Parkinson?

kiki1969

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Guten Abend,
vielleicht habt Ihr ja einige Antworten für mich.Meine Mutter hat jetzt ein Parkinsonmedikament verordnet bekommen"Levobeta"3 mal tgl.1/2 Tbl.soll Sie nehmen.
Ich war kürzlich bei Ihr zu Besuch,denn ich wohne 500 km von Ihr entfernt.
Wenn wir unterwegs waren und Sie hakelte sich bei mir ein ging es bis Sie plötzlich nicht mehr wusste,wie Sie ein Bein vor das andere setzen sollte.Dann merkte ich richtig wie Sie sich bemühte wieder regelmäßige Schritte zu machen.:cry:
Also Parkinson hat Sie sicher nicht,wird das Medikament bei anderen Erkrankungen verschrieben?
Ich mach mir echt Gedanken,muss bis Montag warten wenn ich mit Ihrem Arzt telefoniere.Viele Jahre meinte man Sie hätte etwas ähnliches wie Multiple Sklerose.Ich steig da nicht durch.Jetzt hätte Sie einen 7 mm kleinen Tumor im Gehirn,welcher nicht operabel wäre.Der Dr. meinte nur ,hoffentlich ginge es nicht so schnell mit der Steifheit.Tremor o.ä. hat Sie nicht.Vielleicht wisst Ihr mehr.LG kiki:cry:
 

Maniac

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Es wird hier niemand wagen irgendetwas zu vermuten, was völlig falsch sein kann...
 

Hatsumomo

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Ich glaube sie will keine vermutung über die krankheiten haben die ihr mutter haben könnte sondern über das medikament wann es angewendet wird und aus welchem Grund. Das kann man doch sagen. Ich denke mal für (fast) jede Krankheit gibt es ein Medikament. Wofür wird dieses was ihr Mutter bekommt angewendet.


Lieg ich da richtig.

Lg Hatsu:wavey:
 

brillexxx

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Also Parkinson hat Sie sicher nicht,wird das Medikament bei anderen Erkrankungen verschrieben?
Ich mach mir echt Gedanken,muss bis Montag warten wenn ich mit Ihrem Arzt telefoniere.Viele Jahre meinte man Sie hätte etwas ähnliches wie Multiple Sklerose.Ich steig da nicht durch.Jetzt hätte Sie einen 7 mm kleinen Tumor im Gehirn,welcher nicht operabel wäre.Der Dr. meinte nur ,hoffentlich ginge es nicht so schnell mit der Steifheit.Tremor o.ä. hat Sie nicht.Vielleicht wisst Ihr mehr.LG kiki:cry:

Also ich kenne den Einsatz von Parkinsonmedikamenten in ganz seltenen Fällen auch in Zusammenhang mit einer Behandlung anderer Erkrankungen, aber es ist wirklich das Beste du geduldest dich, so schwer wie es ist, bis Montag. Das ist der sicherste Weg um Licht in das Dunkle zu bringen!
 

Elisabeth Dinse

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Wenn wir unterwegs waren und Sie hakelte sich bei mir ein ging es bis Sie plötzlich nicht mehr wusste,wie Sie ein Bein vor das andere setzen sollte.Dann merkte ich richtig wie Sie sich bemühte wieder regelmäßige Schritte zu machen.

Unter ''Freezing'' werden plötzlich auftretende, unvorhersehbare und von der L-Dopa-Einzeldosis unabhängige Bewegungsblockaden verstanden, die sich vor allem beim Gehen, Sprechen und in der Feinmotorik zeigen. Diese sind mit motorischen Defiziten in der Initiierung, simultanen und sequentiellen Ausführung, mangelnden Fehlerkorrektur und eingeschränkten Vorausplanung zu erklären.
Da der Bewegungsablauf außerdem stark von äußeren Reizen abhängig ist, kann das Freezing durch bestimmte Stimuli bzw. durch subjektive Strategien durchbrochen werden.
Bisher konnten keine konsistenten Zusammenhänge mit Alter, Krankheitsdauer, L-Dopa-Dosis und L-Dopa-Therapie gefunden werden.
Das Freezing wird einerseits mit einem Mangel an Noradrenalin im Locus coeruleus erklärt. Daneben besteht ein Dopamindefizit in der Substantia nigra, pars compacta, das mit einem GABA-Defizit in der Substantia nigra, pars reticulata einhergehen kann.
Thieme eJournals - Abstract

Äußere Reize:
Dem Betroffenen die Aktion verbal vorgeben: Schritt-Schritt-Schritt...
Den Betroffenen intensiv berühren: antippen der Fußspitze.

Elisabeth
 

kiki1969

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Guten Morgen,
kurz zum Abschluss,hatte mit Ihrem behandelnden Arzt gesprochen.Es ist kein Parkinson,sondern eine Form von Durchblutungsstörungen.Das Medikament wird zur Unterstützung gegeben.Ich soll mir jetzt nicht all zu sehr Sorgen machen,er hofft das die Tabletten helfen.Sicher weiss er nicht warum Sie so ein schlechtes Gangbild hat.:gruebel: Naja dann muss ich ebend noch Geduld. aufbringen.LG kiki
 

Pflegeflachfrau

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Mit dem abwarten ist das so eine wunderbare Sache man kann zu lange abwarten. Ich würde vorschlage das ihr eine zweite Meinung einholt. L Dopa ist ein Dopaminersatz und ich wüsste nicht was Dopamin mit ener Durchblutugsstörung zu tun hat.
 

kiki1969

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@ Pflegefachfrau,
Hallo,da bin ich jetzt aber schon wieder ein bissle hin und her gerissen.Leider kenn ich mich noch nicht so aus.In der Stadt wo meine Mom lebt,gibt's keine weitere Auswahl an Ärzten.:cry:
Ich werde mir einen extra telefonischen Kontakttermin bei dem Arzt geben lassen.Das hat er mir angeboten,wenn ich ganz genau,bis ins Detail alles wissen möchte.Ich wohn doch 500 km von meiner Mutter entfernt mit meiner Familie.Gleich im neuen Jahr werde ich das veranlassen.
Sag mir,was bewirkt das Medikament denn ins Besondere??Vielen Dank für Deinen Rat im Vorraus.LG kiki
 

Elisabeth Dinse

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In der klassischen Therapie der Parkinsonschen Krankheit wird als Hauptwirkstoff LevoDopa, auch als L-Dopa bekannt, eingesetzt. LevoDopa ist eine Vorstufe von Dopamin und im Gegensatz zu letzterem in der Lage, nach einer Applikation die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Nach einem Passieren der Blut-Hirn-Schranke wird LevoDopa im Gehirn zu Dopamin umgewandelt.

Die Substanz Dopamin wirkt im Gehirn als Neurotransmitter im synaptischen Spalt der Nervenzellen des Gehirns in der Weise, daß eine Signalübertragung von einer Zelle zu einer anderen gefördert wird. Die Konzentration von Dopamin ist im Gehirn von an der Parkinsonschen Krankheit leidenden Personen in zu niedriger Konzentration vorhanden, so daß eine Signalübertragung von einer Nervenzelle zu einer anderen im Gehirn beeinträchtigt ist.

Durch die Gabe von LevoDopa bei Parkinson-Patienten wird die Dopamin-Konzentration im synaptischen Spalt der Nervenzellen des Gehirns erhöht, so daß die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen des Gehirns verbessert wird und eine verbesserte Kontrolle über motorische und intellektuelle Vorgänge herbeigeführt wird.

Zusätzlich zu LevoDopa werden in der klassischen Therapie der Parkinsonschen Krankheit Patienten Substanzen verabreicht, die die Wirkung von Dopamin fördern und als Dopamin-fördernde Agonisten bezeichnet sind. Die Dopamin- fördernden Agonisten wirken dabei generell in der Weise, daß die Dopamin-Konzentration im synaptischen Spalt der Nervenzellen des Gehirns durch Hemmung des dortigen Abbaus von Dopamin in erhöhter Konzentration vorhanden bleibt.

Der normale Abbau von Dopamin wird dadurch verursacht, daß es durch ein Enzym, der Monooxygenase, in Noradrenalin abgebaut wird. Die Bildung von Monooxygenase kann durch bestimmte Dopamin-fördernde Agonisten gehemmt werden, so daß Dopamin nur in gemindertem Maße in Noradrenalin abgebaut werden kann und eine gegebene Konzentration von Dopamin im synaptischen Spalt somit länger erhalten bleibt.

Alternativ kann die Wirkungsweise von Dopamin-fördernden Agonisten darauf beruhen, daß in Speichern des Gehirns gespeichertes Dopamin freigesetzt wird und die Wiederaufnahme in den Speicher gehemmt wird. Zu den Dopamin-fördernden Agonisten zählen Bromocriptin, Selegilin, Amantadin, Pergolid-Mesilat oder Tolcapon. Als weiterer Dopamin-fördernder Agonist ist Normabrain (Piracetam) bekannt, dessen Wirkung darauf beruht, daß die Durchblutung des Gehirns allgemein verbessert wird.
(WO/2000/032232) AGENT CONTAINING AN ADDITIONAL LOCAL ANAESTHETIC FOR THE TREATMENT OF SYMPTOMS OF PARKINSON'S DISEASE

Wir wissen nchts über die Lage des Tumors. Liegt er in der Nähe der Basalganglien wären parkinsonähnliche Symptome durchaus möglich. Oder ein anderes notwendiges Medikament löst die Parkinsonsymptome aus.

Beim Parkinson-Syndrom treten viele Symptome der Parkinson-Krankheit auf, obwohl es andere Ursachen haben kann. Das Parkinson-Syndrom kann beispielsweise Folge einer viralen Gehirnentzündung, einer unzureichenden Durchblutung des Gehirns sowie durch die Einnahme bestimmter Medikamente, welche die Wirkung von Dopamin hemmen, auftreten. Andere mögliche Ursachen sind wiederholte Kopfverletzungen, wie z.B. beim Boxen, Stoffwechselstörungen im Gehirn, Vergiftungen, Hirntumoren und Schlaganfälle.
Parkinson (Morbus Parkinson) - Gesundheit und Medizin auf qualimedic.de


Eine Ferndiagnose ist nicht möglich und ich finde man sollte kiki nicht noch zusätzlich verunsichern.

Elisabeth
 

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