Pflege bei Hüft und Knie TP

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Mausi1984, 19.08.2007.

  1. Mausi1984

    Mausi1984 Junior-Mitglied

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    hallo!

    könnt ihr mir die Pflege bei Hüft und Knie TP ein wenig beschrieben! Kennt ihr auch die minimale Methode??
    wie ist die postoperative Pflege dabei??
     
  2. uefchen71

    uefchen71 Junior-Mitglied

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    Hallo Mausi1984, wie genau willst Du es denn wissen?:weissnix:
     
  3. Mausi1984

    Mausi1984 Junior-Mitglied

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    Wie ist die postoperative Pflege von einem Hüft TP Patienten gibt es da Standarts bei euch?
     
  4. MichaGau

    MichaGau Junior-Mitglied

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    Bei uns in der Klinik ist dies so:
    Postoperativ Frühmobilistion am OP-Tag (stehen vor dem Bett). Laborkontrolle am Nachmittag, Körperpflege (Mundpflege, Einreibungen, Lagerungskontrolle im Bett (wichtig bei Gabe von Schmerzmitteln wie z.B. Dipidolor, da Patienten oftmals dadurch das Gefühl für Druckstellen nicht haben).
    Am 1. Tag p.o. Körperpflege im Bett, Prophylaxen etc., Mobilisation durch Physio im hohen Gehwagen.
    Redonzug (i.d.R. am 2. Tag p.o.)
    BDK-Entfernung am 2-3. Tag p.o.
    Frühstmöglich Mobilisation ans Waschbecken.....
    Ab ca. 12-14 Tag in die AHB,
    (war ne Kurzzusammenfassung)

    Was wolltest Du nun genau wissen?
    Minimalvasive Hüften haben wir auch.....
     
  5. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    hey @micha

    bei euch wird gleich am OP tag abends schon mobilisiert?:eek1:

    also bei uns werden am 2. post OP tag die redon´s gezogen danach rö-kontrolle und wenn das bild okay ist, 1. mobilisation mit der KG!

    LG
     
  6. MichaGau

    MichaGau Junior-Mitglied

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    hey @karo,

    Postop Röntgenkontrolle.... i.d.R ist die TEP zementiert. Mobilisation durch den Operateur ebenso gewünscht. Hat bei uns noch nie Probleme gemacht. Und desto früher raus aus dem Bett, um so besser (Thrombosen, Pneumonie....)
    Wir haben damit die besten Erfahrungen gemacht.
    (Natürlich muss der Pat kreislaufstabil und orientiert sein....)
     
  7. Hallo Mausi1984!

    ich fang mal am Tag der OP an!
    Wenn wir die Pat. aus dem AWR holen werden diese AO ausgeführt. d.h. po Kreisl. Kontr., Eis auf Verband und eine Lagerungsschiene(je nach Knie oder Hüft TEP unterschiedlich )u.Nahrungskarrenz bis zum 1. po Tag. Am Abend des OP Tages erfolgt auch eine Blutbildkontrolle um ggf. EK`s zu geben. Weitere Laborkontrollen am 1. po Tag, am 2. dann mit Entzündungsparameter,am 5. po Tag und am 10. bei Entlassung.
    Am 1. po Tag stellen wir den Pat. am morgen die Waschschüssel ans Bett und helfen dann bei dem, was die Pat. nich selbst schaffen. Nach dem Frühstück am Vormittag erfolgt der Erstaufstand mit dem Pat. immer durch zwei Physiotherapeuten! Der DK wird meist am 1. oder 2. po Tag entfernt, Drainagen, Lagerungsschiene und PDK am 3. po Tag! Am 3. po Tag sollten die Pat. soweit mobilisiert sein das der Toilettengang mit UA-Stützen sicher möglich ist. Antibiotika werden bis 4. po Tag i.v. verabreicht, bei TEP-Wechsel bis zum 10. po Tag.

    Ich hoffe das hilft ein bissel.

    Lg Krissi
     
  8. pffanja

    pffanja Poweruser

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    bei uns ist mobi am ersten tag mit physio.

    und ab dem zweiten pflege am lavabo...

    also natürlich läuft es bei jedem patienten anders. wenn die bedingungen anders sind.
     
  9. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    wieso denn so lange nahrungskarenz??? das ist doch a bissal veraltet oder nicht?

    und wieso bekommen alle bei euch standard mäßig i.v. antibiosen??

    LG
     
  10. Hallo Karo6!

    Lt. OP Standard bekommen die Patienten erst am nächsten morgen Frühstück, wahrscheinlich beruht das auf schlechten Erfahrungen(p.o. Erbrechen).
    Meistens sind die Pat. nach der OP eh so matt das sie eher nich ans Essen denken.

    Die i.v. Antibiotika werden eher als Prophylaxe standardmäßig verabreicht, ich denk das macht jeder CA en bissel anders in seiner Klinik!
    Mir waren vorher auch andere Standards vertraut, find es aber ganz gut.

    Lg Krissi
     
  11. pffanja

    pffanja Poweruser

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    antibiosen zur prophylaxe eines infektes.

    bei uns wird dies gestoppt wenn die wunddrains gezogen worden. naja und dann noch ne gabe.

    hm und wegen der nahrungskarenz... ich habe die erfahrung gemacht, dass eher schulterops erbrechen.
     
  12. chrisichen

    chrisichen Junior-Mitglied

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    hallo,
    also bei uns ist das so
    Hüft TEP´s: POst OP Röntgen Kontrolle dann im Zimmer VZ KOntrolle und Redons makieren dann eis auf den Verband.abends dann BB KOntrolle und am andren tag auch. Nahrungskarenz bis zum anderen morgen also am 1. post op tag. Erstmobi erfolgt durch die KG je nach zustand des pat am 1. post op tag in den stand vors bett am 2. post op tag dann erste geh versuche. am 2. post op tag werden die redons gezogen und der dk. antobiose wird bei uns nur während der op und danach noch einmal wenn nix besondres ist.

    KNie TEP´s is es eigentlich genauso nur das die noch nen PDK haben für 2 tage mit Naropin.

    liebe grüsse und schönes we
     
  13. england

    england Newbie

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    Hallo
    ich arbeite in England und unsere Hüften werden meistens auch am OP Tag oder am nächsten mobilisiert.kommen gleich nach OP zurück auf die staion.Redons haben die wenigsten.essen dürfen sie auch sobald sie wollen.schlecht wirds kaum einen.Die Wunde enthält keine Clips oder Fäden.alles wir subcutan zusammengenäht
    Am 5.Tag werde unsere Pat entlassen(privat klinik) in öffentlichen Häuser schon am 2 Tag.man sagt den Pat somit können sie sich am wenigsten Infektionen einfangen.dann geht jeder gern nach Hause.
    Warum muß man auch 10 tage oder 2 Wochen im KH bleiben.aktiv bekommt man da im Höchstfall 2 Sdt aktive Behandlung.würde das die Krankenkasse merken könnte sie Geld sparen.
    Habe noch nie von irgendwelchen Problemen gehört dies so zu machen.(so bald als möglich nach Hause)
    Hat jemand schon mal davon gehört ne TEP laparaskopisch zu machen.das soll jetzt wohl das neuste sein.Schwer vorstellbar.
     
  14. MichaGau

    MichaGau Junior-Mitglied

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    @england
    ich finde es gar nicht schlecht, wenn Pat. nach solch einer OP 10 oder auch 12 Tage in der Klinik sind und danach in eine AHB gehen. Mehr als 2 Std. aktive Mobilisation (Physio o./u. Pflege) findet, bei uns jedenfalls, statt. Ich denke das dies auch in anderen Kliniken so ist. Man darf aber an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass wir hier von 2 unterschiedlichen Gesundheitssystemen sprechen. Die Indikationsstellung für die Endoprothetik ist in Deutschland eine andere als wie in England. Hier bekommt auch noch eine 85-jährige Pat. elektiv eine neue Hüfte.
    Zudem ist das Abrechnungssystem ein anderes. In Deutschland wird nach dem modifizierten australischen Abrechnungssytem abgerechnet (G-DRG). Da geht es nach Diagnose(n), Mindestverweildauer mit unterer und oberer Grenze etc....
    Das wiederum hört sich für mich so an als ob es in England in öffentlichen Häusern nur so von Keimen wimmelt. Oder liegt es nicht vielleicht eher daran, das die Kassen nicht so viel Geld für eine Behandlung ausgeben und darum der Patient so früh als möglich entlassen wird.... diese Aussage lasse ich "so mal dahin gestellt"

    ------------------------------------------------------

    Um nochmal auf Kostaufbau und Antibiose zurückzukommen: Bei uns gibts am OP-Tag in der Regel nur Trinken (die Pat. wollen auch meist nichts essen, könnten dies aber). Die Patienten verbleiben in der Regel auch 1 Nacht auf der ITS. Zur Antibiose: Da ich im Rahmen der externen Qualitätssicherung die Patienten erfasse und auch einen Einblick in die Auswertungen der ext. QS habe kann ich hierzu folgendes sagen:
    lt. der BQS (Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung...ja sowas gibts wirklich... smile) ist die einmalige Gabe von Antibiose obligat (in der Regel intraoperativ). Bei einer Narkosedauer >120 min. auch mehrfach (die Antibiosengabe ist ein sogenannter "Qualitätsindikator"). Die Praxis zeigt aber, dass die Chefärzte hier ihr eigenes Maß haben (ist wohl auch von eigenen Erfahrungen der Chefs abhängig (Infektionstatistik)). Der eine so, der andere so....müssen sie ja auch selbst verantworten. Bei uns gibts 3 Tage Antibiose und wir haben auch gute Erfahrungen damit gemacht. In manchen Kliniken werden meines Wissens nach auch keine Redon's mehr gelegt, um eine post-OP Wundinfektion zu vermeiden (von wegen Eintrittsstelle und so...)
     
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