OP-Leitung - Organisation, Koordination oder/und volle Kraft?

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von opjutti, 12.06.2011.

  1. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo OP-ler!!

    Wie ist das bei euch im OP?:-?

    Ist eure Op-Leitung noch voll im Dienstgeschehen drin?
    Steht sie am Op-Tisch, macht volles Tagesprogramm?
    Macht sie Bereitschafts- oder Rufdienste?
    Oder:eek1::eek1:
    Macht sie organisatorische Aufgaben, wie Dienstplan, Stellenplan, Stundenabrechnung, Gespräche (Verwaltung, Vertreter, Mitarbeiter), Bestellungen, QM, Op-Plan abnehmen und koordinieren?

    Wir sind zweieinhalb Op-Leitungen, jede hat zu ihrem Aufgabengebiet noch einen bestimmten Schwerpunkt. (QM, Anleitung, Instrumentenverwaltung)

    An keinem Tag in der Woche sind wir alle drei gleichzeitig im Dienst. Abwechselnd Spätdienst oder frei, da wir 10h Schichten schieben. MA arbeiten 7,42h Schichten.
    D.h. alleine alles organisieren und koordinieren, bis 2. zum Spätdienst erscheint. Dann Op-Besprechung für den nächsten Tag (wir haben drei Kliniken), Abteilungsleiterfortbildungen, Stationsleitungssitzung, Hygienesitzung, Mitarbeitergepräche, Fortbildungen für MA´s organisieren usw.

    Wir sind ein Team von ca. 40 Mitarbeitern (mit TZ-Kräften) in Früh-und Spätdienst. (Kein ND!!)
    Jeder MA (auch Op-Leitungen) macht 1x Spätdienst /Woche.
    Seit Januar ´11 Rufdienst nur am WE von Fr 15:30 - Mo 7:15 Uhr.
    Es ist sehr selten was zu operieren.

    Jetzt erwarten unsere MA von uns Leitungen, dass wir mit "gutem Beispiel" vorangehen und Rufdienst machen. Wir müssen nämlich Dienst einteilen, wenn sich kein Freiwilliger für den Rufdienst meldet.
    Wir haben MA, die nie Zeit hätten für WE-Rufdienst und dann könnten wir Leitungen fast jedes WE abdecken.

    Zwei von uns sind schon jahrelang aus dem Tagesgeschäft heraus und wären eher eine Last, als eine Hilfe.

    Ich als 1. Praxisanleiterin habe die Aufgabe von der Geschäftsführung, die Fort-und Weiterbildung extern und intern zu koordinieren, zu erfassen und den Schulungsbedarf der MA zu ermitteln. Wir haben eine Ausbildungskooperation für OTA und FWB-OP.
    Interne Praxisanleiter leiten MA an und ich helfe in Notsituationen oder wenn mehrere gleichzeitig angelernt werden können mit, beim Anleiten.
    Aber, wie soll ich anleiten am Tisch, wenn ich alleine die Op-Leitung inne habe? Anleitung findet meist am Vormittag statt. Am Nachmittag, wenn Zeit ist, Nachbesprechung der Anleitung.

    Desweiteren habe ich die Aufgabe zu entscheiden, oder mich mit den Ärzten zu besprechen, welche Instrumente angeschafft werden.
    D.h. Kataloge wälzen, Firmen kontaktieren, Controlling und Einkauf informieren. Begutachten und freigeben der Instrumente, wenn sie aus der Reparatur zurückkommen, gehört ebenfalls zu meinen Aufgaben.

    Deshalb bin ich der Meinung, wir OP-Leitungen haben andere Aufgaben, als des Tagesgeschäft. Wir müssen mit unseren Aufgaben dafür sorgen, dass der "Laden" läuft.

    Bin gespannt, wie ihr das seht und würde mich auf einen angeregten Meinungsaustausch freuen.:-):-)

    LG opjutti
     
  2. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    @ opjutti:

    Bei uns ist das unterschiedlich. Wir haben an zwei Standorten der Klinik jeweils 70-85 Mitarbeiter in der OP-Pflege. Und an jedem der zwei Standorte sind jeweils eine OP-Pflegeleitung und deren/dessen Stellvertretung tätig.
    Größtenteils sind sie mit Dingen die du beschrieben hast, beschäftigt und das auch nicht wenig. Ab & zu helfen sie jedoch auch mal "an der Front" aus, wenn wir schlecht besetzt sind oder sie übernehmen einen Spätdienst oder Wochenenddienst/ Rufdienst damit sie auch ihre Zulagen bekommen.

    Ich glaube, dass alle davon profitieren, wenn die Leitungen ab & zu im Saal mitarbeiten.
    Wir hatten vorher eine Leitung, die nach unserer Meinung sich nur im Büro den Hintern platt saß, aber überhaupt nicht mehr wusste, wie es in den Sälen wirklich zugeht und hat somit ihr Ansehen bei den Mitarbeitern etwas verloren, da sie unsere Nöte nicht nachvollziehen konnte.

    Wiederum möchte ich erwähnen, das der "Bürojob" der Leitungen nicht Ohne ist.... Ich sehe ja auch, das sie eine Menge Überstunden machen, Dienstpläne werden im Urlaub geschrieben etc. Wenn sich niemand findet, der für jemand Erkranktes am WE einspringt, dann sind sie es. Also da habe ich Respekt! :beten:Für mich wäre das nichts. Da leidet das Privatleben schon ziemlich.
     
  3. Bibi Kling

    Bibi Kling Junior-Mitglied

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    Liebe OP-Jutti,
    ich bin selber auch Leitung eines , zugegeben, kleinen Teams mit 10 Leuten. Eine Stellvertretung habe ich nicht, wurde abgeschafft. Als Eierlegendewollmilchsau mache ich alles: Dienstplan schreiben, abrechnen, QM, Gespräche mit Einkauf, Hygiene, OP-Koordinator, ZSVA,Praxisanleitung, Sitzungen, Mitarbeitergespräche usw. Vor zwei Jahren habe ich die Fachweiterbildung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege gemacht. Selbstverständlich mit Diensten und Sitzungen mit meinem Team und dem gesamten Geraffel. Danach war ich im Burnout und hab grad nochmal die Kurve bekommen....
    Ich bin auch im Saal, wenn wir zu wenige Leute sind und das ist häufig der Fall...Trotzdem ist es so, dass die MA immer denken: im Büro kriegt die doch eh nichts auf die Reihe, aber wenn ich nicht da bin und dann wiederkomme beklagen sie sich, was sie alles alleine organisieren mussten.
    Ich habe auch keine Lust und Kraft mehr mich zu rechtfertigen. Manchmal gibt es Tage, da wäre ich lieber im Saal, als im Büro. Das kannst Du glauben. Ich will hier nicht jammern, das machen andere zur Genüge.
    Einer meiner Pflegedirektoren hat mal zu mir gesagt:" Je höher Du steigst, desto dünner wird die Luft und um so einsamer wirst Du. Aber Du siehst die Sonne eher aufgehen!" Da ist was Wahres dran...
    Wir haben Rufdienst. Seit vielen Monaten ist es aber so, dass wir regelhaft jeden Tag bis mindestens 18:00 Uhr arbeiten. Gestern war ich um 23:30 Uhr zu Hause. Und trotz allem schaffe ich es irgendwie immer, alles unter einen Hut zu bekommen und immer alles pünktlich fertig zu haben. Auch zu Hause. Manchmal würde ich gern Teilzeit arbeiten, um meinem Sohn eine bessere Mama zu sein. Nun ja.... Das ist ein anderes, aber genau so wichtiges Thema, dass aber allen berufstätigen Mamas so geht...
    Schönes Wochenende und liebe Grüße

    Wer glaubt, ein Abteilungsleiter würde eine Abteilung leiten, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
     
  4. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Jetzt, nach fast 18 Monaten kann ich sagen, dass es sich ganz gut eingespielt hat. Wir haben in einer Teamsitzung den MA klar gemacht, dass wir Leitungen andere Aufgaben haben und deshalb keine Rufdienste machen.
    Da wir die Unterstützung unserer PDL´s und der Geschäftsführung haben, wird nun nicht mehr gemault.:deal:
    Im Gegenteil: Wir haben schon sehr viel positives Feedback von unseren MA bekomen, weil wir uns sofort um anstehende Probleme kümmern können und auch sofort Rückmeldung über den Stand der Dinge geben.:troesten:

    Wenn ich alleine Leitung bin, kann ich nicht in den Saal gehen, außer es gibt Fragen, oder ich muss Info´s an den Saal weitergeben.
    Oder am Freitagnachmittag, wenn ich dafür sorge, dass das Programm um spätestens 15:00 Uhr fertig wird, bevor ich den Rufdienst holen muss.

    Trotzdem ist mein Tag nicht langweilig:schlafen:, ich habe genug zu tun mit: Bestellungen, Lieferscheinkontrolle, Organisation des Tagesprogramms, koordinieren von Nachmeldungen, Fragen der MA beantworten, Inventur, ZSVA betreuen, usw.
    Wenn wir zu zweit oder zu dritt sind, gehe ich gerne mal in den Saal und arbeite mit. Da wir inzwischen unsere ersten OTA´s und FWB-Teilnehmer haben, muss ich mich mit einklinken, da ich massgeblich für die Ausbildung in unserem Bereich zuständig bin. Steht schließlich unter jedem Zettel der Schule mein Name drunter. Und das verpflichtet!:deal:

    Ich genieße es aber auch, ein bißchen mehr Freiheit zu haben. Wir drei sprechen uns ab, wer wann kommt oder geht.
    Wenn wir z.B. 2 Wochen alleine sind, fallen automatisch viele Ü-Stunden an. Sobald aber die Kolleginnen wieder an Bord sind, wird relativ zeitnah für Ausgleich gesorgt und es gibt außer der Reihe frei. :lol:
    Oder, dass ich meinen Tag in großen Teilen selber gestalten kann: :idea: Gehe ich in den Saal oder mach Bürotag.
    Oder, dass ich mich beim Urlaub nur mit zweien absprechen muss.

    Schade, Bibi Kling, dass du Einzelkämpferin bist. Das ist doch eigentlich kaum zu schaffen. Warum hast du keine Stellvertretung? Wer macht denn deinen Job, wenn du im Urlaub oder krank bist?
    Und solange Arbeitszeiten sind doch gar nicht zulässig. Gelten bei euch keine Gesetze?:deal: Trotzdem Hochachtung vor deiner Leistung. Aber ich würde mir das so nicht gefallen lassen. Unter diesen Bedingungen würde ich mit Freuden auf die Leitung verzichten und wieder zurück zu meinen Wurzeln kehren. Alles Gute weiterhin:flowerpower:

    LG opjutti
     
  5. lusche

    lusche Poweruser

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    Hallo,
    ach das ist ein Lieblingthema von mir....

    Es war eimal ein OP in …....
    Dort gab es gab OP Leitung, die auch Koordinatorin war. Sie verbrachte ganze 8 Std täglich damit, in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Koordinator, 3 Sääle mit Programm zu bestücken und Notfälle (4-5/Woche) einzupflegen.
    Weiterhin gab es eine pflegerische OP-Leitung und eine Stellvertretung, die 7 nachgestellte Mitarbeiter in die Sääle einteilten.
    Es geht also um eine Mannschaftvon insgesamt 10 Leuten, von denen drei, also fast ein Drittel, in Leitungspositionen waren und sich gänzlich ausklinkten. ( Ich hab immer gesagt, dass wir bald mehr Häuptlinge als Krieger haben...)

    Nur im allergrössten Notfall ging eine der Damen in den Saal; zB wenn eine Kollegin während der lfd OP ausfiel.
    Mir hat sich nie erschlossen, was da 8 Std hinter verschlossenen Bürotüren zu tun war.
    Der DP + Stundenabrechnung wird einmal im Monat geschrieben; gut bei Krankmeldungen muss reagiert werden, aber das passiert doch auch nicht täglich und dauert so lange ja nun auch nicht.
    WB und FB wurden ausschliesslich durch die PDL vergeben. Die Leitungen waren 2-3x im Jahr auf FB, die Ma eher nicht. Ergo gab es in der Richtung in diesem OP auch nichts zu organisieren.
    Mit dem Stellenplan hatten die Damen nur bedingt zu tun, diese Dinge wurden an ganz anderer Stelle entschieden.
    Die Bestellung der Verbrauchsmaterialien war komplett delegiert auf die Kolleginnen, also auch hier kein zeitlicher Aufwand für die Leitungsriege. Der Steri hatte seine eigene Leitung und sein eigensés QM.
    Instrumentenbestellung gab es aus Geldmangel ebenfalls nicht so häufig, Vertreterbesuche ab und an. Mitarbeitergespräche fanden routinemässig 1x im Jahr statt, Stationsleitersitzungen 1x im Monat. Teamsitzungen gab es einmal monatlich.
    Ansonsten wurden schon viele Gespräche geführt... untereinander hinter verschlossenen Türen im Büro bei Kaffee und Leckerchen.

    Weder Anwesenheits- noch Rufdienste wurden von den Chefinnen gemacht, eben mit dem Totschlag-Argument der umfangreichen Leitungs- Aufgaben.
    Ist eine einfache Rechnung, wie oft die „Kleinen“ dran waren, wenn pro Tag ein Anwesenheits- und ein Rufdienst zu besetzten ist....Mir hat sich auch nie erschlossen, warum eine Chefin nicht auch Dienste übernehmen kann, wenn sie doch eine Vertretung hat und sogar noch die Koordinatorin da ist, die schliesslich auch OP-Sr ist. Erst recht auch mal am Wochenende Sa/Sa, denn da sind ja nun doch eher wenig administrative Aufgaben zu erledigen.

    Bitte versteht mich nicht falsch, aber in einem so kleinen OP mit so wenig Mitarbeitern, die auch noch netterweise als Fussvolk tituliert wurden, finde ich es unangebracht sich so rauszunehmen. Zumal ja diese Leitungen auch die Beurteilungen schreiben....Habe mich immer gefragt, die Frage habe ich auch in meinen Berurteilungsgesprächen gestellt, wie jemand, der nie im Saal ist, meine Leistung einschätzen kann.
    Vom Hören Sagen, oder kann die Leitung durch die Wand gucken?

    In jedem Op ist es auf jeden Fall nötig, dass es einen Ansprechpartner/Organisator gibt, der nicht im Saal eingebunden ist, Aber drei??? Und warum die „Flur-“/Büroschwester immer dieselbe sein muss, verstehe ich auch nicht. Würden die Mitarbeiter mehr in die „nicht Saal“, bzw. organisatorischen Aufgaben eingebunden werden und würden die Leitungen ihr Herrschaftswissen nicht für sich behalten, gäbe es eine deutlich grössere Transparenz des Arbeitsbereiches. Damit könnte ein besseres Verständnis für den zeitlichen Aufwand der Leitungstätigkeiten erzeugt werden und die „normalen“ Kollegen würden nicht vermuten, dass die Leitungen sich drücken und von morgens bis abends Kaffee trinken und sich überlegen, wie man die Mannschaft noch besser gängeln kann.

    Bitte fallt nicht über mich her....Leider, leider war es so in „meinem“ OP....
    VG lusche
     
  6. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hey lusche,
    keiner fällt hier über dich her.
    ABER:
    Unser Op ist etwas größer als der, den du kennst.
    Wir haben sechs Säle, insgesamt 40 MA und einen Zentralsteri mit 7 MA zu koordinieren. Der Rufdienst fällt nur von Freitag 15:30 - Montag 7:15 Uhr an. Von Montag 20:00 - Freitag früh gibt es keinen Dienst abzudecken.
    Rechne dir aus, wie oft bei 37 MA jeder drankommt!! Vorallem wird bei uns am WE sehr, sehr selten operiert. Also, relativ leicht verdientes Geld.:deal:

    Jeder von uns drei Leitungen hat ein Aufgabengebiet, um welches sich gekümmert werden muss. Eine hat die Zentralsterilisation und Materialbeschaffung, eine das QM und die Implantatekoordination (Sterilkontrolle, Leihimplantate, Inventuren ) und ich bin für die gesamte EDV-Dokumentation, die den OP betrifft und für die Praxisanleitung, mit Koordination und Wirksamkeitsüberprüfung von Fort- und Weiterbildung der MA zuständig. Natürlich sind wir verpflichtet, unserer Geschäftsführung
    Rechenschaft abzulegen. Spätestens bei der Rezertifizierung werden wir geprüft.:deal:
    Scheinbar zur Zufriedenheit, denn unser Personalschlüssel ist so gut, dass unsere MA kaum Ü-Stunden machen müssen. Und einmal pro Woche einen Spätdienst bis 20:00 Uhr, den wir Leitungen auch machen:idea:

    Wir haben einen Stützpunkt im OP, der sehr zentral liegt. Somit sind wir jederzeit präsent für alle.
    Da unser Büro außerhalb liegt, finden dort nur MA-Gespräche statt.
    Einmal pro Woche haben wir, jede an einem anderen Tag einen Bürotag und klinken uns komplett aus.

    In jedem OP läuft es anders und es gab bei uns auch so ähnliche Situationen (unsere Vorgänger), wie "lusche" es beschreibt.
    Da wir das aber damals schon schlecht fanden, haben wir zwei Neuen im Team bei unserer Beförderung beschlossen, es anders zu machen.
    Die Reaktionen der Kollegen, PDL´s und der Ärzte sind durchweg positiv und das zeigt uns, dass wir drei auf dem richtigen Weg sind.:idea::lol:

    LG opjutti
     
  7. lusche

    lusche Poweruser

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    Hi opjutti,
    das hört sich gut an, was Du schreibst.
    Hätte ich in so einem OP arbeiten können, wäre ich wahrscheinlich noch im dem Job, denn die Arbeit an sich ist supi, hat mir auch immer Spass gemacht und fehlt mir auch.
    Wo ist denn "Dein" OP, vielleicht bewerb ich mich.....:mryellow:

    Die Dienste bei uns, waren mindestens 10 an der Zahl und leider grauenvoll, selten hatten wir die nötige Ruhephase, um am nächsten Tag bleiben zu können. Selbst an den Wochenenden mit 24 Std. Diensten nicht. :angry:
    Eure Rufdienstregelung ist super, lässt sich aber nicht auf eine Akutklinik mit diversen Fachrichtungen im OP Betrieb übertragen.
    Es lässt hoffen, zu lesen, dass es offenbar doch noch motivierte Leitungen zu geben scheint, die nicht nur den eigenen Vorteil aus ihrem Pöstchen ziehen, sondern sich für Verbesserungen einsetzen.
    Mein Leitspruch ist immer:
    Gib einem ein bisschen Macht und du siehst den wahren Charakter....
    VG lusche
     
  8. opjutti

    opjutti Poweruser

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    @lusche:
    Da hast du wohl recht, unser Haus ist "Gott sei Dank" kein Akuthaus, sondern eine Fachklinik.

    Deshalb unsere tolle Dienstregelung und unser recht beschauliches Arbeitsleben. Kannst dir aber auch vorstellen, dass unsere MA sehr lange bei uns bleiben, deshalb kaum Fluktuation und kaum freie Stellen.

    Selbst unsere Muttis kommen schnell wieder, weil jede so arbeiten kann, wie sie es braucht.:deal:

    LG opjutti
     
  9. lusche

    lusche Poweruser

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    Hi opjutti,
    das mit der Bewerbung war nicht wirklich ernst gemeint, sollte mehr ein Kompliment werden und zeigen, wie gut ich Deine Schilderungen finde.
    Das kann ich mir gut vorstellen, dass aus so einem angenehmen Arbeitsfeld niemand freiwillig geht, würde ich ja auch nicht tun :lol1:
    Ich wäre so gerne auch mal zur rechten Zeit am rechten Ort :cry:
    VG lusche
     
  10. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Schau lusche,

    als ich vor 22 Jahren in diesen OP kam, war das für mich eigentlich auch nur eine "Not-, bzw. Übergangslösung". Ich wollte nie zu den "Knochenbrechern".

    Dann habe ich das Umfeld und die Kollegen kennen- und schätzengelernt und bin bis heute geblieben.:flowerpower:Daran wird sich hoffentlich auch für die letzten 17 Jahre nix ändern.

    Ich wünsche dir, das du bald deine Lebensstellung findest.

    LG opjutti
     
  11. Heraklid

    Heraklid Newbie

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    Ohh ja, das ist leider die traurige Wahrheit. Nicht zuletzt etlichen Sparprogrammen und Privatisierungen sei dank wird die psychische Belastung am Arbeitsplatz immer größer... Wenn ich jetzt bedenke, dass Deutschland noch eines der Länder ist, welche ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem aufweisen, graut's mir doch ein wenig!
     
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