Nullabgleich Arterie

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von fynny, 22.01.2011.

  1. fynny

    fynny Newbie

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    Es bereitet mir immer wieder Schwierigkeiten , daß zur "Atmosphere zu,also Arterie schließen ,... und zum Patieten richtig zu "drehen " , wie merkt ihr euch das ???
    Danach kalibirieren , und schon kommt die Kurve ??
     
  2. narde2003

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    Ich verstehe deine Frage nicht ganz.

    Was bereitet dir Schwierigkeiten? den Hahn umdrehen?

    Eigentlich ist es doch ganz logisch, wohin ich ihn drehen will.

    Ich will den Schenkel zur Atmosphäre hin öffnen, dabei will ich aber kein "Blutbad" anrichten, somit bleibt mir doch nur eine Möglichkeit des drehens.

    Dann drücke ich noch auf "0" wenn der Abgleich erfolgt ist ertönt ein "peep" und auf dem Monitor kann ich lesen 0-Abgleich erfolgreich. Dann schliesse ich wieder zur Atmosphäre, weil jetzt will ich ja, dass der Druckbeutel und die Arterie wieder "verbunden" sind, somit bleibt auch wieder nur eine Möglichkeit den Hahn zu drehen.
     
  3. fynny

    fynny Newbie

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    Wie Du das beschreibst , ist das sooo einfach , oder hört sich so an ....

    Also , zur Atmosphere zu , also hoch , .....zum Patienten also von links nach rechts , ich , weiß auch nicht wirklich , was mir Schwierigkeiten bereitet ???
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Es ist auch ganz einfach, du solltest nur darauf achten wohin welcher Schlauch führt und welchen Sinn er hat.
     
  5. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Naja...Nachdenken würde vielleicht helfen...^^

    - wie misst das Modul den Druck?
    Von dem arteriellen Katheter setzt sich der Druck aus dem Gefäß über den Schlauch bis zum Messmodul fort. Dort wird der Druck gemessen. Der Rest des Schlauchs zum Beutel dient nur noch für die Spülung.
    Das Modul setzt die physikalische Größe in eine elektrische Größe um...die kann der Monitor anzeigen.

    - das Messmodul brauch eine Referenzgröße (also einen Vergleichswert):
    Dazu wird der Umgebungsdruck (also Atmosphäre) benutzt. Damit das Modul diesen Wert benutzen kann, muss es ihn aber erst mal messen können - man muss also das Messmodul zur Atmosphäre öffnen. Nun ist es aber dummerweise so, dass der Druck im Gefäß höher ist als in der Atmosphäre...wenn man nun also den Hahn so rum dreht, das die Verbindung Gefäß - Messmodul - Atmosphäre offen ist, dann läuft das Blut (dem Druckgefälle folgend) aus dem Gefäß in Richtung Öffnung zur Atmosphäre...es gibt ne Sauerei.
    Also dreht man den entsprechenden Hahn so, das das "off"-Fähnchen in Richtung Gefäß (also Patient) zeigt...dann kann da nix rauslaufen. Damit ist (schlauerweise) die Verbindung Modul - Atmosphäre gleichzeitig geöffnet. Das Modul misst also Umgebungsdruck, welcher ja unser gewünschter Referenzwert ist. (Und der Monitor zeigt eine durchgehende Linie an). Wenn man nun den Knopf für "Nullabgleich" drückt, sagt man dem Modul: Das was Du gerade misst ist der Wert "Null". Man wartet, bis das Modul das begriffen hat ("Nullabgleich durchgeführt") und dreht den Hahn wieder so, das die Verbindung Gefäß - Modul offen ist. Und zur Atmosphäre geschlossen...
     
  6. fynny

    fynny Newbie

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    JA ja , ich weiß , wenn ich das so wie jezze überdenke , wird/ IST mir das klar , aber wenn ich das im Streß mache , verwusel ich misch !!:(:(:(
     
  7. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Stress + nicht Nachdenken = potenziell tödlich

    Was machst Du denn gerade?
    Noch Ausbildung oder schon fertig?

    DS
     
  8. josa

    josa Junior-Mitglied

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    Hallo,
    also nicht wundern, ich erkläre es jetzt ganz simpel und bildlich,ok?
    narde sagt bestimmt, wenn's ned stimmt :-)

    vielleicht hilft es dir wenn du den Vorgang des Nullens verstehst.
    Warum nullst du?
    Du möchtest einen Atmosphärendruck, Referenzwert, einen Ausgangswert, einen NULLwert - also eine neutrale Zahl mit der du die art. Drücke (die vom Pat. kommen) vergleichen oder in Beziehung setzen kannst, richtig?

    Warum willst du das?
    Der arterielle Druck ist wie alle Drücke physikalisch anders je nachdem in welcher Höhe er gemessen wird (bzw. wie sich der Gefäßdurchmesser in der jeweiligen Höhe verhält. Lastet Druck auf dem Rohr wird der Durchmesser kleiner, wird der Druck höher.....)

    also einfach gedacht:
    du könntest sagen, der Pat liegt hoch, der Druck der Atmosphäre ist dort oben (relativ gesehen) geringer also sind die Gefäße weiter und der Druck niedriger. So einfach ist es aber nicht – der Mensch hat ja keine einfaches Rohrsystem. Jetzt kommt deine art. Druckmessung in Form eines Druckaufnehmers und -Wandlers ins Spiel. Das will den absoluten Pat.druck messen und digital umwandeln.

    Theoretisch:
    läge der Pat. (da wo die Kanüle liegt) höher als der Druckaufnehmer =Transducer (Messteil mit dem 3-Wegehahn) wäre der angezeigte arterielle Druck höher (es kommt ja mehr atmosphärischer Druck auf den Druckaufnehmer noch "oben drauf")
    Druckaufnehmer zu niedrig - art. Druck zu hoch

    nochmal anders:
    läge der Pat. niedriger als der Druckaufnehmer (der ist also höher als der Pat), dann erscheint der arterielle Druck niedrig. Warum? na weil es weniger atmosphärische Druck auf den Druckaufnehmer gibt - ein "druckminus“ sozusagen.
    Druckaufnehmer zu hoch - art. Druck zu niedrig

    Wenn du einen Nullwert in der richtigen Patientenhöhe (Herzhöhe z.B.) mit der Raumluft "ermessen, abgeglichen" hast, also mit einer festen Größe in bestimmter Höhe, dann weiß dein Gerät den jetzt geltenden atmosphärischen Druck im richtigen Verhältnis zum Patientendruck digital umzurechen.

    Also merke dir eines von den Sprüchen!
    zum Patienten "zu" - zum Raum "auf" = Nullen
    zum Pat auf - zum Raum zu = Messen

    Kannst du das so verstehen?
    LG
     
  9. fynny

    fynny Newbie

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    "normale KRS ",.... hab ohne intensiv Erfahrung in der Anästhesie angefangen .
    Bin seit fünf Monaten dort ,...
     
  10. josa

    josa Junior-Mitglied

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    kein praxisanleiter oder mentor der in der probezeit für dich da ist ?
    LG
     
  11. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Öhem....

    Der Nullabgleich dient tatsächlich nur dazu, dem Modul zu sagen, was "Null" ist. Es ist unerheblich wo sich das Modul beim Abgleich befindet. Nullen kann man theoretisch auch am Boden.

    Die Positionierung des Aufnehmers zum Patienten ist natürlich entscheidend, das ist richtig. Modul zu tief --> Druck falsch hoch und umgekehrt. Aber nicht wegen dem zusätzlichen Atmosphärendruck (der iss auf 30 cm Unterschied egal...sonst müsste bei nem Wetterumschwung der Blutdruck der Patienten reagieren. Oder beim Schließen der Zimmertür), sondern weil die Wasser-/Blutsäule, welche auf den Druckaufnehmer wirkt, um so stärker "drückt", desto tiefer das Modul zum Patient liegt (und umgekehrt). Wenn man also das Modul hoch genug halten würde (die Fallhöhe vom Modul weg zum Patient dann also einen höheren Druck erzeugt als im Gefäß herrscht), würde der Druck negativ werden.


    DS
     
  12. Marty

    Marty Poweruser

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    Also fynny,

    ich weiß ja nicht wie deine Systeme aussehen, mein "Nullhahn" hat eine rote Kappe und mein arterieller Schlauch ist rot und meine Kappe auf dem Nullhahn hat ein Loch, so dass ich sie nicht mal abschrauben muß.
    So geht es bei mir:

    dreh das Dingens mit dem roten Ding in Richtung des roten Schlauches.
    Drück auf dem Monitor zweimal Null und fertig.
    Bei mir isses einfach, oder ?

    Gruß, Marty
     
  13. fynny

    fynny Newbie

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    Yo , ....sehr einfach und anschaulich erklärt .......:thinker:
    das sieht bei uns was anders aus , das Monitoring Set ist von BRAUN
     
  14. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Der Sinn der Übung iss aber eher, die Sache zu verstehen...

    Weil wenn es darum geht, sich zu merken "dreh das Rote zum roten Schlauch", kann man sich egtl. auch den Rest sparen und jemanden nen halbes Jahr anlernen (ohne Ausbildung) und fertig....


    DS
     
  15. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Gott bewahre!
     
  16. fynny

    fynny Newbie

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    DAS stimmt , Sinn is , daß ich in Streßsituationen ne "einfache " Brücke hab , die ich mir merken kann , daß es klappt , .......das Procerdere an sich nur .

    Hintergrundwissen , WARUM, ich das ganze tue , ist ja elementar , deshalb , wissen was wohin läuft , warum das so ist , und die Begriffe auch einzuordnen , macht das dann erst erst RICHTIG verständlich ...

    Hä , is noch früh ,....häbt ihr verstanden , was ich meine ???:gruebel::gruebel:
     
  17. indy J

    indy J Poweruser

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    Hallo

    Am einfachsten ist es, wie schon jemand hier geschrieben hat, wenn du dir beim Umdrehen der Dreiwegehähne vor Augen führst, wie du den Hahn zu Atmosphäre öffnest, ohne dass das Blut vom Patienten zurücklaufen kannst. Wenn der Hahn diese Stellung hat kannst du den Nullabgleich durchführen. Und wenn du das verstanden hast, weißt du auch, warum du nur so den Nullabgleich durchführen kannst.
    Dass man anfangs über ne Menge Dinge verstärkt nachdenken muss, ist ganz normal. Wichtig ist, dass man auch wirklich drüber nachdenkt und nicht einfach handelt.
     
  18. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ich habe es jetzt mal mit Bildern versucht darzustellen, ich hoffe es wird verständlicher.

    Die Pfeile sollen die Stellung des Dreiwegehahnes darstellen.

    lg
    Narde
     

    Anhänge:

  19. fynny

    fynny Newbie

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  20. indy J

    indy J Poweruser

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    Hallo

    narde, nur eine Frage: War das beispielhaft gemeint mit der Blutentnahme am Dreiwegehahn des Druckaufnehmers? Oder nehmt ihr das tatsächlich da oben ab? Wir haben vorne an der arteriellen Kanüle ein Teilsystem mit Dreiwegehahn zur Blutentnahme.
     
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