Nötige Qualifikation in der häuslichen Intensivpflege?!

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Aniki, 13.11.2012.

  1. Aniki

    Aniki Newbie

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    Hey Leute,

    also ich habe dieses Jahr mein Examen bekommen und hatte trotz gutem Abschluss erhebliche Probleme einen Job in meiner näheren Umgebung zu bekommen. Daraufhin habe ich mich vorerst für die häusliche Intensivpflege entschieden, da sie in unmittelbarer Nähe ist und gut bezahlt wird. Beim Einstellungsgespräch wurde ich gefragt ob ich im Rahmen meiner Ausbildung einen Einsatz auf einer Intensivstation hatte, dies war der Fall. Dann wurde ich gebeten einen Nachweis über die abgeleisteten Stunden zu erbringen. Mir wurde gesagt, der Einsatz würde als Praktikumszeit in der Intensivpflege genügen, somit müsste ich nicht nochmals ein Praktikum in der Intensivpflege machen.

    Vor einigen Tagen kam eine Teamkollegin zu mir, die ebenfalls dieses Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen hat und meinte sie müsse trotz Nachweis ein weiteres Praktikum machen. Die Begründung war: ein während der Ausbildung absolviertes Praktikum würde nicht anerkannt werden.

    Nun meine Frage, gibt es eine rechtliche Vorschrift die beschreibt welche Qualifikationen/Referenzen man in der häuslichen Intensivpflege haben muss?

    Sorry, falls das allles ein bisschen kompliziert ist...danke schonmal...
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    ich denke, dass dieses im Ermessen des AG liegt. Du hast zum einen keine Berufserfahrung als GuKP und zum anderen wenig (bis keine) speziellen Kenntnise der Intensivmedizin....bedenke, dass Du in Deinem neuen Aufgabengebiet eigenverantwortlich und ohne die Möglichkeit "schnell mal einen Kollegen oder Arzt zu holen" agieren wirst.
    Ein vorheriges Praktikum erscheint mir sinnvoll und dient auch zu Deinem Schutz.
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wie soll das Praktikum aussehen? Wird es bezahlt, was soll vermittelt werden?

    Soll es die Einarbeitung ersetzen, bzw. wie sieht die Einarbeitung aus?

    Eine häusliche Beatmungspflege kann ja nicht mit der Klinik verglichen werden.
     
  4. Aniki

    Aniki Newbie

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    Das ist ja das komische das Praktikum wird natürlich nicht bezahlt, ich werde dafür "nur" freigestellt. Es soll einen Umfang von 40 Stunden umfassen, was für mich nicht wirklich ausreichen sollte um sehr viel dazu zu lernen. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich bereits einen Einsatz von 6 Wochen abgeleistet, deshalb denke ich nicht, dass ich sehr viel neues dazu lernen werde, zumindest nicht in 40 Stunden.
    Ich weiß nicht ob ich das irgenwie verkehrt sehe, aber mir scheint das ziemlich sinnfrei
     
  5. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Mir klingt das nach einer Zertifizierung. Einige Heimbeatmungsdienste haben sich ihr Weiterbildungs- und Einarbeitungsprogramm zertifizieren lassen. Und im Rahmen dieser Zertifizierung ist dann da ein 40 stündiges Praktikum auf einer ITS vorgeschrieben. Die Sinnhaftigkeit bezweifle ich auch. Zumal solche Zertifikate sowieso außerhalb des Unternehmens nichts wert sind. Die AG geben einen haufen Geld aus für Weiterbildungen die die MA teilweise schon gemacht haben, aber dann wegen der zertifizierung nochmals machen müssen und dabei raus kommt nichts. Hauptsache man kann zertifiziert hinter den Firmennamen schreiben, ob dann zertifiziert drin ist wo es auch drauf steht, kann bezweifelt werden.
     
  6. Aniki

    Aniki Newbie

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    Und die Stunden die ich während der Ausbildung auf der Intensivstation abgeleistet habe, können also tatsächlich nicht anerkannt werden für solch ein Zetifikat? Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass ich in 40 Stunden auf einer fremden Intensivstation mehr lernen soll, als in 6 Wochen auf einer mir bekannten Station?!
     
  7. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Nein, die Vorgaben von der zertifizierungsstellen sind da sehr streng.
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Über welche Stellen lässt sich ein Heimbeatmungsdienst zertifizieren?

    Wenn ich von meinem MA ein Praktikum verlange, dann muss dies auch Arbeitszeit sein.
     
  9. pericardinchen

    pericardinchen Poweruser

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    40 h sind ein kleiner Scherz! Eine Woche bzw. etwas darüber liegend je nach h pro Woche. Da erhalten die Rettungssanitäter ja mehr Einblick und vorallem mehr Zeit.
     
  10. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    TÜV und Digab. Das siehst du so. Aber ich kann das ja als AG auch erst einmal anders versuchen. Viele MA wissen ja net, dass der AG sie nicht zwingen kann. Dann wird das einfach als Pflicht deklariert bwohl es keine Arbeitszeit ist und gut iss.
     
  11. narde2003

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    Bei manchem AG hat sich noch nicht herumgesprochen, dass Pflegekräfte nicht auf den Bäumen wachsen, oder?
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Bedeutet "freigestellt" in diesem Zusammenhang "ich mache das in meiner Freizeit" oder "ich werde für diese Zeit von meiner üblichen Tätigkeit entbunden"?
     
  13. Elisabeth Dinse

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  14. Metalscheafchen

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    Also i arbeite au in der Ambulanten Intensivpflege.
    I hab mein Staatsexamen 2009 gemacht, dann bis 2011 noch mal Schulbank gedrückt für Abitur.

    Und danach bin i ohne Vorkentnisse gleich übernommen worden. Des kommt wirklich immer auf den AG an.

    Klar Intensiverfahrung is immer gut, aber sowas bekommt man heutzutage für diesen "Speziellen" Markt schlecht, weil wer will schon 12 St. Schicht arbeiten?

    Also wenn mein AG mir das Gesagt hätte, hätte i des schon mal gleich als ominös eingestuft. Obwohl es au Sauschwer is nen guten AG in der A. IntensivPflege zu finden.

    Naja und wenn es bei dir sonst Mau aussieht mit Jobs dann musst du denk i mal abwegen. Wieviel dir des wert is.

    Schaden kann es nie, obwohl ja 40 st. ein Pups sind und wahrscheinlich wenig Sinnvoll.

    LG

    Beatrix
     
  15. Aniki

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    zunächst einmal danke für die hilfreichen Antworten!

    Und nein ich muss das in meiner Freizeit machen, meine Kollegin geht dehalb jetzt 15 Tage hintereinander arbeiten, denn schließlich ist es ja ihr Ding was sie in ihrer Freizeit macht.

    Ich halte es aber immernoch für wenig sinnvoll, aber werde mich ja anscheinend nicht vor drücken können...
     
  16. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Was hindert dich den AG zu wechseln?
     
  17. anästhesieschwester

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    @ TE: hattest Du nicht weiter oben geschrieben, dass Du freigestellt wirst? Dann ist die Praktikumszeit Arbeitszeit, die dir vergütet werden muss.

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  18. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Nee freigestellt bedeutt in diesem Zusammenhang, dass sie dafür frei bekommt.

    Doch. Aber, wenn die Mitarbeiter kündigen oder gar nicht erst anfangen, dann wird auf Fachkräfte aus Spanien und Griechelnad zurückgegriffen und massiv mit (leeren) Versprechungen woanders abgeworben. Mitarbeiter zu halten, darum wird sich nicht gekümmert. Neue Lückenfüller zu finden hat höhere Prorität. Bisher konnte mir leider noch keiner sagen, warum ein Arbeitgeber so handelt. Was mich bei der Sache immer noch extrem ärgert, dass solche AG's immer noch Mitarbeiter finden (und das nicht zu gering). ich versteh's net.
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ich verstehe es auch nicht.

    Ich würde mir einen neuen AG suchen und mir die Bedingungen genau anschauen. Allerdings wäre ich auch bereit meinen Aufenthaltsort zu verlegen.
     
  20. Aniki

    Aniki Newbie

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    Naja wie gesagt hatte ich wirklich extreme Probleme eine bessere Stelle zu finden v.a. in meiner Umgebung und zumindest bis Oktober 2013 bin ich leider noch an meinen Wohnort gebunden. Und dann denk ich mir: lieber eine Arbeit die mir nicht so sehr gefällt, als gar keine Arbeit. Allerdings ist die Praktikumsreglung nicht im Arbeitsvertrag geregelt (ab extra nachgeschaut) und im Einstellungsgespräch wurde mir versichert wenn ich die Zeit auf der ITS nachweisen kann (egal ob in der Ausbildung oder nicht) würde das als Nachweis reichen und ich müsste kein zusätzliches Praktikum machen. Nun gut ich gebe zu ich war ordentlich naiv, um mich auf ein mündliches Versprechen zu verlassen.
     
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