Orale Medikamentengabe vor endoskopischen Untersuchungen

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Innere Medizin" wurde erstellt von miramira, 08.05.2009.

  1. miramira

    miramira Junior-Mitglied

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    Würde mich interessieren, wie es in anderen Häusern mit oraler Med-Gabe vor endokopischen eingriffen gehandhabt wird.
    Bei uns wir vor gatroskopien eigentlich nichts gegeben. Kommt in letzter Zeit aber häufig vor, dass auf AAO z.B Blutdrucksenker noch mit nem Schluck Wasser kurz vorher gegeben werden.
    wie hoch ist die Aspiraionsgefahr wirklich? Tbl sind ja bis z Untersuchung aufgelöst...
     
  2. Lin

    Lin Poweruser

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    Warum gebt ihr vor endoskopischen Untersuchungen Blutdrucksenker?
    Können die Pat. diese nicht nach der Untersuchung einnehmen?

    Gruß,
    Lin
     
  3. miramira

    miramira Junior-Mitglied

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    weil Pat oft Morgens um 6 bereits nen ohen Druck haben.Untersuchungen gehen bei uns ab 8.30 los. und nach der Endoskopie je nach Sedierung müssen Pat bei uns min 2h nüchtern bleiben.
    Geht mir auch nicht nur um Blutdrucksenker, Manchmal ist es auch timonil was vorher gegeben werden soll.
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Bei uns idR nicht.

    Wenn ich weiß, die Untersuchung ist erst mittags, geb ichs trotzdem.
    Wenn was Wichtiges anliegt (wie der angesprochen RR-Senker bei erhöhtem RR), geb ich auch diese Tbl mit nem kleinen Schluck Wasser vorher.
     
  5. Lin

    Lin Poweruser

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    Endoskopsiche Untersuchungen werden bei uns i.d.R. vormittags gemacht. Hat der Pat. einen RR im tolerablen Bereich, belasse ich es, wenn nicht bekommt er entweder seine orale Medi (wenn er noch länger warten muss) oder etwas i.v. oder sublingual.
    Wie lange der Pat. nach der Endoskopie noch nüchtern sein muss, wird durch den Arzt entschieden, aber meist können sie gleich danach etwas trinken.

    Gruß,
    Lin
     
  6. anästhesieschwester

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    Guten Morgen!

    Bei jedem endoskopischen Eingriff bekommt der Patient einen venösen Zugang. Wenn der RR zu hoch oder sonstige Vitalparameter nicht in Ordnung sein sollten können über diesen Zugang problemlos Medikamente verabreicht werden. Deshalb: möglichst keine orale Medikamenteneinnahme vorher!

    Aspirationsgefahr:beim wachen Patienten wirklich gering. Beim (analgo)sedierten Patienten weitaus größer, da auch eine Analgosedierung beatmungspflichtig machen kann (je nachdem wie großzügig die Internisten "Narkose" machen:mrgreen: und wie empfindlich der jeweilige Patient reagiert, von allergischen Reaktionen mal ganz abgesehen).
    Bei allen endoskopischen Eingriffen sollte schon alleine deshalb komplette Nüchternheit geboten sein, weil u.U. Strukturen so verletzt werden, dass direkt eine offene OP in Vollnarkose nötig ist. Die Narkoseeinleitung stellt immer ein Aspirationsrisiko dar, grade aber beim nicht komplett nüchternen Patienten. Habe auch schon Patienten gehabt, die aus genau diesem Grund ihre Prämedikation an der Schleuse iv bekommen haben.


    Gruß

    Die Anästhesieschwester
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    wenn die Tabletten notwendig sind, bekommt der Patient diese mit einem Schluck Wasser - es ist keine höhere Aspirationsgefahr wie bei der oralen Prädmedikation vor einer Anästhesie, auch diese Tablette wird mit einem Schluck Wasser eingenommen.

    Schönen Tag
    Narde
     
  8. lieba

    lieba Newbie

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    Hallo!

    ja so kenn ich es auch, bei Gastro machen wir eigentlich immer die wichtigen Med, z. B. Blutdrucksenker, Diuretika usw. Bei Coloskopie haben wir bis jetzt nichts gegeben, wegen abführen und so. Aber unser CA besteht seit dieser Woche drauf! Wir alle, auch die Assis haben da keine Verständnis dafür, weil wir meinen das kann ja nun wirlich nicht im Körper aufgenommen werden, weil ja die Patienten ja noch einiges trinken müssen und so die Med wieder ausgeschieden werden. Naja schauen wir mal was wir da für eine Erfahrung machen.

    Liebe Grüße
    Lieba
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie schnell wird ein Wirkstoff über die Magenschleimhäute aufgenommen? Wie schnell erfolgt der Weitertransport des Mageninhaltes?
    Mir erscheint ein Abstand von 30 bis 60 Minuten durchaus tolerabel.

    Elisabeth
     
  10. la-loca-1978

    la-loca-1978 Newbie

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    Bei uns ist es so, dass die Endoskopien um 8:00 losgehen...

    Wenn es eine Gastroskopie, ERCP oder ein Endosono ect. ist, lassen wir den Patienten die wichtigen Medikamente morgens um 7:00 einnehmen, da es vor 8:00 sowieso nicht losgeht.

    Vorallem sind die meisten Untersuchungen bei uns auf Abruf, sprich wir kennen den Untersuchungszeitpunkt nicht. Die Patienten müssen manchmal bis mittags - manchmal sogar noch länger warten.

    Bei Koloskopien ist es bei uns so, dass die Patienten frühestens zwei Stunden nach dem letzten Schluck Abführmittel ihre Medikamente nehmen dürfen.
     
  11. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Bei uns wurden jetzt die Standards geändert :-)

    Herz-Med sind vor den Untersuchungen zu geben. Der rest nicht.
     
  12. morrison

    morrison Junior-Mitglied

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    Bei uns ist es genauso.
     
  13. Pascal84

    Pascal84 Junior-Mitglied

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    Bei uns auch :-)

    Wir dürfen auf Normalstation gar nichts iv geben und wenn ich bei jedem Endo Pat. den Dienstarzt anpiepsen müsste für ne iv Medikation würde er mir ziemlich schnell an die Kehle gehen ;)

    Grüße
     
  14. Krissy90

    Krissy90 Newbie

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    Also bei uns werden nur RRsenkende Medi frühs 2 h vor untersuchungen gegeben, alles andere nach der Untersuchung!
    Lg
     
  15. hannymoon

    hannymoon Junior-Mitglied

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    bei uns ist das so: wichtige med. dürfen mit kleinem schluck wasser genommen werden, alles andere erst, wenn es wieder essen gibt.
    bei uns stand aber bei der entscheidung weniger die aspiration zur debatte, sondern eher, weil der untersucher durch med im magen nix sieht...
     
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