Pädiatrieeinsatz

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Nike85, 26.04.2007.

  1. Nike85

    Nike85 Newbie

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    Hallo!
    Ich habe meinen nächsten Einsatz auf der Pädiatire (0-4 Jahre).
    Und dazu ein paar Fragen...

    Gibt es dort fachspezifische Hygienemaßnahmen?
    Gibt es denn dabei Unterschiede zu "Erwachsenenstationen"?

    Wie erleben Kinder unterschiedlichen Alters das Krankheitserleben während ihres stationären Aufenthaltes?
    Gibt es da spezielle Maßmahmen oder Verhaltensweisen, wie man das Heimweh mindern kann.

    Mit welchen Berufsgruppen arbeitet man auf der Pädiatrie zusammen?
    Worin liegen denn die Unterschiede bzw. Schwerpunkte der einzelnen Stationen?
    :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix: :weissnix:

    Wie Ihr lesen könnt, habe ich sehr viele Fragen, weil die Pädiatrie für mich was völlig fremdes ist und ich mich schon ein mal drauf vorbereiten möchte.

    Danke im Vorraus für eure Antworten! :klatschspring: :klatschspring:
    Gruß, Nike
     
  2. tanni

    tanni Junior-Mitglied

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    Akt. Einsatzbereich:
    Kinderchirurgie
    Hallo Nike,

    ich kann nicht genau sagen, ob es Unterschiede bezüglich der Hygiene zwischen Erwachsenen- und Kinderkrankenpflege gibt, denke aber, dass ich die zu den anderen Punkten das ein oder andere erzählen kann. Man sagt, in der Kinderkrankenpflege ist man pingeliger in Bezug auf die Hygiene, aber das kann ich weder bestätigen noch widerlegen. Ich glaube, das hängt von jedem selbst ab.

    Ich weiß nicht, wie das bei euch in der Klinik aussieht, aber bei uns in Dortmund werden bei so kleinen Würmern eigentlich sehr oft die Eltern mitaufgenommen. Das nennt man dann "Rooming-in". Das bedeutet, dass die (meist) Mütter auch dort schlafen und sich um ihre kranken Kinder weitestgehend selbst kümmern können. Das ist für die Kinder meiner Ansicht nach ein großer Vorteil bezogen auf ihre Heimweh-Situation. (Vor- und Nachteile von "Rooming-in" wurden schon an anderer Stelle diskutiert. Werde deshalb nicht näher darauf eingehen, musst du dir selbst ne Meinung zu bilden)
    Jedenfalls ist es so, dass die Mutter ihr Kind morgens selbst waschen kann, die Eltern wickeln dann selbst und können füttern. Trotzdem bleibt genug Arbeit für das Pflegepersonal übrig.

    Welche Krankheiten haben denn die Kinder auf der Station?

    Viel geht es also in der Kinderkrankenpflege um die Anleitung und Unterstützung der Eltern, denn häufig ist es so, dass diese nicht wissen, wie sie mit der Krankheit ihres Kindes umgehen sollen. Man braucht dafür oft sehr viel Empathie, denn man darf nicht unterschätzen, welche Belastung selbst eine Gastroenteritis für die Eltern eines Säuglings darstellt.

    Grundsätzlich kann man sagen, dass es in der Kinderkrankenpflege gerade auf Stationen mit Kindern in der Altersklasse deutlich chaotischer vorgeht, als bei den Erwachsenen. Es gibt klar auch grobe Strukturen und Abläufe, aber Kinder haben eben oft ihre Bedürfnisse, die sie aufgrund ihres Alters nicht unterdrücken können. Ich will mal sagen, es geht bei uns lauter und lebhafter zu, teilweise mit viel Geschrei, denn Baby hat eben hunger, wenn Baby hunger hat, und nicht dann, wenn man gerade Zeit hat! Aber es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als dann ein sattes, zufriedenes Baby auf dem Arm zu halten.

    Ich persönlich finde gerade diese Altersgruppe sehr abwechslungsreich und interessant. Habe die Zeit meiner Ausbildung auf diesen Stationen sehr genossen.

    Das Problem ist bei Kindern, dass diese oftmals kaum verstehen, wieso sie jetzt da sein müssen und nicht raus dürfen und nicht toben dürfen und nicht mit den anderen Kindern spielen dürfen (möglicherweise bei Infekten, die noch nicht antibiotisch abgedeckt sind). Im schlimmsten Fall sehen etwas ältere Kinder ihre Krankheit bzw. den Krankenhausaufenthalt als Bestrafung für irgendetwas an.

    Ein hygienisches Problem hat man z.B., wenn die Mutter aus Zimmer 1 (Kind hat Rota-Viren), die auch gelangweilt von der manchmal langen und eintönigen Zeit in der Klinik, sich mit der Mutter aus Zimmer 3 angefreundet hat, deren Kind evtl. aufgrund eines Fieberkrampfes dort ist. Dann haben hinterher beide Kinder Durchfall. Da muss man gut aufpassen und auch die Eltern gut aufklären.

    Das für mich persönlich schlimmst ist, wenn die Eltern ihre Kinder anlügen. Es gibt hundert Beispiele. "wenn du jetzt nicht aufhörst zu weinen, kommt die Schwester und gibt dir ne Spritze" ... Da könnte ich jedesmal platzen.

    So, nun bin ich vom Thema abgekommen.

    Eine ruhige Woche und nicht zu viel Arbeit,

    tanni

    PS: Kinderkrankenpflege ist spitze!!!!!!!!!!!!!!
     
    #2 tanni, 07.05.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.05.2007
  3. *Mara*

    *Mara* Senior-Mitglied

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    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Ort:
    Oldenburg
    Akt. Einsatzbereich:
    Interdisziplinäre Notaufnahme
    Hallo!

    Grade um solche Fragen zu klären, dient doch dieser Einsatz auch ein Stück weit.
    Für Heimweh gibt es kein Patentrezept. kein Kind ist gerne in der Klinik. bei uns bestand immer die Möglichkeit der Mutter im KH zu übernachten.
    Wie Kinder den Aufenthalt erleben, ist von Kind zu Kind unterscchiedlich. Ich denke das ist etwas was du dort erfahren kannst.

    LG Mara
     
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