie-dern; für jedes Mitglied ist ein stellvertretendes Mitglied zu berufen. Dem Beirat ge-hört mindestens ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/eine Kinder- und Ju-gendlichenpsychotherapeutin an. Die Beiratsmitglieder werden von den jeweiligen Kammervorständen auf Vorschlag der jeweiligen Vertreterversammlung berufen. Die Zusammensetzung und die zahl der Mitglieder werden einvernehmlich festgelegt. Mindestens die Hälfte der von der Ärztekammer des Saarlandes entsandten Mitglie-der muss überwiegend psychotherapeutisch tätig sein. Der gemeinsame Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung.
 
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Elisabeth Dinse

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Tja und wat is daran nu schlecht?

Elisabeth
 

Manegger

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@Elisabeth,
...wenn diese Positionen in einer Kammer von "vernünftigen" Menschen besetzt wird, denke ich ist das auch in Ordnung.
Meine persönlichen Bedenken gehen am ehesten dahin, dass sich dort dann wieder irgendwelche "Unfähigen" breit machen und damit der Pflege gar mehr Schaden als helfen könnten.

Eine weitere Frage ist, inwieweit es zu einer Verzahnung und Zusammenarbeit mit den Verbänden kommt, wie die Ordensgemeinschaften und andere kleieneren Gruppen mit ins Boot geholt werden.
Im DPR haben sich zwar einige größere Verbände zusammen getan, doch werden dort noch lange nicht alle Pflegekräfte vertreten.

Frage mich ausserdem, warum die Altenpflege vor einiger Zeit nen Rückzieher gemacht hat!?
 

Elisabeth Dinse

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Stimmt: an die Besetzung der Positionen hab ich ja bisher noch gar keinen Gedanken verschwendet.

Habe gerade vom DBfK eine Einladung bekommen mir das chinesische Gesundheitswesen anzuschauen. Kostenpunkt nur ca. 850 €.

Na da fällt mir nix mehr zu ein. In Deutschland befinden wir uns im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen für examiniertes Personal und der DBfK lädt ein zum Ausflug nach China um die chinesische Medizin, Akkupunktur und ein Altenheim kennen zu lernen.

Wenn die Kammer dann genauso arbeitet- na dann gut nacht.

Elisabeth
 

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Hallo Elisabeth,

keine Angst auch das Thema "Arbeitsplätze" wird im DBfK diskutiert. Z.B. am 03.11.05 um 19.00 Uhr im Klinikum Bamberg (weitere Infos: www.pflegetreff-oberfranken.de).
Natürlich gibt es in einem so großen Verband auch unterschiedliche Meinungen und Menschen. Auch ich bin nicht mit allem zufrieden was der DBfK so macht.
Allerdings hat der DBfK auch viele Ziele, neben berufspolitschen Interessen, gilt es auch die Qualität der Pflege zu stärken. Das kann man halt auch mit einer Reise nach China. Die Verbesserung der Pflegequalität trägt aber auch zu einer höheren Akzeptanz der Pflege in der Gesellschaft bei, die sich wieder auf die Berufspolitischen Fragen auswirken.

Weiter möchte ich aber folgendes klarstellen:
Ich bin nicht gegen eine Organisation der Pflege.
Auch bin ich nicht gegen die Verbessung der Qualität durch verpflichtente Fortbildungen.

Mir gefällt aber das "Kammersystem" nicht.

Viele liebe Grüße

von einem (ich hoffe nicht unfähigen) ehrenamtlichen Mitarbeiter des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe
 

Elisabeth Dinse

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Wie verbessere ich die derzeitige Pflegequalität mit Akupunktur und TCM? Hab ich da was verpasst? Die Ausübung dieser Therapieformen liegen nicht im Bereich der pflegerischen Tätigkeit sondern sind Ärzten bzw. Heilpraktikern vorbehalten. Aber es ist wohl wahr: diese Therapieformen sind in der Bevölkerung bekannt... bekannter als manch Pflegekonzept: BasStim, Kinästhetik usw.. Wann wird da eigentlich mal was getan für die Anerkennung solcher Pflegetherapieformen in der Gesellschaft? Aber da erwarte ich sicher zuviel vom DBfK.

Der Gerechtigkeit halber sei aber auch mal ein anderer Pflegeverein erwähnt. Der DPV hat ja auch eine "Vereinszeitung"- die Heilberufe. Ein lesenswertes Blatt. Dort wurde vor kurzem eine Kollegin als Vorbild dargestellt, die auch noch vom Krankenbett aus bereit war selbstverständlich den Personalengpass des Hauses zu minimieren. Auf Kritik reagierte das Blatt sehr souverän: es wolle die verschiedenen Sichweisen zum Berufsbild darstellen. Na denn.

Ich fühle mich nicht vertreten, weder durch den DBfK noch durch andere Gruppierungen. Man hat oft den Eindruck, dass der Kontakt zur Basis schon lange verloren wurde. Vielleicht lege ich deswegen so große Hoffnungen in eine Pflegekammer.

Elisabeth (die sich nicht wundert, dass das Kammersystem nicht überall Beifall findet)
 

bt-pflege

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Welche Hoffnung verbindest du denn mit der Pflegekammer??
 

Elisabeth Dinse

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Ich hoffe auf ein Gremium, dass die Pflegenden vertritt, die täglich ihre Arbeit am Bett machen.
Ich hoffe auf eine einheitliche Vorgabe von Qualitätsrichtlinien, die jeder Pflegende kennt- egal ob Kranken- oder Altenpflege.
Ich hoffe auf eine einheitliche Zielvorgabe für Weiterbildungen, damit das Geld für diese auch wirklich den Patienten/ Bewohnern zugute kommt.
Ich hoffe auf eine Institution, die die Kraft von 750.ooo Pflegenden bündelt und ihre Interessen öffentlich vertreten kann.
Auf letzteres hoffe ich am meisten. Denn da bin ich bis jetzt von den Verbänden am meisten enttäuscht worden.

Elisabeth
 

Manegger

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Und ich hoffe auf ein starkes Gremium mit Mut, Weitsicht, konsequentem Handeln, Qualitätsbewusstsein, (...), welches so dem einem oder anderem Verband, der auf Lobbyismus macht kräftig in den ***** tritt, Pflegekräften, die die Weitsicht und die Verantwortung ihres Handelns verloren haben und ein auf "herum jammern" machen ebenfalls in den ***** tritt, nötigenfalls Berufsverbot erteilt.

Ja, es hört sich sehr krass an, möglicherweise hört sich das mal wieder nach leichten Burnout-jargon an, aber ich bin diesen Schmusekurs ind er Pflege einfach mittlerweile Leid!

Wir brauchen "Macher" an den richtigen Stellen, und zwar welche, die sich Hauptamtlich um die Geschicke kümmern, und nicht solche Ehrenamtlichen (bei allem Respekt für die durchaus vielen guten Sachen die Ehrenamtliche leisten, bin ja selber einer), die in Ihrer Freizeit und häufig schon auf dem Zahnfleisch kriechend versuchen Dinge zu erledigen, für die man einfach nen vollen Job investieren kann.

Es ist doch auch kein Wunder, dass in Deurtschland seitens der Verbände so wenig in Gang kommt, weil es alle irgendwie zum größten Teil neben ihremm job nebenbei machen!

Tja, und dann haste da noch solche Verbandsorgane wie die Heilbrerufe...habe den Artikel und die Kritik auch gelesen...da kann man nur mit dem Kopf schütteln und einfach nur sagen: "Mein Gott wie unprofessionell!"...Leider

Gruß
Klaus
 

Elisabeth Dinse

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Ich hoffe auf ein Gremium, dass die Pflegenden vertritt, die täglich ihre Arbeit am Bett machen.
Ich hoffe auf eine einheitliche Vorgabe von Qualitätsrichtlinien, die jeder Pflegende kennt- egal ob Kranken- oder Altenpflege.
Ich hoffe auf eine einheitliche Zielvorgabe für Weiterbildungen, damit das Geld für diese auch wirklich den Patienten/ Bewohnern zugute kommt.
Ich hoffe auf eine Institution, die die Kraft von 750.ooo Pflegenden bündelt und ihre Interessen öffentlich vertreten kann.
Auf letzteres hoffe ich am meisten. Denn da bin ich bis jetzt von den Verbänden am meisten enttäuscht worden.


Hoffnung ist das eine, handeln etwas anderes. E. Kästners Zitat fällt mir dazu ein: Es gibt nichts Gutes, es sei den man tut es.

Gründung Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer in M/V am 11.8.2006 in Greifswald

Auch wir wollen es versuchen Pflege ein Gesicht zu geben und ein Sprachrohr. Ob es uns gelingt?

Elisabeth
 

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