Pflegefremde Tätigkeiten, die man dem Pflegepersonal gerne zuordnet

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Fearn, 18.04.2010.

  1. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Liebe Foris!
    Vielleicht machen wir mal einen Tread auf in denen wir uns über Situationen und Aufgaben unterhalten, bei denen anderen Mitarbeiter der Klinik ihre Tätigkeiten sehr gerne auf die Pflege abwälzen würden.
    Ich glaube wenn man sich das vor Augen hält wie oft das versucht wird und passiert, wird es einfacher sich abzugrenzen und diese Aufgaben und kleinen Gefällligkeiten zurückzuweisen.
    Liebe Grüße Fearn
     
  2. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ich gebe mal ein Beispiel, daß mir gerade einfällt, bin aber sicher, daß dieser Tread hier sehr sehr lang werden könnte.

    Freitag, der Op macht um 17 Uhr Feierabend.-
    Die Patienten werden bei uns von einem Bringedienst gefahren. Die Station hat mit einer Schwester Minimalbesetzung.-
    Die OP Schwester ruft um 16:30 Uhr an: "Holen Sie bitte den Patienten, Herrn B... ab!"
    Ich: " Das ist doch eine Lokalanaesthesie, die wird vom Bringedienst gefahren, der ist bis 17:30 Uhr im Dienst."
    Op- Schwester:" Aber ich dachte es ginge schneller, wenn sie den Patienten abholen."
    Ich: " Für wen geht das schneller?"

    Hier soll das Problem, daß der Bringedienst zu viel Zeit benötigt,- weil zu wenig Personal, auf die Station umgelegt,- die noch weniger Personal hat.
    Die Planstellen wurden der Pflege weggenommen. Dafür wurde ein "billigerer Bringe und Fahrdienst " angeschafft, aber ab 16:30 Uhr,also jeden Tag mindestens 30 Minuten soll dann die Pflege holen, damit der Op pünktlich Feierabend machen kann.-
    Hört sich nicht schlimm, an, wenn wir unsere Sammlung hier aber eröffnen, dann werden wir schnell feststellen, warum wir manchen Engpaß haben der unnötig ist.
    Bitte sowas auf KEINEN Fall annehmen. Einige unserer Schwestern würden sofort kollegial loslaufen und die Station alleine lassen . Der Transport dauert ca 10 Minuten. Je nachdem wie der Fahrstuhl zu bekommen ist.
    Liebe Grüße Fearn
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Bei meinem alten AG wurde einer der Arzt-Dienste gestrichen, dafür sollte die Pflege die Kurzinfusionen und die Blutentnahmen übernehmen. Selbstverständlich sollten dafür die Pflegestellen aufgestockt werden, allerdings wollte man zuerst einen Probelauf starten, um festzustellen, wie hoch der Aufwand sei und wieviel zusätzliches Personal benötigt würde.

    Ergebnis: Ca 25%, also eine viertel Stelle, pro Station. 25%-Kräfte einzustellen wurde als zu kompliziert angesehen, Personal zu verteilen ebenfalls. Ende vom Lied - die Ärzte hatten eine Stelle verloren, die Pflege machte mit demselben Stellenschlüssel wie zuvor einen Teil der ärztlichen Arbeit mit. Mit Billligung der PDL.
     
  4. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Ein weiteres Phänomen:
    Die Bettenzentrale wurde geschlossen, die Stellen gingen an einen Bettendienst, das sind eine Gruppe Frauen, die von Station zu Station gehen um die Entlaß-Betten auszuwaschen.
    Seit letzter Woche haben die die Anweisung 20 Minuten für ein Bett brauchen zu müssen.
    Ergebnis: Wir haben morgens auf der A Seite 1 Schwester und 6-8 Entlaßbetten, auf der B Seite 2 Schwestern und bis zu 15-17 Entlaßbetten. ( Wir haben sehr viele Kurzlieger).
    Die Damen kommen waschen pro Station 1 Bett aus,- Es gibt kein Zeitfenster bis zur Op der Patienten, die es ermöglichen würde so ein Op Bett auszuwaschen. Also gehen unsere Lokalanaesthesien im Moment leider zu Fuß ins OP. Die Bettenfrauen sieht man 1 mal pro Schicht und Station. Man bekommt also allenfalls bis 19 Uhr 2 Betten ausgewaschen.
    Den Rest muß ich selbst machen. Mein Vorschlag: Schaffen wir den Bettendienst ab, die 2 Betten kann ich dann auch noch alleine auswaschen, kündigen dem Bettendienst und schlagen diese Stellen wieder dem Pflegedienst zu.
    ( Ich gebe zu, dafür schäme ich mich in Grund und Boden, wenn die Patienten zu Fuß ins OP müssen.- ) Natürlich kann ich ein Bett in weniger als 20 Minuten liegefertig machen? Aber wenn die Situation so bleibt, dann möchte ich den Bettenauswasch-Job haben. 2-3 Betten in der Stunde( die Wege zählen ja mit) das ist ein Job für den würde ich die paar Euro weniger in Kauf nehmen.
    Und wie gehts bei Euch so zu?
    Liebe Grüße Fearn
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Warum? Sind die Patienten nicht gut zu Fuß, oder was ist das Problem? Da sie nicht prämediziert sind... Bewegung ist doch gesund?
     
  6. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Der Dienst der die Essenswagen, Wasserkästen. Müllsäcke versorgt schafft es nicht mehr diese Wagen auf die Station zu schieben. Er hat zu wenig Zeit dafür, Er stellt diese jetzt neuerdings einfach vor die Aufzüge und der Pflegedienst hat Zeit die Sachen einzusammeln undaus dem Weg zu räumen, wegen der Brandschutzwege und Wege für die Betten die im Notfall da durch müssen.lg Fearn
     
  7. Fearn

    Fearn Poweruser

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    @ claudia Die müssen mit dem offenen Op Hemdchen und der Mütze sowie ohne Gebiß die 300 m Strecke durch die Klinik.- Das ist zum Schämen. Evtl . haben die einen Morgenmantel dabei, dann geht es oder ich wickel die wie einen Römer in eine Decke.
     
  8. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Den Braunülen und Blutabnahme- Joke hatten wir auch,-
    Die Pflege sollte dafür 6 Planstellen in der Klinik erhalten, die aber nirgendwo aufgetaucht sind. Liebe Grüße Fearn
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Jetzt versteh ich's. Wobei mich die Mütze nicht stören würde; die könnten sie ja auch erst dort aufsetzen.

    Gäb's keine Überkittel als Provisorium, anstelle des Bademantels?
     
  10. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Arztaufgabe: Betten besorgen auf anderen Abteilungen, wenn die Station voll belegt ist.
    Vorgestern der Arzt: " Werden SIE jetzt gefälligst ein freies Bett in der Klinik suchen?"
    Ich: " Aber 100 %ig nicht!"
    lg Fearn
     
  11. Fearn

    Fearn Poweruser

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    @ Claudia ,leider nicht! - Da ist nichts außer Op Hemdchen vom Wäscheverleih.- Das sieht niedlich aus, könnte man mit etwas Humor sagen. Viele Patienten bringen nicht einmal Pantoffeln mit. Ich weiß nicht woran das liegt, wenn die 1 Nacht bleiben müssen, daß die nichts mitbringen. In der ersten Klasse gab es in der Fibel einen Abschnitt: "Ein Kind kommt ins Krankenhaus!" Da lernten die Grundschüler immer, daß man zb. auch eine Zahnbürste und einen Kamm benötigt, wenn man in der Klinik übernachtet. Haben die dieses Kapitel aus der Grundschulfibel entfernt. Ich wundere mich immer, das sind geplante Eingriffe, bei denen man den Termin 3 Monate vorher hat. Etliche kommen nur mit der Straßenkleidung ohne Waschzeug und ohne weitere Kleidung.
    Schwester:" Besorgen Sie mal....."
    Das ist so eine Geschichte, wo der Patient SEIN Problem zum Problem des Pflegepersonals machen möchte. Gibts auch oft, oder?
    Ich rede jetzt aber nicht von Patienten die Pflegefälle sind oder aus den Altenheimen kommen, sondern von " Otto-Normal-Verbrauche" der zuhause selbstständig mit oder ohne Familie lebt.
    Lg Fearn
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Mit einem zweiten OP-Hemdchen, von hinten angezogen, guckt einem wenigstens keiner was weg. Ist aber wahrscheinlich ein bißchen frisch auf dem Gang oder wenn man noch etwas warten muss.

    Es geht um geplante Eingriffe, oder? Die Uniklinik Heidelberg hat da wohl ganz gute Erfahrungen mit vorab versendetem Informationsmaterial - sowohl an den niedergelassenen Arzt als auch an den Patienten - gemacht. Wär doch mal ein Vorschlag.
     
  13. Pantsu

    Pantsu Junior-Mitglied

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    habe da eine situation, die extakt nur einmal vorgekommen ist: essenwagen steht überpünktlich auf der station, tassen, untertassen standen AUF dem wagen drauf!
    daraufhin rief ich in der küche an und fragt warum die tabletts nicht feritg sind?! ich bekam die antwort, dass die es nicht geschafft haben, die müssten ja schließlich feierabend machen.
    meine antwort lautete: ok, dann werde ich morgen früh die patienten zum waschen runterfahren, damit ich auch pünktlich feierabend machen kann :lol1:

    seitdem kommen die tabletts wieder vollständig

    aber zu anderen tätigkeiten, ich bin heilfroh, dass wir eine recht nette ärztebelegschaft haben, da kommt es auch öfters mal vor, dass der arzt die patientin schon mal selbst zur untersucheung fährt, oder eine aufnahme selbst zus station bringt, wenn wir im stress sind, deswegen mecker ich net rum, wenn ich mal kleinigkeiten für den arzt übernehmen soll... weil es halt auf gegenseitigkeit beruht
    (aber blutentnahmen oder braunülen legen kommt nicht in frage!!! wir übenehmen schon regelmäßig andere aufgaben wie z.b.restharnmessungen mit nem speziellen gerät :zunge: )
     
  14. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Hm, wenn ich das hier so lese, gibt es schon bei euch Augenrollen, wenn ihr die Blutabnahme selber macht. Bei uns ist das völlig normal, das die Schwester, die Blutentnahme macht. Außer bei Patienten mit schwierigen Venen, lasse ich das für den Doc übrig (der murrt zwars, zumindest einige,dann erkläre ich Ihm, das es eigentlich seine Aufgabe ist und schon hält er sein Mund). Eine Braunüle lege ich auch schon mal selber, wenn es schnell gehn muss und der Patient entsprechende Venenverhältnisse hat (ich hab am Wochenende keinen Bock 8 Stunden auf dem Doc zuwarten, bis er es für nötig hält, den Patienten eine neue Braunüle zulegen und anschließend wird gemeckert, weil das Infusionsprogramm noch nicht gelaufen ist)
    Mich stört es eher, wenn ich im Spätdienst ab 17 Uhr die Patienten aus der Notaufnahme holen muss, weil der Hol und Bringedienst schon Feierabend hat, am Wochenende arbeitet dieser Dienst gar nicht. Oder wenn ich den Patienten alleine zur BRSK mit Bett bringe und anschließend wieder holen muss.
    Und Entlassungsbetten putze ich lieber selber, da sind die Betten wenigsten auch sauber und es liegen nicht mehr die Hautkrümmel vom letzten Patienten drin.
     
  15. mary_jane

    mary_jane Gast

    Hallo,

    was würde passieren wenn man diese Tätigkeiten einfach ablehnt, da man ja eigentlich mit den eigenen Aufgaben schon genug eingedeckt ist?

    Das Geschrei wird anfangs groß sein und der arme Patient wird wie immer als Druckmittel herhalten müssen. Jedoch besteht eine Chance dass sich etwas ändert.

    Was passiert, wenn man diese fremden Tätigkeiten immer wieder erledigt?

    Nichts! Es kann sogar passieren dass noch mehr Stellen eingespart werden, wenn täglich demonstriert wird wie gut das alles klappt.

    Gruß Mary
     
  16. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    1. Denken
    2. Anordnungsplan auf Idiotie überprüfen
    3. Dosierungen, Mengen etc. nachrechnen
    4. Terminkalender und Erinner-Mich spielen
    5. Telefonate führen

    Sonstiges:

    - ich wehre mich seit Jahren (erfolgreich) dagegen, dass ich mit 5 Jahren Ausbildung Wäschewägen in der Gegend rumfahr und Schränke auffülle.
    - Putzarbeiten aller Art
    - Sekretär sein
    - ...


    DS
     
  17. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Och ja in den Pflegeheimen werden bei guter Besatzung regalle abgestaubt, Inkomaterial wird von examinierten Pflegekräften aufgefüllr, denn Hauswirtschaftlerin könnte was falsch machen. Wäsche verteilen die Schüler ( sie müssen lernen, dass keine noch so kleine Tätigkeit delegirbar ist ). Rollstühle und Rollatoren werden von Pflegekräften geputzt. Und dann haben wir zu wenig Zeit für das Essenanreichen bei Bewohnern mit Dysphagie.
    Auf manchen Stationen werden zwecks Marcumar-Dosierung Quick, Inr, Ptt Werte mit Bleistift täglich in die Kurve eingetragen.
     
  18. sigjun

    sigjun Gast

    Es mag sich seltsam anhören, aber irgendwie beruhigt mich dieser Thread ein bisschen. Zeigt er mir doch, dass ich nicht alleine bin.
    Ist es nicht so, dass es auch an der Lobby hängt, die die Pflege in einem Haus genießt?
    Ich habe erlebt, dass, je stärker sich die PDL einsetzt und hinter der Pflege steht, desto mehr wurde anerkannt, was die Pflege leistet und desto weniger wurde versucht auf die Pflege ab zu wälzen.
     
  19. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Bei uns wurde jetzt nochmal darauf hingewiesen dass wir auf gar keinen Fall uns dazu breitschlagen lassen sollen Röntgenbilder oder ähnliches von irgendwoher zu holen. Wir sind eine Intensivstation, und da ist eigentlich jede Pflegekraft unabkömmlich. Außerdem haben wir nen Transportdienst, der 24h am Tag verfügbar ist. Ich werde mich auf jeden Fall weigern, so etwas in Zukunft zu machen, vor allem da dieser Transportdienst ja auch Stellen veranschlagt, die man sonst der Pflege geben könnte.
     
  20. Feli

    Feli Poweruser

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    interdisziplinäre Intensivstation
    Wir hatten bis vor kurzem eine eigene Reinigungskraft auf unserer Station, die schon ewige Jahre bei uns war. Sie wusste genau, was wann zu putzen ist, wann z.B. die Vorhänge zwischen den Bettplätzen das nächste Mal dran waren oder die Schränke.

    Nun hat das Haus eine externe Reinigungsfirma beauftragt, die uns alle paar Tage eine neue Reinigungskraft schickt, die viel weniger Zeit für mehr Arbeit hat, da sie die benachbarte IMC Station auch mitputzen muss... alles für weniger Gehalt natürlich. Ich halte das für moderne Sklaverei!

    Da sich die Reinigungskräfte natürlich nicht gut auskennen, sollte wohl die Arbeit, die sie nicht schaffen, von uns übernommen werden... aber wir haben uns erfolgreich gleich am Anfang dagegen gewehrt. Haben jeden Tag schriftlich dokumentiert, welche Dinge liegen geblieben sind und unsere SL hat mit Reinigungsfirma augehandelt, welche Sachen auf der Station gemacht werden müssen.
     
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