Patient verweigert vernünftige Behandlung / rechtliche Folgen

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von ellie, 05.03.2012.

  1. ellie

    ellie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    75
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    häusl. Krankenpflege
    Hallo,
    folgendes Problem beschäftigt meine Kollegen und mich seit einigen Wochen:
    Wir betreuen einen Patienten mit massiven chronischen Wunden am Unterschenkel. Es ist ein Wundexperte mit eingeschaltet, der auch noch zusätzlich nach den Wunden schaut. Der Patient ist sehr selbstbestimmt und lässt nur wenig zu. Jetzt hat er zu allem Überfluss ein Panaritium am der Zehe des selben Beines. Dieses müßte dringend Chirurgisch behandelt werden, Pat. will dies aber auf keinen Fall. Von uns lässt er sich nur sporadisch mal ein Pflaster um den Zeh machen, damit nicht alles vom Eiter verschmiert wird. Im Zusammenhang mit den chronischen offenen Beinen ein katastrophaler Zustand. Wir dokumentieren uns die Kugelschreiber heiß. Nun die Frage: Wie sieht das rechtlich aus, sollte der Pat. sein Bein verlieren, weil der Infekt übergreift? Es ist ihm und den Angehörigen zu zumuten, das da ein Mega Prozeß auf uns zukommt. Was können wir, außer dokumentieren noch tun?
    Wir, das ist ein ambl. Pflegedienst.
    Hoffe das Thema ist hier richitg plaziert und nicht schon hundertmal gefragt worden.
    LG
    elli
     
  2. squaw

    squaw Poweruser

    Registriert seit:
    17.02.2011
    Beiträge:
    1.810
    Zustimmungen:
    1
    [TABLE]
    [TR="class: w2dtr"]
    [TD="colspan: 3"][h=2]

    Das hier gilt nicht nur in der Psychiatrie, sondern überall
    (sorry, kriege die Schrift nicht kleiner):

    Behandlung gegen den Willen des Betroffenen[/h][/TD]
    [/TR]
    [TR="class: w2dtr"]
    [TD="colspan: 3"]Mit Zwangsbehandlung ist die medizinische Behandlung ohne Einwilligung oder gegen den Willen des Betroffenen gemeint.

    Bei der Zwangsbehandlung geht es meist um die Verabreichung eines Medikaments. Die meisten Patienten in der Psychiatrie und nicht wenige Bewohner von Altenheimen bekommen Psychopharmaka – nicht selten zwangsweise. Zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka finden Sie ausführliche Informationen auf der Website Wegweiser Psychopharmaka.

    Immer noch werden gelegentlich Psychopharmaka nicht mit dem Ziel gegeben, dem Betroffenen zu helfen, sondern um die Ruhe auf der Station wiederherzustellen. Dies ist nicht zulässig.

    In der Klinik und im Heim gilt zunächst einmal der gleiche Grundsatz wie für jede andere ärztliche Behandlung: Nichts darf ohne ausdrückliche Einwilligung des Patienten geschehen. Außerdem muss der Behandlung immer eine Aufklärung über alle Wirkungen und Nebenwirkungen der Behandlung vorausgehen.

    Eine Behandlung gegen Willen des Betroffenen bzw. ohne dessen Einverständnis ist also normalerweise nicht zulässig. Sie stellt einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit dar, das zu den Grundrechten gehört. Ein solcher unzulässiger Eingriff stellt strafrechtlich gesehen eine Körperverletzung dar. Dies gilt nicht nur für eine Verletzung im wörtlichen Sinne bzw. einen direkten Eingriff in den Körper, sondern auch für die Verabreichung von Medikamenten.

    Deshalb darf eine Zwangsbehandlung nur in Ausnahmefällen erfolgen: nur bei Vorliegen sehr wichtiger Gründe und unter den strengen Voraussetzungen, die in den einschlägigen Gesetzen ausdrücklich genannt sind. Darüber mehr im folgenden.
    Quelle: 10. Zwangsbehandlung
    [/TD]
    [/TR]
    [/TABLE]
     
  3. KVie

    KVie Newbie

    Registriert seit:
    05.03.2012
    Beiträge:
    18
    Zustimmungen:
    0
    Liebe elli,
    ihr müsstet ja von einem Arzt eine Verordnung haben, um die Wunde versorgen zu können??
    Ihm würde ich eine Mitteilung zum Zustand der Wunde, sowie des Zeh (Panaritium), zukommen lassen.
    Wenn telefonisch – dann Dokumentation von Datum und Uhrzeit, wenn Fax – dann Faxnachweis.
    Beratungen an den Patienten, würde ich mir von ihm gegenzeichnen lassen (also vom Patienten).
    Wie sieht die Versorgung sonst aus, ist er in der Lage die Verantwortung für sich zu tragen???
    Bei Zweifel würde ich den sozialpsychiatrischen Dienst informieren.


    Manchmal ist es echt nicht einfach!!!!:gruebel:
    Liebe Grüße von KVie
     
  4. Spiky

    Spiky Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    30.09.2008
    Beiträge:
    69
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Sachsen
    Akt. Einsatzbereich:
    Neurologie/Epilepsie
    Funktion:
    Krankenpfleger/Trainer f.Epilepsieschulungen
    Wie Sqaw das schon so schön geschieben hat.Da gibt es klare Gesetze.Und wenn ein Patient nicht eine Vormundschaft bzw.im schlimmsten Fall entmündigt ist,Kann er mit seinem Körper tun und machen lassen ,was er will.Anders ist es,wenn der Patient bewußtlos ist und lebensbedrohliche Verletzungen hat.Da gibt es ja auch dieses heikle Thema Bluttransfussionen.Da können bestimmt einige hier so ihre Geschichten erzählen.:gruebel:
     
  5. ellie

    ellie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    75
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    häusl. Krankenpflege
    Ja klar, haben wir eine VO vom Arzt und er weiss auch über das Panaritium bescheid. Das Problem ist, der Hausarzt hat die Wunden noch nie gesehen, weil er keine Hausbesuche macht. Tolle Kiste. Und der Patient verlässt seine Wohnung nur zum Einkaufen und gelegentlichen Ausflügen. Arztbesuche gehören nicht zu seinen bevorzugten Tätigkeiten. Ob er wirklich in der Lage ist seine Situation zu beurteilen, glaube ich nicht. Aber er hat vor Wochen erfolgreich durchgesetzt wieder alleine für sich verantwortlich zu sein, soll heißen: er hat seinen Vormund abbestellt und ist jetzt noteriell Bestättigt, wieder Eigenverantwortlich.
    Irgendwann habe ich mal gehört, dass in so einem Fall, wo der Patient alles ablehnt und eine Gefahr für seine Gesundheit besteht, ein Anwalt oder Notar eingeschaltet werden muss, der dieses amtlich dokumentiert. Aber ich finde dazu leider nichts zum ausdrucken für unsere PDL.
    LG ellie
     
  6. Spiky

    Spiky Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    30.09.2008
    Beiträge:
    69
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Ort:
    Sachsen
    Akt. Einsatzbereich:
    Neurologie/Epilepsie
    Funktion:
    Krankenpfleger/Trainer f.Epilepsieschulungen
    Ja und da macht das Gesetz seine strengen Unterschiede.Gefahr für seine Gesundheit oder Lebensbedrohlich.Wird es lebensbedrohlich,geht ein Fax an das Vormundschaftsgericht.Die entscheiden dann,ob ja oder nein.Innerhalb von 48h oder schneller steht dann ein Richter vor der Tür mit seinem "Schreiberling" und will wissen ,was los ist.Ich habe das auf meiner alten Station mehrmals durch.Deshalb sage ich immer wieder.Jegliche Ablehnung,Verweigerung etc.vom Patienten schriftlich fixieren.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ob eine chronische Wunde und ein Panaritium schon lebensbedrohlich sind?

    Wobei mir dazu einfällt... Pat., bekannter C2-Abusus wird eingeliefert mit einem komplizierten UA-Bruch. Der Pat.- logischerweise im alkoholisierten Zustand, verweigert jegliche Behandlung. Ein "etwas unsanfter Griff" brachte eine schnelle Einsicht und er bestand förmlich auf die schnellste Versorgung. Es konnte ihm gar net schnell genug in den OP gehen.

    Warum wechselt ihr da ein Pflaster? Er hat nix in seinen Augen. Dann erübrigt sich auch das Pflaster.

    Dokumentieren und gut ist. Und falls sich da tatsächlich eine Sepsis entwickeln sollte... dann ruft die Rettung.

    Elisabeth
     
  8. squaw

    squaw Poweruser

    Registriert seit:
    17.02.2011
    Beiträge:
    1.810
    Zustimmungen:
    1
    Ich hoffe, daß Ihr den Rat mit dem "unsanften Griff" nicht annehmt. Wir leben nämlich hier in einem Rechtsstaat und es gibt Grundrechte. Jeder hat das Recht auf die Unversehrtheit seines Körpers, Das heißt, er kann, wenn er bei geistiger Gesundheit ist, damit machen, was er will! Machen ja andere auch- sie trinken oder essen zuviel, nehmen Drogen, betreiben hochrsikante Sportarten usw. Äußerste Vorsicht vor allen ausgeübten Zwängen! Würdet Ihr denn wollen, daß die Euch gegenüber ausgeübt würden?
     
  9. ellie

    ellie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    75
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    häusl. Krankenpflege
    Die Idee das Pflaster einfach weg zu lassen, gefällt mir. Kommt dem unsanftem Griff nahe, jede Berührung schmerzt, grins.
    Spass beiseite, mir geht es um die Folgen. Der Patient hat nicht umsonst "offene Beine", da stimmt einiges nicht an der Durchblutung und der Hygiene im Haus. Nun ist er aber nicht ganz deppert und hat Juritische Verwandte. Die sich zwar nicht kümmern, aber mit gutem Rat schnell dabei sind.
    Klar weiß ich das alles dokumentiert werden muss.
    Aber wie sähe es im Ernstfall aus: Mal angenommen der Patient verliert sein Bein und verklagt uns? Kann dann ein Richter sagen: Yeap, sie haben ja nicht auf den Pflegedienst gehört, selber schuld.
    Oder kann er sagen: Lieber Pflegedienst, ihr habt dieses oder jenes Unterlassen, ihr habt die Schuld. Wobei das genau die Frage ist, was ist dieses oder jenes, oder besser gefragt, was können wir ausser reden noch tun? Im Moment machen wir nur Schadensbegrenzung......
    LG Ellie
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

    Registriert seit:
    09.12.2002
    Beiträge:
    9.602
    Zustimmungen:
    82
    Akt. Einsatzbereich:
    Krankenhaus
    Funktion:
    Führungskraft
    Eure PDL kennt die ganze Geschichte ebenso, nehme ich an?!

    Informiert den behandelnden Arzt und dokumentiert dies ebenso.
    Dann seid ihr raus!

    Wenn es damit irgendwann einem akut gefährlich durch den Pat wird, müsstet ihr wieder intervenieren. Bis dato habt ihr sonst alles gemacht was ihr könnt...
     
  11. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Wunddokumentation:
    Wundbeschreibung, Maßnahmen, Verlauf.... - abgehakt
    Fotos. Habt ihr Fotos gemacht?

    1 Idee: Eine Serie von Fotos machen, die dem Hausarzt zeigen.

    Frage für mich: Muss ich das Einverständnis des Patienten haben für die Fotos,
    oder kann ich argumentieren: Wir, der PD, müssen die Fotodokumentation machen.
    Ist das Standard im ambulanten Bereich? Weiß ich nicht.
    Auch die Verlaufsdoku - damit ließe sich ja belegen, dass die vom Arzt verordneten Maßnahmen keine Verbesserung gebracht haben, bzw. die vom Pat. nicht gewünschten/ nicht umgesetzten aussehen.
    Bilder - auch gut geeignet wenn es um einen Vergleich geht, im Verlauf.

    In der Klinik hat jede Station eine Digitalkamera und hat damit entsprechende Wunden zu dokumentieren, ist Standard.
    Durchaus, zu Beginn, den Verband ebenfalls. Nicht nur die Wunde.

    Kommt der Arzt nicht zum Patienten, gelangen die Fotos vom Wundzustand zum Arzt, andersrum.


    Ich, Hr. x betreut durch Euch vom PD y
    habe das Recht eine Behandlung zu verweigern,
    habe das Recht mein Bein, mein Leben zu verlieren.
    Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich nicht mehr entscheidungsfähig bin und ein Gericht dies ebenso sieht
    und einen Betreuer bestimmt, der dann zu entscheiden hat.


    Ihr PD y habt den Auftrag
    die verordnete Versorgung zu ermöglichen
    Hr. x zu beraten, ihn auf die Konsequenz der Nichtbehandlung hinzuweisen.
    Ihm zu raten, dieses, jenes zu tun, damit seine Wunden bestmöglich heilen können,
    bzw. nicht zu tun was abträglich ist.
    Den Arzt entsprechend zu informieren.
    Alles entsprechend zu dokumentieren.
     
  12. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

    Registriert seit:
    31.12.2011
    Beiträge:
    984
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    AP
    Ort:
    -
    Akt. Einsatzbereich:
    -
    Funktion:
    -
    wie genau schafft es der arzt, eine bestimmte wundversorgung zu verordnen, wenn er die wunde noch nie gesehen hat?

    weiß der arzt denn, dass VW's da nicht stattfinden? und wenn ja: was sagt er dazu?
     
  13. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

    Registriert seit:
    11.03.2009
    Beiträge:
    1.121
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    PDL, GuK, Palliative Care
    Funktion:
    PDL
    :up: Prima! Genaus würde ich auch handeln.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Jupp. War auch Erzählerchen aus der "guten alten Zeit", wo man noch wusste, dass der Pat. infolge eines hohen Alkoholspiegels net in der Lage ist Schmerz adäquat zu spüren.

    Ich bin trotzdem net verpflichtet, eine Wundversorgung zu machen, die net angesetzt ist wie hier bei dem Panaritium.

    Wenn der Arzt nur zu Ferndiagnosen fähig ist, sollte man mal bei der zusändigen KV nachfragen, ob das auch so abgerechnet wird. Die entsprechende Landesärztekammer kann sicher Auskunft darüber erteilen, wie man sich so ein Wunder erklären kann.

    Elisabeth
     
  15. ellie

    ellie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    75
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    häusl. Krankenpflege
    Hausarzt und Patient, dass ist eine eigene Geschichte.
    Leider kenne ich den HA nicht, hat seine Praxis in einem anderen Ort, da wo der Pat. früher mal gewohnt hat, deshalb wohl auch keine Hausbesuche, weil zu weit weg.
    Klar machen wir eine Wunddoku und mindestens alle 14 Tage Fotos. Diese gehen auch zum Hausarzt. Die eigentliche Wundversorgung ist zwar nicht optimal, aber unter den gegebenen Umständen ok., eben weil keine Mitarbeit vom Patienten. Sorgen macht uns halt das neu aufgetretene und stark entzündete Panaritium. Der HA weiss darüber Bescheid, ist aber der Meinung, jeder Jeck ist seines Glückes Schmied. Also, wenn er net will, dann will er net.
    Euch allen vielen Dank für euere Mühe bisher mir zu helfen. Es waren viele Denksanstöße dabei.
    Ich wünsche euch allen eine ruhige Arbeitswoche und freue mich auf weiteren Gedankenaustausch.
    Einen schönen Abend euch allen und erstmal Gute Nacht.
    Ellie
     
  16. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

    Registriert seit:
    11.03.2009
    Beiträge:
    1.121
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    PDL, GuK, Palliative Care
    Funktion:
    PDL
    Schönes Beispiel für ein ethisches Dilemma...Dir auch eine gute Nacht...:flowerpower:
     
  17. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.445
    Zustimmungen:
    215
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Hat der Arzt nicht Recht?

    Wenn Ihr die Ablehnung so dokumentiert, kann man Euch rechtlich nicht an den Karren fahren. Ein Patient hat das Recht, eine Behandlung abzulehnen, auch wenn sie ihm nützen würde. Ist sein Körper.
     
  18. ellie

    ellie Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    75
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    häusl. Krankenpflege
    Hallöchen,

    ein Wunder ist geschehen. Besagter Patient war gestern beim Chirurgen. Hat da zwar den Verband am Unterschenkel nicht abmachen lassen, und somit die Wunden nicht gezeigt, aber man kann ja nicht alles erwarten.
    Der Chirurg kann oder will im Moment noch nicht tätig werden. Das fand der Patient nicht witzig und hat seinen Frust heute morgen an mir ausgelassen. Von wegen dem Geschiess um den Zeh machen und jetzt ist gar nichts von Chirurgen gemacht worden. Um den Arzt mal in Schutz zu nehmen, der wird nicht im entzündetem Gewebe schneiden.
    Jetzt bin ich mal gespannt wie es weiter geht.
    LG Ellie
     
  19. renje

    renje Poweruser

    Registriert seit:
    16.08.2009
    Beiträge:
    2.738
    Zustimmungen:
    128
    Beruf:
    GuK, RA, KHbetrw.
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Angestellt
    @elli:
    Dann bitte Respektieren und Akzeptieren und dem Pat. sein Recht auf Selbstbestimmung lassen und Ruhe geben, das er sich offensichtlich erkämpft hat.
    Rechtlich ist damit doch alles klar.

    Ich hoffe dass, wenn ich einen PD brauche, die Größe hat dies zuzulassen.

    Dokumentation ist klar.

    Das muss man auch mal aushalten können.

    Wenn da ein PD käme, der hier meint alle möglichen Ämter einschalten zu müssen, der wäre schneller drausen als er schauen kann.

    Dass er Entscheidungsfähig ist hat elli ja schon geschrieben und die Überprüfung scheint erst 2 Wochen her zu sein, dann muss auch mal gut sein.
     
  20. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

    Registriert seit:
    31.12.2011
    Beiträge:
    984
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    AP
    Ort:
    -
    Akt. Einsatzbereich:
    -
    Funktion:
    -
    beim panaritium (und nicht nur da) ist es gängig, den eiter mittels stichinzision zu drainieren. interessanter wäre, ob er wirklich gar keine maßnahmen verordnet hat, nichtmal ne kompresse ohne alles - also wirklich gar nix. ist dem so?
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Patient verweigert vernünftige Forum Datum
Was tun, wenn ein Arzt verweigert, einen Patienten zu behandeln? Talk, Talk, Talk 17.09.2011
Ehemalige Patienten als neue Kollegen auf Station? Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik Dienstag um 18:23 Uhr
News Kliniken: Mehr um Patienten bemühen! Pressebereich 04.11.2016
Patientensicherheit Interdisziplinäre Notfälle 27.10.2016
News Medikationsplan unterstützt Patienten, Ärzte und Apotheker Pressebereich 30.09.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.