Personalabbau - Gefahr für die Patienten

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Hypokrates, 20.07.2012.

  1. Hypokrates

    Hypokrates Gesperrt

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    ARD Mediathek: Kontraste - Neue Studie zeigt - Personalabbau gefährdet Patientenleben in Krankenhäusern - Donnerstag, 19.07.2012 | Das Erste

    Quelle:ARD--Kontraste
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum sollte der Personalabbau Patienten gefährden? Das trifft vielleicht mal in einem Einzelbeispiel zu... aber flächendeckend wohl nicht. Pflegekräfte tun alles, damit der Pat. net bemerkt, dass zu wenig Leute da sind. Dafür werden Überstunden geschoben, ist man bereit freie Tage und Urlaub zu verschieben. Der Pat. geht immer vor. Und sollte bei dieser Arbeitsweise eine Erkrankung entstehen, die die Pflegekraft dauerhaft arbeitsunfähig oder sogar berufsunfähig macht... es stehen genug neue Anwärter vor die Tür, die es genauso weiter machen werden.

    Von daher: Ein kurzes aufjaulen... und dann geht es zur Tagesordnung über. Der Arzt ruft schon zur Visite. Noch schnell einen Schluck Kaffee zwischendurch und weiter geht es. Vielelicht schafft man es ja, heute nur eine Stunde (unbezahlt) länger zu bleiben. *zynismuson*

    Elisabeth
     
  3. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Das übliche Blablablubbblubb:

    "Die" Krankenhausgesellschaft spricht von "subjektives" Empfinden der dip. Soviel zur "anerkannten" angewandten Pflegeforschung.
    Das Bundesgesundheits Ministerium sieht die Verantwortung bei den Krankenhäusern. Die Krankenhäuser bei den Krankenkassen, die Krankenkassen bei den Krankenhäusern.

    Pflegefehler sind Fehler vom Pflegepersonal und es wird dafür gesorgt das williges, billiges Personal nachkommt, wenn "eine/einer" gegangen worden ist.

    Sprich: Es trifft immer den der am wenigsten Schuld hat an diesem Problem.

    Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt und somit allen Weg.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Eigene Wahrnehmung des Pflegepersonals ist nun mal subjektiv. Und wenn sich objektiv an der Versorgung des Pat. nix ändert... dann muss man wohl die subjektive Wahrnehmung in Zweifel ziehen. So ist das halt mit Fakten und Emotionen wenn es um Ausgaben geht.

    Die Pflegeforschung hat meines Wissens auch nicht bestritten, dass es hier um eine subjektive Wahrnehmung geht. Bösartig könnte man sagen, sie hat nochmal bestätigt, das auf hohem Niveau gejammert wird udn man sich gern als Opfer stilisiert. Ist auch ein Forschungsergebnis.

    Elisabeth
     
  5. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Behaupte schon das wir eine neue Dimension erreicht haben in Sachen Personalpolitik in deutschen Kliniken. Angehörige klagen (drohen) schneller. Die Kliniken bemerken, dass vorhandene Stellen immer schlechter besetzt werden können. Erhöhung des Stellunschlüssels ist häufig nur schwer aufgrund fehlender (erfahrener) Pflegekräfte umsetzbar. Bettensperrung auf der Intensivstation kostet Geld. Und der Druck durch diese "äusseren" Einflüsse steigt Jahr für Jahr. Unbezahlte Überstunden sollte es dank Stempeluhr zumindest im Bereich des Tvöd nicht geben. Gerade der Bereich Hygiene könnte bei der Personalpolitik aufgrund aktueller Vorfälle (Bremen) eine immer wichtiger Rolle rund um den Stellenplan spielen. Behaupte mal gerade wegen der Außenwirkung sind viele Kliniken deutlich sensibler in Sachen Hygiene geworden!

    Das Pflegethermometer 2012 mit seinem Schwerpunkt Intensivstation erleuchtet mal wieder einiges rund um die aktuelle Situation in deutschen Kliniken.
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    macht euch keine Sorgen, es gibt immernoch zu viele Krankenhäuser. Wenn die so nach und nach alle dicht machen, löst sich der Personalmangel schon noch auf...
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Solange man Pflegekräfte erpressen kann, wird sich kaumw as ändern.

    Elisabeth
     
  8. ZN-Ator

    ZN-Ator Senior-Mitglied

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    Da war der Finger wohl schneller als der Verstand..... Sorry aber das weiß man schon seit vielen Jahren und aus diversen Studien ( http://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/projekte/Pflege_Thermometer_2012.pdf ; http://www.vua.ch/dossiers/2_Budgetverantwortung_Rationierung/12_05_1.maiflugi.pdf ) dass eine deutliche Personalverknappung immer auch teilweise verheerende Auswirkungen auf das Outcome der Patienten hat. Die Mortalität steigt!
    Ich Zitiere:"Weltweit nimmt die Sterbehäufigkeit der Patienten zu, wenn die Anzahl der Betreuten pro Pflegende/-n steigt."
    Woher kommt das? Ich nenne einzelne Beispiele:
    - Die Hygiene leidet unter dem erhöhten Arbeitsdruck, Infektionen werden eher verschleppt
    - Die Gefahr von Verwechslungen von z.B. Medikamenten steigt
    - Pflege an und für sich wird schlechter mit allen Konsequenzen (LAgerung des Patienten / Mobilisation usw.)
    - usw. usw.
    Somit kannst Du wohl die Quantität der der versorgten Patienten beibehalten durch Kompensation, die Qualität und die ist relevant, wird sinken!
     
  9. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    @ ZN-Ator:
    Du hast wohl das letzte Wort des Beitrags von Elisabeth nicht gelesen.....
    Es lautet "zynismuson" ;) ;) ;):wink1:
     
  10. ZN-Ator

    ZN-Ator Senior-Mitglied

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    Doch doch, aber das galt meiner Ansicht nach dem letzten Absatz..... wie auch immer....
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @ZN-Ator- dass das Outcome von Pat. schlechter wird, hat Fr. Keohwinkel bereits in ihrer Studie Anfang der 90er des letzten Jahrhunderst nachgewiesen. Folgen hatte es keine wenn man bedenkt, dass die Personalreduzierung von 1995 bis 2004 zu beobachten war.

    Die angloamerikansichen Studien werden gerne zitiert- haben aber das Problem, dass die Länder eine andere Personalstruktur haben. Wenn du diese als Grundlage nehmen willst und nur auf die Fachkräfte schielst, dann sind die deutschen Kliniken mit Fachpersonal überbesetzt. Wer von den zuständigen Gesundheirsökonomen interessiert sich schon dafür, dass eine deutsche fachkraft auch die einfachen (Grund-)Pflege- bzw. pflegeferne Arbeiten übernehmen muss, die man z.B. in den Staaten an weniger qualifizierte Fachkräfte abgibt.

    Wenn du die Folgen eines Fachkräftemangels an Fakten nachweisen willst, dann müstest z.B. schauen, dass du Zahlen gegenüberstellst: sinkende Personalzahl- steigende Verlängerungend es KH-Aufenthaltes wegen Verwehselung der Medis, Hygienemängel, Pflegefehler, usw.. Das dürfte mehr asl schwer fallenn, denn solch eine Studie müsste flächendeckend angelegt werden. Einzelbeispiele wie in Bremen reichen nicht. Zumal man hier ja nach wie vor net weiß/wissen will, woran es liegt.

    Deswegen: solange die Kollegen in ALLEN Bereichen (mich piept diese Bauchnabelschau der Intensivler in diesem Zusammenhang an) ihre subjektive Überlastungswahrnhemung ignorieren wird nix passieren. Erts wenn die Verweigerung der Überschreitung eigener Grenzen die Norm wird, dann MUSS der Staat reagieren. Ob er dann aber mehr Personal einstellt oder die medizinischen Angebote limitiert... wer weiß das schon.

    Der Pat. steht schon lange net mehr im Mittelpunkt des Gesundheistwesens. Da steht der Banker (und das net nur bei den Privaten)- wie übrigens überall in der Gesellschaft.

    Elisabeth
     
  12. ZN-Ator

    ZN-Ator Senior-Mitglied

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    das sehe ich 100% genauso
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ergo: die Kritik der DKG an dem Pflegethermometer ist mehr als berechtigt.

    Elisabeth
     
  14. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Seltsames System:

    Dem AN wird per Staat gesetzliche Krankenversicherung vom Gehalt einbehalten.
    Der Staat gibt es den Krankenkassen, die Krankenkassen geben es den Krankenhäusern, die Krankenhäuser per Gehalt dem AN.

    Die Krankenkassen überprüfen die Rechnungen vom Krankenhaus....., warum überprüfen sie nicht die Pflegekosten (sind die ihnen immer zu UNauffällig)?


    Nehme ich ein Unternehmen und gebe einen Auftrag raus kontrolliere ich doch ob die Rechnung stimmt. Ich zahle doch nicht das gleiche Gehalt für einen Lehrling und wenn dann Meisterkosten abgerechnet werden, zahle ich doch nicht. Wieso funktioniert das aber in der Pflege? Ich denke das ist dieser Pauschalbrei, keine genaue Abrechnung, was, wie, wo am, mit dem einzelnen Pat. geleistet wird.
    Ist der Verwaltungskram dann noch aufwendiger, wenn man es umstellen würde? Wir schreiben eh eine Doku. und da wären die Leistungen aufgeführt.

    Ich frage mich wer sich wo, wann am besten unkontrolliert die "eigenen" Taschen füllen kann.
     
  15. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Dein System ist allerdings seltsam (und an vielen Stellen unzutreffend)
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Claudia B- ich verstehe deinen Einwand net. Das Outcome stimmt. Ergo: die Summe hat ausgereicht. Warum sollte man da mehr bezahlen wollen? Erst wenn das Outcome bei zahlreichen Pat. net mehr stimmt, besteht Handlungsbedarf. Und das wird bei der Einsatzbereitschaft der meisten Pflegekräfte wohl nicht zu erwarten sein. Der Pat. darf ja nix merken von den Zuständen.

    Elisabeth
     
  17. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Offensichtlich ist er doch nicht stimmig. Die Pflegefehler steigen (bewiesen durch die Pflegestudien), der Pat. merkt es/die Angehörigen, darum steigen die Klagen vor Gericht.

    Aha (zynisch), darum wird der "Pflege"notstand (seit "Jahr"zehnten) abgebaut (mit "hoch"qualifiziertem Personal), die Pflegefehler gibbet nich und "wir" sind sowieso an allem Schuld...

    Wie kommen wir aus diesem Kreislauf raus? Diese schwarze Peterzuschiebung hört und hört nicht auf.

    Nich quatschen, "machen", nur was, wie, wo ist wirklich noch sinnvoll?
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kannst du bitte ganz konkrete DEUTSCHE Studien beibringen, die nachweisen, dass es flächendeckend zu Problemem infolge des Personalmangels kommt.

    Einfach mal die "subjektive Überlastungswahrnehmung" ersnt nehmen und net mehr einspringen. Aber dies wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

    Btw.- seit 2005 steigen die Zahlen wieder.

    Elisabeth
     
  19. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Nein, ich kann Dir keine Deutschlandweite Studie beibringen (ich kenne auch nur die dip-Studie) und genau darum werden wir auch nicht ernst genommen (an den richtigen Stellen: Bundesgesundheitsministerium, Deutsche Krankenhaus Gesellschaft, Krankenkassen).

    Es ist aber schon witzig das Krankenkassen ihre "ausgehandelten" Pflegepauschalen (mit den Krankenhäusern) vom MDK (von wem bekommen die eigendlich ihr Gehalt?) überprüfen lassen. Ich sehe in diesem System nur eine sytemunterstützende Maßnahme, weil alle irgendwie abhängig sind voneinander. Da ist keine "neutrale" Stelle,
    Da ist keine Überprüfung "wer" leistet was, wielange. Pauschalbrei, 3 Minuten für Wasserlassen......

    Das Problem (Einfach mal die "subjektive Überlastungswahrnehmung" ersnt nehmen und net mehr einspringen.) haben auch die AG`s erkannt (und sie haben auch noch gesetzlich die Möglichkeit dazu), sie geben überwiegend nur noch befristete Verträge heraus (die können sie seit einiger Zeit ständig "erneuern" ) und mit Zusätzen wie: erklärt sich bereit Mehrarbeit/Überstunden zu leisten.

    Du willst in den Beruf arbeiten, bitte schön, "dann" zu den vorhandenen Gegebenheiten. Unterschreibst Du nicht "diesen" Vertrag gibt es genug andere die es tun, weil ein Arbeitsamt schüttelt nur verständnislos den Kopf das Du angeblich (subjektiv) keine Arbeit "in" der Pflege findest.

    Egal wie ich mich drehe und wende dieses System drückt uns die Luft ab. Der Jahrzehntelange Pflegenotstandaufbau muss sich ja für irgendwen "gelohnt" haben, wo doch genug Geld für die Pflege zur Verfügung steht, aber nicht bei den Pflegenden ankommt.

    Wünschen kann man(n)/frau sich alles, nur wir stoßen immer wieder an Systemgrenzen, die unsere Wunscherfüllung mit der nötigen ausgestatteten Macht (mit praktischen Mitteln) "subjektiv" zu verhindern wissen.

    Nun ja, die bekannten Horrorgeschichten/Meldungen beeindrucken auch nur noch kurz am Rande. Gesetzlich Legitim, moralisch Verwerflich und menschlich "offensichtlich" nur noch durch die Ware Menschliches Fleisch finanziell "Lohnens"wert.
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es gibt keine Zahlen aus deutschen Studien, dass der Pflegepersonalabbau einen Einfluss auf die Mortalität hat. Wäre auch schwierig. Wo willst du diese Zahlen herbekommen?

    Zur Abbildung der Pflegeaufgaben werden im DRG-System die PPR-Ergebnisse genutzt. Hier muss Pflege sich gefallen lassen, dass bei dem system schon zu Beginn der Fehler darin lag, dass man sich lediglich auf die Maßnahem ausrichtete- mehr Punkte= mehr Personal- diesen Bedarf aber nie belegen konnte. D fällt in die Hacken, dass sie den Pflegeprozess als unnötiges Übel ansieht und hier die Möglichkeit hat verstreichen lassen, Nachweise für die Wirkung der Pflege zu erbringen. Eine einzige deutsche Studie ist mir bekannt- die von Krohwinkel- die sich auf den Zusammenhang von Pflege und Outcome bezieht. Zu lange hat man sich auf die angloamerikanischen Studien berufen. Aber das Pflegesystem in D ist eben einzigartig.

    Wie kann man den Fehler einholen? Durch immer pinschittrige Dokumentation von Maßnahmen? Wohl kaum. Ich seh nur eine einzige Möglichkeit: sich organisieren und handeln á la Finnland: Arbeitskampf extrem: Tausende Krankenschwestern drohen mit Massenkündigung - SPIEGEL ONLINE . Aber diese Entwicklung wird es in D wohl kaum geben. Der Lohn ist einfach noch zu hoch, die Belastung einfach noch zu niedrig. Es wird viel und laut gejammert. Interessieren tut das niemand. Siehe die Aussage der DKG.

    Elisabeth
     
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