OTA oder Gesundheits- und Krankenpflegerin?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Linda1988, 19.06.2007.

  1. Linda1988

    Linda1988 Newbie

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    Hallo,
    ich habe eine Zusage für den Ausbildungsplatz zur OTA und zu Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ich finde in jedem Beruf gibt es Vor und Nachteile. Zum einen habe ich mir sagen lassen, wenn man OTA lernt und später in diesem Beruf arbeitet und mal schwanger ist bzw. aus irgendeinem Grund nicht mehr im OP arbeiten, kann man nicht mehr auf Station o.ä. eingesetz werden.
    Und das man bei der Ausbildung nur wenige Stunden auf der Station ist.
    Also wenn man erst die Ausbildung zur G.-und Krankenpflegerin macht und dann die Weiterbildung zu OP-Schwester, kann man immer noch zurück auf die Station. Hat aber den Nachteil, dass man 5 Jahre braucht bis man OP-Schwester ist und nicht 3 Jahre, wenn man eine Ausbildung zur OTA macht.
    Wie seht ihr das? Was würdet ihr machen?
    Liebe Grüsse
     
  2. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    zu ota:
    kenne mich persönlich auf dem gebiet nicht besonders gut aus, ein freund von mir hat aber dieses jahr im april die ausbildung zum ota abgeschlossen. von seinem standpunkt her hört sich alles ziemlich negativ an, die minuspunkte, die er vor allem nennt, sind:
    - praktisch keine chance außerhalb der op`s zu arbeiten (theoretisch besteht wohl die möglichkeit in ambulanzen zu arbeiten, die leitungen bevorzugen jedoch eindeutig bewerber aus der pflege)
    - neuer berufszweig, deswegen vielerorts keine oder mangelnde anerkennung bzw. kenntnis von der existenz des berufs, hat sich wohl auch in der praktischen ausbildung niedergeschlagen (zb keine kenntnis über tätigkeitenkatalog o.ä.)
    - keinerlei aufstiegsmöglichkeiten z.b. in die leitungsebene (alleine mitarbeitern aus der pflege vorbehalten)
    - schlechte aussichten auf dem arbeitsmarkt wegen o.g., zudem bevorzugt einstellung von (fach-)pflegekräften
    waren noch ein paar andere punkte, hab nicht mehr alles im kopf. 100% objektiv ist das natürlich nicht, würde mich an deiner stelle eher bei leuten aus 1.hand erkundigen.
     
  3. funcz

    funcz Senior-Mitglied

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    so, hatte vorhin wenig zeit, deswegen nochmal eine ergänzung :-)
    ist es denn so, dass du wirklich nur im op arbeiten möchtest? wenn ja, wieso? hast du schonmal ein praktikum/fsj oder irgendetwas in der richtung im op gemacht?
    vorteil bei der krankenpflegeausbildung ist auf jeden fall, dass du in der wahl deines arbeitsplatzes wesentlich flexibler bist und mehr möglichkeiten zu fort-/weiterbildung und beruflichem aufstieg hast (leitung, studium pflegemanagement usw.). die ausbildung dauert halt dafür länger, und was du (glaube ich) nicht miteinberechnet hast ist, dass man die op-fachweiterbildung erst nach 2 jahren berufstätigkeit (inklusive mindestens 6 monate in dem fachbereich) beginnen kann.
    falls du noch nicht im op gearbeitet hast, solltest du dich auf jeden fall intensiver mit dem thema auseinandersetzen, ist oft leider nicht so spannend und vielseitig wie es in den medien präsentiert wird.

    eine andere sache ist, ob man mit bereits abgeschlossener weiterbildung im bereich op/anästhesie wieder in den "normalen" stationbereich zurückwechseln kann. theoretisch zwar in jedem fall möglich, praktisch allerdings ist es halt ein ganz anderer fachbereich, der mit der pflege im eigentlichen sinne wenig zu tun hat. aber dazu können andere vielleicht mehr sagen!
    lg und viel glück bei der auswahl!
    wenn noch fragen sind, einfach anschreiben!
     
  4. Steffi1984

    Steffi1984 Poweruser

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    FKS für Onkologie, Praxisanleiterin, aktuell Weiterbildung "Fachwirt im FSG"
    Ich würd an Deiner Stelle Gesundheits- und Krankenpflegerin lernen, weil Du da trotzdem eine Chance auf eine Stelle im OP haben kannst, weil man im OP doch Chance hat, eine Stelle zu bekommen...
     
  5. VansQueen

    VansQueen Stammgast

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    Krankenschwester
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    Unfallchirurgie/Orthopädie/Neurochirurgie
    Pro und Kontra

    Hallo!! Dazu kann ich Dir was erzählen: ich hatte vor kurzem die gleiche Situation wie Du! Ich bewarb mich parallel für eine Ausbildung zur GKP und OTA. OTA wollte ich deswegen, weil ich sehr interessiert an medizinischer Technik bin, sehr gerne im KH, im Team und mit Patienten arbeiten möchte, aber nicht in der Pflege. Zur GKP bwarb ich mich nur als Alternative, falls es mit der Annahme an der OTA - Schule nichts wird.
    Ich hatte dann an einer OTA Schule ein Vorstellungsgespräch und ne Woche später bei der GKP Schule.
    Vieles ging mir durch den Kopf, vor allem weil einige Leute von dem Beruf OTA kein gutes Bild haben. Das Vorst.gespräch und Auswahlverfahren verlief so lala, sie waren nicht gerade freundlich und die 3 Tests waren sehr schwer! Die Lehrer dort meinten, dieser Beruf hat Zukunft, denn gut ausgebildetes OP-Personal sei rar und OTA würden mit Kusshand eingestellt! Der perfekte Beruf also für mich! Und ließ mich nicht beirren.
    Das VSG der GKP Schule verlief gut.
    Aber ich überlegte trotzdem hin und her, bekam wieder Zweifel, dann war ich wieder entschlossen!
    Das entscheidende Umdenken gaben mir Threads, die ich hier im Archiv finden konnte, da gibt es n paar Diskussionen über die beiden Ausbildungen, pro und contra! Lies es dir mal durch, da wurden jedenfalls mir die Augen noch ein Stück weiter geöffnet!!!
    Nun kam die Antwort der GKP Schule und ich wurde dort angenommen für dieses Jahr.
    Und ich bin zu folgendem Entschluss gekommen: Ich werde GKP lernen. Warum? Meines erachtens hat man als OTA nicht viel Weiterbildungsmöglichkeiten und das ist letztendlich das Entscheidende am Arbeitsmarkt. Willst du heutzutage nen anständigen Job bekommen musst du flexibel sein und dich ständig neu bilden. Ja klar kriegt man als OTA leichter nen Job als zur Zeit als GKP im Krankenhaus! Aber wenn man dann nur im OP assistiert oder in der Endoskopie steht und die einzige Aussicht auf Weiterbildung ist evtl. Bereichsleitung (und ich habe sogar noch gelesen, dass man nur als OP-Fachkrankenschwester OP-Leitung werden kann), dann sieht es wohl so aus dass OTA leider ne Sackgasse ist!
    Ich war bis vor kurzem ein wenig rosarote Brillenträgerin! Und ich bin mir sicher, als GKP kommt man soviel weiter! Und kann schließlich auch in den OP, auch wenns etwas länger dauert! Natürlich bleibt die Entscheidung bei dir, das kann dir keiner abnehmen! Ich wollte dir meine Meinung und Sicht der Dinge darüber abgeben. Vielleicht hilft es dir! Und ich geb dir den Rat: such dir die entsprechenden Beiträge raus und höre und staune!:besserwisser:

    Viele liebe Grüße!
     
  6. Shirlsen

    Shirlsen Gast

    Ich bin ja auch jetzt endgültig Azub. OTA. Irgendwie kriegt man ja fasst ein schlechtes Gewissen wenn man die Beiträge so liest. Es wird ja wirklich sehr schwarz gesehen. Klar hab ich mir da Gedanken gemacht und ich merke auch mittler Weile, dass mir Pflege im gewissen Rahmen Spaß macht. Aber immer wenn ich weiter denke, mir vorstelle eine richtige Krankenschwester mit allem drum und dran zu sein.. nee.. Diese Pflege ist einfach das, was mich ganz arg stört. Und da bin ich auch nicht bereit mich 5 Jahre krum zu machen, vielleicht nicht die Noten zu haben die ich haben sollte/will und vor Allem will ich keinem Patienten ein schlechtes Bild geben oder ihn aus irgendwelchen Gründen schlecht behandeln. Also ich merke in meinem Praktikum, dass ich ganz schwierig mit neuen Patienten umgehen kann, besonders wenn sie so alt und bedürftig sind. Und realistisch gesehen werden sie immer älter und bedürftiger und mehr und mehr. Ja und im OP da blüht mein Herz auf, die ganze Athmosphäre, die Ernsthaftigkeit, die Verantwortung, toll. Und auch das technische, 'ne OTA ist ja wenn'se fertig ist 'ne hoffentlich helle Birne bezüglich des ganzen Op-Ablauf's, was so eine OP-Schwester erst mal nicht ist. Also man kann das stunden lang aufspalten in die kleinsten Pros und Contras. Ich bin mir sicher, ich werde nicht ewig OTA bleiben, aber ich kann jeder Zeit eine neue Ausbildung beginnen oder vielleicht studieren. Muss man echt nicht immer alles so Schwarz sehen. Dennoch, eine richtige Entscheidung für sich selber ist sehr wichtig, sowas kann nämlich schnell ganz unglücklich machen.
    Und wenn man nicht 100%ig vernarrt ist in diese OP Sache und man auch nicht pflegerisch abgeneigt ist, dann ist GKP sicherlich die beste Lösung, ganz klar.
     
  7. VansQueen

    VansQueen Stammgast

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    Unfallchirurgie/Orthopädie/Neurochirurgie
    Hallo Shirlsen du hast Recht! Wem es zu 100% unter den Nägeln brennt und es einem total taugt, im OP zu arbeiten, der soll es machen..... mir hätte es auch super gefallen (ich wollte nicht, dass du ein schlechtes Gewissen bekommst, weil du jetzt in der Ausbildung bist und nur negatives liest. Du weißt selber was auf dich zu kommt). Ich dachte nur etwas mehr an die Zukunft.
    Bleib dabei!!! Und lass dich nicht abbringen!
    Liebe Grüße!
     
  8. Shirlsen

    Shirlsen Gast

    Nee, ich hab ja kein schlechtes Gewissen, das wäre ja traurig :mryellow:
    Ich steh voll hinter meiner Entscheidung und ich freu mich wie deppert auf diese Ausbildung und ich bin auch ergeizig genug, meine Sache gut zu machen, da wird's hoffentlich nichts zu meckern geben, wenn ich in 3 Jahren fertig bin. Ich glaube auch nicht, dass ich, wenn ich jetzt zwischen GKP und OTA gestanden hätte, ich mich für GKP entschieden hätte. Und ich denke Leute die so ticken sind schon ganz ok für den Beruf OTA.
    Gruß.
     
  9. sophia

    sophia Gesperrt

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    was ist den GKP ist das krankenschwester?
    ich hab mich ja uach für ota beworben da war auch eine schwanger und die war dann in der endoskopie....
    ich bin aber auch in einer andren situation, weil ich das ja nur 3 jahre machen möchte, also nur ausbildung
     
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