Passivrauchen bei den Kunden

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von nele45, 02.12.2010.

  1. nele45

    nele45 Newbie

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    :cry:Möchte gerne einen kleinen Handzettel für unser rauchenden Kunden erstellen. Ich als Nichtraucherin bin in Raucherhaushalten aufgeschmissen. Ich möchte die Kunden bitten mit dem Rauchen zuwarten bis meine Kollegen und ich die Wohnung verlassen haben. Wie geht ihr damit um? Oder habt ihr eineIdee? Danke.:cry::cry:
     
  2. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Auch trotz aller Nichtraucherschutzgesetze, aber da hast du keine Chance. Die Wohnung des Patienten ist deren Machtbereich und du bist der Gast. Wenn der Patient dort raucht (ausser illegale Drogen) machst du da gar nichts gegen. Und wenn ich deine PDL wäre würde ich dir solche Zettel verbieten.

    Wenn du den Qualm so störend findest das du in die Persönlichkeitsrechte der Patienten eingreifen möchtest, denke ich mal ist die stationäre Pflege eher etwas für dich.

    Die einzige (winzige) Hoffnung, die ich für dich sehe, ist das du mit deinen Kollegen die extremen Raucher so tauscht, das auch rauchende Kolleginnen da hin fahren. Ob das aber in der Praxis so möglich ist, wage ich zu bezweifeln.

    PS: Ich bin auch Nichtraucherin, habe mich aber damit arangiert.

    lg
     
  3. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Ich fürchte da hast du schlechte Karten, wenn du Glück hast, rauchen diese Leute nicht, wenn du da bist, aber trotzdem, die Wohnung wird nach Rauch riechen.
     
  4. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Das einzige, was Dir übrig bleibt, ist deinen Arbeitgeber um eine "rauchfreie Tour" zu bitten.
    Sprich ihn doch mal auf die Arbeitsstättenverordnung § 5 an. Vielleicht kannst Du damit Deine rauchfreie Tour durchsetzen.
    Von Seiten der Kunden kannst Du allenfalls höflich fragen, ob sie bereit sind in Deiner Anwesenheit auf das Rauchen zu verzichten.

    Wenn ich auch verstehen kann, dass der Rauch und der Geruch Dich stören, verstehe ich (als Raucherin) die andere Seite auch sehr gut. Raucher werden in öffentlichen Gebäuden usw. zum Rauchen vor die Tür verbannt, da haben sie oft keine Lust, in der eigenen Wohnung darauf zu verzichten.
     
  5. angiemaus0511

    angiemaus0511 Senior-Mitglied

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    Ich bin auch Raucher, aber ich finde das hat einfach mit Anstand zu tun, nicht zu rauchen, wenn jemand vielleicht ne Bitte äußert...

    Versuchs mal bei deinen Patienten zu erwähnen, vielleicht gehen Sie ja auf dich ein.:-)
    Wenn sie dann trotzdem rauchen, kannst du wohl nix machen.
     
  6. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Aber nicht in seiner eigenen Wohnung.

    lg
     
  7. angiemaus0511

    angiemaus0511 Senior-Mitglied

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    ja,das sind die schlimmsten Raucher...

    Ich kenne da auch einige davon, die besuchen die eigenen Freunde nicht,nur weil sie da nicht rauchen dürfen...

    @nele45 : Aber vielleicht kannst du wenigstens mit Verständnis rechnen...???

    Die Hoffnung stirbt zuletzt...:-)
     
  8. Henrietta

    Henrietta Junior-Mitglied

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    Verstehen kann ich das sowieso nicht, wenn man sowieso schon pflegebedürftig ist, warum man seine Gesundheit dann noch weiter auf's Spiel setzen bzw. verschlimmern muss..

    Aber es soll ja auch Schwangere geben, die rauchen.. :angryfire:


    Wie auch immer.. ich würde erwähnen, was das Rauchen beim betreffenden Patienten anrichten kann und hoffen, dass es ihm wenigstens in meiner Anwesenheit unangenehm sein wird und er dadurch weniger oder gar nicht raucht, solange ich da bin.
     
  9. mary_jane

    mary_jane Gast

    Verstehen müssen wir das ja auch nicht, aber tolerieren!
    Wir haben es hier mit erwachsenen Menschen zu tun, welche in der Regel wissen, was Nikotin für Folgen haben kann.
     
  10. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Die Pflegebedürftigkeit muss ja nichts mit dem rauchen zu tun haben. Das dürfte die Ausnahme sein.

    Was du nicht verstehen kannst, ist also, warum man sich unnötig Risikofaktoren aussetzt.

    Ich muss jetzt nicht ausholen und aufzählen, was es da noch so gibt, oder?! ;)
     
  11. picturefight

    picturefight Junior-Mitglied

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    Sowas gehört dann wohl in die Rubrik "Berufsrisiko"...

    Ich würde einfach mal höflich drum bitten. Mehr als das deine Bitte ignoriert wird kann ja eigentlich nicht passieren.
     
  12. Henrietta

    Henrietta Junior-Mitglied

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    Ich weiß, wollte es dennoch erwähnt haben.
    Habe ja selbst auch fast 10 Jahre geraucht (mit 14 angefangen), am Ende an die 30 Zigaretten täglich, kann mich also halbwegs in die Situation eines starken Rauchers hineinversetzen.
    Verstehen war wohl der falsche Ausdruck.
    Ich finde es einfach nicht richtig, die Risiken zu verdrängen und alle "Unannehmlichkeiten" in Kauf zu nehmen.
    Und es ist Verdrängung oder Verharmlosung, sonst würde wohl keiner mehr seine Zigarette so ohne weiteres genießen können.

    Meinte ich ja auch nicht. Aber es unterstützt auch nicht gerade den Genesungsprozess. So verschlechtert es zB die Durchblutung, was wiederum die Thrombose-Gefahr erhöht. Gerade bei Pflegebedürftigen gehe ich davon aus, dass diese sich sowieso schon weniger bewegen, als gesunde Menschen..
    In die Richtung war meine Aussage bezogen.
     
  13. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Meinst du nicht, dass vielen Rauchern, ob gesund oder nicht diese Aussage
    bekannt ist?
    Aber oft ist es eben auch das einzige was ihnen vom "alten" Leben noch bleibt, und sie haben immer schon zu Hause geraucht. Warum sollen sie dann jetzt damit aufhören?
    Mir hat vor über 30 Jahren bei meinem ersten Einsatz die damalige Chefin einen Satz gesagt der mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat:

    "Denk immer daran: du gehst zu den Patienten nach Hause, bist also ihr Gast, im Krankenhaus ist das umgekehrt!"
    grüssle :flowerpower:
     
  14. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Deinen Aussagen stimme ich zu, nur bitte ich dich auch zu bedenken, das es noch mehr als nur Körperpflege gibt. Wenn du versuchst, den Leuten ihre Zigaretten zu nehmen, dann nimmst du Ihnen viel Ihrer Psyche. Und wer in seinem Haushalt rauchen möchte, denn dürfen wir nicht aufhalten.

    Im Gegenteil: Wir haben eine Demenzerkrankte Frau, welche starke Raucherin ist. Für Sie gehört es zur Tagesstrucktur, das sich das Pflegepersonal morgens nach der Pflege noch dazusetzt und Sie in Ruhe eine rauchen läßt. Die rauchenden Kolleginnen rauchen dann eine mit, die Nichtraucherinnen sehen eben zu. Ist die beste Möglichkeit an die Patientin ranzukommen und sie (geistig) zu aktivieren.

    lg
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Manchmal scheint vergessen zu werden, dass wir einen Dienstleistungsberuf ausüben.

    Den Wirt möcht ich sehen, der seiner Kellnerin gestattet per Zettel die Gäste im Raucherzimmer zu bitten, doch net soviel zu rauchen, wenn sie dort servieren muss.

    Das Rauchen gesundheitsschädlich ist, steht außer Frage. Aber es ist net die einzigste Möglichkeit seine Gesundheit zu zerstören. Und es werfe der den ersten Stein unter uns Pflegekräften, der frei von jedem Laster u.ä. ist.

    Der Pat. hat sich entschieden- und es steht uns net zu, seine Entscheidung zu bewerten. Man kann beraten- ob derjenige die Beratung annimmt, liegt ganz bei ihm.

    Elisabeth
     
  16. soigner

    soigner Newbie

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    Hallo,

    also ich kann nele45 durchaus verstehen. Was nele45 anregt, ist im Grunde eine offizielle Regelung, die uns als Pfleger schützt.


    Aus meiner Erfahrung:
    Wenn ich eine 90-Minutenpflege in einem Haushalt habe, die durch STÄNDIGES Rauchen des stets anwesenden (arbeitslosen) Lebenspartners der Pflegebedürftigen gekennzeichnet ist,

    wenn ich anschließend daran eine 150-Minutenpflege in einem Haushalt habe, in der STETS zwei bis vier weitere Personen anwesend sind, welche zum Teil UNABLÄSSIG rauchen ….

    und dann anschließend nochmals die vorgenannte 90-Minuten-Pflege in einer total verräucherten Wohnung habe….

    dann ist für mich als Nichtraucherin die Grenze des gesundheitlich Zumutbaren weit, weit, weit überschritten.

    Zum Vergleich: Das bayrische Nichtraucherschutzgesetz zwingt die Gastronomen, ihr Restaurant rauchfrei zu halten, sogar für den Fall, dass nur ein einziger Nichtraucher dort einkehren will (finde ich richtig).
    Aber Pfleger/innen werden verpflichtet, sich in Räucherwohnungen zu begeben und dort zu arbeiten…???

    Das kann nie und nimmer eine Lösung in unserem Sinne sein.
    Soll ich zugunsten der Patienten mir selbst Lungenkrebs o.ä. einhandeln? Nö. Das ist wohl ein klein bisschen zuviel der karikativen Anteilnahme.

    Was meint ihr??


    PS. Es gab bis Ende 2004 eine bundeseinheitliche sog. MAK, »Maximale Arbeitsplatz-Konzentration von Schadstoffen am Arbeitsplatz«, zwischenzeitlich ist ab 2005 eine neue Verordnung in Kraft (früher: MAK, jetzt: AGW). Die einzige Ausnahme der Regelungen der MAK galt für Beschäftigte im Bereich des Blumenhandels – dessen MAK war angeblich extrem außerhalb jeder Richtlinie - der Blumenhandel hätte sofort eingestellt werden müssen.

    Wäre interessant und ziemlich relevant herauszufinden, ob diese neue Verordnung auch für unsere Aufgaben respektive für unsere Auftragsgeber gültig und rechtsverbindlich ist.
    Und ob die Gesundheit von Pflegekräften unseren politisch Verantwortlichen irgendeinen Pfifferling wert ist.
     
  17. soigner

    soigner Newbie

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    Pflegepersonal oder Gast??

    Hallo,

    also wenn hier schon dem Pflegepersonal unbedingt die Rolle eines »Gastes« in der Wohnstatt des Pflegebedürftigen zugeschrieben wird (Gäste werden übrigens nicht bezahlt, Pflegepersonal schon), würde man dem »Gast« den unerbetenen Zigarettenqualm direkt ins Gesicht blasen ??

    Grüße
    Soigner
     
  18. Naja ich finde auch, die Patienten haben da ein Recht drauf und man muss wohl oder übel drüber hinwegschauen, schließlich heisst es ja "Der Kunde ist König". Schließlich ist es deren private Umgebung.

    Bin auch der Meinung man sollte nicht damit anfangen irgendwelche älteren Patienten drüber aufzuklären wie schädlich das Rauchen doch ist, ich denke mal das ist denen auch bewusst. Wenn ein Patient sein leben lang geraucht hat, ist es viel schädlicher für den Körper wenn er jetzt alles in der Hinsicht einstellt, als wenn er die Gewohnheiten diesbezüglich beibehält. Schließlich lassen wir uns doch auch nciht vorschreiben was wir zu tun und zu machen haben.

    Ich habe vor ca. 5 Jahren ein freiwilliges soziales Jahr in einem ambulanten Pflegedienst gemacht und dort wurde auch in fast jedem Haushalt geraucht (ich selber bin Nichtraucherin), ich war erst 16 dort und es war echt ungewohnt am Anfang, jeder Haushalt hatte einen anderen Geruch. An manche Patienten erinnere ich mich heute noch wenn ich etwas bestimmtes Rieche oder eine bestimmte Zigarettenmarke rieche ; ). Viele der Patienten haben von sich aus gefragt ob es ok wäre wenn sie rauchen wenn wir noch da sind, bei denen haben wir dann gesagt es wäre nett wenn sie kurz warten würden bis wir weg sind, schließlich zögert es ja auch die Zeit dann hinaus und man verquatscht sich schnell ; ). Bei denen die nicht gefragt haben, haben wir es so hingenommen, aber nichts gesagt.

    Ausserdem bin ich der Meinung, dass man es sich ja wohl denken kann das einige Patienten rauchen und diese es auch in der eigenden Wohnung tun. Wer das dann nicht aktzeptieren kann sollte meiner Meinung nach dann lieber in der stationären Pflege arbeiten.
     
  19. PePaMel

    PePaMel Gast

    Hi,

    ich finde es unglaublich, was in diesem Thread zu lesen ist! Pflegende sind auch Menschen die ein Recht auf Arbeitsschutz haben. Ich bin weiss Gott sehr tollerant Rauchern gegenüber und bin keine die sich ins Knie ****t (wie so viele andere hier) wenn meine Kollegen mal eine Rauchen gehen. Aber in geschlossenen Räumen, egal ob dienstlich oder privat, verbitte ich mir das Rauchen!

    Meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Dienstleistung zu tun!

    In Bayern kann man diese Spezies mittlerweile überall beobachten und hoffentlich auch bald im Rest unseres schönen Deutschlands... Genauso wie schon seit einigen Jahren in ganz Irland, Norwegen, Italien und Frankreich! Denn (oh Wunder!) auch Kellner sind Menschen mit einem Recht auf Arbeitsschutz!

    Ich werfe keine Steine auf Raucher, aber ich möchte nicht zum Passivraucher von ihnen gemacht werden. Fertig!


    Genauso wenig wie ich Steine werfe, bewerte ich auch niemanden. Auch berate ich keinen, wer sein Geld verbrennen will soll das einfach tun, meinetwegen bis sie/er schwarz wird. Aber nicht in geschlossenen Räumen in meiner Gegenwart!

    Und zu dem "Gast sein" in der Wohnung des Patienten.... soigner schrieb so schön: würde man dem »Gast« den unerbetenen Zigarettenqualm direkt ins Gesicht blasen ?? Ganz bestimmt nicht!!!

    Eine Pflegekraft ist in meinen Augen jedoch kein "Gast" im herkömmlichen Sinne. Der Patient will was von der PK und nicht umgekehrt. Wäre ich in der ambulanten Pflege tätig, würde ich mich schlicht und ergreifend weigern solche Haushalte anzufahren. Im Zweifelsfall müsste halt mal ein Arbeitsrichter entscheiden und da bin ich sicher, es würde zu Gunsten der PK enden. Ich bin eine hochwertig ausgebildete Pflegekraft und ich kenne meinen Wert, ich habe es weiss Gott nicht nötig mich zuqualem zu lassen!

    Warum wird unverschämten Patienten (und jemanden ungefragt vollzuqualmen ist der Gipfel der Unverschämtheit) eigentlich immer alles zugestanden? Warum kann man von ihnen nicht die normalen grundlegenden Dinge des menschlichen Umgangs abverlangen? Gott sei dank hab ich mein Helfersyndrom schon lange überwunden.

    Mensch Leute fangt doch endlich mal an für Eure Rechte einzustehen! Man muss sich doch nicht alles gefallen lassen!

    Mel

    P.S.: @HoneySyke: eine 16jährige 8 Stunden am Tag vollzuqualmen hat für mich schon kriminellen Charakter. Wärst Du meine Tochter hätte ich den Pflegedienst verklagt!
     
    #19 PePaMel, 04.12.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 04.12.2010
  20. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    wer zwingt euch eigentlich in der ambulanten Pflege zu arbeiten??? Wem der Qualm in den Wohnungen zuviel ist, diejenigen sollten sich nach ner anderen Stelle umsehen. Ich kann nicht glauben, das es solche Kolleginnen gibt, die den Patienten das rauchen verbieten wollen (in ihrer eigenden Wohnung) :schraube:

    Wenn ich in die amb. Pflege gehe sollte ich mir vorher gedanken machen, das ich in den Privatbereich von vielen Kunden reinkomme und mit Sicherheit mir nicht alles gefällt.

    Sollten die Kunden vielleicht in Zukunft ihre Pelzjacken verbrennen, weil ich Tierquälerei nicht mag? Sollten die Patienten ihre Haustiere abschaffen, weil diese potenzielle Überträger von Krankheiten sein können oder ich Allergikerin bin? Noch ein paar tolle Ideen?

    Oder sollten sich nicht einfach manche Kollegen mal Gedanken über die ganzheitliche Pflege machen? Dazu gehört noch mehr als nur Satt und Sauber. Nämlich z.B.: Bestehende Tagesstruckturen und Wohnumfelder so zu belassen, wie sie sind.

    Wer mit Zigarettenrauch nicht leben kann, der sollte nicht in der amb. Pflege arbeiten. Es gibt genug andere Stellen.

    lg
     
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