Patienten "en bloc" waschen mit einem Waschlappen

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Irgendeine, 06.04.2015.

  1. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Ich habe mir vor kurzem eine Frage gestellt.
    Und zwar hat mir eine Examinierte gezeigt, dass wenn ich den Patienten auf eine Seite drehe (und er im Stande ist, das mitzumachen und liegen zu bleiben) ich viel effizienter waschen könnte. Also mal Schritt für Schritt:
    • Ich ziehe das Oberteil des Patienten aus
    • Patient liegt auf Rücken, ich wasche Gesicht, Brust, Arme (Bei Frauen Handtuch oder Oberteil über Brustkorb)
    • Hose ausziehen und Beine waschen
    • Patient zur Seite drehen, ich wasche Rücken, Intimbereich und Gesäß
    • In der genannten Reihenfolge trockne ich natürlich auch jeweils ab.
    • Evtl Inkontinenzversorgung
    • Lappen weg, Handschuhe aus, Oberteil an

    Ich brauch mit dieser Methode nur ein Paar Handschuhe, einen Waschlappen und ein Handtuch, evtl. ein zweites zum Zudecken. Der Patient muss nur einmal gedreht werden.

    Ist diese "Methode" schulkonform? Vielleicht machen es einigen sowieso schon immer so und ich war bisher nur zu blöd das zu schnallen.

    In der Schule wurde es ja mit 2, besser noch mit 3 Waschlappen gelehrt, aber eigentlich hält sich oben Beschriebenes doch auch an alle Regeln?
    Oder steh ich jetzt völlig aufm Schlauch?

    lg
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn das Drehen für den Patienten anstrengend ist, wasche ich ähnlich wie beschrieben: Zuerst die "Vorderseite" mit dem Intimbereich zum Schluss, dann, in Seitenlage, Rücken und Gesäß. Aber dabei muss ich zwischen Intimbereich vorn und Rücken natürlich den Waschlappen wechseln.

    Wie wäschst Du den Intimbereich, wenn der Patient mit dem Rücken zu Dir liegt?
     
  3. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Also ich hab mir das nicht in der Theorie ausgedacht, sondern bei einem neurologisch schwer beeinträchtigten Patienten ausprobiert.
    Ich hatte das Bett nicht ganz auf Hüfthöhe, ich konnte mich also noch über den Patienten beugen und somit die Intimpflege durchführen indem ich "von hinten nach vorne" greife. Verständlich?
    Auf Veränderungen kann man ja vor dem Drehen schon achten und wenn es welche gibt, dann wasch ich natürlich nicht wie oben beschrieben.
     
  4. pflegekraft87

    pflegekraft87 Stammgast

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    Auch wenns die wenigsten machen ist der Wasserwechsel meines Wissen, im Examen pflicht. Ebenso bemängeln viele das man mit dem selben Waschlappen an dem Hautschuppen usw. des Körpers und vom Gesicht hängen, anschliessend den Intimbereich wäscht.
    Auch viele männliche Patienten haben ein Schamgefühl, weswegen ich auch beim Mann den Oberkörper abdecken würde, da sich die meisten dann einfach wohler fühlen. Zudem ist es oft nicht unbedingt immer molig Warm im Patientenzimmer was zudem für ein Zudecken des Oberkörpers spricht.
     
  5. Schnandi76

    Schnandi76 Junior-Mitglied

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    Hallo, ich halte es wie Claudia. Da muss man nur einmal drehen, aber Wechsel vom Waschlappen ist klar. Ich weiß ehrlich nicht, wie man den Intimbereich wirklich ordentlich von hinten wäscht, da sieht man doch gar nix. Dann lieber einmal Lappen wechseln.
    LG Schnandi
     
  6. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Das Wasser muss ich ja nicht wechseln wenn ich nicht vom Intimbereich ins Gesicht gehe..
    Musst du mal ausprobieren. Man sieht genug von hinten um den Intimbereich zu waschen. Kucken kann man ja wenn man die Beine wäscht.
    Wasserwechsel hab ich nicht mal in der Schule so gelernt.
    Ich denk mir halt immer so, wenn ich mich selber waschen würde, würde ich auch zu letzt untenrum waschen. Aber es ist doch echt egal ob du mit dem Waschlappen fürs Gesicht auch die Beine wäschst o_O
    Natürlich deck ich auch Männer zu wenn sie es möchten.
    Ich suche nur halt grad Argumente, die gegen diese Methode sprechen könnten...
     
  7. Flop2301

    Flop2301 Junior-Mitglied

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    Hi,

    also meines Wissens nach wäre der Wasserwechsel nur dann Pflicht, wenn du den Waschlappen vom Intimbereich noch mal nass machst und dann den Rücken waschen würdest.
    Ich persönlich würde auch zuerst den vorderen Intimbereich mit Einmalmaterial versorgen und danach erst den Patienten drehen.

    Also Argumente gegen deine Methode würde mir die rückenschonende Arbeitshöhe einfallen, da du ja schon beschreibst, dass du dich über den Patienten beugen musst.
    Außerdem weiß ich nicht wie gut man den vorderen Intimbereich genau beobachten kann wenn man hinter dem Patienten steht.
     
  8. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Hm, da habt ihr schon recht. Also prinzipiell ist die Methode nicht verkehrt aber es ist besser dann mit 2 Waschlappen und den Intimbereich wenn der Patient auf dem Rücken liegt.
    Das ist dann wohl das doch am besten.

    Wasserwechsel ist doch dann nicht nötig..
    Aber jetzt mal ne ganz doofe Frage: wenn ihr jemanden wascht, wie wascht ihr dann die Seife ab? Ich meine ich gehe mal davon aus dass man in der Praxis keine 2 Waschschüsseln hat...
    Ist echt ne blöde Frage, aber ich frag mich grad ob es falsch ist, den Patienten nur mit dem selben Wasser nochmal "abzuwaschen".
     
  9. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Warum denn nicht....
    Ich kann mir mein ausreichendes Sichtfeld auch schaffen, wenn der Patient seitlich mit dem Rücken zu mir liegt.
    Kommt allerdings sehr auf den Patienten drauf an, bei Frauen - einfacher.
    Wischrichtung - optimal. Arbeitschritt - kürzer.
    Optional: Unterlagerung des oben liegenden + angewinkelten Beines mit Decke...
    ...ob es klappt und für den Patienten o.k. ist - stellt man beim 1. Mal fest, kann es dann so fortführen.
    Ist es (aus vielerlei Gründen) so nicht umsetzbar, dann halt nicht.
    Bei z.B. extrem ausgeprägten Kontrakturen in beiden Beinen bleibt ohnehin meist nichts anderes übrig.
     
  10. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Falls ich es noch nicht geschrieben hatte: Ich bin hier auch hauptsächlich von neurologisch extrem beeinträchtigten Patienten ausgegangen.
    Aber wie ihr schon sagt, muss man an den Patienten adaptieren.
    Dass ich nicht den selben Waschlappen, den ich für den Intimbereich benutzt hab, nochmal ins Gesicht klatsche, davon bin ich ausgegangen dass das selbstverständlich wäre...
    Mir war nur wichtig zu wissen, dass diese Methode (wie gesagt, dann individuell abgestimmt) prinzipiell regelkonform ist...
     
  11. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Nein.
    Egal ob neurologisch oder vegetarisch.
    Mit der o.g. Methode kann ich einen Patienten nicht rundum beobachten.
    (Vgl. Prophylaxen: Intertrigo, Pilzinfekt, Kranzfurchenstein oder dgl.)
     
  12. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    warum denn nicht? es ist ja nicht so dass ich ihn von vorne nicht ankucke. und da sieht man doch durchaus ob sich da irgendwo intertrigo ist? ich habe ja geschrieben, dass es wirklich dann besser ist, den intimbereich auf dem rücken zu waschen (mit einem 2. waschlappen). wo sollte sich denn sonst noch intertrigo befinden, den ich nicht sehen könnte?
    am ende ist es ja dann doch "die waschung nach schule". ich hab eine "beobachtung" (find grad kein besseres wort) bei einer kollegin gemacht und habe nun argumente bzw. gegenargumente gesucht.
    die wurden mir hier geliefert plus verbesserungsvorschläge und erklärungen. die gegenargumente über wiegen und die erklärungen waren schlüssig.
    die bin ich gerne bereit umzusetzen und bedanke mich für die denkanstöße :-)
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Optional? Für die Intimpflege müssen die Beine zumindest leicht gespreizt werden, meiner Meinung nach. Das geht in Seitenlage nur mühsam: Bein hochhalten stelle ich mir ganz schön anstrengend vor, sowohl für mich als auch für den Patienten. Da gestaltet sich die Intimpflege in Rückenlage doch wesentlich einfacher.
     
  14. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Ehrlich gesagt finde ich das Waschen mit einem Waschlappen für den ganzen Körper....., ich weiss grad nicht wie ich das nennen soll, seltsam. Oder wenn ich ehrlich bin, nicht sehr hautfreundlich und hygienisch. Man wäscht dann den Waschlappen aus und nutzt den dann weiter, mit der schmutzigen Seifenresten??? Womit wäscht man dann die Seife von der Haut weg?

    Ich komm ja aus der Neonatologie und ehrlich gesagt ist mein Examen schon ein paar Jährchen her, weiss nicht mehr wie ich das examenskonform für größere Menschen gelernt habe. Aber bei den Frühchen/Neugeborenen/Säuglingen haben wir mit klarem Wasser gewaschen und jeweils mehrere frische Kompressen (analog zu Waschlappen) genutzt.

    Und wenn ich jemand gewaschen, ich meine nicht nur feucht abgestaubt habe, dann reicht mir auch ein Handtuch nicht.

    Gruss
    Ludmilla
     
  15. Ovian

    Ovian Junior-Mitglied

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    Ganz ehrlich, das Waschen wenn die Schule dabei war, war immer nur ein rumgeschmiere.

    Korrekte Waschung in der Realität:
    1. Eimer füllen, ordentlich viel Shampoo rein hauen und 4x Waschlappen und 2x Handtücher
    2. Patient informieren, ausziehen, komplett von oben bis unten nass machen und ordentlich schrubben, am Besten Patient einbeziehen und alles selbst machen lassen wenn möglich (aktivierende Pflege)
    3. Patient mobilisieren (Rollstuhl), das nasse Bett abtrocknen und desinfizieren und frisch beziehen.

    Korrekte Waschung mit Schule:
    (Jede Schule will es wahrscheinlich anders...)

    Wir mussten einen Waschlappen fürs Gesicht, Oberkörper und Arme nehmen, dann den Waschlappen entsorgen.
    Anschließend Einmalwaschlappen (ich nenne sie Schmierlappen) nehmen und Intimbereich vorne waschen, aber nicht wieder in die Wanne legen sondern entsorgen. Dann mit einem normalen Waschlappen Beine und Füße.
    Patient umdrehen und dann Rücken mit normalen Waschlappen waschen (unlogisch, weil nach Füße würde ich z. B. Wasserwechsel vornehmen... aber egal, die Schule wollte es so) und entsorgen. Wieder Einmalwaschlappen nehmen und Gesäß und Anus.

    Ich glaube der Ablauf für das Waschen eines Patienten wurde 4x während meiner Ausbildung geändert.
     
  16. JessesGirl

    JessesGirl Stammgast

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    Wieso man das in der Schule lernen sollte, ist mir generell ein Rätsel. Gibt doch wohl wichtigeres, als den Patienten am richtigen Ort mit dem richtigen Lappen zu "waschen".

    Bei uns wird es noch rigoroser gemacht. Fixfertige Waschhandschuhe, Päckchen in die Mikrowelle und dann so pflegen. Da kann man jederzeit einfach einen neuen Lappen nehmen. Hautpflege ist auch schon mit drin, kein nachtrocknen oder eincremen nötig.
     
    amezaliwa gefällt das.
  17. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Hasst du mal versucht wie sich diese fertigen Waschlappen anfühlen? Ziemlich eklig. Für ein paar Tage OK. Aber auf lange Dauer schädigen sie die Haut doch sehr.

    Ich nehm mir 2 Waschlappen und 2 Handtücher und los gehts. Wasserwechsel mach ich im Normalfall nicht. Wozu auch wenn man nicht grad den Hintern als erstes wäscht?

    Warum sollte ich nach dem Fuße waschen das Wasser wechseln??? Außer bei Erkrankungen wie Pilz natürlich.

    Das würde ich doch bei mir selber nicht machen...
    Immerhin sind es die eigenen Fuße des Patienten und nicht die des Bettnachbarn die der Waschlappen berührt hat...
     
  18. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Also sach mal...wie kannst es wagen...
    Aber mal ehrlich - es tät so einiges erleichtern, insbesondere was die (teils absurden) Sorgen, Ängste und Bedenken von so vielen Azubis anbelangt, es sind ja doch immer wieder die selben Fragen. Das zieht sich bis hin bis zur praktischen Prüfung.
    Und dann kommst DU daher und schreibst SOwas.

    Danke, einfach nur Danke.

    @Irgendeine
    eklig und hautschädigend - hä? Kann weder das eine noch das andere bestätigen.
     
    #18 amezaliwa, 13.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 13.04.2015
  19. Irgendeine

    Irgendeine Poweruser

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    Ich weiß nicht wie ich die letzte Antwort aufnehmen soll. Ich kanns schließlich auch nicht ändern wenn die Schule genau den Waschvorgang so detailliert haben will.
    Mir ist auch klar dass es wichtigeres gibt und dass man als normaler Mensch die Reihenfolge beim waschen kennen sollte.
    Aber man muss nun mal eben einen von der Schule (teils absurden) Ablauf befolgen.

    Hast du dich schon mal mehr als 2 Tage mit diesen Dingern gewaschen? Ich hab mich nie richtig sauber gefühlt und meine Haut war nach den paar Tagen ziemlich im Eimer.

    Auch wenns ein anderer Aspekt ist, aber es ist auch nicht sehr umweltfreundlich...
    Und den meisten Häusern auch zu teuer..
     
  20. JessesGirl

    JessesGirl Stammgast

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    Nur muss man sich fragen, was denn problematischer/teurer für die Umwelt oder das Krankenhaus ist:

    Das waschen lassen von zig Waschlappen, Handtüchern (nehmen wir mal je 2 pro Tag/Patient).
    Das abwaschen von 2-3 Waschbecken pro Tag.
    Kosten für Wasser, zusätzliche Seifen, Hautcremes die man nur für einen Patienten öffnet und dann entsorgt oder mitgibt.

    Und das gegen 1 Packung Wegwerflappen am Tag, die Mengenmässig in eine Hand passen.

    Hier wurde es eingeführt, weil es günstiger und effizienter ist.

    Die Handschuhe die wir haben, fühlen sich übrigens ganz angenehm an. In der Einführungsphase wurden alle Patienten gefragt, wie sie diese Dinger finden. Die Reaktionen waren durchwegs positiv, sogar bei Patienten die z.B. 2 Wochen fast ausschliesslich damit gewaschen wurden. Und bei keinem hat die Haut gelitten.
    Und wisst ihr, was ich sehr oft als Antwort bekomme, wenn ich frage, ob sie einen Waschlappen oder unsere Tücher wollen? "Gerne diese Fertigtücher, die sind super". Wurde auch schon mehrmals gefragt, ob man die auch in der Apotheke bekommt.

    Was übrigens nicht heisst, dass ich nie mehr etwas anderes benutzen werde. Aber dafür bleibt mir dann Zeit, den Patienten auch mal ein Handbad zu machen, Bettlägerigen Patienten in aller Ruhe die Haare zu waschen etc.
    Und den meisten wasche ich das Gesicht und die Hände nach wie vor richtig mit Wasser ;)
     
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