Ordenshäuser vs. "normale" Häuser

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von hermione, 16.04.2006.

  1. hermione

    hermione Newbie

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    Hallo,

    Hätte da mal 'ne (doofe) Frage:

    Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen von Ordensschwestern geführten Häusern und "weltlichen" (nennt man das so?)?

    Gibt es da Vorteile und Nachteile?

    Was ist von der Pflege her anders?

    Was ist von ärztlicher Seite anders?

    Spielt das heute noch eine große Rolle?

    Bin schon gespannt, was Ihr dazu sagt...

    :lovelove:lich
    Hermione
     
  2. gonzaga

    gonzaga Newbie

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    Meinst Du nur Krankenhäuser oder auch Altenheime?
     
  3. hermione

    hermione Newbie

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    Hey Gonzaga,

    Altenheim/Pflegeheim/Krankenhaus/betreutes Wohnen/was Euch sonst noch einfällt interessiert mich.
    Bitte *alles anbieten* ich möchte soviel wie möglich über verschiedene Konzepte und Einrichtungen in Erfahrung bringen:anmachen:

    Danke, für alle Antworten,
    h.
     
  4. gonzaga

    gonzaga Newbie

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    Hallo hermione!
    Ich werde mich bemühen Dir heute Nachmittag zu antworten. Kann Dir auf jedenfall schon jetzt sagen, dass die Menschlichkeit in Ordenshäusern eine grosse Rolle spielt. Und das ist eine Seite an Ordenshäusern, die ich nicht mehr missen möchte. Was die Standards anbelangt kommt es darauf an ob Du beispielsweise an den Caritas gebunden bist, die ja auch ihre eigenen Pflegestandards haben, nach denen Du dich richtest.
    Weiteres später. Welche Dinge interessieren Dich denn besonders?
    Liebe Grüsse Gonzaga
     
  5. hermione

    hermione Newbie

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    Danke, das ist lieb...

    Da ich noch nie mit "Ordenshäusern" zu tun hatte und sich meine Krankenhauserfahrung bisher auf das obligatorische Pflgepraktikum (stud.med.) beschränkt kann ich nicht genau sagen, was mich besonders interessiert aber ich versuche es einmal...

    Gibt es grundsätzliche Unterschiede in der Pflege?

    Ist der Tagesablauf anders?

    Hat man als Atheist oder sonstwie anders glaubender einen schweren Stand in Ordenshäusern?

    In wiefern sind die Ärzte von dem "kleinen Unterschied" betroffen?

    Gibt es einen Unterschied in der Einstellung zum Patienten/zur Arbeit?

    Ist der Umgang der Mitarbeiter untereinander anders?

    Gibt es sonst noch Dinge, die man wissen sollte um sich nicht wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen zu benehmen?

    Währe für eine kleine Einführung zum Thema sehr dankbar (nachfragen kann ich ja immernoch)...

    Alles liebe, Eure H.
     
  6. Stomakat

    Stomakat Newbie

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    HI

    Ich habe in einem von Ordensschwestern geführten Krankenhaus der Maximalversorgung mit ca.450 Betten meine Ausbildung vor 5 Jahren abgeschlossen. Danach hab ich in einer Uniklinik angefangen zu arbeiten und wechsele nach meiner Weiterbildung wieder in ein kleineres Krankenhaus. Daher hab ich mit beiden Seiten Erfahrung und kenne auch viele Leute die in der Uni die Ausbildung gemacht haben. Folgende Unterschiede kann ich mal schnell aufzählen:

    1.) die Menschlichkeit war in dem Ordenshaus größer, alles war persönlicher (auch nicht so riesig)
    2.) gerade als Schüler kannte man Hinz und Kunz und es war einfach nur klasse
    3.) in einer Uni mit knapp 1250 Betten ist man froh wenn man die Nachbarstation kennt
    4.) Für die Ärzte stellt sich meiner Meinung kein Unterschied da / der Arbeitsablauf ist nicht anders
    5.) Im Ordenshaus haben die Ordensleute das Sagen und einige "alte" Stationsleitungen kommen immer noch regelmäßig kontrollieren etc. kann schön sein aber auch anders....
    6.) Es wurde Wert auf die Religion gelegt / Kommunion am Wochenende etc. Messen, Besuche des Pastors etc. das fehlt in nicht konfessionellen Häusern
    7.) Ich kann Dir nicht sagen ob es ein Nachteil ist keiner Religion anzugehören weiß nur, dass unsere Krankenpflegeschule damals von einer Nonne geleitet keine Schüler ohne konfessioneller Zugehörigkeit evangelisch oder katholisch war egal angenommen hat.
    8.) Ich wechsele ja gerade wieder in ein "Kleines Krankenhaus" (4009 Betten) und freue mich sehr darauf wieder in den kleinen Strukturen wo jeder jeden kennt arbeiten zu können. Ich glaube aber auch entweder man liebt es oder hasst es.
    Viele liebe Grüße wenn du noch spezielle Fragen hast meld Dich.
     
  7. hermione

    hermione Newbie

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  8. opschwesterchen

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    Ich habe in einem kirchlichen Haus gelernt, und arbeite jetzt in einem nicht-kirchlichen.

    Natürlich sind die kleinen Häuser netter von der Athmosphäre, keine Frage, aber ein paar Dinge sollten einem schon klar sein...

    Ohne Kirchenzugehörigkeit gibt es keine Einstellung. Katholische Häuser sind (seltsamerweise) toleranter als evangelische. Ob Buddist, Orthodoxer , frei-evangelisch oder was auch immer ist egal. Nur "nichts" darf nicht sein.

    Du unterschreibst, dass du die Regeln der katholischen/evangelischen Kirche beachtest.

    Heisst:

    Austritt aus der Kirche ist ein Kündigungsgrund.

    Leben in nichtehelicher Gemeinschaft auch. Vorsicht auch mit gemischten Wohngemeinschaften... :anmachen:

    Ebenso Homosexualität, aussereheliche Schwangerschaft, und und und...


    Natürlich muss man dem Arbeitgeber nicht alles auf die Nase binden... sollte er es aber herausfinden, hast du ein Problem.

    Aus der Zeit im kirchlichen Haus kenne ich für jeden dieser Fälle ein lebendes Beispiel! 8O
     
  9. sigjun

    sigjun Gast

    Ich arbeite in einem Haus unter konfessioneller Trägerschaft (katholisch).
    Ich habe NICHT unterschrieben, dass ich die Regeln der katholischen Kirche beachte und lebte zum Einstellungstermin in einer sog. wilden Ehe was meinem Arbeitgeber durchaus bekannt war.
    Bei uns arbeiten auch Menschen, die keiner Religion angehören, ebenso Homosexuelle, Mütter mit unehelichen Kindern, Menschen, die in eheähnlicher Gemeinschaft leben oder in gemischten Wohngemeinschaften.
    All diese Menschen arbeiten ohne jegliche Probleme seitens des Arbeitgebers in unserem Haus.
    Es mag durchaus konfessionelle Häuser geben, in denen dies alles strenger gehandhabt wird, aber es ist nicht allgemein so bei konfessionellen Häusern.
    Insbesondere was eheähnliche Lebensgemeinschaften und Homosexualität betrifft sind diese Arbeitgeber sehr viel toleranter geworden, da sie ansonsten jede Menge Arbeitnehmer entlassen müssten.
    Dass es in einem kleinen Krankenhaus familiärer zugeht mag sein, aber das hat wenig mit dem Träger zu tun.
     
  10. opschwesterchen

    opschwesterchen Junior-Mitglied

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    Wäre ja gut, wenn sie wirklich die alten Zöpfe mal abschneiden! :daumen:


     
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