Persönliche Zukunft?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von ShadowDancer, 26.01.2009.

  1. ShadowDancer

    ShadowDancer Junior-Mitglied

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    Hey Leute,
    Ich weiss nicht genau in welchem Forum ich mit meinem Thread richtig aufgehoben bin, aber ich glaube dass dies hier zumindest ein Anfang ist.

    Worum es mir geht?
    Ist eigentlich "ganz einfach" ...oder auch wieder nicht!

    Ich bin jetzt knapp 24 Jahre alt, bin seitdem ich 17 bin in der Pflege zugange aber habe vor knapp 1nem Jahr endlich mein Examen zum Gesundheits und Krankenpfleger abgeschlossen!
    Nach dem Examen wurde ich im Ausbildungshaus übernommen und arbeite auf einer Allgemeinchirurgischen Station als eine der wenigen Vollzeitkräfte.

    Stillstand ist mir ein Graus und mich zu beschreiben, würde wohl " Junger Wilder" treffen.
    Ich bin idealistisch und motiviert, dieser Beruf ist wohl eher eine Berufung für mich als nur ein "Job". Allerdings weiss ich, dass ich nicht ewig als Krankenpfleger auf ein und der selben Station arbeiten möchte. (Gesundheit, Weiterentwicklung...)
    Gerade deswegen quält mich zu mancher Stunde die Frage nach dem "Wohin?" umsomehr.

    Es gibt so viele Ideen und Möglichkeiten die mir durch den Kopf gehen dass es mitunter schwer ist die orientiertung zu behalten, und zum anderen einen roten Faden in meinem Berufsleben zu finden.


    Ein Beispiel: Ich bin als Mentor auf Station tätig und es macht mir Spaß Auszubildende anzuleiten , ihnen etwas beizubringen und so vor allem ein Stück weit zur "Pflegequalität" beitragen.. (Und somit gegen die nachlassende Pflegequalität mancher Azubis etwas in meinem Rahmen versuchen möchte zu verändern. Bzw auch Dinge anders zu vermitteln als es bei mir mitunter gemacht wurde :-) )


    Es würde mich total reizen mal zu unterrichten bzw vlt sogar (irgendwann?) sogar in das Schulwesen einzusteigen.. Gegenwärtig möchte ich jedoch eher Praxiserfahrungen sammeln.
    ...

    Eines meiner persönlichen Herzensdinge ist mir die vernünftige Versorgung von Schwerstkranken und vor allem Sterbenden Patienten.
    Ich habe es geschafft bei uns auf Station das Bewusstsein für Hospiz und Zusammenarbeit mit diesem zu verbessern
    und es geschafft das wir sogar den ehrenamtlichen Hospizdienst zwischenzeitlich aktivieren um unsere Patienten durch Menschen begleiten zu lassen, die mehr Zeit haben.
    .....

    Wie auch immer.. einerseitssage ich mir: "HEy du bist Jung..kannst noch einiges sehen und machen" .. Andererseits beschöftigt mich das "Wann und wie" .. sicherlich auch etwas die Verunsicherung der Stimme meiner Eltern im Ohr "" Irgendwann ist man zu alt" ... Auch wenn das für den Pflegeberuf und seine Weiterentwicklungen sicher sehr relativ ist...

    ...
    Ich möchte euch gar nicht langweilen und hoffe das ihr mein Problem im Kern versteht/nachvollziehen könnt, auch wenn ich euch einige weitere Dinge auflisten könnte..




    Kennt ihr das vielleicht selber? Wie geht ihr mit sowas um? Bin ich zu ungeduldig und unruhig?


    Olla..so ein langer Beitrag..Ich hoffe ihn liest auch jemand ;)

    Ich danke euch fürs Zuhören!

    Gruss
    Christian
    aka
    ShadowDancer
     
  2. Schwester Sonja

    Schwester Sonja Senior-Mitglied

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    185
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    Beruf:
    Fachkrankenschwester, Rettungsassistentin, Radiologieassistentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie OP, NA und Röntgen
    Ja, kenne das sehr gut.

    Bin nun auch schon über 20 Jahre in der Pflege und Routine ist mir ein Graus.

    Die Arbeit in der Notaufnahme, im Rettungsdienst sind da perfekt für mich, da ich nie weiß, was auf mich zukommt.

    Allerdings war der Weg dahin recht turbolent.

    Nach dem Examen erst mal nach Mombasa! Das war toll und aufregend. Eine herrliche Zeit -> aber nicht für immer.

    Wieder nach Deutschland und Weiterbildung Richtung Psychiatrie. Das war auch toll -> aber nicht für immer.

    Weiterbildung zur MTA war auch interessant -> aber nicht für immer.

    Mehr Routine in Notfallsituationen durch Ausbildung zur RA. Das ist immer wieder eine schöne Ergänzung, aber nicht allein.

    Jetzt habe ich Familie, arbeite in der Notaufnahme und Röntgen, fahre nebenbei Rettungsdienst und helfe beim Tierarzt aus.

    Jetzt ist es perfekt. Der Weg ist das Ziel, das für jeden Menschen anders aussieht. Nicht stehen bleiben, wenn einen die Arbeit auffrisst. Nicht jammern, wenn man keine Erfolge mehr sieht und die Arbeit keinen Spaß mehr macht.

    "Schluß der Worte, Taten warten!"

    In unserem Beruf sind wir es den Patienten schuldig, dass wir unseren Beruf gerne ausüben, denn dann sind wir auch gut.

    Für Jeden zeichnet sich ein anderer (Um-)Weg aus und manche sind von Anfang an am richtigen Platz.

    Die Suche danach ist den Aufwand wert.
     
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