Personalmangel im OP

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von Tigerlady, 12.03.2012.

  1. Tigerlady

    Tigerlady Newbie

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      Hallo hätte mal gerne gewusst wie bei euch die Personalsituation im OP ist.
    Bei uns ist es durch Schwangerschaft und Dauerkranke extrem eng geworden,
    und Verwaltung behauptet der Arbeitsmakt ist leer.
     
  2. Schwester Rabiata 2

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    Das der Arbitsmarkt leer ist, kann ich mir gut vorstellen. Nicht jeder möchte zu diesen Arbeitsbedingungen, zu den Arbeitszeiten und diesem Gehalt arbeiten. Ich kenne eine OP Schwester, die erst mal schön 1 Jahr auf Malle Reiseleiterin war und jetzt in Deutschland in die Tourismusbranche gewechselt ist... Irgendwie beneide ich sie ein bisschen..
     
  3. BettyBoo

    BettyBoo Poweruser

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    Der Arbeitsmarkt ist tatsächlich ziemlich leer.
    Bei uns wurden schon Kopfgelder geboten.
    Also, wenn man eine OP-Kraft vermitteln konnte, bekam man dafür viel Geld.
    Ohne Witz.
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Der Arbeitsmarkt ist leer. Sieht man doch an den Stellenanzeigen. Jeder sucht, gerade im OP-Bereich oder auf Intensiv.
     
  5. Lasco

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    Interessanter Beitrag, wie ich finde.
    Ich habe nun eine Weile im Ausland gearbeitet und komme zurück nach Deutschland und bin ebenfalls OTA. Ehrlich gesagt mache ich mir schon so meine Gedanken, da ich mittlerweile den Arbeitsmarkt im Ausland ziemlich gut kenne und einschätzen kann und mir das von Deutschland leider fehlt.
    Von einer befreundeten deutschen Kollegin habe ich gehört, dass noch immer sehr breit gesucht wird und angeblich wenig Auswahl da ist. Stimmt das tatsächlich oder muss ich mir doch so meine Gedanken machen über eine Stelle in einem deutschen OP? Dann würde ich mir nämlich eine Art Hintertüre offen halten und weiterhin im Ausland arbeiten. Gerne würde ich im Kölner Raum eine Stelle finden.
     
  6. Schwester Rabiata 2

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    In welchem Land arbeitest du denn?
     
  7. Lasco

    Lasco Newbie

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    Ich arbeite in den Niederlanden, mit wesentlich mehr Gehalt und mehr Aufgaben und Verantwortung. Nach Deutschland ziehen mich nur soziale und zwischenmenschliche Verpflichtungen ;)
     
  8. Schwester Rabiata 2

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    Ok, letzteres ist ein wichtiges Argument... :gruebel: Aufgaben und Verantwortung gibts hier auch mehr als genug.... Hast du denn in den Niederlanden Freunde? Oder zieh doch an die Grenze... Hier wohnen, da arbeiten....
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Finanziell dürftest Du Dich verschlechtern, aber im OP eine Stelle zu finden, noch dazu mit Berufserfahrung, sollte absolut kein Problem sein.

    Hier kannst Du den deutschen Stellenmarkt ganz gut beobachten: https://www.station24.de/stellenmarkt
     
  10. Toolkit

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    Bei uns auf der Intensivstation sind 9,5 Planstellen (bei 50 Planstellen!) offen. Trotzdem hat das Universitätsklinikum einen Einstellungsstopp verhangen. Durch "natürliche Fluktuation" soll das ganze kompensiert werden und die eigenen Azubis. Im Oktober sollen angeblich 6 frischexaminierte auf die Intensivstation. Die müssen auch erstmal eingearbeitet werden...

    Skurille Maßnahme, findet ihr nicht auch?
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn natürliche Fluktuation bedeutet, dass die Arbeitsverträge für die Frischexaminierten schon in trockenen Tüchern sind, interne Versetzungsanträge vorliegen, evtl. ein paar Mutterschutzler und Erziehungszeitler demnächst wieder zurückkommen - ja, dann würde ich jetzt auch niemanden neu einstellen. Du kannst doch kein Geld ausgeben, dass Du nicht hast.
     
  12. Lasco

    Lasco Newbie

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    @Schwester Rabiata
    Hier wohnen und da arbeiten wäre toll. Allerdings habe ich wirklich fast vier Monate an einer Lösung gesessen und letztendlich klappt das nicht. Dadurch würde ich geliebte Menschen im Stich lassen und das ist mit dem Gewissen nicht vereinbar. Der Kölner Raum ist die dichteste Stelle die ich haben kann (sozusagen Schnittpunkt). Freunde habe ich auch in den Niederlanden und den Kontakt halte ich aufrecht.

    @-Claudia-
    Das Finanzielle finde ich nicht mal so schlimm dabei (wobei es wirklich ein gewaltiger Unterschied ist, 800€ können unter Umständen wirklich drin sein).
    Danke dir auf jeden Fall für den Link, die Zeitschrift bekomme ich auch :roll:

    @Toolkit
    Nun für die Azubis eigentlich keine schlechte Sache (oder hab ich das falsch verstanden?)
    Alleridngs finde ich das auch eine skurille und merkwürdige Maßnahme, wo man sich aber hoffentlich was (Tiefgreifendes) bei gedacht hat.


    Danke für eure Antworten!
     
  13. Schwester Rabiata 2

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    Das mit den Freunden verstehe ich. Ohne sie wäre ich nicht so ausgeglichen.
     
  14. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich verstehe Toolkit jetzt so, dass die Stellen schon eine ganze Weile offen sind und sie seit längerem vertröstet werden und jetzt, mit der engen Personaldecke noch den ganzen Sommer durch bis Oktober aushalten müssen.
    Bis die Leute (wenn sie denn kommen, denn nicht jeder möchte nach dem Examen auf einer TC-Intensiv arbeiten) eingearbeitet sind, vergeht ja noch eine ganze Weile und ob sie bleiben, wenn, durch die enge personelle Situation, die Einarbeitung auch eher sparsam stattfinden wird, ist ja auch fraglich.

    Wenn es so gemeint ist, finde ich die Situation bei Toolkit auch skurril.
    Sechs Kollegen, die keinerlei Intensiv-Erfahrung haben, gleichzeitig einzuarbeiten und dabei noch Qualität zu liefern, halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit.
     
  15. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Hätte dazuschreiben sollen, dass eine Abwanderungstendenz von unserer Station ausgeht. Es lässt sich niemand zu uns versetzen, weil jeder weiß, wie hoch der Arbeitsaufwand ist.
    Zudem kommt niemand aus dem Mutterschutz wieder, es sind JETZT 9,5 Planstellen offen, es kommen erst frühestens im Dezember frische und dann auch eingearbeitete Kräfte hinzu. Ein halbes Jahr mit 20% weniger Personal und der Laden "läuft" trotzdem... ein falsches Signal! Zumal 6 frischexaminierte nicht 9,5 Vollzeitstellen sind.

    Ahja, das Klinikum steht von den Zahlen ganz gut da, aber man möchte sich für zukünftige Wirtschaftsentwicklungen wappnen.

    Naja, ich freu mich auf die neuen Kollegen, die kommen, hoffe das wird Entlastung bringen ;)
     
  16. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Ich will ja nicht pessimistisch stimmen... aber nach meiner Erfahrung schaut es so aus, daß dann noch 2 Azubis woanders etwas "besseres" gefunden haben und mindestens eine Mitarbeiter sich schwanger meldet... bis Dezember ist es heutzutage für Personalentscheidungen noch seeeeehr lang.
     
  17. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Keine Sorge, sehe das ähnlich realistisch.

    Schlimm, dass mir die Arbeit trotzdem Spaß macht :D
     
  18. OP-Schwester Susi

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    Es herrscht nicht nur in Deutschland Personalmangel...in Österreich ist das ähnlich. Anscheinend ist es sehr schwer gute OP-Schwestern zu finden, denn wir suchen seit einem Jahr und haben immer nur für einen Monat welche bekommen, die haben alle das Weite gesucht und uns verlassen. Wir bespielen momentan vier OP´s mit vier Schwestern, also ohne Beidienst und so...da rennt man echt wie ein Trottel den ganzen Tag, aber es macht mir dennoch viel Spass, denn es ist einfach der schönste Beruf überhaupt;o)!!
     
  19. opjutti

    opjutti Poweruser

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    OP-Managerin + -Leitung
    @OP-Schwester-Susi!

    Ist doch kein Wunder, wenn euch die Leute wieder wegrennen. Bei solchen Anforderungen kann doch keiner ordentlich eingearbeitet werden und es passieren viele Fehler. Und das frustriert!! Da hilft es auch nicht, wenn man "gut" verdient. Denn man muss immer den Aufwand dahinter sehen. Wenn viele BD, RD, ND und WE gearbeitet werden muss, dann verdient man auch in D gut. Aber, zu welchem Preis?

    Warum lasst ihr zu, dass ein MA 4 Säle bedient? Warum setzt sich eure Leitung nicht ein und lässt Säle geschlossen, bis wieder ausreichend Personal da ist, damit der Saal mit 2 MA besetzt werden kann?
    Die GF sieht natürlich nur, dass es mit sowenig Personal funktioniert, den OP am Laufen zu halten. Für was braucht ihr dann mehr Leute?
    Die merken doch nur, dass etwas nicht stimmt, wenn die Zahlen nicht mehr erreicht werden.

    Natürlich kann es Spass machen, mit wenig Personal zu arbeiten, weil einem jeder das Gefühl vermittelt, dass es ohne einen nicht geht.
    Das nenne ich "taktische Kriegsführung"! Um so größer ist dann die Enttäuschung deiner Leitung und GF, wenn die MA ins Dauerkrank gehen, weil sie den Anforderungen nicht mehr gerecht werden können. Genauso enttäuscht ist der MA, der alles gegeben hat, damit der Laden läuft und dann fallen gelassen wird, wie eine" heiße Kartoffel"!!

    Geht deshalb sorgsam mit euren Ressourcen um und denkt an euch und eure Gesundheit. Denn alles Geld der Welt ersetzt dir nicht deine Gesundheit.

    LG opjutti
     
  20. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    Ich sehe bei uns, dass jetzt die OTA-Ausbildungen sehr vorangetrieben werden. D.h., dass ich denke, dass wenn in ein paar Jahren die OTA fertig sind, der Stellenmarkt wieder langsam aufgefüllt ist. Und wer von dem Problem mit dem Personalmangel (Kopfgeld und andere Annehmlichkeiten) profitieren möchte, der muss jetzt und in den nächsten paar Jahren sich Arbeitgebermäßig umschauen.
     
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