Parenterale Ernährung nur zentralvenös?

rampidl

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kann mir wer den Grund sagen warum nur zentralvenös...habt dies nämlich gelesen hier der auszug:

VITROMIX - Emulsion zur Infusion


Art der Anwendung: Zentralvenös, nicht periphervenös.
 
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Mobitz

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Hallo!!!

Der Grund liegt in der Osmolarität der Flüssigkeit, die substituiert wird.

Bis ich glaube 800 mosmol/l darf man die Lösungen auch periphervenös applizieren.
Das ist dann ergänzend, ... wenn die Patienten zwar Nahrung aufnehmen, aber zu wenig (aus welchen Gründen auch immer)
Eine Vollständige parenterale Ernährung kann so aber nicht stattfinden, da es bei Flüssigkeiten mit einer Osmolarität > 800 mosmol/l zu Venenreizungen / Gefäßirritationen kommt.

Ich hoffe, ich konnte helfen!!! :-)
 

rampidl

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und was kann dann sein wenn die lösung para geht...habe das gehört....aber irgendwie net mitbekommen was genau los war....
 

Maniac

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Hi!

Die Lösung hat ja eine hohe Osmolarität. Will heissen mehr gelöste Teilchen als die Umgebung.
Dann würde die ganze Flüssigkeit der Umgebung in die kleine periphere Vene gezogen werden, was bei den kleinen Dingern nicht grade gut kommt :-)
 

nina81

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Also ich habe gelernt, daß es ab 1000mmol nicht mehr peripher gegeben werden kann. Meistens, wird aber schon beiLösungen mit niedriegerer Osmolarität ein ZVK gelegt, um die Venen nicht unnötig zu beschädigen.
 

heriion

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vitromix(R) kann man ohneweiteres periphervenös verabreichen bei einer ampllikationszeit von 12h. zusätze können allerdings zu venenreitzung führen.
sonst gibbt es das teure peri.... (namen vergessen), auch periphere ernährung für die ersten tage. danach sollte über eine sonde/zentrallen zugang nachgedacht werden.

1000mmol:-? => Der Körperbestand von Magnesium beträgt ungefähr 1000 mmol; davon sind ca. 70% im Knochen, 25% in Muskel und 4% im übrigen Intrazellulärraum gebunden, weniger als 1% des Körperbestandes ist im Extrazellulärraum aufzufinden.:roll:
 
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Tobias

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Mobitz schrieb:
Hallo!!!

Der Grund liegt in der Osmolarität der Flüssigkeit, die substituiert wird.

Bis ich glaube 800 mosmol/l darf man die Lösungen auch periphervenös applizieren.
Das ist dann ergänzend, ... wenn die Patienten zwar Nahrung aufnehmen, aber zu wenig (aus welchen Gründen auch immer)
Eine Vollständige parenterale Ernährung kann so aber nicht stattfinden, da es bei Flüssigkeiten mit einer Osmolarität > 800 mosmol/l zu Venenreizungen / Gefäßirritationen kommt.

Ich hoffe, ich konnte helfen!!! :-)

Diese Antwort ist die einzig richtige!!! Die Packungsbeilage weist doch auch explizit darauf hin!!!!!!!!
Bei der 1000 wurde wahrscheinlich mal zu grob gerundet!!!
Ich würde so was nicht machen und auch mal einen Dok darauf hinweisen!!!! Wenn er es dann mit gutem Geweissen anhängt und die Konsequenzen trägt, sein Problem! Vergiß nie, daß der haftet der eine Tätigkeit durchführt und nicht der der sie ansetzt!!!

LG Tobias
 

heriion

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hi
hab die pakungsbeilage gelesen
zitat vitromix:
periphervenöse Applikation möglich
1000 ml = 1000 kcal
zur totalen, sowie ergänzenden parenteralen Ernährung geeignet

weiterhin:
Osmolarität ca. 960 mosmol/l. Dichte 1,042 g/cm3. Anwendungsgebiete: Zur Deckung des Grundbedarfs an Energie, essentiellen Fettsäuren, essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren und Elektrolyten bei Erwachsenen im Rahmen einer parenteralen Ernährung. VITROMIX ist angezeigt, wenn eine orale oder enterale Ernährung unmöglich, unzureichend oder kontraindiziert ist. Gegenanzeigen: bekannte Überempfindlichkeit gegen Ei- oder Sojaprotein oder einen der anderen Bestandteile, schwere Hyperlipidämie, schwere Leberinsuffizienz, schwere Blutgerinnungsstörungen, angeborene Aminosäurenstoffwechselstörungen, schwere Niereninsuffizienz ohne Möglichkeiten zur Hämofiltration oder Dialyse, akuter Schock, Hyperglycämie, bei der mehr als 6 Einheiten Insulin/ Stunde erforderlich sind, pathologisch erhöhter Serumspiegel von einem der enthaltenen Elektrolyte, - Neugeborene, Säuglinge und Kinder.

- wie schon gesagt haben gute Erfahrungen damit gemacht.

- soll keine Werbung sein. (Fresenius scheint eh ein Monopol zu besitzen)

herion


 
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