Perioperatives Wärmemanagement

Ute

Poweruser
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Hallo,
die meisten Patienten sind doch nach einer langen OP ausgekühlt, wie verhindert Ihr das? Habt Ihr spezielle OP-Tische damit das nicht passiert?
 
S

Salamon

Gast
Guten Tag,

ausführliche Informationen zur intraoperativen Hypothermie (gewollt oder ungewollt) bekommt ihr über Gerry Raßmann aus dem Forum "Intensivpflege" hier.
 

Chaggi64

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Hallo erst mal,
also in Bezug auf Auskühlung des Patienten sollten vor einer Op Vorbereitungen getroffen werden.
Der Patient wird schon bei dem Einschleusen mit warmen Decken abgedeckt. Weiterhin wird der Patient nach Narkose erst abgedeckt wenn der Operateur gewaschen ist und somit abwaschen kann.
Infusionen werden genau wie Spüllösungen warm angereicht.
In der Ausleitung wírd der Patient wieder warm abgedeckt und evtl auch mit einem Warmtauch weiter gewärmt.
Intraoperativ besteht immer die Möglichkeit gewisse Körperteile mit dem Warmtouch anzuwärmen.
Nach der Abnahme der Op Abdeckung wird der Patient gleich wieder in warme Tücher gewickelt.


Geht eigentlich immer gut.

Gru0
Chaggie:boozed:
 

laprador

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Wichtig ist doch das während der Op der Patient vor Unterkühlung geschützt wird. Bei uns werden dann so genannte Bair Hugger Decken verwendet, die werden mit warmer Luft "aufgepustet". Man kann die Temperatur in 3 Stufen regeln. Diese Decken gibt es in unterschiedlichen Modellen für jede Op passend als halbe oder ganze Decken mit Loch oder ohne...
Ich finde das ist eine tolle Sache!:o
 

medizin_mann

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hallo
zuerst : vielleicht sollte man diesen fred ändern auf z.B. "Perioperatives Wärmemanagement".
ich habe den erwähnten beitrag von g.raßmann mal rausgesucht:

Hallo ...
...spiralförmigen Infusionswärmer...setzen sie erfolgreich in jedem OP ein
Ein Fehler, den ich nur öfter beobachte ist eine zu lange Leitung zwischen Patient und Wärmer. Dann kann die Infusion wieder Auskühlen.
Bei CVVH wickeln wir Filter und Schläuche prophylaktisch in Alufolie ein. Das bringts.
Wenn ein Patient schon ausgekühlt ist geht nichts über eine Warm To...u...ch Therapie.
Wie dem auch sei, eine iatrogene Hypothermie ist nur in ganz wenigen Fällen indiziert (Hirndruckpatienten oder kardiochirurgische Patienten). So sollte man alles versuchen, dem Patienten gar nicht erst auskühlen zu lassen, denn das ist nicht ganz ungefährlich.

a. Hypothermie führt zu einer Erhöhung des perioperativen Infektionsrisikos
b. Hypothermie erhöht das Risiko einer perioperativen Hypoxie und kardialer Komplikationen
c. Eine Hypothermie steigert das Risiko perioperativer Gerinnungsstörungen
d. Hypothermie beeinflußt Pharmakokinetik und -dynamik
e. Hypothermie erhöht die perioperative Motalität: So ist die Mortalität hypothermer Patienten mit 24% signifikant höher als bei einem normothermen Patienten
f. Hyothermie verlängert die postoperative Aufwachzeit
in der htc stellt sich das problem der hypothermie nocheinmal auf besondere weise, denn der pat. wird regelhaft in leichter bis mäßiger hypothermie (30-27 °C) operiert. in der sog. nachperfusionszeit liegt es in der hand der kardiotechnik den pat. auf ein normothermes temperaturniveau zu bekommen. bei uns werden präop. gewärmte decken unter und über den pat. gelegt. postop. kommt der pat. in ein warmes bett. das weitere management liegt in der hand der its.

mfg
 

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